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Die Sozialisation Jugendlicher im digitalen Zeitalter und der Einfluss sozialer Online Netzwerke

Title: Die Sozialisation Jugendlicher im digitalen Zeitalter und der Einfluss sozialer Online Netzwerke

Term Paper , 2014 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katharina Plate (Author)

Sociology - Children and Youth
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Der Mensch ist durch andere formbar, gleichzeitig prägt er sich in der Auseinandersetzung mit sich und seiner materiellen und sozialen Umwelt selbst. Dabei kann er anders als Tiere auf über Jahrtausende entstandene Kulturen, soziale Strukturen und umfangreiches Wissen zurückgreifen. Sozialisationsprozesse lassen uns zu Menschen mit vielfältigen Identitäten und Persönlichkeiten werden, die gemeinsam Gesellschaften formen, welche sich wiederum durch allgemein anerkannte Kulturen mit spezifischen Rollenmustern, Grundannahmen, Werten, Normen, Ritualen, Helden und Symbolen sowie ein angehäuftes und strukturiertes Wissen auszeichnen (vgl. Hofstede et al. 2010). Die Sozialisation lässt uns unsere Rolle in der Gesellschaft finden und festigen. In diesem lebenslangen Prozess definieren wir uns einzeln als Individuen und insgesamt als Gesellschaft immer wieder neu. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die eigene Identitäts- bzw. Persönlichkeitsbildung, die ständige Beantwortung der Frage „Wer bin ich?“.

Ein Untersuchungsgegenstand der Sozialwissenschaft sind Instanzen wie Familie, Peer-groups, Erziehungs- und Bildungseinrichtungen sowie andere soziale Institutionen und Gruppierungen, die maßgebliche Einflussfaktoren für die Sozialisation darstellen. Soziale Online-Netzwerke wie Facebook könnten eine weitere Instanz darstellen, die maßgeblich die Sozialisation von Individuen beeinflusst, schließlich werden sie weltweit von Milliarden Men-schen genutzt. Vor diesem Hintergrund ist das Ziel dieser Hausarbeit, folgende Fragestel-lungen zu untersuchen:

1. Was ist Sozialisation und welche Einflussfaktoren liegen ihr zugrunde?
2. Wie können soziale Online-Netzwerke wie Facebook die Sozialisation von Jugendlichen beeinflussen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zum Begriff Sozialisation

2.1 Definitionsversuch

2.2 Hierarchisch geordnete Makro- und Mikroebenen

2.3 Die sieben Thesen Hurrelmanns

2.4 Identitätsbildung bei Jugendlichen

3 Mediensozialisation von Jugendlichen

4 Das soziale Online-Netzwerk Facebook

5 Nutzerverhalten von Jugendlichen bei Facebook

6 Einfluss sozialer Online-Netzwerke auf die Sozialisation Jugendlicher

6.1 Stärken und Möglichkeiten

6.2 Schwächen und Risiken

7 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Einfluss sozialer Online-Netzwerke, insbesondere von Facebook, auf die Sozialisationsprozesse und die Identitätsbildung von Jugendlichen im heutigen digitalen Zeitalter.

  • Theoretische Grundlagen der Sozialisation und Identitätsbildung
  • Mediensozialisation von Jugendlichen im Web 2.0
  • Analyse des Nutzerverhaltens Jugendlicher bei Facebook
  • Chancen sozialer Online-Netzwerke für Identitätsmanagement und soziale Bindungen
  • Risiken wie Datenschutzmängel, Cybermobbing und Realitätsentfremdung

Auszug aus dem Buch

6.1 Stärken und Möglichkeiten

Soziale Online-Netzwerke dienen als Kommunikationsmittel und sind ein Instrument zur Entwicklung von Gemeinschaften, die sich über Medieninhalte verständigen. Medieninhalte und die Art ihrer Nutzung können als Bestandteile eines Lebensstils angesehen werden, der ein Gefühl für die eigene Identität und die von Gruppen definiert (vgl. Süss 2004, S. 16). Als prägnantes Beispiel für die Neudefinition der Identität einer ganzen Gesellschaft mittels Kommunikation über das Online-Netzwerk Facebook dient der Arabische Frühling, bei dem im Dezember 2010 schwere Proteste in diversen Ländern der arabischen Welt zu Revolutionen führten (vgl. Ben Jelloun 2011; Petersen 2011). Damals nutzte ein Großteil der jungen Bevölkerung mehrerer Länder (z.B. Tunesien, Marokko, Libyen, Syrien, Ägypten, palästinensische Gebiete, Saudi-Arabien) Facebook als Medium, um Versammlungen zu organisieren und politische Diskussionen zu betreiben. Der Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft Andreas Hepp bezeichnet dieses Phänomen als transkulturelle Kommunikation (vgl. Hepp 2014).

