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Analyse der psychischen Belastung von Soldaten in "Jarhead"

Titel: Analyse der psychischen Belastung von Soldaten in "Jarhead"

Hausarbeit , 2013 , 17 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Cathrin Cors (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

‚Medienkultur und Kommunikation in Theorie und Praxis‘ beinhaltet eine intensive Auseinandersetzung mit dem Spielfilm „Jarhead, willkommen im Dreck“, der 2005 vom Regisseur Sam Mendes produziert wurde und auf der Buchvorlage von Anthony Swofford und damit auf einer wahren Begebenheit basiert. Dieser Film wird für die Hausarbeit ausgewählt, da er im Seminar behandelt wurde und wegen persönlichem Interesse von Bedeutung ist.
Die Fragestellung lautet: Worin liegt die psychische Belastung der jungen Soldaten im Krieg und wie wird diese im Film dargestellt? Es wird untersucht welche Geschehnisse oder das Ausbleiben welcher Geschehnisse die Soldaten im Irak geprägt haben. Damit verbunden ist die Beschäftigung mit der Frage, warum diese neue Ebene den Films, die hauptsächlich auf der Darstellung der Psyche junger Soldaten basiert, für „Jarhead“ gewählt wurde. Es soll analysiert werden, durch welche Motive im Film sich Zuschauer und Rezipienten an den Film erinnern, nachdem sie ihn geschaut haben. Zu beantworten gilt es, auf welche Weise es dem Film gelingt, mit den kollektiven Erinnerungen an den Irakkrieg zu brechen und weshalb der Film auf einer neuen Darstellungsweise von Kriegsfilmen basiert. Der Krieg wird hier weniger thematisiert, da vielmehr Wert auf das Ausbleiben des Kampfes und den Umgang der Soldaten mit dieser Situation gelegt wird.
Objektiv betrachtet wirkt dieses Ausbleiben der direkten Konfrontation mit dem Feind positiv und sollte laut unserem Verständnis von Krieg dankbar angenommen werden. In der nachfolgenden Arbeit soll mit Hilfe einer Filmanalyse und einer beispielhaften Schlüsselszene geklärt werden, worin die psychische Belastung der Marines liegt und wie es dem Film gelingt, sie dem Zuschauer zu vermitteln und sie an das kollektive Gedächtnis zu überliefern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Fragestellung

2. Definition „kollektives Gedächtnis“

3. Historischer Hintergrund

4. Einführung in den Film

4.1. Inhaltsangabe

4.2. Eingrenzung des Materials und Vorgehen

5. Filmanalyse

5.1. Hierarchien im Krieg

5.2. Soldatenbild

5.3. Schlüsselszene: Kriegsende

5.4. Trauma

5.5. Erinnerung durch den Film

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die psychische Belastung junger Soldaten im Krieg am Beispiel des Spielfilms „Jarhead, willkommen im Dreck“. Ziel ist es aufzuzeigen, wie der Film durch die Thematisierung von Nicht-Kampfhandlungen und der Darstellung der Soldatenpsyche von konventionellen Kriegsfilmen abweicht und das kollektive Gedächtnis an den Irakkrieg beeinflusst.

  • Psychische Belastung und Traumatisierung von Soldaten
  • Darstellung militärischer Hierarchien und Soldatenbilder
  • Filmische Mittel zur Vermittlung emotionaler Zustände
  • Theorie des kollektiven und kulturellen Gedächtnisses
  • Bruch mit klassischen Darstellungsweisen des Kriegsfilms

Auszug aus dem Buch

5.4. Trauma

Nach der zuvor analysierten Szene folgt die endgültige Heimreise der Soldaten und damit ein weiteres wichtiges Motiv von Kriegsfilmen. Die Stimmung scheint vor allem bei Swofford betrübt zu sein. Nachdem dieser dann wie erwartet sowohl Freundin als auch deren neuen Freund zu Hause antrifft, wird er in seiner späteren Wohnung allein am Fenster stehend gezeigt. Dabei erzählt er eine Geschichte, die schon anfänglich als Einleitung in den Film gebraucht wurde und nun am Ende als Rahmen wieder erwähnt wird. Die Geschichte lautet wie folgt:

