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Herdenverhalten speziell bei Finanzentscheidungen und auf Finanzmärkten

Titel: Herdenverhalten speziell bei Finanzentscheidungen und auf Finanzmärkten

Seminararbeit , 2014 , 31 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: B. Sc. Martin Klante (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Inhalt dieser Arbeit beschäftigt sich mit dem psychosozialen Phänomen des Herdenverhaltens bei Investitionsentscheidungen und geht dabei im Besonderen auf dessen Auswirkungen an den Finanzmärkten ein.

Finanz- und Kapitalmarktkrisen sind von der Vergangenheit bis in die jüngste Gegenwart als immer wiederkehrende Ereignisse zu beobachten. Aus diesem Grund beschäftigen sich neben der reinen Wirtschaftswissenschaft auch die Soziologie und die Psychologie mit den möglichen Ursachen für solche Krisen. Da Wirtschaftskrisen jedoch weniger das Produkt eines einzelnen Individuums sind, sondern vielmehr auf den kollektiven Entscheidungen einer agierenden Masse ökonomischer Akteure beruhen, stellt sich im Vornherein die Frage, ob das Lernen aus vergangenen Krisen nicht ausreichend stattfindet um künftige zu vermeiden und ob SIGMUND FREUD mit seinen Behauptungen recht hat, wenn er unterstellt, das Menschen in Herdengebilden zu affektiven Übertreibungen neigen und die
intellektuellen Leistungsfähigkeiten von Massengefügen stark nachlassen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. NEUE INSTITUTIONSÖKONOMIK

2.1. Annahmen der „Neuen Institutionenökonomik“

2.2. Die Prinzipal-Agenten-Theorie

2.3. Die Transaktionskostentheorie

3. BEHAVIORAL FINANCE

3.1. Definition und Ziele

3.2. Verhaltensanomalien und deren Ursachen

4. HERDENVERHALTEN

4.1. Irrationales Herdenverhalten

4.2. Rationales Herdenverhalten

4.2.1. Das Reputationsmodell & Externally Triggered Herding

4.2.2. Das Informationskaskadenmodell

4.2.3. Das Modell des Investigative Herding

5. AUSWIRKUNGEN DES HERDENVERHALTENS

5.1. Preisblasen

5.2. Ansteckungseffekte

6. AUFHEBUNG DES HERDENVERHALTENS

7. FAZIT

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Seminararbeit besteht darin, das psychosoziale Phänomen des Herdenverhaltens bei Investitionsentscheidungen zu analysieren und dessen spezifische Auswirkungen auf Finanzmärkte aufzuzeigen. Dabei wird untersucht, inwieweit kollektive Entscheidungsmuster, die oft konträr zu rationalem individuellem Handeln stehen, durch theoretische Ansätze der Institutionenökonomik und der Behavioral Finance erklärt werden können.

  • Wirtschaftstheoretische Fundierung durch die Neue Institutionenökonomik.
  • Analyse verhaltensökonomischer Anomalien im Bereich der Behavioral Finance.
  • Systematische Unterscheidung zwischen rationalem und irrationalem Herdenverhalten.
  • Detaillierte Untersuchung von Modellen wie Reputationsherding, Informationskaskaden und Investigative Herding.
  • Diskussion der Folgen für die Stabilität von Finanzmärkten, insbesondere im Kontext von Preisblasen und Ansteckungseffekten.

Auszug aus dem Buch

4.2.2. Das Informationskaskadenmodell

Das Modell der Informationskaskaden sieht eine zeitliche Aneinanderreihung von Investitionsentscheidungen der einzelnen Fond- und Geldmanager vor. Ausgangspunkt dieses Modells ist die Annahme aller Akteure, dass ihre eigenen Informationen über den Markt gleichgewichtig sind zu denen der Konkurrenz, allerdings herrscht Unsicherheit über die jeweils eigenen Informationsstände.

Ist ein Entscheidungsträger beispielsweise gezwungen eine Entscheidung zwischen zwei Investitionen A und B abzugeben, so entscheidet er anhand seiner privaten Informationen und wählt beispielsweise Investition A, da er diese für rentabler hält. Alle nun folgenden Entscheider, die sich derselben Wahl ausgesetzt sehen, vergleichen nun ihre eigenen Informationen mit der Wahl des ersten Akteurs. Besitzt der zweite Folgeentscheider keine eigenen grundlegenden Informationen oder ist er sich der Richtigkeit seiner Informationen unsicher, so wird er sich ebenfalls für Investment A entscheiden, da er zwangsläufig davon ausgeht, dass die Entscheidung des Erstentscheiders auf verlässlichen positiven Informationen beruht. Hat der zweite Entscheider jedoch gegenteilige Informationen, so löschen sich die gegenläufigen Signale aus und der zweite Entscheidungsträger wird indifferent, was zu einer Zufallsentscheidung führt. Ist der Ausgang der zufälligen Entscheidung des zweiten Akteurs auch Investment A, so ergibt sich daraus eine Informationskaskade, bei der alle nachfolgenden Entscheider unter Berücksichtigung der ersten beiden Entscheidungsträger immer veranlasst werden sich für Investment A zu entscheiden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in das Thema Herdenverhalten bei Finanzentscheidungen und Darlegung der wissenschaftlichen Relevanz im Kontext von Krisen.

