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Die Zweisprachigkeit in der Stadt Biel

Referatspapier "Stadt Biel" von Carole Gobat

Title: Die Zweisprachigkeit in der Stadt Biel

Presentation (Elaboration) , 2014 , 8 Pages , Grade: 6 (Schweizer Notensystem)

Autor:in: Carole Gobat (Author)

German Studies - Linguistics
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Biel/Bienne ist die grösste zweisprachige Stadt in der Schweiz und aktuell die einzige, welche offiziell zweisprachig ist. Im Gegenzug zu Fribourg ist sie amtlich zweisprachig, nicht nur de facto. Bereits 1952 pries der damalige, langjährige Stadtpräsident Guido Müller die Zweisprachigkeit der Stadt als ihr Mar-kenzeichen: "Heute ist Biel eine erklärte Zweisprachenstadt – die einzige Stadt der Schweiz, wo beide Sprachen, Deutsch und Französisch, durchaus gleichberechtigt nebeneinander stehen und angewendet werden."

Im vorliegenden Referatspapier soll nun ein kleiner Einblick in die rechtlichen und geschichtlichen Hintergründe der vom sprachenpolitischen Standpunkt her einzigartigen Stadt Biel/Bienne gegeben werden. Es wird ausserdem auf die Frage eingegangen, welche von den französisch- und deutschsprachigen BewohnerInnen der Stadt empfundenen Vor-und Nachteile dieser amtlichen Zweisprachigkeit identifiziert werden und wie die zwei kulturell unterschiedlichen Sprachgruppen das Zusammenleben empfinden und sich gegenseitig wahrnehmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtlicher Hintergrund

3. Rechtliche Situation

4. Statistisches Entwicklung des Sprachenverhältnisses

5. Sprachauffassung: Wie nehmen BielerInnen die Zweisprachigkeit wahr?

6. (Zusammen)Leben in Biel/Bienne

6.1. Gängige Klischees und Stereotypen

6.2. Konkrete Beispiele für gelebte Zweisprachigkeit

6.3. Beispiele für institutionelle Förderungsmassnahmen der Zweisprachigkeit

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die rechtlichen und historischen Rahmenbedingungen der offiziell zweisprachigen Stadt Biel/Bienne, analysiert die Wahrnehmung dieser Zweisprachigkeit durch die unterschiedlichen Sprachgruppen und beleuchtet die Herausforderungen sowie die institutionellen Bemühungen zur Förderung des Zusammenlebens.

  • Historische Entwicklung der Zweisprachigkeit seit der Industrialisierung
  • Rechtliche Grundlagen der amtlichen Zweisprachigkeit im Kanton Bern
  • Statistische Analyse der Sprachverhältnisse in der Stadt
  • Wahrnehmung von Vor- und Nachteilen durch die Bevölkerung
  • Massnahmen zur Förderung der Sprachverständigung und des Zusammenlebens

Auszug aus dem Buch

6.1. Gängige Klischees und Stereotypen

Nicht selten basieren die Vorstellungen und Wahrnehmungen der anderen Sprachgruppe aber auch auf geläufigen Klischees, die EinwohnerInnen von klein auf zu hören bekommen. Auch der bereits erwähnte C. Müller untersuchte in seiner Studie 1987 diese Stereotypen der „verschlossenen Deutschschweizer“ und der „kontaktfreudigen Romand“ – was sich dabei gänzlich bestätigt hat. Viele empfinden das Zusammenleben aber auch als grabenlos, wünschen sich aber dennoch verstärkte Anstrengungen zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Sprachgruppen. Eine gezieltere Begegnung der zwei Kulturen auf gleicher Ebene sei notwendig und sollte gefördert werden, meinte ein Befragter.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Stadt Biel/Bienne als einzige offiziell zweisprachige Stadt der Schweiz und Darlegung der Forschungsfragen.

2. Geschichtlicher Hintergrund: Darstellung der Entwicklung von einer einsprachigen zu einer zweisprachigen Industriestadt aufgrund der Zuwanderung ab 1850 sowie der historischen Spannungsfelder.

3. Rechtliche Situation: Erläuterung der gesetzlichen Verankerung der Zweisprachigkeit in der Stadtordnung und der Kantonsverfassung von Bern.

