Politische Klimaschutzziele und Verkürzung der Arbeitszeit

Eine Untersuchung der volkswirtschaftlichen Operatoren zur Erreichung von Treibhausgasreduktionszielen


Bachelorarbeit, 2014

38 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Formel zur Berechnung von Treibhausgasen
THG/BIP:
BIP/H:
H/E
E
Ableitung zur Veränderungsrate

Empirische Grundlage

Berechnung mit Formel

Berechnung der Szenarien
Szenarien der verbesserten Entkopplung
Möglichkeiten zur Beschleunigung der Entkopplung und weitere Überlegungen
Szenarien der Arbeitszeitverkürzung
Maßnahmen und Überlegungen zur Arbeitszeitverkürzung
Szenarien der Kombination beider Faktoren
Kritik

Erweiterung der Formel
E/POP(aktiv)
POP(aktiv)/POP
POP

Berechnung mit der erweiterten Formel
Empirische Basis der Veränderung
Szenario der Verbesserung des Faktors Treibhausgaseffizienz
Szenarien zur Arbeitszeitverkürzung
Szenario der Kombination beider Faktoren
Szenario mit praktikablen Veränderungsraten

Fazit

Literaturverzeichnis

Einleitung

Die Klimaerwärmung ist eine der wichtigsten, wenn nicht sogar die wichtigste, Herausforderung unserer heutigen Zeit. Laut dem aktuellsten Bericht des IPCC[1] kann sich das weltweite Klima, ohne zusätzliche Bemühungen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen, bis zum Jahre 2100 um 5,4°C erhöhen[2]. Ein solcher Klimaanstieg würde mit immensen Risiken für Mensch und Natur einhergehen und unvermeidbare Schäden für das Ökosystem mit sich bringen. Als Beispiele seien hier genannt: Dürreperioden, „Überflutungen, Ozeanerwärmung und -versauerung sowie den daraus resultierenden Verlusten an Biodiversität und Produktivität von Ökosystemen und Landwirtschaft“[3]

Um gegen diese Folgen anzukämpfen, wurden bereits mehrere internationale Maßnahmen getroffen. Besonders prominent ist das Protokoll von Kyoto zum Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen aus dem Jahre 1997 oder das erneute Rahmenübereinkommen 2010 in Cancun. Beide Male wurden freiwillige Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen geschaffen, deren Ziel es ist die globale Klimaerwärmung unter einer Grenze von 2°C zu halten. Laut Bericht des IPCC würden diese vereinbarten Emissionsziele jedoch „für eine wirtschaftlich effiziente und kostengünstige Einhaltung der Zwei-Grad-Obergrenze nicht ausreichend [sein] “[4], da diese zu niedrig angesetzt seien.