2. NEUE INSTITUTIONSÖKONOMIK: Theoretische Rahmensetzung durch die Konzepte der Prinzipal-Agenten-Theorie und der Transaktionskostentheorie.

3. BEHAVIORAL FINANCE: Analyse psychologischer Faktoren und kognitiver Verzerrungen, die das rationale Entscheidungsverhalten von Investoren beeinflussen.

4. HERDENVERHALTEN: Detaillierte Klassifizierung und Erläuterung der verschiedenen Modelle des Herdenverhaltens von irrational bis rational.

5. AUSWIRKUNGEN DES HERDENVERHALTENS: Untersuchung der Konsequenzen für Finanzmärkte, insbesondere hinsichtlich Preisblasen und Ansteckungseffekten.

6. AUFHEBUNG DES HERDENVERHALTENS: Diskussion von Lösungsansätzen und Anreizsystemen zur Reduzierung von Herdenverhalten.

7. FAZIT: Zusammenfassende Betrachtung der Untersuchungsergebnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsschwerpunkte.

Schlüsselwörter

Herdenverhalten, Behavioral Finance, Neue Institutionenökonomik, Prinzipal-Agenten-Theorie, Transaktionskosten, Informationskaskaden, Reputationsmodell, Preisblasen, Ansteckungseffekte, Finanzmärkte, Investitionsentscheidungen, Rationalität, Marktversagen, Anreizsysteme, Finanzkrisen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Herdenverhaltens, bei dem Marktakteure bei ihren Investitionsentscheidungen dem Verhalten anderer folgen, anstatt ihre eigenen Informationen optimal zu nutzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die theoretische Einordnung durch die Neue Institutionenökonomik, psychologische Erklärungsansätze der Behavioral Finance sowie die Klassifizierung von Herdenverhalten in rationalen und irrationalen Modellen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Ursachen und Auswirkungen von Herdenverhalten an Finanzmärkten aufzuzeigen und zu verstehen, warum Manager und Anleger trotz vorhandener Informationen massenhaft gleichen Strategien folgen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der kritischen Auseinandersetzung mit ökonomischen und psychologischen Modellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die psychologischen Hintergründe, eine detaillierte Differenzierung des Herdenverhaltens (z. B. Informationskaskaden, Reputationsmodelle) sowie die Analyse der negativen Folgen wie Preisblasen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Herdenverhalten, Behavioral Finance, Informationskaskaden, Marktineffizienzen und Prinzipal-Agent-Probleme.

Wie unterscheidet sich rationales von irrationalem Herdenverhalten?

Irrationales Herdenverhalten basiert auf emotionalen Impulsen und dem Streben nach sozialer Konformität, während rationales Herdenverhalten auf einer Abwägung von Anreizen, Reputationsschutz oder Informationsmangel beruht.

Warum spielt die Reputation für Fondsmanager eine so wichtige Rolle?

Aufgrund von Informationsasymmetrien zwischen Prinzipal (Auftraggeber) und Agent (Manager) minimieren Manager ihr persönliches Risiko durch Konformität, da Abweichungen von der Masse bei einem Misserfolg eher zu persönlichen Reputationsverlusten führen.

Können Informationskaskaden gestoppt werden?

Ja, Kaskaden können durch den Zufluss neuer öffentlicher Informationen, das Auftreten informierter Experten oder durch souveränes Handeln einzelner Akteure, die hohe Suchkosten für fundierte Informationen aufbringen, durchbrochen werden.

Welche Rolle spielen Banken bei Ansteckungseffekten?

Banken verstärken Ansteckungseffekte durch ihre internationalen Verflechtungen, da der krisenbedingte Abzug von Kapital oder Kreditausfälle in einem Land über das Bankensystem schnell auf andere Regionen übergreifen können.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Herdenverhalten speziell bei Finanzentscheidungen und auf Finanzmärkten
Hochschule
Technische Universität Chemnitz  (Professur für Finanzwirtschaft und Bankbetriebslehre)
Veranstaltung
Master-Projekt: Vertiefungsseminar zur gewählten Studienrichtung
Note
1,7
Autor
B. Sc. Martin Klante (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
31
Katalognummer
V285861
ISBN (eBook)
9783656861379
ISBN (Buch)
9783656861386
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Herdenverhalten Behavioral Finance Irrational Rational Preisblase Stewardship Neue Institutionenökonomie Prinzipal Agenten Theorie Transaktionskostentheorie Informationskaskaden Reputationsmodell
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B. Sc. Martin Klante (Autor:in), 2014, Herdenverhalten speziell bei Finanzentscheidungen und auf Finanzmärkten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285861
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  31  Seiten
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