Die beiden Monographien Languages of Labor and Gender und A History of European Women’s Work beschäftigen sich innerhalb des Feldes der Arbeiterinnen- und Arbeitergeschichte mit den Aspekten von Geschlechterrollen und ihren Wechselbeziehungen zur Arbeit. Die beiden Bücher unterscheiden sich bei etwa gleichem Umfang maßgeblich in ihren Frage- und Zielstellungen. Kathleen Canning schränkt ihren Untersuchungsgegenstand auf die Arbeiterinnen der Textilbranche in Deutschland ein, Deborah Simonton verfolgt eine europäische Arbeiterinnengeschichte, die sich dabei hauptsächlich auf Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Russland und die Schweiz konzentriert. Simonton umreißt hier auch den größtmöglichen Zeitraum, indem sie die Geschichte erwerbstätiger Frauen von 1700 bis in die Gegenwart untersucht, während Kathleen Canning ihren zeitlichen Rahmen auf mehrere Jahrzehnte begrenzt und ihn auf die Jahre zwischen 1850 und 1914 absteckt.
Inhaltsverzeichnis
- Languages of Labor and Gender. Female Factory Work in Germany, 1850-1914
- Einleitung
- Die Bedeutung von Frauenarbeit im 19. Jahrhundert
- Soziale Reformen und die Fabrikarbeit von Frauen
- Die Fabrikarbeit von Frauen und die Soziale Frage
- Die Fabrikarbeit von Frauen und die Arbeiterbewegung
- Selbstbild und Identitäten von Arbeiterinnen
- Fazit
- Literaturverzeichnis
- A History of European Women's Work. 1700 to the Present
- Teil I: 18. Jahrhundert
- Teil II: 19. Jahrhundert
- Teil III: 20. Jahrhundert
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die beiden Monographien Languages of Labor and Gender und A History of European Women's Work befassen sich mit der Geschichte der Arbeit und den damit verbundenen Geschlechterrollen. Während Kathleen Canning sich auf die Arbeiterinnen der Textilbranche in Deutschland im 19. Jahrhundert konzentriert, bietet Deborah Simonton eine umfassendere europäische Perspektive auf die Geschichte der Frauenarbeit von 1700 bis in die Gegenwart.
- Die Wechselwirkung von Arbeit und Geschlechterbildern
- Die soziale und politische Bedeutung von Frauenarbeit
- Die Herausforderungen und Chancen der Frauenarbeit in der Industrialisierung
- Die Rolle von Frauen in der Arbeiterbewegung
- Die Entwicklung von Selbstbild und Identität von Arbeiterinnen
Zusammenfassung der Kapitel
Canning untersucht in ihrem Buch die Bedeutung von Frauenarbeit in der deutschen Textilindustrie im 19. Jahrhundert. Sie analysiert die strukturellen Veränderungen, die mit der Industrialisierung einhergingen, und die Auswirkungen auf die soziale und politische Landschaft. Sie beleuchtet die Debatten um Moral, Hygiene, Häuslichkeit und Familie, die durch die zunehmende Fabrikarbeit von Frauen ausgelöst wurden. Canning zeigt, wie die Fabrikarbeit von Frauen zu einer neuen Form der sozialen und politischen Konflikte führte und wie sich die Arbeiterinnen in diesem Kontext selbst definierten.
Simonton bietet eine umfassende Geschichte der Frauenarbeit in Europa vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Sie beleuchtet die Veränderungen in den Arbeitsbedingungen und die Herausforderungen, denen Frauen in verschiedenen Branchen und Zeiträumen begegneten. Sie analysiert die Rolle von Frauen in der Landwirtschaft, der Industrie und im Dienstleistungssektor und untersucht, wie sich die Technisierung von Arbeitsprozessen auf die Erwerbstätigkeit von Frauen auswirkte. Simonton zeigt, wie Frauen trotz der bestehenden sozialen und politischen Barrieren ihre Arbeitsbedingungen und ihre Rolle in der Gesellschaft aktiv gestalteten.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Geschichte der Arbeit, Geschlechterrollen, Frauenarbeit, Industrialisierung, Textilindustrie, soziale Reformen, Arbeiterbewegung, Selbstbild, Identität, Europa, Deutschland, 18. Jahrhundert, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptthema des Vergleichs zwischen Canning und Simonton?
Die Arbeit vergleicht zwei Monographien zur Geschichte der Frauenarbeit, wobei Kathleen Canning sich auf die deutsche Textilindustrie (1850-1914) konzentriert und Deborah Simonton eine breitere europäische Perspektive (1700 bis heute) einnimmt.
Welchen zeitlichen Rahmen untersucht Kathleen Canning?
Kathleen Canning begrenzt ihren Untersuchungszeitraum auf die Jahre zwischen 1850 und 1914.
Welche Länder stehen im Fokus von Deborah Simontons Werk?
Simonton konzentriert sich hauptsächlich auf die Arbeiterinnengeschichte in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Russland und der Schweiz.
Welche sozialen Debatten beleuchtet Canning in Bezug auf Frauenarbeit?
Sie analysiert Debatten um Moral, Hygiene, Häuslichkeit und Familie, die durch die zunehmende Fabrikarbeit von Frauen im 19. Jahrhundert ausgelöst wurden.
Wie hat sich die Technisierung laut Simonton auf Frauen ausgewirkt?
Simonton untersucht, wie Frauen trotz technologischer Veränderungen und sozialer Barrieren ihre Rolle in der Landwirtschaft, Industrie und im Dienstleistungssektor aktiv gestalteten.
Was ist das Ziel beider Monographien im Feld der Arbeitergeschichte?
Beide Werke beschäftigen sich mit den Wechselbeziehungen zwischen Geschlechterrollen und Arbeit sowie der Identitätsbildung von Arbeiterinnen.
- Arbeit zitieren
- Maxi Hoffmann (Autor:in), 2012, Vergleichende Buchrezension. Cannings "Languages of Labor and Gender" und Simontons "A History of European Women's Work", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284853