Ambitioniert ist da hingegen das geplante Reduktionsziel der Europäischen Union, das eine Reduktion der Treibhausgase um 80%, im Vergleich zum Basisjahr 1990, bis 2050 vorsieht. Die wichtigsten Überlegungen zur Erreichung des Ziels wurden in der sogenannten „Roadmap 2050“, welche als Multi-Stakeholder Projekt entstand, festgelegt[5]. So soll durch eine Dekarbonisierung der europäischen Wirtschaft, also durch die sogenannte Entkopplung, die erforderliche Treibhausgasreduktion erfolgen6. Entkopplung bezeichnet im Allgemeinen die Loslösung des Wirtschaftswachstums von Umwelteinflüssen (Wie beispielsweise Ressourcenverbrauch oder Treibhausemissionen). Es kann unterschieden werden zwischen relativer und absoluter Entkopplung. Bei der relativen Entkopplung wächst die Wirtschaft7 lediglich schneller als die daraus entstehenden Umwelteinflüsse. Es kommt somit weiterhin zu einer Steigerung des Ressourcenverbrauchs oder der Treibhausgasemissionen, jedoch in einem relativ gesehen geringerem Maße als zuvor. Bei einer absoluten Entkopplung hingegen entsteht Wirtschaftswachstum bei konstanten oder sogar zurückgehenden Umwelteinflüssen. Der wichtigste Ansatz zur Erreichung von absoluter Entkopplung ist die Steigerung von Ressourceneffizienz oder die Verringerung von absoluter Treibhausgasintensität einer produzierten Einheit8. Wenn im weiteren Verlauf der Arbeit von Entkopplung die Rede ist, ist damit immer absolute Entkopplung gemeint. Entkopplung als Klimaschutzmaßnahme wird derzeit in der Forschung kontrovers diskutiert und ist somit keinesfalls unstrittig, da dies eine stetiges Wachstum impliziert. Schon mit der Studie „Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome im Jahre 1972 begann die Kritik an diesem Wachstumsparadigma. Einer der derzeit wohl bekanntesten Wachstumskritiker ist Tim Jackson. Er sieht in „Entkopplung keine plausible Lösung“9, da er starke Zweifel bezüglich der technologischen und wirtschaftlichen Realisierbarkeit hegt. Vielmehr sieht er einen Umbau des Wirtschaftssystems vor, hin zu mehr Nachhaltigkeit, einem Abbau von Ungleichheiten und Konsumismus, sowie der Regulierung der Arbeitszeit und die Stärkung von ökologischem Sozialkapital10. Noch stärker wachstumskritisch argumentiert Niko Paech. Laut ihm „führtjedes Wachstum zu einer Zunahme der Umweltbelastung“11. Er entwirft deshalb die Vorstellung einer Post­Wachstumsgesellschaft, die geprägt ist von kreativer Subsistenz, in Form von Eigenproduktion, Gemeinschaftsnutzung von Gebrauchsgütern, einer regional[6] [7] [8] [9] [10] [11] produzierenden Wirtschaft, einer Reduktion und Umverteilung von Arbeitszeit sowie einer Veränderung des Konsumverhaltens[12]. Ulrich Brand stellt insgesamt fest, dass es „Konsens in der starken wachstumskritischen Diskussion ist, dass es gesellschaftlicher Veränderung bedarf, um vielfältige soziale und ökologische Probleme zu bearbeiten.“[13] Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch Andrew Watt. Er überlegt, wie die von der Europäischen Union angestrebten Treibhausgasreduktionsziele, anhand von Entkopplung in Verbindung mit Arbeitszeitverkürzung, erreicht werden können[14]. Seine Ausgangsüberlegung ist es den Faktor Treibhausgasemissionen in seine einzelnen Komponenten zu zerlegen und anhand der Daten von 1998-2008 eine probabilistische Trendprognose für diese zu entwickeln. Dafür übersetzt er die Komponenten in eine Formel[15], die eine mathematische Wahrheit abbildet. Mit Hilfe dieser entwickelt er Szenarien, bei denen er die Geschwindigkeit der Entkopplung und den Wert der Arbeitszeitverkürzung variiert, um festzustellen wie viel Arbeitszeitverkürzung im Verhältnis zur Entkopplung nötig wäre, um das Treibhausgasziel zu erreichen.

Dabei lässt sich kritisieren, dass er seine Berechnung auf die Annahme fußt vom Jahre 2010 bis 2050 müsse eine Reduktion von 80% erfolgen[16]. Dadurch zielt er auf eine drastischere Reduktion ab als eigentlich von der EU vorgesehen, die nur eine Reduktion von 80% bis 2050, im Vergleich zum Basisjahr 1990, anstrebt. Hierdurch unterschlägt er eine bereits erzielte Treibhausgasreduktion von etwa 12%. Es lässt sich also vermuten, dass bei einer Berechnung mit dem Zielmaßstab der EU eine etwas leichter zu erfüllende Arbeitszeitverkürzung das Ergebnis sein wird.

Des Weiteren ist bezüglich der Komposition von Treibhausgasemissionen kritisch zu betrachten, dass er den Faktor der Erwerbstätigkeit nicht weiter aufspaltet und mit zukünftigen demographischen Prognosen ausgestaltet. Er begründet dies damit, dass Prognosen unsicher sind und besonders der Faktor Migration nur schwer zu erfassen sei, da er von „unpredictable political developments“[17] abhängig sei. Dagegen halten lässt sich, dass jeder Faktor von unvorhersehbaren politischen Entscheidungen betroffen seien könnte und somit die demographische Entwicklung nicht alleinig außen vor gelassen werden darf. Außerdem gibt es durchaus brauchbare Prognosen der UN, die auch den Faktor Migration angemessen berücksichtigen.

