Systemische Therapie. Die therapeutische Arbeit mit Gruppen


Projektarbeit, 2014

14 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Was ist eine Gruppe?
2.1 Definition
2.2 Das Eisberg-Modell
2.2.1 Das Sichtbare – die Sachebene
2.2.2 Das teilweise Sichtbare – die Ebene der sozialen Interaktion
2.2.3 Das Unsichtbare – die psychische Ebene

3. Formen der Gruppentherapie
3.1 Die psychoanalytische Gruppentherapie
3.2 Die humanistisch geleitete Gruppentherapie
3.3 Die gestaltpsychologische Gruppentherapie

4. Wirkung der Gruppentherapie
4.1 Erkenntnisse aus der Theorie
4.2 Erkenntnisse aus der Praxis
4.2.1 Gruppen- vs. Einzeltherapie
4.2.2 Yaloms Wirkfaktoren in der Praxis

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einführung

Die Ausbildung zur systemischen Einzel-, Paar- und Familientherapeutin lässt einen Aspekt außer Acht: die Therapie in Gruppen. Da ich in diesem Tätigkeitsfeld arbeite, möchte ich mich mit diesem Thema wissenschaftlich näher auseinandersetzen.

Im ersten Kapitel gehe ich auf die Definition des Begriffes Gruppe ein und beleuchte einen Teilaspekt: das Eisbergmodell. Anschließend erläutere ich die verschiedenen Formen der Gruppentherapie und beschäftige mich im dritten Kapitel mit deren Wirkfaktoren. Zum Abschluss kommen drei meiner Klientinnen zu Wort, die aus eigener Erfahrung berichten, was für sie wichtige Unterschiede zwischen einer Einzel- und Gruppentherapie sind und was das Gruppensetting so besonders macht.

Um der Gleichberechtigung der Geschlechter zu entsprechen, sind in dieser Arbeit die Klientinnen weiblich und die Therapeuten männlich.

2. Was ist eine Gruppe?

Zuerst definiere ich den Begriff „Gruppe“. Anschließend beschäftige ich mich mit einem wichtigen Teilaspekt der Beobachtung von Gruppen: dem Eisberg-Modell.

2.1 Definition

Eine Gruppe definiert sich dadurch, dass sie mindestens drei Mitglieder besitzt, die ein gemeinsames Ziel verfolgen. Die Dauer ihres Bestehens reicht von einigen Stunden bis zu vielen Jahren. Eine Gruppe entwickelt mit der Zeit ein Gefühl der Zusammengehörigkeit (das Wir-Gefühl) und des Zusammenhaltes. Sie besitzt gemeinsame Normen und Werte, die die Grundlage ihrer Kommunikation und Interaktion bilden. Ihre Mitglieder befinden sich in verschiedenen sozialen Rollen. Nach Antons ist die Gruppe „auf jeden Fall mehr als die Summe der Persönlichkeiten ihrer Mitglieder“ (Antons 2000).

2.2 Das Eisberg-Modell

Im Gruppengeschehen herrschen unterschiedliche Ebenen, die nach Freud mit dem Bild eines Eisberges verglichen werden: 1/8 liegt über der Wasserfläche, 7/8 liegen darunter. Gemeint ist damit, dass das Verhalten von Mitgliedern einer Gruppe nur zu verstehen ist, wenn man deren verborgene Wünsche und Ängste betrachtet. Man unterscheidet drei Dimensionen: das Sichtbare, das teilweise Sichtbare und das Unsichtbare.

2.2.1 Das Sichtbare – die Sachebene

Mit dem Sichtbaren ist die bewusste und sachorientierte Dimension des Gruppengeschehens gemeint. Inhalt sind das Bestimmen der Arbeitsziele, die Planung und Durchführung des Vorhabens sowie dessen Auswertung.

2.2.2 Das teilweise Sichtbare – die Ebene der sozialen Interaktion

Beim Zusammensein mit anderen Gruppenmitgliedern entsteht eine soziale Dynamik, die von Wünschen und Befürchtungen gegenüber den anderen bestimmt wird. Aufgrund der gegenseitigen Beeinflussung entstehen Strukturen (Normen, Ge- und Verbote, Rollen), Untergruppen und Koalitionen werden gebildet. Diese Ebene wird auch als reflexiv-interaktionell bezeichnet, das hier das Augenmerk auf die Gefühle und das Agieren zwischen den Gruppenmitgliedern gerichtet ist.

Es werden drei Dimensionen der Gruppendynamik definiert, die dabei helfen, die Komplexität des Systems Gruppe aus der Beobachterperspektive zu reduzieren.

Die Dimension der Zugehörigkeit beschreibt, wer zur Gruppe gehört und ob dieser im Zentrum oder am Rand steht. Das Gruppenmitglied befindet sich hierbei in der Ambivalenz des Wunsches einerseits nach Zugehörigkeit, andererseits nach Eigenständigkeit.

Die Dimension der Intimität differenziert die Beziehungen zwischen den Gruppenmitgliedern nach ihrem Grad an Nähe und Distanz.

Bei der Dimension der Macht wird die innere hierarchische Ordnung beleuchtet, das heißt, wer Einfluss ausübt und wer wem folgt.

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Systemische Therapie. Die therapeutische Arbeit mit Gruppen
Veranstaltung
Systemische Einzel-, Paar- und Familientherapie
Note
2,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
14
Katalognummer
V285555
ISBN (eBook)
9783656858744
ISBN (Buch)
9783656858751
Dateigröße
399 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
systemische, therapie, arbeit, gruppen
Arbeit zitieren
Nelli Schulz (Autor), 2014, Systemische Therapie. Die therapeutische Arbeit mit Gruppen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285555

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