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Ausdauersport in der Schule und seine physiologischen Auswirkungen aus pädagogischer Perspektive

Titel: Ausdauersport in der Schule und seine physiologischen Auswirkungen aus pädagogischer Perspektive

Hausarbeit , 2014 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Andreas Gröger (Autor:in)

Sport - Bewegungs- und Trainingslehre
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die moderne und oftmals unnatürliche Lebensweise, in der wir existieren, hat viele neue Probleme für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden geschaffen. Mangel an Bewegung, falsche Ernährung und der zunehmende Stress, den die Leistungsgesellschaft mit sich bringt, haben große Auswirkungen auf das Leben der Menschen. Besonders die Bewegungsarmut, die in großen Teilen der Gesellschaft vorherrscht, stellt eine ganz wesentliche Ursache für die beiden 'großen' Zivilisationskrankheiten Arteriosklerose und Herzinfarkt dar. Zu diesem Schluss kommt bereits im Jahre 1984 der Sportmediziner Ernst van Aaken. Im Jahre 2008 veröffentlichte das Rober-Koch-Institut eine Studie zum Über-gewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen. Im Ergebnis stellte diese Studie fest, dass der Anteil übergewichtiger Kinder und Jugendlicher sich gegenüber den 1980er- und 1990er-Jahren um 50% erhöht hat sowie 15% der Kinder und Jugendlichen in Deutschland Übergewicht haben. Schaut man in die aktuell gültigen Kerncurricular für das Fach Sport in Niedersachsen, so wird dort explizit als Zielperspektive von Sportunterricht genannt: "Befähigung zum verantwortungsbewussten Umgang mit dem eigenen Körper und der eigenen Gesundheit." Weiter sollen die Schülerinnen und Schüler nach der sechsten Klassenstufe in der Lage sein 25 Minuten, bzw. nach der achten Klas-senstufe 30 Minuten, ausdauernd ohne Pause zu laufen. Doch wie lassen sich diese Ziele im Schulsport realisieren um den sich fortsetzen-den Trend des Bewegungsmangels und dem unter anderem daraus resultierenden Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen entgegen zu wirken? Einen Beitrag hierzu kann sicherlich der Ausdauersport in der Schule leisten. Hier setzt diese Projektarbeit an. Zum einen sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, in welcher Art und Weise der Ausdauersport in den Schulsport integriert werden kann. Im Vordergrund stehen hierbei die pädagogischen Perspektiven 'Gesundheit' und 'Leistung'. Zum anderen sollen aber auch physiologische Anpassungen dieser un-terschiedlichen Fokussierungen des Ausdauersports betrachtet und gegenübergestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sinnhaftigkeit von Ausdauersport in der Schule

2.1 Sind physiologische Anpassungen möglich?

2.2 Pädagogische Perspektiven und weitere Sinngebungen

3. Einordnung von Ausdauertraining mit mittlerer ('Gesundheit') und hoher Intensität ('Leistung')

4. Auswirkungen eines Ausdauertrainings mit mittlerer Intensität

4.1 Adaptationsprozesse im Herz-Kreislauf-System

4.1.1 Sportherz

4.1.2 Kapillarisierung

4.1.3 Blut

4.2 Adaptationsprozesse im Bereich des Energiestoffwechsels

4.3 Adaptationsprozesse im Bezug zur maximalen Sauerstoffaufnahme

4.4 Adaptationsprozesse im Immunsystem

5. Auswirkungen eines Ausdauertrainings mit hoher Intensität

5.1 Adaptationsprozesse im Herz-Kreislauf-System

5.1.1 Sportherz

5.1.2 Kapillarisierung

5.1.3 Blut

5.2 Adaptationsprozesse im Bereich des Energiestoffwechsels

5.3 Adaptationsprozesse im Bezug zur maximalen Sauerstoffaufnahme

5.4 Adaptationsprozesse im Immunsystem

6. Vergleich der Auswirkungen eines Ausdauertrainings mit mittlerer und hoher Intensität

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Projektarbeit untersucht die Sinnhaftigkeit von Ausdauersport im Schulsport, indem sie die physiologischen Auswirkungen unterschiedlicher Trainingsintensitäten beleuchtet und in den Kontext der pädagogischen Perspektiven 'Gesundheit' und 'Leistung' stellt. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, welche physiologischen Anpassungseffekte bei Schülern durch ein ausdauerorientiertes Training im Rahmen der begrenzten Unterrichtszeit erreicht werden können.

  • Bedeutung des Ausdauersports in der schulischen Gesundheitserziehung
  • Differenzierung zwischen Ausdauertraining mit mittlerer und hoher Intensität
  • Anpassungsprozesse des Herz-Kreislauf-Systems und Energiestoffwechsels
  • Auswirkungen der Trainingsintensität auf das Immunsystem
  • Vergleich der physiologischen Effekte unter pädagogischen Gesichtspunkten

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Sportherz

Durch körperliche Belastung steigt der Bedarf an Sauerstoff und Nährstoffen proportional zur geleisteten Arbeit an. Dies hat zur Folge, dass das Herz diesen gesteigerten Bedarf abdecken muss. Erreicht wird dies durch Erhöhung des Herzminutenvolumens, das heißt das Volumen an Blut, welches das Herz über die Aorta verlässt, wird gesteigert. Die Steigerung des Herzminutenvolumens gelingt durch eine Erhöhung der Herzfrequenz, sowie des Schlagvolumens. Durch diese erhöhte, regelmäßige Beanspruchung des Herzens im Bereich des Ausdauertrainings kommt es zu adaptativen Veränderungen im Herzmuskel. Diese adaptativen Veränderungen führen zum einen zu einer Hypertrophie des Herzens und zum anderen aber auch zu einer Dilatation (Erweiterung) der Herzhöhlen, wobei letztgenanntes stärker an der Vergrößerung des Herzens beteiligt ist (vgl. Weineck, 2004, S. 133).

