Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Schweiz und Ihrer Volksmusik- und Volkstanzkultur. Neben einer Vorstellung der jeweiligen Phänomene wird auch Kritik an Volksmusik und -tanz besprochen sowie die Ändlermusik als Gattung der Volksmusik betrachtet. Abschließend wird die Behandlung des Themas "Schweiz" in der Grundschule kurz beleuchtet.
Das Referat beginnt mit einem Gedicht von Robert Walser, das um 1930 entstanden ist. Es eignet sich gut zum Einstieg, da es die geographische Lage von Schweiz zum Ausdruck bringt.
Die Schweiz grenzt an Deutschland im Norden und an Österreich im Osten an. Frankreich und Italien sind ebenso Nachbarländer der Schweiz. An dieser Stelle wird eine Landkarte gezeigt. Die Hauptstadt der Schweiz ist Bern. Im Jahr 2013 zählt die sie ca. 8, 1 Millionen Einwohner.
Drei landwirtschaftliche Großräume bilden das Land, aufgeteilt in die Jura, das Mittelland und die Alpen mit den Voralpen. In der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft steht: „Die Landessprachen sind Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch“. Wo die jeweiligen Amtssprachen gesprochen werden, wird auf einer Landkarte gezeigt. Im deutschsprachigen Teil der Schweiz werden schweizerdeutsche Dialekte gesprochen.
Geschriebenes wird in der Regel in Schweizer Hochdeutsch verfasst. Schweizer Hochdeutsch ist die Bezeichnung für die in der Schweiz gebräuchliche deutsche Schriftsprache. Es handelt sich um das Hochdeutsch, aber es unterscheidet sich in u.a. in Wortschatz, Wortbildung, Syntax und Aussprache. Diese sprachlichen Besonderheiten werden Helvetismen genannt.
In der traditionellen Schweizer Kultur hat die Schweizer Volksmusik einen hohen Stellenwert. Die Schweizer Volksmusik gehört zur Alpenländischen Volksmusik. Wichtige Instrumente der Volksmusik sind v.a. das Alphorn und das Schwyzerörgeli. Das Alphorn ist eine Naturtrompete aus Holz, welche mindestens seit dem 16. Jahrhundert bekannt ist.
Das Schwyzerörgeli ist eine Art Handorgel und eine Vorreiter des Knopfakkordeons. Allerdings hat diese einen kehligen Klang im Vergleich zum Knopfakkordeon.
Inhaltsverzeichnis
1 Vorstellung des Landes Schweiz
2 Musik und Tanz in der Schweiz
2.1 Die Volksmusik
2.2 Kritik an die Volksmusik
2.3 Die Ländlermusik als Gattung der Volksmusik
2.4 Der Volkstanz
2.5 Kritik an den Volkstanz
2.6 Vertreter der Volksmusik
3 Das Thema „Schweiz“ in der Grundschule
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen Einblick in die musikalische Kultur der Schweiz, insbesondere in die Volksmusik und den Volkstanz, und erarbeitet didaktische Ansätze, um diese Thematik erfolgreich in den Grundschulunterricht zu integrieren.
- Geographische und kulturelle Grundlagen der Schweiz
- Charakteristik der schweizerischen Volksmusik und Ländlermusik
- Bedeutung und Geschichte des schweizerischen Volkstanzes
- Kritische Auseinandersetzung mit Traditionspflege und Bühnenpräsentation
- Didaktische Konzepte für den Musikunterricht in der Grundschule
Auszug aus dem Buch
2.4 Der Volkstanz
Es wurde schon seit Urzeiten getanzt. Bewegung ist eine der wichtigsten Ausdrucksformen des Menschen. Der Tanz nimmt auch in allen Kulturen eine zwar unterschiedliche, aber meist doch bedeutende Stellung ein. Er erfüllt verschiedene Funktionen und kann unterschiedliche Bedürfnisse befriedigen, wie etwa Freude an der Bewegung, kultisch-religiöse Rituale und in Tanz gekleidete Ausdrucksformen usw. Das Kommunikations-und Identifikationsbedürfnis sind wichtige Gründe dafür, warum der Volkstanz in der Schweiz in den letzten Jahren so beliebt geworden ist. Jedoch war das Tanzen nicht immer selbstverständlich!
Im 16. Jahrhundert kam es zum Tanzverbot und der Tanz wurde als sündig-heidnischer Akt abgestempelt. Deshalb wurde er mit Verbote und Buße bekämpft.