Deshalb ist es das Ziel dieser Arbeit die Berechnungen von Watt, unter Berücksichtigung der beiden oben genannten Kritikpunkte, erneut durchzuführen. Hinzu kommt, dass ich für meine Arbeit die Daten des Jahrzehnts von 2000 bis 2010 benutzen werde. Somit setze ich durch die Verwendung der Jahre nach 2008 auch die Prämisse, dass jedes Jahrzehnt eine weitreichende Krise mit sich bringen kann. Eine weitere, jedoch nur marginale, Abweichung zu Watt ist auch, dass ich die Chance habe auf die neue Realität der EU-Mitgliedschaften zu reagieren und somit meine Betrachtung auf 28 EU-Staaten ausweiten kann[18].

Meine zu prüfende These ist, dass Arbeitszeitverkürzung ein unverzichtbares Werkzeug zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen sein dürfte. Deshalb wird es auch zu prüfen sein, wie viel Arbeitszeitverkürzung von Nöten ist.

Eingeleitet werden soll meine Untersuchung durch die Dekomposition des Faktors Treibhausgasemissionen in seine Komponenten, die normative Betrachtung dieser und die Übersetzung in eine Formel mit der die Entwicklung von Treibhausgasemissionen betrachtet werden kann. Hierfür werde ich mich zunächst an die nicht erweiterte Formel von Watt anlehnen, damit eine Vergleichbarkeit zu seinen Ergebnissen erzielt werden kann. Jedoch werde ich diese, wie bereits oben angekündigt, mit den Daten für die Jahre 2000 bis 2010 füllen und auf dieser Grundlage die Berechnung der Szenarien durchführen.

Im ersten Schritt sollen dazu Szenarien einer rein auf Entkopplung basierenden Treibhausgasreduktion durchgeführt und, im zweiten Schritt, Szenarien, welche rein auf Arbeitszeitverkürzung beruhen, durchgeführt werden. An den Anschluss dieser Szenarien soll jeweils die Evaluation von möglichen Maßnahmen stattfinden. Im abschließenden dritten Schritt sollen Szenarien entwickelt werden, die Entkopplung in Verbindung mit Arbeitszeitverkürzung betrachten.

Darauf aufbauend soll im letzten Teil der Untersuchung eine erneute Betrachtung der Szenarien, in der selben Art und Weise wie zuvor auch schon, mit der erweiterten Dekomposition durchgeführt, erfolgen, um eine Varianz von Erkenntnissen zu generieren.

Abgerundet werden soll die Arbeit dann durch ein Fazit, welches die zuvor erlangten Ergebnisse resümiert und abschließend bewertet.

Formel zur Berechnung von Treibhausgasen

Im ersten Schritt der Untersuchung soll überlegt werden wie, in Anlehnung an Andrew Watt, der Faktor Treibhausgase im Detail abgebildet werden kann.

Der Ausgangspunkt der Überlegung ist dabei die vollkommen logische Aussage, dass:

THG = THG

ist. Hierbei steht die Abkürzung THG für Treibhausgasemissionen. Um die Formel durch die Faktoren zu erweitern, die für die Entstehung von Treibhausgas verantwortlich sind, wird anhand einer tautologischen Erweiterung die Formel durch die Variablen BIP (Bruttoinlandsprodukt), H (Arbeitszeit) und E (Beschäftigte) ergänzt[19]. Somit ergibt sich die mathematische Wahrheit:

THG = THG/BIP*BIP/H*H/E*E

Im Folgenden sollen nun die einzelnen Bestandteile genauer betrachtet und normative Überlegungen diesbezüglich getroffen werden.

THG/BIP:

THG/BIP beschreibt die Treibhausgasintensität der Produktion. Die Verwendungsrechnung teilt das Bruttoinlandsprodukt auf in:

BIP = C (Konsumgüter) +I (Investitionen) + G (öffentliche Güter) + [x (Exporte) - m

(Importe)]

Demzufolge wird durch den Faktor THG/BIP die Treibhausgaseffizienz des Konsums, der privaten Produktion, des Staatsverbrauchs und des Außenbeitrags abgebildet. Oft wird das BIP als Maßstab für ökonomisches Wachstum verwendet.