4. Statistisches Entwicklung des Sprachenverhältnisses: Analyse der demografischen Veränderungen und der Dominanzverschiebung zwischen deutsch- und französischsprachigen Einwohnern seit 1860.

5. Sprachauffassung: Wie nehmen BielerInnen die Zweisprachigkeit wahr?: Untersuchung der subjektiven Einstellung der Sprachgruppen zur Zweisprachigkeit und deren empfundenen Vor- und Nachteile im Alltag.

6. (Zusammen)Leben in Biel/Bienne: Diskussion des täglichen Zusammenlebens, der auftretenden kulturellen Klischees sowie konkreter Beispiele für gelebte Zweisprachigkeit und institutionelle Förderprogramme.

7. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der identitätsstiftenden und wirtschaftlichen Bedeutung der Zweisprachigkeit für die Stadt Biel/Bienne.

Schlüsselwörter

Biel/Bienne, Zweisprachigkeit, Sprachenpolitik, Kanton Bern, Sprachgruppen, Romands, Deutschschweizer, Zusammenleben, Identität, Forum für Zweisprachigkeit, SprachTANDEM, Bilinguismus, Integration, Kultur, Stadtentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die sprachliche und politische Situation der offiziell zweisprachigen Stadt Biel/Bienne im historischen und gegenwärtigen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung, den rechtlichen Rahmenbedingungen, der soziolinguistischen Wahrnehmung durch die Einwohner sowie den institutionellen Massnahmen zur Förderung der Zweisprachigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Einblicke in die Identität der Stadt zu geben und aufzuzeigen, wie die zwei Sprachgruppen das Zusammenleben empfinden und welche Vorteile oder Nachteile sie wahrnehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Rückgriff auf soziolinguistische Studien sowie der Auswertung von Statistiken und offiziellen Verordnungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die rechtliche Situation, statistische Analysen der Sprachverhältnisse, die subjektive Sprachauffassung der Bewohner sowie die institutionellen Bemühungen zur Förderung der Zweisprachigkeit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentral sind Begriffe wie Zweisprachigkeit, Bilinguismus, Sprachgruppen, politische Identität und kulturelle Integration.

Welche Rolle spielt die Industrie bei der Entwicklung der Zweisprachigkeit in Biel?

Die Industrialisierung ab 1850 führte zu einer starken Zuwanderung französischsprachiger Uhrenarbeiter, die das Fundament für die spätere offizielle Zweisprachigkeit legten.

Wie hat sich die Wahrnehmung der Zweisprachigkeit über die Zeit verändert?

Studien zeigen eine positive Entwicklung: Während früher teils Distanz herrschte, wird Zweisprachigkeit heute vermehrt als positiver Standortvorteil und für die Karriere als wertvoll angesehen.

Was ist das "Forum für Zweisprachigkeit"?

Es handelt sich um eine Institution, die unter anderem durch Projekte wie "SprachTANDEM" aktiv die Kommunikation und das Erlernen der jeweiligen Zweitsprache zwischen den Bevölkerungsgruppen fördert.

Welche Besonderheit weist Biel in Bezug auf den Dialekt auf?

Im Gegensatz zur übrigen Deutschschweiz wird das Berndeutsche in Biel von einem signifikanten Teil der frankophonen Bevölkerung verstanden und teilweise sogar aktiv benutzt.

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Details

Title
Die Zweisprachigkeit in der Stadt Biel
Subtitle
Referatspapier "Stadt Biel" von Carole Gobat
College
University of Fribourg  (Philosophische Fakultät)
Course
Proseminar "Sprachenpolitik in der Schweiz im 20. Jahrhundert"
Grade
6 (Schweizer Notensystem)
Author
Carole Gobat (Author)
Publication Year
2014
Pages
8
Catalog Number
V285242
ISBN (eBook)
9783656851523
ISBN (Book)
9783656851530
Language
German
Tags
Biel/Bienne Schweiz Zweisprachigkeit Bilinguisme Deutsch/Französisch Kanton Bern Sprachenpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carole Gobat (Author), 2014, Die Zweisprachigkeit in der Stadt Biel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285242
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