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Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Eine Beschreibung des Syndroms

Titel: Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Eine Beschreibung des Syndroms

Zusammenfassung , 2012 , 10 Seiten , Note: bestanden

Autor:in: Bachelor of Arts Lisa Piel (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Begriff „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ (GMF, engl. group-focused enmity) versucht feindselige Einstellungen gegenüber Menschen zu erfassen und systematisieren. Dabei bezieht er sich nicht auf ein Feindschaftsverhältnis gegenüber einzelnen Personen, sondern gegenüber Gruppen und deren Mitgliedern. Die Bezeichnung Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit findet Anwendung, wenn Personen aufgrund ihrer gewählten oder zugewiesenen Gruppenzugehörigkeit als ungleichwertig markiert und abgewertet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Was ist Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit?

1.1 Die Ideologie der Ungleichwertigkeit

1.2 Das Syndrom

2. Die Elemente des GMF-Syndroms

2.1 Zusammenhänge

3. Das Forschungsprojekt

4. Ausgewählte empirische Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit befasst sich mit dem theoretischen Konzept der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) und untersucht deren Kern in der Ideologie der Ungleichwertigkeit. Ziel ist es, die systematische Abwertung verschiedener gesellschaftlicher Gruppen sowie die interdisziplinäre Erforschung dieses Phänomens durch das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) darzustellen.

  • Die Ideologie der Ungleichwertigkeit als Kern des Syndroms
  • Die verschiedenen Elemente der GMF (u.a. Rassismus, Sexismus, Islamfeindlichkeit)
  • Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Abwertungsformen
  • Das empirische Forschungsprojekt des IKG
  • Überblick über ausgewählte empirische Ergebnisse der Langzeitstudie

Auszug aus dem Buch

1.2 Das Syndrom

Da der Diskriminierungskomplex der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit sich durch einen gemeinsamen Kern, der gerade beschriebenen Ideologie der Ungleichwertigkeit, auszeichnet, spricht die leitende Forschungsgruppe der Universität Bielefeld dabei von einem Syndrom. Die einzelnen Elemente der Abwertung sind nicht unabhängig voneinander ausgeprägt, sondern in diesem gemeinsamen Kern miteinander verbunden (vgl. Groß; Zick; Krause 2012 In: APuZ 2012, S. 12). Dies konnte erstmals 2002 bewiesen und auch in den folgenden Jahren immer wieder empirisch bestätigt werden (vgl. Heitmeyer 2005 In: Berliner Forum Gewaltprävention, S. 6-7). Das hat zur Folge, dass eine Person, wenn sie der Abwertung einer bestimmten Gruppe zustimmt, mit einer signifikant höheren Wahrscheinlichkeit dazu neigt, auch andere schwache Gruppen zu diskriminieren (vgl. Groß; Zick; Krause 2012 In: APuZ 2012, S. 12).

Die Forschergruppe der Universität Bielefeld geht darüber hinaus davon aus, dass das Syndrom der GMF kein Randphänomen, sondern ein von der Gesellschaft weithin geteiltes Meinungsmuster ist (vgl. Groß; Zick; Krause 2012 In: APuZ 2012, S. 12).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Was ist Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit?: Dieses Kapitel definiert GMF als ein System feindseliger Einstellungen gegenüber Gruppen und erläutert die zentrale Bedeutung der Ungleichwertigkeit.

2. Die Elemente des GMF-Syndroms: Hier werden die zwölf spezifischen Gruppen oder Themenbereiche vorgestellt, die Gegenstand des Syndroms sind, sowie deren untereinander bestehende Korrelationen analysiert.

3. Das Forschungsprojekt: Dieses Kapitel stellt die Methodik und Zielsetzung der empirischen Langzeitstudie des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung vor.

4. Ausgewählte empirische Ergebnisse: Hier werden mittels Tabellen und Diagrammen die Zustimmungswerte zu verschiedenen GMF-Elementen im zeitlichen Verlauf von 2002 bis 2010 dargestellt.

Schlüsselwörter

Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, GMF, Ideologie der Ungleichwertigkeit, Diskriminierung, Abwertung, Rassismus, Islamfeindlichkeit, Sexismus, Antisemitismus, Homophobie, empirische Sozialforschung, Gewaltprävention, gesellschaftliche Einstellungen, IKG, soziale Ungleichheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das sozialwissenschaftliche Konzept der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, das feindselige Einstellungen gegenüber bestimmten Bevölkerungsgruppen systematisiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Ideologie der Ungleichwertigkeit, die verschiedenen Elemente des GMF-Syndroms wie Rassismus oder Sexismus sowie deren wechselseitige Zusammenhänge.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist die Sensibilisierung für die Problematik feindseliger Einstellungen in der Gesellschaft und die Darstellung der wissenschaftlichen Forschungsergebnisse dazu.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer empirischen Langzeitstudie des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, die auf jährlichen telefonischen Befragungen von 2.000 Personen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Begriffs, die Vorstellung der Syndromelemente, die Analyse ihrer Zusammenhänge und die Präsentation empirischer Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere GMF, Ideologie der Ungleichwertigkeit, Diskriminierung, Etabliertenvorrechte und die verschiedenen untersuchten Formen der Abwertung wie Islamfeindlichkeit oder Behindertenabwertung.

Warum wird in diesem Zusammenhang von einem Syndrom gesprochen?

Der Begriff Syndrom wird verwendet, weil die verschiedenen Abwertungsformen einen gemeinsamen Kern teilen und empirisch nachgewiesen wurde, dass Personen, die eine Gruppe abwerten, statistisch häufiger auch gegenüber anderen Gruppen negative Einstellungen hegen.

Welche Rolle spielt die "Ideologie der Ungleichwertigkeit"?

Sie dient als Basis und gemeinsamer Kern aller Abwertungen und verfolgt die Funktion, soziale Hierarchien, Machtpositionen und Ungleichheit zwischen Gruppen zu sichern und zu legitimieren.

Was bedeutet die "Vergiftung" der Gesellschaft in diesem Kontext?

Damit ist die Gefahr gemeint, dass durch die Stabilität und mögliche Ausbreitung von GMF-Elementen eine liberale gesellschaftliche Atmosphäre gefährdet wird und menschenfeindliche Einstellungen auf bisher nicht diskriminierte Gruppen übergreifen können.

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Details

Titel
Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Eine Beschreibung des Syndroms
Veranstaltung
Vielfalt & Differenz in der Sozialen Arbeit: Migration
Note
bestanden
Autor
Bachelor of Arts Lisa Piel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
10
Katalognummer
V285225
ISBN (eBook)
9783656854579
ISBN (Buch)
9783656854586
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Migration Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit Vielfalt Soziale Arbeit GMF-Syndrom group-focused enmity
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Lisa Piel (Autor:in), 2012, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Eine Beschreibung des Syndroms, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285225
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Leseprobe aus  10  Seiten
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