Im Folgenden sollen zwei Unterrichtsentwürfe dargestellt und deren Durchführung reflektiert werden. Der erste Unterrichtsversuch fand in der Klasse 10 zum Thema der Differentialrechnung statt. Hier ging es speziell um den graphischen Zusammenhang von einer Funktion und deren erster Ableitung. Der zweite Unterrichtsversuch in der 6. Klasse behandelte Themen aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Der Unterschied in der Bedeutung der Begriffe 'Ergebnis' und 'Ereignis' sowie eine Regel zur Berechnung der Laplace-Wahrscheinlichkeit standen hier im Mittelpunkt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Unterrichtsentwurf "Graphischer Zusammenhang zwischen einer Funktion und deren erster Ableitung"
2.1 Beschreibung der Lerngruppe 10
2.2 Sachanalyse: Differentialrechnung
2.3 Einordnung in den unterrichtlichen Zusammenhang
2.4 Didaktisch-methodische Überlegungen
2.5 Geplanter Unterrichtsverlauf
2.6 Reflexion
3. Unterrichtsentwurf "Wahrscheinlichkeiten bei Laplace-Experimenten"
3.1 Beschreibung der Lerngruppe 6
3.2 Sachanalyse: Laplace-Wahrscheinlichkeit
3.3 Einordnung in den unterrichtlichen Zusammenhang
3.4 Didaktisch-methodische Überlegungen
3.5 Geplanter Unterrichtsverlauf
3.6 Reflexion des durchgeführten Unterrichts
3.7 Anmerkungen zum Übungs- und Hausaufgabenblatt sowie zum Merkzettel
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient der Reflexion und Dokumentation zweier fachdidaktischer Unterrichtsentwürfe im Fach Mathematik, die im Rahmen eines Schulpraktikums an einem Gymnasium durchgeführt wurden. Ziel ist es, die didaktische Planung und die praktische Umsetzung der Themen Differentialrechnung und Wahrscheinlichkeitsrechnung kritisch zu analysieren sowie eigene Erfahrungen als angehende Lehrkraft einzuordnen.
- Fachdidaktische Reflexion von Unterrichtsentwürfen
- Graphischer Zusammenhang von Funktionen und Ableitungen
- Laplace-Experimente und Wahrscheinlichkeitsbegriffe
- Methodische Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen (z.B. Ich-Du-Wir-Prinzip)
- Analyse der Bedeutung präziser Aufgabenstellungen
Auszug aus dem Buch
2.6 Reflexion
Der Unterrichtsentwurf zielte - wie bereits dargestellt - darauf, dass die SuS' den graphischen Zusammenhang zwischen einer Funktion und deren erster Ableitung verstehen. Insbesondere standen die entsprechenden Monotonieaussagen (S. 7, Z. 25ff) im Mittelpunkt. Im Folgenden wird der Unterrichtsablauf chronologisch reflektiert.
Zu Beginn der Stunde ist es mir wichtig gewesen, dass die SuS' das Prinzip 'Ich-Du-Wir' zur Bearbeitung von Aufgabe 1) verstehen. Hierfür war es von Vorteil, dass das Arbeitsblatt noch nicht verteilt worden ist. Auf der anderen Seite wussten die SuS' zu dem Zeitpunkt nicht, worum es in Aufgabe 1) gehen würde. Da aber das Prinzip im Vordergrund stand, eignete sich dennoch dieser Weg. Im Anschluss an die Erklärung wurden die Arbeitsblätter verteilt und N' wurde von mir aufgefordert, die erste Aufgabe der Klasse vorzulesen. Meine Wahl fiel auf N', da ich mir sicher war, dass sie die Aufgabe für alle verständlich vortragen würde. Im Nachhinein ist die Wahl der Vorleserin aber eher ungeeignet. Hier hätte man besser einem leistungsschwächeren Schüler die Möglichkeit geben sollen, sich im Unterricht einzubringen. Rückfragen gab es zum Prinzip und zur Aufgabe vorerst keine, was meinen Eindruck verstärkte, dass die ausführliche Erklärung am Anfang angekommen ist. In wie weit die Erklärung des methodischen Prinzips zu umfangreich gewesen ist, darüber lässt sich streiten. Ich bin der Meinung, dass man bei der Einführung einer 'neuen' Arbeitsweise sich genügend Zeit dafür nehmen sollte, um dann bei späterem Wiedergebrauch entsprechende Zeit einsparen zu können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Kontextes des Fachpraktikums an der X-Schule und Darlegung der Beobachtungsstrategie sowie der geplanten Unterrichtsversuche.
2. Unterrichtsentwurf "Graphischer Zusammenhang zwischen einer Funktion und deren erster Ableitung": Darstellung der Planung, der mathematischen Hintergründe und der methodischen Reflexion für den Unterricht in einer zehnten Klasse.
3. Unterrichtsentwurf "Wahrscheinlichkeiten bei Laplace-Experimenten": Konzeption und kritische Analyse einer Unterrichtseinheit zur Einführung der Laplace-Formel in einer sechsten Klasse.
4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der gesammelten Erfahrungen, insbesondere zur Wichtigkeit präziser Arbeitsaufträge und der Entwicklung der eigenen Lehrerrolle.
Schlüsselwörter
Fachpraktikum, Mathematikunterricht, Differentialrechnung, Laplace-Experiment, Didaktik, Unterrichtsentwurf, Reflexion, Lerngruppe, Schulpraktikum, Wahrscheinlichkeitsrechnung, Lehrerrolle, Arbeitsaufträge, Sekundarstufe, Lernende, Methodik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit umfasst einen Praktikumsbericht zum Fachpraktikum Mathematik für das Lehramt an Gymnasien, in dem zwei konkrete Unterrichtsentwürfe dokumentiert und reflektiert werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder sind die Differentialrechnung in der zehnten Klasse sowie die Einführung der Laplace-Wahrscheinlichkeit in der sechsten Klasse.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Unterrichtsplanung, der Anwendung didaktischer Methoden und die Reflexion über die Rolle als Lehrkraft im praktischen Unterricht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Methode der unterrichtlichen Reflexion, gestützt durch fachdidaktische Literatur und curriculare Vorgaben, um geplante Prozesse mit dem tatsächlichen Unterrichtsverlauf zu vergleichen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in zwei Entwürfe, die jeweils eine Lerngruppenbeschreibung, eine Sachanalyse, didaktisch-methodische Überlegungen sowie eine ausführliche Reflexion der Durchführung beinhalten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Fachpraktikum, Didaktik, Unterrichtsentwurf, Reflexion, Differentialrechnung und Laplace-Experiment charakterisiert.
Welche Rolle spielt das "Ich-Du-Wir"-Prinzip?
Dieses Prinzip wurde in der zehnten Klasse angewandt, um durch eine Struktur von Einzel- und Partnerarbeit ein schülerzentriertes Lernen zu fördern und den "Spielraum" für interpretatorische Aufgaben zu nutzen.
Warum war die Abgrenzung von "Ergebnis" und "Ereignis" so bedeutsam?
Dies stellte sich als Knackpunkt bei der Entwicklung der Laplace-Formel heraus, da Schüler oft intuitiv Begriffe vermischten und dadurch Schwierigkeiten bei der korrekten mathematischen Formulierung hatten.
- Arbeit zitieren
- Andreas Gröger (Autor:in), 2013, Fachpraktikumsbericht Mathematik. Unterrichtsentwurf für die 6. und 10. Klasse am Gymnasium, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285746