Das Snowboarding hat in den letzten Jahren einen Aufschwung wie nur wenige andere Sportarten erfahren. Diese Sportart kann eine eindrucksvolle Entwicklung und ein großes Wachstum verzeichnen. Das Snowboarden ist nicht mehr nur ein Sport, sondern eine Lebenseinstellung. Es handelt sich um eine Sportart, die sich in den Wintersportgebieten dieser Welt durchgesetzt hat. Snowboarding ist jedoch eine Trendsport-Szene, die sowohl auf Zustimmung als auch auf Ablehnung stößt.
Ziel dieser Arbeit ist die Dynamik von Trendsportarten am Beispiel von Snowboarding darzustellen.
Dazu werden die Entwicklungen und Ausprägungen des Snowboardens in den unterschiedlichsten Bereichen betrachtet, angefangen bei der historischen Entwicklung hin zu einem Massensport über die vielfältigen Ausprägungen des Snowboardens bis hin zu szenetypischen Codes. Darüber hinaus erfolgt eine Darstellung der Entwicklungen und Dynamiken in Wirtschaft und Marketing und das Zusammenspiel mit den Medien. Abschließend wird die Entwicklung vom Amateur-Sportler zum professionellen Snowboarder verdeutlicht.
Im Fazit der Studienarbeit werden die identifizierten Dynamiken zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Historische Entwicklung des Snowboardens
2.1 Ursprünge in Amerika
2.2 Entwicklung in Europa
2.3 Entwicklung zum Massensport
3 Sportliche Vielfalt des Snowboardens
3.1 Freestyle-Snowboarding
3.2 Freeride-Snowboarding
3.3 Alpines Snowboarding
4 Die Snowboard-Szene
4.1 Image der Snowboarder
4.2 Szenecodes
4.3 Professionalisierung
5 Wirtschaft und Marketing
5.1 Markenvielfalt im Snowboarding
5.2 Jugendliche als Zielgruppe des Marketings
6 Die Funktion der Medien
6.1 Die Medien der Snowboard-Szene
6.2 Bedeutung der Medien für den Snowboard-Sport
7 Fazit
Zielsetzung und Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Dynamik von Trendsportarten am Beispiel des Snowboardens zu analysieren und darzustellen, wie sich dieser Sport von einer Nischenerscheinung zu einem Massenphänomen entwickelt hat.
- Historische Entwicklung des Snowboardens von den Anfängen bis zum Breitensport
- Unterschiedliche Fahrstile: Freestyle, Freeride und alpines Snowboarding
- Soziologische Analyse der Snowboard-Szene anhand von Szenecodes wie Sprache, Mode und Musik
- Wirtschaftliche Bedeutung, Sponsoring und Markenmarketing in der Snowboard-Branche
- Die zentrale Rolle der Medien bei der Etablierung des Trends
Auszug aus dem Buch
3.1 Freestyle-Snowboarding
Das Freestyle-Snowboarding bezeichnet das Fahren auf jeglichen Pisten (d.h. plane Piste, Buckelpiste, Halfpipe) unter Ausübung von Tricks. Die sogenannten ‘Freestyler‘ lassen sich dabei von den Skateboardern inspirieren. Sie übernehmen viele ihrer Tricks von den Skateboardern und verändern diese auf ihre eigene Weise (vgl. Weiß, 1996, S. 63). Freestyle-Snowboarding wurde bei der ersten Weltmeisterschaft 1983 in Form der aus der Skateboard-Szene bekannten Halfpipe in den Wettbewerb aufgenommen (vgl. Pottkämper, 2010, S. 49). ‘Freestyler‘ fahren vor allem auch in sogenannten Snowboard-Parks, welche sich aus vielen Elementen zusammensetzen, die aus der Skateboard-Szene bekannt sind. Ein wesentliches Element dieser Parks sind aus Schnee und Eis angefertigte Schanzen, die sogenannten ‘Kicker‘. Weitere Elemente sind Halfpipes und die ‘Rails‘, welche aus Metall bestehen und Treppengeländer darstellen sollen. Alle diese Elemente verdeutlichen, wie groß die Ähnlichkeit zwischen Skatboarding und Freestyle-Snowboarding ist. Das Freestyle-Snowboarding ist ein individueller Stil, bei dem jeder Fahrer nach Belieben fahren kann. Der Wettkampfgedanke rückt dabei in den Hintergrund. Da jeder Fahrer selbst kreativ entscheidet wie er fährt, sind ‘Freestyler‘ oft alleine anzutreffen – sie sind Individualisten. Beim Snowboarding geht es zumeist um den ‘Style‘, den ein Snowboarder vor allem beim Freestyle zu verkörpern versucht. Dieser ‘Style‘ spiegelt sich in der Art und Weise des Fahrens und der Ausübung von Tricks wider. Indem die ‘Freestyler‘ diesem Fahrstil ihren eigenen Stempel aufdrücken, grenzen sie sich von anderen Fahrern ab. Der individuelle ‘Style‘ bezieht sich nicht nur auf die Fahrtechnik, sondern auch auf die Kreativität, Mode und Ausstattung eines jeden Fahrers (vgl. Pottkämper, 2010, S. 47ff.).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Snowboarding als Trendsport ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Dynamik dieses Sports und seiner Szene zu untersuchen.