Man spricht von einem Sportherzen, wenn beim Sportler ein Herzvolumen von 13 ml pro Kilogramm Körpergewicht vorliegt und bei der Sportlerin entsprechend bei 12 ml pro Kilogramm Körpergewicht (vgl. Neumann et al., 2007, S. 50). Der Vorteil dieser Vergrößerung des Herzens, bzw. der Volumenzunahme besteht darin, dass die Herzarbeit ökonomisiert wird. Diese Ökonomisierung drückt sich zum einen energetisch aus, das heißt, das Sportherz arbeitet effektiver im Bezug auf das Schlagvolumen, da eine entscheidend geringere Faserverkürzung im Herzmuskel notwendig ist um die gleiche Menge Blut herauszupumpen als das bei einem normalen Herzen der Fall ist (vgl. Weineck, 2004, S. 134).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die gesundheitlichen Probleme einer bewegungsarmen Gesellschaft und definiert Ausdauersport als Beitrag zur schulischen Gesundheitserziehung.

2. Sinnhaftigkeit von Ausdauersport in der Schule: Es wird die Wirksamkeit von Ausdauerschulung im Sportunterricht anhand von Studien belegt und die Relevanz der pädagogischen Perspektiven 'Gesundheit' und 'Leistung' diskutiert.

3. Einordnung von Ausdauertraining mit mittlerer ('Gesundheit') und hoher Intensität ('Leistung'): Dieses Kapitel definiert und differenziert die Intensitätsbereiche für die weitere physiologische Betrachtung.

4. Auswirkungen eines Ausdauertrainings mit mittlerer Intensität: Das Kapitel analysiert die physiologischen Anpassungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Stoffwechsels und des Immunsystems bei extensiven Belastungen.

5. Auswirkungen eines Ausdauertrainings mit hoher Intensität: Hier werden die spezifischen Anpassungen bei intensiven Belastungen im Bereich der anaeroben Schwelle detailliert dargelegt.

6. Vergleich der Auswirkungen eines Ausdauertrainings mit mittlerer und hoher Intensität: Die Ergebnisse der beiden Intensitätsbereiche werden gegenübergestellt, wobei insbesondere Unterschiede in der Stoffwechselanpassung und der Immunbelastung hervorgehoben werden.

7. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass beide Intensitätsbereiche positive Effekte bieten, wobei die Wahl des Trainings vom pädagogischen Ziel – Gesundheit oder Leistung – abhängen sollte.

Schlüsselwörter

Ausdauersport, Schulsport, Gesundheitserziehung, Leistungssteigerung, Herz-Kreislauf-System, Sportherz, Kapillarisierung, Energiestoffwechsel, Fettstoffwechsel, Kohlenhydratstoffwechsel, Maximale Sauerstoffaufnahme, Immunsystem, Pädagogische Perspektiven, Trainingsintensität, Sportunterricht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welchen Beitrag Ausdauersport im Schulsport leisten kann, um gesellschaftlichen Zivilisationskrankheiten entgegenzuwirken und Schülern gesundheitsrelevantes Wissen zu vermitteln.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die physiologischen Anpassungserscheinungen des Körpers bei unterschiedlichen Trainingsintensitäten und deren Einbettung in die pädagogischen Perspektiven 'Gesundheit' und 'Leistung'.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Ausdauersport in den Schulsport integriert werden kann, und die physiologischen Auswirkungen der unterschiedlichen Belastungsintensitäten gegenüberzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse sportwissenschaftlicher Literatur, um Anpassungsprozesse an Ausdauerbelastungen zu systematisieren und zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Auswirkungen von Ausdauertraining auf das Herz-Kreislauf-System, den Stoffwechsel, die Sauerstoffaufnahme und das Immunsystem, unterteilt in mittlere und hohe Intensitätsbereiche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Ausdauersport, Schulsport, Herz-Kreislauf-System, Energiestoffwechsel sowie die pädagogischen Perspektiven Gesundheit und Leistung.

Welchen Einfluss hat die Trainingsintensität auf das Immunsystem?

Während mittleres Training biopositive Effekte auf die Immunabwehr hat, führt hohe Intensität zu einer Schwächung nach der Belastung, auch bekannt als 'Open-Window'-Effekt.

Was unterscheidet das 'Gesundheitstraining' vom 'Leistungstraining' im Schulsport?

Das Gesundheitstraining (mittlere Intensität) fördert primär den Fettstoffwechsel und belastet das Immunsystem nicht, während das Leistungstraining (hohe Intensität) die aerobe Kapazität effektiver steigert, aber anstrengender ist.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ausdauersport in der Schule und seine physiologischen Auswirkungen aus pädagogischer Perspektive
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
1,3
Autor
Andreas Gröger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
24
Katalognummer
V285760
ISBN (eBook)
9783656859550
ISBN (Buch)
9783656859567
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ausdauersport Schule Intensität Trainingswissenschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Gröger (Autor:in), 2014, Ausdauersport in der Schule und seine physiologischen Auswirkungen aus pädagogischer Perspektive, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285760
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Leseprobe aus  24  Seiten
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