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Lebensphasenspezifische Work-Life-Balance im Rahmen von Corporate Social Responsibility

Eine empirische Studie

Title: Lebensphasenspezifische Work-Life-Balance im Rahmen von Corporate Social Responsibility

Master's Thesis , 2014 , 109 Pages , Grade: 2

Autor:in: Luise Jaitschko (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Ungebremst rasen wir in eine High-Speed-Gesellschaft: „Rasch agieren anstelle langsam reagieren“ so lautet die akzeptierte Leitlinie des wirtschaftlichen Geschehens in unserer Zeit. Die Unternehmen wollen je nach wirtschaftlicher Lage „atmen“, wir sollen uns daran anpassen. Wir haben flexibel zu sein, am besten seien wir doch Tag und Nacht erreichbar: 24 Stunden, 7 Tage die Woche!
Diese hohe Anforderung führt nicht nur zu einer dauernden beruflichen Belastung, sondern auch zu einer zunehmend verschwimmenden Abgrenzung von Arbeitswelt und Privatleben. Wann ist etwas Arbeitstätigkeit, wann ist etwas Privatleben? Die ehemals festgelegten Rollen gehen – wie es manchmal scheint und oft gefordert wird - Schritt für Schritt ineinander über. Diese Vorgaben haben Folgen für die meisten der Erwerbstätigen, vor allem wenn sie sich zu bestimmten Zeiten ihres Lebens weiterbilden oder etwa eine Familie gründen wollen.
Die vorliegende Masterthesis setzt sich mit einigen spezifischen Lebensphasen der Gesellschaft auseinander und erörtert, welche eventuellen betrieblichen und privaten Empfehlungen im Zusammenhang mit einem angepassten Gesundheitsmanagement getroffen werden können. Es wird untersucht, in wie weit betriebliche Maßnahmen zur Förderung einer Work-Life-Balance in der heutigen Arbeitswelt beitragen und welche Auswirkungen diese eventuell auf das Wohlbefinden der AkteurInnen haben.
Der Begriff „Work-Life-Balance“ wird von einigen kritisiert und als „schillernd und wenig präzise“ (vgl. Bornewasser/Zülch 2013: 199) angesehen, die Verfasserin dieser Arbeit sieht es aber als nicht richtig an, das Modell als Ganzes aufzugeben. Anzustreben wäre vielmehr, es aus seiner „individualistischen Verengung“ (ebd.) herauszuholen. Dies war auch ein wesentlicher Grund, die unternehmerische Seite mittels der Konzepte betriebliches Gesundheitsmanagement und Corporate Social Responsibility in das Forschungsvorhaben mit einzubeziehen.
Zwei Forschungsfragen wurden daher gestellt. Sie bezogen sich auf 1. die gegenwärtige Situation des Verhältnisses zwischen Arbeitswelt und Privatleben und wie dieses Verhältnis durch die Unternehmen oder den Einzelnen gestaltet wird und das betriebliche Gesundheitsmanagement und gehandhabter Inhalte des Corporate Social Responsibility der Unternehmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fragestellung und Vorgehensweise

