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Ansätze und Grundlagen zum Erwerb interkultureller Kompetenzen

Titel: Ansätze und Grundlagen zum Erwerb interkultureller Kompetenzen

Akademische Arbeit , 2006 , 36 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: Magister Artium Johannes Germ (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Zeitalter immer schneller voranschreitender Internationalisierung in nahezu allen Bereichen der Berufswelt ergibt sich für immer größere Teile der Weltbevölkerung die Notwendigkeit, den Anforderungen einer interkulturellen Arbeitswelt gerecht zu werden. Interkulturelle Kompetenz bildet hierfür die Schlüsselqualifikation.
Was aber beinhaltet interkulturelle Kompetenz und wie lässt sich diese erwerben?

Aus dem Inhalt:
- Definitionen Interkultureller Kompetenz
- Sachkompetenz, Sozialkompetenz, Selbstkompetenz
- Grundlagen für den Erwerb interkultureller Kompetenz

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. DEFINITIONEN INTERKULTURELLER KOMPETENZ

2. DREI ANSÄTZE ZUR INTERKULTURELLEN KOMPETENZ

2.1. ADAPTION- UND AWARENESS-ANSÄTZE

2.2. EFFECTIVENESS-ANSÄTZE

2.3. COMMUNICATION-ANSÄTZE

3. ELEMENTE INTERKULTURELLER HANDLUNGSKOMPETENZ

3.1. SACHKOMPETENZ

3.2. SOZIALKOMPETENZ

3.3. SELBSTKOMPETENZ

4. GRUNDLAGEN FÜR DEN ERWERB INTERKULTURELLER KOMPETENZ

5. SCHLUSSFOLGERUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen interkultureller Kompetenz und deren Relevanz für den beruflichen Erfolg im internationalen Kontext, insbesondere im Hinblick auf die Eignung und Vorbereitung von Mitarbeitern für Auslandseinsätze.

  • Analyse verschiedener theoretischer Definitionen interkultureller Kompetenz.
  • Differenzierung zwischen Adaption-, Effectiveness- und Communication-Ansätzen.
  • Untersuchung der Teilkomponenten Sach-, Sozial- und Selbstkompetenz.
  • Bewertung der Erlernbarkeit interkultureller Kompetenz im Erwachsenenalter.

Auszug aus dem Buch

2.1. Adaption- und Awareness-Ansätze

Adaption- und Awareness-Ansätze stellen den Begriff der interkulturellen Sensibilität in den Mittelpunkt. BENNET (2001) stellt ein von ihm 1993 entwickeltes Stufenmodell (Developmental Model of Intercultural Sensitivity) vor, dass eine Einstufung interkultureller Sensibilität in sechs Stadien ermöglicht. Hierdurch wird ein Instrument zur Verfügung gestellt, dass es ermöglicht, die Grade der interkulturellen Kompetenz von verschiedenen Personen zu bestimmen und zu vergleichen.

Diesem Modell folgend durchläuft jeder Mensch im Hinblick auf interkulturelle Sensibilität sechs Entwicklungsstufen bis zur interkulturellen Kompetenz.

Denial: Auf der ersten Stufe des DMIS-Modells befinden sich Menschen, die bisher noch keine fremden Kulturen erlebt haben. Sie sehen die Welt unreflektiert durch ihren persönlichen kulturellen Filter und können sich nicht vorstellen, dass eine andere als ihre eigene Weltsicht existiert. Sie legen zur Interpretation fremdkulturellen Verhaltens ausschließlich ihr eigenes Wertesystem zugrunde und verkennen kulturelle Unterschiede.

Defense: Auf der zweiten Stufe befinden sich Menschen, die kulturelle Unterschiede erkennen, andere Kulturen jedoch als Bedrohung erfahren und fremde Kulturen prinzipiell als der eigenen unterlegen ansehen. Menschen auf dieser Stufe entwickeln Abwehrstrategien gegen fremdkulturelle Einflüsse.

Minimization: Auf dieser Stufe interkultureller Kompetenz befinden sich Menschen, die kulturelle Unterschiede erkennen und auf der Ebene der sichtbaren Kultur (z.B. unterschiedliche Institutionen und Bräuche) interessiert wahrnehmen, jedoch nicht die zugrundeliegenden fremdkulturellen Werte sehen. Vielmehr versuchen Menschen, die sich auf dieser Stufe befinden, kulturelle Unterschiede zu bagatellisieren und unterstellen angebliche kulturelle Gemeinsamkeiten, ohne zu erkennen, dass diese Gemeinsamkeiten nur vor dem eigenen kulturellen Hintergrund existieren.

