Die Bemühungen der empirischen Pädagogik, „empirisch-analytische Denkweisen zum zentralen Bestandteil der Erziehungswissenschaft zu machen“ zeugen von einem Bedürfnis, die Erziehungswissenschaft (als eine Sozialwissenschaft) von den Geisteswissenschaften abzugrenzen, indem man sich der Methoden der Naturwissenschaft bedient.
In dieser Ausarbeitung des Referats zum Thema Empirische Erziehungswissenschaft soll dargestellt werden, wo sich die Erziehungswissenschaft im weiten Feld der Wissenschaften einordnen lässt, und wovon ihre „Wissenschaftlichkeit“ abhängig gemacht wird. Dazu wird ein kurzer Abriss über die verschiedenen Erklärungsmodelle gegeben und anschließend das praktische Vorgehen in der empirischen Erziehungswissenschaft beschrieben.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Empirische Erziehungswissenschaft
- Erziehungswissenschaft und Wissenschaftsverständnis – die Erklären-Verstehen-Debatte
- Die wissenschaftliche Erklärung
- Intersubjektive Nachprüfbarkeit
- Wissenschaftlichkeit von Wahrscheinlichkeitsaussagen
- ,,Auf Jungen achtet man einfach mehr“ – empirische Pädagogik in der Praxis
- Die Operationalisierung einer eigenen Hypothese und ihre empirische Überprüfung
- Schluss
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Ausarbeitung des Referats zum Thema Empirische Erziehungswissenschaft soll darstellen, wo sich die Erziehungswissenschaft im weiten Feld der Wissenschaften einordnen lässt, und wovon ihre ,,Wissenschaftlichkeit“ abhängig gemacht wird. Dazu wird ein kurzer Abriss über die verschiedenen Erklärungsmodelle gegeben und anschließend das praktische Vorgehen in der empirischen Erziehungswissenschaft beschrieben.
- Einordnung der Erziehungswissenschaft in das Feld der Wissenschaften
- Die Erklären-Verstehen-Debatte und ihre Relevanz für die Erziehungswissenschaft
- Die wissenschaftliche Erklärung und ihre Bestandteile
- Die Rolle der Intersubjektiven Nachprüfbarkeit in der empirischen Forschung
- Die Operationalisierung von Hypothesen und ihre empirische Überprüfung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema Empirische Erziehungswissenschaft ein und erläutert die Bedeutung der empirischen Forschung für die Erziehungswissenschaft. Sie stellt die Frage nach der wissenschaftlichen Einordnung der Erziehungswissenschaft und skizziert die verschiedenen Erklärungsmodelle, die in der empirischen Forschung Anwendung finden.
Das Kapitel „Empirische Erziehungswissenschaft“ beschäftigt sich mit der Erklären-Verstehen-Debatte und ihrer Relevanz für die Erziehungswissenschaft. Es wird erläutert, wie sich die Erziehungswissenschaft in das Feld der Wissenschaften einordnen lässt und welche Kriterien für ihre ,,Wissenschaftlichkeit“ maßgeblich sind. Das Kapitel beleuchtet die verschiedenen Erklärungsmodelle, die in der empirischen Forschung Anwendung finden, und stellt die wissenschaftliche Erklärung als ein zentrales Element der empirischen Forschung vor.
Das Kapitel „Die wissenschaftliche Erklärung“ geht detailliert auf die Bestandteile einer wissenschaftlichen Erklärung ein und erläutert das deduktiv-nomologische Erklärungsmodell. Es wird gezeigt, wie man mithilfe dieses Modells ein Ereignis aus einem allgemeinen Gesetz und den speziellen Bedingungen ableiten kann.
Das Kapitel „Intersubjektive Nachprüfbarkeit“ befasst sich mit der Frage, wie man die Gültigkeit von wissenschaftlichen Aussagen überprüfen kann. Es wird die Rolle der Induktion als Methode der Ableitung von allgemeinen Gesetzen aus Erfahrungen beleuchtet und die Probleme der induktiven Schlussfolgerung aufgezeigt. Das Kapitel stellt das Modell der Falsifikation von Karl Raimund Popper vor und erläutert, wie man wissenschaftliche Aussagen systematisch überprüfen und begründen kann.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die empirische Erziehungswissenschaft, die Erklären-Verstehen-Debatte, die wissenschaftliche Erklärung, die Intersubjektive Nachprüfbarkeit, die Operationalisierung von Hypothesen und die empirische Überprüfung. Der Text beleuchtet die wissenschaftliche Einordnung der Erziehungswissenschaft und die Methoden der empirischen Forschung, um wissenschaftliche Aussagen zu überprüfen und zu begründen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel der empirischen Erziehungswissenschaft?
Ziel ist es, die Erziehungswissenschaft als Sozialwissenschaft von den Geisteswissenschaften abzugrenzen, indem Methoden der Naturwissenschaften und empirisch-analytische Denkweisen angewandt werden.
Worum geht es in der Erklären-Verstehen-Debatte?
In dieser Debatte wird diskutiert, ob Erziehungswissenschaft Phänomene eher durch allgemeine Gesetze „erklären“ oder durch geisteswissenschaftliche Methoden „verstehen“ sollte.
Was ist eine wissenschaftliche Erklärung im deduktiv-nomologischen Modell?
Dabei wird ein spezifisches Ereignis logisch aus einem allgemeinen Gesetz und den vorliegenden Randbedingungen abgeleitet.
Welche Rolle spielt die intersubjektive Nachprüfbarkeit?
Sie stellt sicher, dass wissenschaftliche Aussagen für andere Forscher nachvollziehbar und überprüfbar sind, was ein Kernkriterium für Wissenschaftlichkeit ist.
Was bedeutet Falsifikation nach Karl Popper?
Falsifikation ist die Methode, wissenschaftliche Hypothesen nicht zu beweisen, sondern systematisch nach Gegenbeweisen zu suchen, um sie zu widerlegen oder vorläufig zu bestätigen.
Wie funktioniert die Operationalisierung einer Hypothese?
Dabei werden theoretische Begriffe in messbare Indikatoren übersetzt, damit sie empirisch überprüft werden können.
- Quote paper
- Lynn Bay (Author), 2014, Empirische Erziehungswissenschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285812