2.1. Ausgangssituation

2.2. Forschungsfragen

2.3. Hypothese

2.4 Operationalisierung

3. Begriffe und Modelle

3.1. Work: Gegenwärtige Arbeit

3.1.1. Die Globalisierung

3.1.2. Das Anforderungsprofil seitens der Wirtschaft

3.2. Life: Lebensphasen

3.2.1. Die demographische Entwicklung

3.2.2. Die Veränderung des Familienbildes

3.2.3. Das gegenwärtige Bild

3.3. Work-Life-Balance

3.3.1. Die Themengebiete von Work-Life-Balance

3.3.2. Das Zeit-Balance-Modell

3.3.3. Die fünf Säulen der Identität

3.3.4. Das dynamische Work-Life-Balance-Modell

3.3.5. Das Modell nach Philipp Mayring

3.3.6. Aktuelle Entwicklung der Work-Life-Balance

3.3.7. Zusammenfassung, Kritik und Diskussion der verschiedenen Modelle

3.4. Betriebliches Gesundheitsmanagement

3.5. Corporate Social Responsibility (CSR)

3.5.1 Gewählte Definitionen von Corporate Social Responsibility

3.5.2 Erkorene Modelle von Corporate Social Responsibility

3.5.2.1 Die CSR-Pyramide nach Carroll

3.5.2.2 Three-Domain Approach

3.5.2.3 Das Stakeholderkonzept

3.5.3 Zusammenfassung, Kritik und Diskussionen der verschiedenen Modelle

3.5.4 CSR in Österreich

4. Analysemethode

4.1. Quantitative Analyse

4.2. Qualitative Analyse

5. Ergebnisse

5.1. Datenentstehung

5.2. Demographische Beschreibung

5.2.1. Vergleich Stichprobe zur Grundgesamtheit

5.2.2. Das Verhältnis von Abgebrochenen zu Abgeschlossen

5.2.3. Soziodemographie der Personen mit abgeschlossenem Fragebogen

5.3. Das Verhältnis von Arbeit zum Privatleben

5.3.1. Veränderung des Verhältnisses

5.3.2. Zusätzliche Aufgliederungen zu den Veränderungen

5.3.3. Private Gründe für Veränderungen

5.3.4. Arbeitsbezogene Gründe für Veränderungen

5.4. Verpflichtungen

5.4.1. Tägliche private Verpflichtungen

5.4.2. Gewichtung von Familienangehörigen

5.4.3. Familiäre Verpflichtungen

5.5. Arbeitsweg und Arbeitszeit

5.5.1. Zeitaufwand für Arbeitsweg

5.5.2. Gegenwärtige Arbeitszeit

5.5.3. Beschäftigungsverhältnis

5.6. Realisierung von Work-Life-Balance und Corporate Social Responsibility

5.6.1. Im gegenwärtigen Arbeitsverhältnis

5.6.2. Maßnahmen der Umsetzung

5.6.3. Betriebliche Unterstützung

5.6.4. Prinzipien der Unternehmenshandlungen

5.6.5. Zusätzliche Aufgliederungen zu Prinzipien

6. Zusammenfassung

6.1. Übersicht der Ergebnisse

6.2. Ausblick

6.3. Methodendiskussion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Arbeitswelt und Privatleben in spezifischen Lebensphasen und analysiert, inwieweit betriebliche Maßnahmen sowie Corporate Social Responsibility (CSR) zur Förderung einer gesunden Work-Life-Balance beitragen können.

  • Analyse der Work-Life-Balance-Modelle und deren Praxistauglichkeit.
  • Untersuchung der Bedeutung von Lebensphasen für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.
  • Evaluierung betrieblicher Gesundheitsmaßnahmen und deren Einfluss auf das Mitarbeiterwohlbefinden.
  • Erforschung der Rolle von CSR als Instrument zur Unterstützung einer lebensphasenspezifischen Work-Life-Balance.
  • Empirische Erhebung der Ist-Situation im Osten Österreichs mittels Online-Befragung.

Auszug aus dem Buch

3.3.6. Aktuelle Entwicklung der Work-Life-Balance

Fundamental galt bisher als wesentliches Strukturmerkmal die strikte Trennung von Berufsleben und Privatleben. Eine ständige Ursachenquelle von Rollenkonflikten und Identitätsproblemen sind hier die Folge und es wird zu einer alltäglichen Herausforderung, wenn ein angemessener Einklang in den einzelnen Lebenskonzepten angestrebt wird. In Zukunft könnte ein gut abgezieltes Lebensmanagement anstelle der starren Trennung von Arbeitswelt und Privatsphäre aufgegriffen werden und mithilfe von fließenden Übergängen könnte eine Gesamtbetrachtung des Lebens wieder ins Bewusstsein der Menschen gebracht werden (vgl. Opaschowski 2004: 443).

In den achtziger Jahren publizierte das Soziologische Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) folgendes Ergebnis, welches zur traditionellen Arbeitsorientierung des Lebens Bezug nimmt:

1. Familienorientiertes Lebenskonzept: Hier wird der Familie und der Partnerschaft der zentrale Identifikationsbereich eingeräumt.

2. Freizeitorientiertes Lebenskonzept: Die eigene Freizeit wird zum Mittelpunkt des Lebens konzipiert.

3. Ausbalanciertes Lebenskonzept: Hier werden die Bereiche Arbeit und Freizeit (Privatleben) als gemeinsames Konzept dargestellt und kein Lebensbereich wird dem anderen untergeordnet.