Diese drei Stufen der interkulturellen Kompetenz benennt BENNET als ethnozentristische Stufen, d. h. die eigene Kultur als einzig richtige Kultur in den Mittelpunkt stellende.

Zusammenfassung der Kapitel

1. DEFINITIONEN INTERKULTURELLER KOMPETENZ: Dieses Kapitel stellt verschiedene wissenschaftliche Definitionskategorien vor, wobei der Fokus auf dem effektiven Erreichen von Handlungszielen sowie der Anpassung an fremde Umgebungen liegt.

2. DREI ANSÄTZE ZUR INTERKULTURELLEN KOMPETENZ: Hier werden die Adaption/Awareness-, Effectiveness- und Communication-Ansätze eingeführt, um den Begriff der interkulturellen Kompetenz aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven zu beleuchten.

3. ELEMENTE INTERKULTURELLER HANDLUNGSKOMPETENZ: Dieses Kapitel analysiert die Teilkompetenzen Sach-, Sozial- und Selbstkompetenz als zentrale Bestandteile für ein erfolgreiches Handeln im interkulturellen Raum.

4. GRUNDLAGEN FÜR DEN ERWERB INTERKULTURELLER KOMPETENZ: Hier wird erörtert, inwiefern interkulturelle Kompetenz erlernbar ist und welche Rolle frühkindliche Sozialisationsfaktoren bei der Entwicklung der erforderlichen Persönlichkeitsmerkmale spielen.

5. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass interkulturelle Trainings an vorhandene Kompetenzen anknüpfen sollten und die Personalauswahl eine entscheidende Rolle für den Erfolg von Auslandsentsendungen einnimmt.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kompetenz, Handlungskompetenz, Sozialisation, Expatriates, interkulturelles Training, Personalauswahl, Kultursensibilität, Sachkompetenz, Sozialkompetenz, Selbstkompetenz, Kommunikation, Anpassung, interkulturelles Management, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Ansätzen und Grundlagen zur Definition und zum Erwerb von interkultureller Kompetenz, insbesondere im Hinblick auf deren Anwendung im beruflichen Umfeld bei Auslandseinsätzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die theoretische Systematisierung von interkultureller Kompetenz, ihre Teilkomponenten, der Einfluss der frühkindlichen Sozialisation auf die spätere Lernfähigkeit sowie die Anforderungen an interkulturelle Trainings.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie interkulturelle Kompetenz konzeptionell gefasst werden kann und welche Faktoren für den erfolgreichen Erwerb dieser Kompetenz bei Fach- und Führungskräften entscheidend sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse und Systematisierung bestehender theoretischer Ansätze und Modelle aus der interkulturellen Forschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der drei maßgeblichen Ansätze zur interkulturellen Kompetenz, die detaillierte Beschreibung der Elemente der interkulturellen Handlungskompetenz sowie eine Analyse der Grundlagen für den Kompetenzerwerb.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Schlüsselbegriffe sind Interkulturelle Kompetenz, Handlungskompetenz, Expatriates, interkulturelles Training sowie die Unterscheidung zwischen trainierbaren und schwer trainierbaren Kompetenzelementen.

Welche Bedeutung hat das DMIS-Modell nach Bennett für die Arbeit?

Das DMIS-Modell dient als Instrument zur Einordnung interkultureller Sensibilität und illustriert den Übergang von ethnozentrischen zu ethnorelativistischen Stadien der Kompetenzentwicklung.

Wie unterscheidet der Autor zwischen trainierbaren und nicht trainierbaren Kompetenzelementen?

Der Autor argumentiert, dass grundlegende Persönlichkeitsmerkmale, die in der frühen Sozialisation geprägt wurden, schwer trainierbar sind, während kognitive und verhaltensbezogene Fähigkeiten, wie etwa Kommunikationsstrategien, durch gezielte Trainings vermittelbar sind.

Warum ist laut Autor die Personalauswahl für Auslandseinsätze so wichtig?

Da interkulturelle Trainings nur an vorhandene Grundlagen anknüpfen können, ist eine sorgfältige Personalauswahl entscheidend, um die hohen Kosten fehlgeschlagener Auslandsentsendungen zu vermeiden.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ansätze und Grundlagen zum Erwerb interkultureller Kompetenzen
Hochschule
Universität Hamburg  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaften)
Note
1,8
Autor
Magister Artium Johannes Germ (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
36
Katalognummer
V284678
ISBN (eBook)
9783656842453
ISBN (Buch)
9783656864325
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ansätze grundlagen erwerb kompetenzen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magister Artium Johannes Germ (Autor:in), 2006, Ansätze und Grundlagen zum Erwerb interkultureller Kompetenzen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284678
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Leseprobe aus  36  Seiten
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