Transkulturelle Kommunikation und maßgeschneiderte soziale Beziehungen: Im Alltag Jugendlicher lässt sich das Phänomen der transkulturellen Kommunikation beobachten, denn sie kommunizieren heute über soziale Milieus und geografische Grenzen hinweg. Facebook bietet Jugendlichen die Möglichkeit auf internationaler Ebene unverbindlich Kontakte zu knüpfen, die im Alltag bei bestimmten Herausforderungen hilfreich sein können. Dabei spielt derselbe Kontakt im realen Leben oftmals eine untergeordnete Rolle, solange sich übereinstimmende Interessen finden. Die Kontaktsuche geschieht ohne großen Aufwand und kann spezifisch auf einen Ort, Interessen, Figuren und Leitbilder der Kultur, auf den Bekanntenkreis oder andere Merkmale zugeschnitten sein, sodass sich zwangsläufig Synergien in der Beziehung mit anderen bilden, die für soziale Beziehungen förderlich sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Sozialisation ein und definiert das Ziel der Arbeit, den Einfluss sozialer Online-Netzwerke auf Jugendliche zu untersuchen.

2 Zum Begriff Sozialisation: Es werden theoretische Ansätze zur Sozialisation, das Modell der Makro- und Mikroebenen sowie die Identitätsbildung im Jugendalter erläutert.

3 Mediensozialisation von Jugendlichen: Dieses Kapitel betrachtet die Rolle von Medien als Sozialisationsinstanz und ihre Bedeutung für die Identitätsentwicklung.

4 Das soziale Online-Netzwerk Facebook: Es werden die Funktionen von Facebook und die Entwicklung des sozialen Netzwerks im Kontext des Web 2.0 beschrieben.

5 Nutzerverhalten von Jugendlichen bei Facebook: Basierend auf Studien wird die Intensität und die Art der Facebook-Nutzung durch Jugendliche analysiert.

6 Einfluss sozialer Online-Netzwerke auf die Sozialisation Jugendlicher: Dieses Kapitel analysiert sowohl die Stärken wie transkulturelle Kommunikation als auch die Risiken wie Datenschutzprobleme und Cybermobbing.

7 Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit der Medienkompetenz bei Jugendlichen.

Schlüsselwörter

Sozialisation, Jugendliche, Facebook, Online-Netzwerke, Mediensozialisation, Identitätsbildung, Identitätsmanagement, Medienkompetenz, Cybermobbing, Web 2.0, Digitale Identität, Soziale Bindungen, Patchworkidentität, Kommunikation, Transkulturelle Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Prozess der Sozialisation von Jugendlichen unter dem Einfluss der zunehmenden Digitalisierung und der Nutzung von sozialen Online-Netzwerken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die theoretischen Grundlagen der Sozialisation, die Bedeutung von Medien als Sozialisationsinstanz sowie die spezifischen Chancen und Risiken bei der Nutzung von Facebook.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, zu analysieren, wie soziale Online-Netzwerke wie Facebook die Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsbildung von Jugendlichen beeinflussen und welche Rolle dabei der Erwerb von Medienkompetenz spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Auseinandersetzung mit wissenschaftlich-theoretischen Erkenntnissen, Modellen der Sozialisationstheorie und empirischen Daten aus relevanten Medienstudien wie der JIM-Studie.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Sozialisation, die Mediensozialisation, die Darstellung von Facebook, das Nutzungsverhalten Jugendlicher sowie die detaillierte Analyse der positiven und negativen Einflüsse auf die Sozialisation.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?

Wesentliche Begriffe sind Sozialisation, Mediensozialisation, Identitätsbildung, Facebook, Medienkompetenz, Cybermobbing und Patchworkidentität.

Welchen Stellenwert nimmt die Identitätsbildung nach dem Autor ein?

Die Identitätsbildung wird als Dreh- und Angelpunkt der Sozialisation definiert, da sie die ständige Beantwortung der Frage "Wer bin ich?" im Kontext gesellschaftlicher Anforderungen darstellt.

Was versteht man in der Arbeit unter dem Begriff "Patchworkidentität"?

Der Begriff beschreibt eine moderne Form der Identität, die nicht mehr als starr und eindeutig definiert ist, sondern sich unter Bedingungen von Globalisierung und Pluralisierung als flexibel und unabgeschlossen darstellt.

Warum ist die Medienkompetenz für Jugendliche so entscheidend?

Medienkompetenz ist wichtig, um die Chancen der digitalen Vernetzung zu nutzen und gleichzeitig die Risiken wie Datenschutzverletzungen, psychische Belastungen durch Mobbing oder eine Entfremdung von der realen Umwelt zu vermeiden.

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Details

Title
Die Sozialisation Jugendlicher im digitalen Zeitalter und der Einfluss sozialer Online Netzwerke
College
University of Applied Sciences Düsseldorf
Grade
1,0
Author
Katharina Plate (Author)
Publication Year
2014
Pages
24
Catalog Number
V284996
ISBN (eBook)
9783656852490
ISBN (Book)
9783656852506
Language
German
Tags
Sozialisation Facebook Social Network Soziale Netzwerke
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Plate (Author), 2014, Die Sozialisation Jugendlicher im digitalen Zeitalter und der Einfluss sozialer Online Netzwerke, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/284996
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