2 Historische Entwicklung des Snowboardens: Dieses Kapitel zeichnet den Werdegang von den frühen US-amerikanischen Ursprüngen in den 1960er Jahren bis hin zur Etablierung als Massensport nach.
3 Sportliche Vielfalt des Snowboardens: Hier werden die drei Hauptdisziplinen Freestyle, Freeride und Alpin sowie deren spezifische Anforderungen und Ausprägungen detailliert beschrieben.
4 Die Snowboard-Szene: Dieses Kapitel analysiert die Szenezugehörigkeit durch das Image der Snowboarder, spezifische Szenecodes und den Weg zur Professionalisierung.
5 Wirtschaft und Marketing: Hier wird der Einfluss von Markenvielfalt und gezieltem Marketing auf die junge Zielgruppe innerhalb der wachsenden Snowboard-Industrie untersucht.
6 Die Funktion der Medien: Dieses Kapitel erläutert die zentrale Rolle von Magazinen, Filmen und dem Internet als Multiplikatoren für den Lebensstil und die Popularität des Snowboardens.
7 Fazit: Das Fazit fasst die identifizierten Dynamiken zusammen und bewertet die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Trendsportarten.
Schlüsselwörter
Snowboarding, Trendsport, Massensport, Freestyle, Freeride, Alpines Snowboarding, Snowboard-Szene, Szenecodes, Lifestyle, Sportsponsoring, Markenmarketing, Snowboard-Magazine, Jugendkultur, Professionalisierung, Mediennutzung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der dynamischen Entwicklung des Snowboardens von einer Randerscheinung zu einem weltweit akzeptierten Breitensport und analysiert die dabei wirkenden soziologischen und wirtschaftlichen Mechanismen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Genese, den unterschiedlichen sportlichen Disziplinen, der Subkultur-Szene (Codes), der Professionalisierung der Athleten sowie dem Einfluss von Marketing und Medien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die spezifischen Dynamiken darzustellen, die den Aufstieg des Snowboardens geprägt haben, um einen Einblick in die allgemeine Funktionsweise von Trendsportarten zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Aufarbeitung vorhandener Fachliteratur, Studien und historischer Quellen zum Thema Snowboard-Kultur und Trendsportmarketing.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die technologische und historische Entwicklung, die Einteilung in Fahrstile, eine soziologische Betrachtung der Szene sowie eine Untersuchung der ökonomischen Strukturen und Medienpräsenz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Trendsport, Snowboard-Szene, Szenecodes, Markenmarketing und die mediale Inszenierung des Sports.
Welche Rolle spielen die sogenannten „Szenecodes“ für die Snowboarder?
Szenecodes wie Sprache, Musik und ein spezifischer Kleidungsstil dienen den Snowboardern dazu, sich von der Masse und anderen Sportarten abzugrenzen und ihre Zugehörigkeit zur Gemeinschaft zu manifestieren.
Warum ist das Marketing in der Snowboard-Branche so stark auf Jugendliche ausgerichtet?
Da die Jugend die Hauptzielgruppe des Sports darstellt, versuchen Unternehmen durch die Vermittlung eines speziellen „Lifestyles“ und Images eine hohe Kundenbindung bei dieser konsumfreudigen Zielgruppe zu erreichen.
Welche Bedeutung haben Snowboard-Videos für die Profis?
Da internationale Wettkämpfe oft nur eine begrenzte mediale Reichweite haben, sind professionell produzierte Videos essenziell, um den Bekanntheitsgrad der Athleten zu steigern und Sponsoren zu binden.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2012, Dynamik einer Trendsportart am Beispiel Snowboarden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285026