Eine Verringerung der Treibhausgasintensität ist als rundum positiv zu bewerten. Angestrebt werden kann sie beispielsweise durch die Förderung von erneuerbaren Energiequellen[20], ressourcenschonende und energieeffiziente Industrieprozesse[21] und/oder ökologischer Landwirtschaft[22]. Ausgehend von einem Modell einer funktional differenzierten Gesellschaft steht besonders die transnationale Ebene der Politik, in Form der Europäischen Union, in der Pflicht diesen Prozess zu initiieren und fördernd zu begleiten. In diesem Rahmen wurde der „Fahrplan für den Übergang zu einer wettbewerbsfähigen C02-armen Wirtschaft bis 2050“[23] von der europäischen Kommission entwickelt.

Eine Abnahme der Treibhausgasintensität wird im Folgenden immer als Entkopplung bezeichnet.

BIP/H:

Der Faktor BIP/H beschreibt die durchschnittliche Produktivität der Arbeitszeit. Hierbei ist die Variable BIP genauso definiert wie bei dem oben genannten Faktor THG/BIP. Die Variable H für Arbeitszeit ist der kumulierte Wert, bestehend aus der durchschnittlichen Arbeitszeit für bezahlte Teilzeit- und Vollzeitarbeit.

Eine Verringerung der Produktivität hätte eine Verringerung der Treibhausgasemissionen zur Folge. Jedoch ist es aus normativer Perspektive nicht sinnvoll die Produktivität zu verringern, da die Folgekosten auf volkswirtschaftlicher Ebene unverhältnismäßig hoch zum Effekt der Treibhausgasreduktion wären. So würde mit einem Rückgang der Produktivität eine starke Einbuße der Wettbewerbsfähigkeit und des allgemeinen Wohlstandsniveaus einhergehen. Deshalb ist es sinnvoll nicht mit Hilfe dieses Faktors die Treibhausgasreduktion anzustreben.

H/E

Der Faktor H/E bezeichnet die durchschnittliche Arbeitszeit pro Beschäftigtem. Die Variable H, für Arbeitszeit, ist dabei logischerweise deckungsgleich mit der Variable H aus BIP/H und die Variable E, für Anzahl der Erwerbstätigen, ist definiert als die Anzahl der Arbeitnehmer oder Selbständigen über 15 Jahren, die zur Bestreitung eines Einkommens in einer gebietsansässigen Produktionseinheit arbeiten.

Eine Verringerung von Arbeitszeit dürfte, über verschiedene Gesellschaftsschichten hinweg, als durchweg positiv gewertet werden, da sich interessante neue gesellschaftliche Perspektiven eröffnen und die Auswirkungen auf das Wohlstandniveau nicht so gravierend wären wie bei einer Verkürzung der Arbeitsproduktivität[24]. Über die genauen Bedingungen und Folgen der Arbeitszeitverkürzung gilt es im späteren Verlauf noch ausführlich zu diskutieren.

E

Der Faktor E bezeichnet die Anzahl der Erwerbstätigen, die wie oben genannt definiert ist. Sie hängt zum einem von der Entwicklung des Arbeitsmarktes und zum anderem von der demographischen Entwicklung ab.

Eine höhere Arbeitslosigkeit hätte eine Reduktion der Treibhausgasemissionen zur Folge. Es ist jedoch vollkommen klar, dass dies weder gesellschaftlich noch politisch ein wünschenswerter Beitrag zur Einhaltung der Klimaschutzziele wäre. Auch die politische Steuerung des demographischen Wandels im Sinne der Treibhausgasreduktion[25] ist, als drastischer Eingriff in die persönliche Freiheit, mehr als kritisch zu betrachten. Deshalb muss dieser Faktor als nicht veränderbare empirische Realität hingenommen werden.

Ableitung zur Veränderungsrate

Die obige Komposition:

THG = THG/BIP*BIP/H*H/E*E

betrachtet mit den Veränderungsraten der einzelnen Faktoren, ergibt folgende Formel:

ATHG=ATHG/BIP+ABIP/H+AH/E+AE

Durch die Verwendung dieser Formel lassen sich nun Berechnungen, im Hinblick auf das angestrebte europäische Treibhausgasreduktionsziel von 80% und den benötigten Veränderungsraten, durchführen. Doch an erster Stelle soll eine Betrachtung der empirischen Realität erfolgen.