"Eine Geschichte: Ein Mann feuert viele Jahre mit seinem Gewehr und zieht schließlich in den Krieg. Danach gibt er sein Gewehr in der Waffenkammer ab und glaubt, dass er ab jetzt nichts mehr mit dem Gewehr zu tun hat. Doch ganz egal was er ab jetzt mit seinen Händen tut... ob er eine Frau liebt, ein Haus baut, die Windeln seines Sohnes wechselt... seine Hände vergessen das Gewehr nie." (‚Jarhead, willkommen im Dreck‘)

Während er die Geschichte erzählt, werden einige Charaktere aus dem Film in ihrem Leben nach dem Krieg gezeigt. Der Staff-Sergeant stapelt Kisten im Supermarkt, manche haben eine Familie, arbeiten im Büro oder sitzen allein zu Hause, so wie Swofford.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Fragestellung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die psychische Belastung von Soldaten im Film „Jarhead“ sowie dessen Beitrag zum kollektiven Gedächtnis zu analysieren.

2. Definition „kollektives Gedächtnis“: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Gedächtnisses nach Halbwachs, Warburg und Assmann, um den Film als Erinnerungsmedium einordnen zu können.

3. Historischer Hintergrund: Es wird der historische Kontext des zweiten Golfkrieges und die Beteiligung der USA an der „Operation Desert Shield“ skizziert.

4. Einführung in den Film: Dieser Abschnitt bietet eine Inhaltsangabe sowie eine Erläuterung der methodischen Vorgehensweise bei der Filmanalyse.

5. Filmanalyse: Hier werden zentrale Motive wie Hierarchien, das Soldatenstereotyp, eine Schlüsselszene am Kriegsende sowie Trauma-Aspekte und die kollektive Erinnerung detailliert untersucht.

6. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass der psychische Druck durch das Ausbleiben des Kampfeinsatzes maßgeblich ist und der Film durch die emotionale Darstellung die kollektive Erinnerung prägt.

Schlüsselwörter

Jarhead, Irakkrieg, psychische Belastung, Trauma, kollektives Gedächtnis, Kriegsfilm, Sam Mendes, Soldatenbild, militärische Hierarchien, Filmanalyse, Anthony Swofford, Traumatisierung, Erinnerungskultur, Medienkultur, Antikriegsfilm.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Spielfilm „Jarhead, willkommen im Dreck“ hinsichtlich der Darstellung der psychischen Belastung junger Soldaten im Krieg.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen das Soldatenbild, militärische Hierarchien, das Phänomen Trauma sowie die filmische Konstruktion kollektiver Erinnerung an den Irakkrieg.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, worin die psychische Belastung der Marines besteht und wie der Film diese psychologischen Aspekte dem Zuschauer vermittelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Filmanalyse durchgeführt, die sich an den Arbeitsschritten nach Michael Schaaf orientiert, um Schlüsselszenen und inhaltliche Motive interpretativ auszuwerten.

Welche Rolle spielen die theoretischen Konzepte in der Arbeit?

Theorien zum kollektiven Gedächtnis dienen dazu, den Film als Medium zu verstehen, das Erinnerungen an historische Ereignisse speichert und verbreitet.

Wie lässt sich der Film im Genre einordnen?

Der Film wird als „Antikriegsfilm“ analysiert, wobei besonders der Bruch mit der Darstellung von aktiven Kampfszenen und die Konzentration auf die Psyche hervorgehoben werden.

Warum spielt die Szene am Ende des Films eine so wichtige Rolle?

Sie dient als Schlüsselszene, um den aufgestauten psychischen Druck der Soldaten durch den unerfüllten Wunsch nach Kampfeinsatz und die anschließende Entladung (Schüsse in den Himmel) zu verdeutlichen.

Welche Bedeutung hat das Rahmenzitat über das Gewehr?

Es symbolisiert die bleibende traumatische Spur des Krieges, die auch im zivilen Leben fortbesteht, da die „Hände das Gewehr nie vergessen“.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Analyse der psychischen Belastung von Soldaten in "Jarhead"
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Note
2,3
Autor
Cathrin Cors (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
17
Katalognummer
V285364
ISBN (eBook)
9783656857587
ISBN (Buch)
9783656857594
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hausarbeit psychische Belastung Soldaten Kriegsfilm Antikriegsfilm Filmanalyse psychische Auswirkungen Krieg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Cathrin Cors (Autor:in), 2013, Analyse der psychischen Belastung von Soldaten in "Jarhead", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285364
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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