Zunächst waren noch drei Tänze auf Hochzeiten erlaubt. Danach wurde v.a. nur noch in abgelegenen Bergtälern getanzt, dort wo Verordnungen nicht so ernst genommen wurden. Deshalb blieben aus früheren Jahrhunderten nur sehr wenige Tänze erhalten. Viele alte Tänze sind verschwunden und verloren gegangen. Man kann daher nicht von einer echten Volkstanzüberlieferung sprechen. Einige Tänze wurden in verschiedenen schriftlichen Darstellungen überliefert. Alte Tänze sind wieder lebendig und neue Tänze sind entstanden. Jeder Volkstanz wird geprägt von den Menschen, die ihn pflegen. So bekommt er von jeder Region gewisse Eigenheiten in Stil und Form. Tanzanlässe waren v.a. Kirchweihen, die Mitte August stattfinden. Zu den Standardtänzen gehört der Polka, Walzer, Schottisch, Masurka und der Ländler. Beliebte Tänze waren z.B. das „Mühlirad“, „Hierig“ und der „Aliwander“. Das „Mühlirad“ wird nur von Männern getanzt. Es ist ein Hirtentanz aus der Innerschweiz, bei dem die Männer die Figur des Mühlenrads nachtanzen. Im Pantomimentanz „Hierig“ wird dargestellt, wie sich zwei Liebende streiten, entzweien, aber anschließend wieder versöhnen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Vorstellung des Landes Schweiz: Dieses Kapitel bietet einen geographischen Überblick über die Schweiz sowie Informationen zu Landessprachen, Dialekten und den Grundzügen der schweizerischen Kultur.
2 Musik und Tanz in der Schweiz: Hier werden die zentralen Gattungen der Schweizer Musik, wie die Volks- und Ländlermusik, sowie deren Instrumentierung und historische Entwicklung beleuchtet.
2.1 Die Volksmusik: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Volksmusik im schweizerischen Kontext und benennt wichtige musikalische Gruppierungen.
2.2 Kritik an die Volksmusik: Hier werden kritische Stimmen zur Authentizität und Spielweise der traditionellen Volksmusik diskutiert.
2.3 Die Ländlermusik als Gattung der Volksmusik: Das Kapitel beschreibt die Ländlermusik als Teil der instrumentalen Volksmusik sowie deren regionale und inhaltliche Ausprägungen.
2.4 Der Volkstanz: Es wird die historische Entwicklung des Tanzes in der Schweiz, von Verboten bis hin zur modernen Wiederbelebung, erläutert.
2.5 Kritik an den Volkstanz: Hier wird die kommerzielle und bühnenorientierte Ausrichtung heutiger Volkstänze kritisch hinterfragt.
2.6 Vertreter der Volksmusik: Dieses Kapitel stellt bekannte Akteure der Schweizer Volksmusikszene exemplarisch vor.
3 Das Thema „Schweiz“ in der Grundschule: Der Abschnitt liefert praktische didaktische Ideen für die Unterrichtsgestaltung, inklusive Stimmbildung und Instrumentenkunde.
Schlüsselwörter
Schweiz, Volksmusik, Ländlermusik, Volkstanz, Musikpädagogik, Grundschule, Alphorn, Schwyzerörgeli, Jodeln, Musikunterricht, Kulturvermittlung, Tradition, Appenzeller Streichmusik, Didaktik, Musikinstrumente
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen der Schweizer Musikkultur und deren Vermittlung im Rahmen des Musikunterrichts in der Grund- und Hauptschule.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder sind die Definition der Schweizer Volksmusik, die historische Entwicklung des Volkstanzes sowie die praktische Umsetzung dieser Themen durch didaktische Methoden im Unterricht.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Schülern die Schweizer Musikkultur näherzubringen und durch konkrete Ansätze wie das Erlernen von Liedern oder das Erfahren von Instrumenten das Interesse an der Thematik zu wecken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Seminararbeit, die auf einer theoretischen Aufarbeitung von Fachliteratur, Lexika und musikpädagogischen Grundlagen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Landesmerkmale, eine detaillierte Analyse von Volksmusik und Tanz, die Auseinandersetzung mit Kritik an diesen Genres sowie die Vorstellung von Vertretern der Volksmusik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Volksmusik, Ländlermusik, Musikpädagogik, Volkstanz und Schweizer Kultur geprägt.
Was versteht man unter dem Begriff „Helvetismen“?
Helvetismen sind sprachliche Besonderheiten im Schweizer Hochdeutsch, die sich in Wortschatz, Syntax und Aussprache vom Standardhochdeutsch unterscheiden.
Wie wird der Volkstanz didaktisch im Unterricht eingesetzt?
Der Autor schlägt vor, vereinfachte Tänze wie den „Aliwander“ mit den Schülern nachzutanzen, um die Identifikation und das Interesse am Land zu fördern.
Welche Rolle spielt die Kritik an der Volksmusik für den Unterricht?
Die Kritik dient dazu, den Schülern ein differenziertes Bild zu vermitteln und zu zeigen, dass Musikbranche und Traditionen einem ständigen Wandel unterworfen sind.
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- Eva Wieser (Author), 2014, Die Schweiz. Kurze Vorstellung von Land, Volksmusik und Volkstanz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285818