Empirische Grundlage

Laut EU-Kommission wäre der „kostengünstigste Weg“[26], um das Ziel von 80% Treibhausgasreduktion zu erreichen, „eine Verringerung der internen Emissionen gegenüber 1990 um 40 % bis 2030 bzw. um 60 % bis 2040“[27]. Dazu soll esjährlich zu einem Rückgang „gegenüber 1990 um etwa 1 % im ersten Jahrzehnt bis 2020, um 1,5 % im zweiten Jahrzehnt von 2020 bis 2030 und um 2 % in den beiden letzten Jahrzehnten bis 2050“[28] kommen. In dem Diagramm unten ist dieser „Fahrplan der EU“ grafisch dargestellt (betitelt als „Plan der EU).

Faktisch lässt sich im ersten Jahrzehnt von 1990 bis 2000 jedoch nur ein jährlicher Rückgang von 0,77%[29] und für das Jahrzehnt von 2000 bis 2010 sogar von nur 0,55% feststellen. Somit ergibt sich für die Gesamtzeit von 1990 bis 2010 eine jährliche Reduktion von 0,66%. Wenn man diesen Trend bis 2050 weiterführen würde, ergäbe sich eine Gesamtreduktion von etwa 33,6%, im Verhältnis zu 1990, wodurch das Reduktionsziel von 80% um mehr als die Hälfte verfehlt werden würde (Dies ist graphisch als „Pessimistischer Trend der Veränderung“ gekennzeichnet).

Unter der Annahme, dass die jährliche Reduktion gegenüber den Jahrzehnten nicht um 0,2% zurückgehen sondern sich um den selben Wert erhöhen würde, ergäbe sich als maximale Reduktion für den Zeitraum von 2040 bis 2050 eine jährliche Reduktion von knapp 1,5%. Doch auch in diesem eher optimistischen Szenario würde sich die Gesamtreduktion lediglich auf 61,2% belaufen und somit immer noch um gut Einviertel unter dem Ziel der EU liegen (Dieser Verlauf ist als „Optimistischer Trend der Veränderung“ im Diagramm gekennzeichnet).

Abbildung 1: Aktuelle und angestrebte Veränderung der Treibhausgasreduktion (Quelle Eurostat und eigene Berechnung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] IPCC ist die Abkürzung für Intergovernmental Panel on Climate Change. Dieser Ausschuss wurde im Jahre 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen ins Leben gerufen und untersucht seit dem die Ursachen und Risiken des Klimawandels.

[2] Vgl.: IPCC-Koordinierungsstelle: Kernbotschaft des Fünfter Sachstandsbericht des IPCC. Teilbericht 1 (Wissenschaftliche Grundlagen). 2013, S. 3, Online abrufbar unter: http://www.de- ipcc.de/_media/IPCC_AR5_WGI_Kernbotschaften_20131008.pdf (letzter Zugriff am 18.07.2014).

[3] S.: IPCC-Koordinierungsstelle: Kernbotschaft des Fünfter Sachstandsbericht des IPCC. Teilbericht 2 (Folgen, Anpassung, Verwundbarkeit). 2014, S. 1, Online abrufbar unter: http://www.de- ipcc.de/_media/Kernbotschaften_IPCC_WGII.pdf (letzter Zugriff am 18.07.2014).

[4] S.: IPCC-Koordinierungsstelle: Kernbotschaft des Fünfter Sachstandsbericht des IPCC. Teilbericht 3 (Minderung der Klimawandels). 2014, S. 2, Online abrufbar unter: http://www.de- ipcc.de/_media/Botschaften%20IPCC_WGIII_Web.pdf (letzter Zugriff am 18.07.2014).

[5] Vgl. hierzu: European Climate Foundation: Roadmap 2050. A practical guide to a prosperous, low carbone Europe. 2011, online abrufbar unter:

http://www.roadmap2050.eu/attachments/files/Volume1_fullreport_PressPack.pdf (letzter Zugriff am 18.07.2014).

[6] Vgl. hierzu: Europäische Kommission: Mitteilung der Kommission an das europäische Parlament, den Rat, den europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen. Brüssel, 8.3.2011, S.16f.

[7] In der Regel definiert als Bruttoinlandsprodukt.