Das Lebenskonzeptmotto lautet wie folgt:

Die Menschen wollen nicht mehr nur wissen [sic!] „wovon“ sie leben, sondern auch Antworten auf die Fragen erhalten, „wofür“ sie leben.

(Opaschowski 2004: 445)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Druck und das Verschwimmen der Grenzen zwischen Arbeitswelt und Privatleben, was die Relevanz der Work-Life-Balance unterstreicht.

2. Fragestellung und Vorgehensweise: Dieses Kapitel definiert die Forschungsfragen zur gegenwärtigen Situation von Work-Life-Balance in Unternehmen und erläutert die methodische Herangehensweise der Studie.

3. Begriffe und Modelle: Hier werden theoretische Grundlagen zu Work-Life-Balance, Lebensphasen, Betrieblichem Gesundheitsmanagement und CSR detailliert erläutert und diskutiert.

4. Analysemethode: Dieser Abschnitt beschreibt die angewandten quantitativen und qualitativen Methoden zur empirischen Untersuchung.

5. Ergebnisse: Die empirischen Daten der Online-Befragung werden hier ausgewertet, wobei der Schwerpunkt auf den Veränderungsgründen im Verhältnis von Arbeit zu Privatleben liegt.

6. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Studie zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Work-Life-Balance.

Schlüsselwörter

Work-Life-Balance, Corporate Social Responsibility, CSR, Lebensphasen, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Arbeitswelt, Privatleben, Vereinbarkeit, Empirische Studie, Online-Befragung, Arbeitszeit, Unternehmenskultur, Rollenbilder, Arbeitsanforderungen, Mitarbeiterorientierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Zusammenspiel zwischen Arbeitswelt und Privatleben in verschiedenen Lebensphasen und analysiert, wie Unternehmen durch gesundheitsfördernde Maßnahmen und Corporate Social Responsibility eine bessere Balance ermöglichen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Work-Life-Balance, lebensphasenspezifische Bedürfnisse von Arbeitnehmern, Betriebliches Gesundheitsmanagement und CSR-Konzepte in der modernen Arbeitswelt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, herauszufinden, welche Gegebenheiten in Unternehmen derzeit lebensphasenspezifische Anpassungen ermöglichen und welche konkreten Maßnahmen das betriebliche Gesundheitsmanagement ergreifen kann, um unterstützend zu wirken.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine empirische Forschungsarbeit durchgeführt, die primär auf einer quantitativen Online-Befragung basiert, welche durch qualitative Fragestellungen ergänzt wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Modelle zur Work-Life-Balance und zu CSR erläutert sowie anschließend die Ergebnisse der Online-Befragung im Osten Österreichs detailliert dargestellt und analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Work-Life-Balance, Corporate Social Responsibility (CSR), Lebensphasen, Arbeitsbelastung und betriebliches Gesundheitsmanagement charakterisieren.

Warum brechen viele jüngere Personen den Fragebogen ab?

Die Autorin interpretiert dies dahingehend, dass die Thematik der Work-Life-Balance für sehr junge Personen (bis 29 Jahre) in ihrer aktuellen Lebensphase möglicherweise noch eine geringere Relevanz besitzt.

Welcher Bereich ist der Hauptgrund für Veränderungen im Verhältnis zwischen Arbeit und Privatleben?

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Anstöße für notwendige Veränderungen überwiegend aus der Arbeitswelt kommen – dies passiert etwa dreimal so häufig wie aus dem Privatleben.

Wie bewerten die Befragten die CSR-orientierte Unternehmensführung?

Es zeigt sich eine Diskrepanz: Österreichische Unternehmen werden primär als gesetzlich und ökonomisch orientiert wahrgenommen; moralisch-ethische oder menschenfreundliche Prinzipien verlieren in der Wahrnehmung mit zunehmendem Alter der Befragten an Bedeutung.

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Details

Title
Lebensphasenspezifische Work-Life-Balance im Rahmen von Corporate Social Responsibility
Subtitle
Eine empirische Studie
College
Donau-Universität Krems
Grade
2
Author
Luise Jaitschko (Author)
Publication Year
2014
Pages
109
Catalog Number
V285886
ISBN (eBook)
9783656858409
ISBN (Book)
9783656858416
Language
German
Tags
work-life-balance corporate social responsibility studie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Luise Jaitschko (Author), 2014, Lebensphasenspezifische Work-Life-Balance im Rahmen von Corporate Social Responsibility, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285886
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