[8] Für weitergehende Informationen über Entkopplung und derzeitige weltweite Entwicklungen siehe: Monika Dittrich, Stefan Giljum, Stephan Lutter, Christine Polzin: Green economies around the world? Implications of resource use for development and the environment. Sustainable Europe Research Institute, Vienna, 2012.

[9] S.: Jackson, Tim: Wohlstand ohne Wachstum. Leben und Wirtschaften in einer endlichen Welt. Oekom Verlag, München, 2011,S.88.

[10] Vgl. Ebd., S. 175ff.

[11] S.: Paech, Niko: Grünes Wachstum? Vom Fehlschlagjeglicher Entkopplungsbemühungen: Ein Trauerspiel in mehreren Akten. In: Sauer, Thmoas (Hrsg.): Ökonomie derNachhaltigkeit. Grundlagen, Indikatoren, Strategien. Metropolis Verlag, Marburg, 2012; S. 176.

[12] Vgl.: Paech, Niko: Befreiung vom Überfluss. Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie. Oekom- Verlag, München, 2012, S. 120ff.

[13] S.: Brand, Ulrich: Wachstum und Herrschaft. In: APuZ, 62, 2012, S.10

[14] Vgl. hierzu: Watt, Andrew: Work less to pullote less? ETUI Working Paper, 8/2012

[15] THG = THG/BIP*BIP/H*H/E*E. Die Bestandteile und die Herleitung dieser Formel soll im weiteren Verlauf der Arbeit näher erläutert werden.

[16] Vgl.: Ebd., S.11.

[17] S.: Ebd., S. 14.

[18] Denn seit dem 01.07.2013 ist Kroatien das 28. Mitglied der Europäischen Union.

[19] Vgl. hierzu: Watt, Andrew: Work less to pullote less? ETUI Working Paper, 8/2012, S. 7

[20] Wie Photovoltaik-Technik oder Windenergie. Fördermaßnahmen wären beispielsweise die steuerliche Begünstigung von dekarbonisiertem Strom oder eine starke Subventionierung der Forschung in dem Bereich erneuerbarer Energiequellen.

[21] Beispielsweise durch die Förderung von Werkstoff-Recycling oder Investitionen in energieeffizientere Industrieanlagen.

[22] Wobei dieser Punkt stark verbunden ist mit Faktoren wie der nachhaltige Effizienzsteigerung, effizientem Einsatz von Düngemitteln, Bio-Vergasung von organischem Dung und Ähnlichem.

[23] Siehe hierzu: Europäische Kommission: Mitteilung der Kommission an das europäische Parlament, den Rat, den europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen. Brüssel, 8.3.2011.

[24] Vgl.: Miegel, Meinhard: Wachstum bringtkeine Jobs. Märkische Allgemeine Zeitung, 26. August 2002.

[25] Beispielsweise durch eine Ein-Kind-Politik oder ein rigoroses Einwanderungsverbot.

[26] Europäische Kommission: Mitteilung der Kommission an das europäische Parlament, den Rat, den europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen. Brüssel, 8.3.2011, S.4, online abrufbar unter: Europäische Kommission: Mitteilung der Kommission an das europäische Parlament, den Rat, den europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen. Brüssel, 8.3.2011, online abrufbar unter: http://eur- lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=C0M:2011:0885:FIN:DE:PDF (letzter Zugriff am 16.07.2014) (letzter Zugriffam 16.07.2014).

[27] Ebd.

[28] Ebd.

[29] Alle folgenden Daten haben als Quelle Eurostat: http://epp.eurostat.ec.europa.eu/portal/page/portal/eurostat/home/ oder sind Folge von eigenen Berechnungen auf Grundlage der Datenquelle.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten

Details

Titel
Politische Klimaschutzziele und Verkürzung der Arbeitszeit
Untertitel
Eine Untersuchung der volkswirtschaftlichen Operatoren zur Erreichung von Treibhausgasreduktionszielen
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Veranstaltung
Sozialwissenschaften allgemein
Note
2,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
38
Katalognummer
V285493
ISBN (eBook)
9783656855873
ISBN (Buch)
9783656855880
Dateigröße
763 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Klimaschutz, Arbeitszeitverkürzung, Treibhausgasreduktion;
Arbeit zitieren
B.A. Jan Wiertz (Autor), 2014, Politische Klimaschutzziele und Verkürzung der Arbeitszeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285493

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