Rapmusik in der Sozialen Arbeit mit Jugendlichen


Bachelorarbeit, 2014

74 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Geschichte des subkulturellen Phänomens Hip Hop
2.1 Die vier Elemente des Hip Hop
2.1.1 DJ-ing
2.1.2 MC-ing
2.1.3 Breakdancing
2.1.4 Writing
2.2 Hip Hop in Deutschland
2.3 Zusammenfassung

3. Die Lebensphase Jugend
3.1 Jugend und Jugendkulturen
3.2 Jugend und die Jugendkultur Hip Hop
3.3 Jugend und Musik
3.4 Jugend und Rapmusik

4. Musikalische Praxis
4.1 Effekte aktiven Musizierens
4.1.1 Soziale Kompetenz
4.1.2 Kreativität & Ausdruck
4.1.3 Erfolg erleben
4.2 Zusammenfassung

5. Rapmusik in der Sozialen Arbeit mit Jugendlichen
5.1 Anwendungsbereiche von Rapmusik in der Sozialen Arbeit mit Jugendlichen
5.1.2 Rapmusik in der Gruppenarbeit
5.1.3 Rapmusik in Workshops
5.2 Sozialpädagogische Zielsetzung
5.3 Anforderungen an Sozial Arbeiter
5.4 Rapmusik in Konzepten Sozialer Arbeit am Beispiel der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch
5.4.1 Handlungs- und Strukturmaximen im Konzept der Lebensweltorientierung
5.4.2 Fazit

6. Rapmusikprojekte in der praktischen Sozialen Arbeit
6.1 Rap am Donnerstag
6.2 Inklusion?!? Was geht uns das an!
6.3 Das Projekt 'Stilbruch: Subkultur trifft Hochkultur'
6.3.1 Durchführung des Projekts
6.3.2 Fazit

7. Schluss

8. Literaturverzeichnis

9. Anhang

1. Einleitung

1999, ich war 13 Jahre alt, besuchte eine Hauptschule und wuchs vaterlos mit einer kleinen Schwester bei der liebevollsten und ambitioniertesten Mutter der Welt auf, als ich zum ersten Mal, durch wesentlich ältere Jungs in meinem Umfeld, mit einem Phänomen in Berührung kam, welches meine gesamte Jugend prägte und welches mich bis heute begleitet.

Diese 'großen Jungs', die man beim Skateboardfahren in Parks oder am Bahnhof traf, kleideten sich mit viel zu weiten Hosen und T-Shirts. Sie trugen Baseballcaps, dessen Schirme schief vom Gesicht wegstehend, auf ihren Köpfen saßen und hörten amerikanische Musik, dessen Inhalt ich nicht verstand. Aber sie übte unfassbare Anziehungskraft auf mich aus. Die Musik, die ich von Zuhause kannte, war ganz anders. Es war deutsche Musik von Bands und Künstlern, wie Udo Lindenberg oder Pur.

Die Musik, die ich draußen kennenlernte, war aggressiv, hatte viel Bass und auch wenn ich nicht wusste, was die Interpreten von sich gaben, fühlte ich mich von dieser Musik verstanden. Sie spiegelte 'meine' Welt wieder. Ich quetschte die Älteren aus, um zu erfahren, was es mit dieser Musik und den Klamotten auf sich hat und sog alle Informationen darüber auf wie ein Schwamm. Ich erfuhr, dass die Jungs 'Hip Hopper' sind. Ich lernte, dass Hip Hopper rappen, das sie DJ´s sind, Breakdancer oder Graffitiwriter. Man erklärte mir die Spielregeln der Hip Hop-Szene und nahm mich mit offenen Armen darin auf. Ich fühlte mich als Teil einer ganz besonderen Familie. Ich versuchte mich in jeder Disziplin, welche die Hip Hop-Szene implizierte. Ich malte Graffitis, versuchte zu breakdancen und scratchte Schallplatten auf Mamas altem Plattenspieler, bis ich meine Passion gefunden hatte. Das Rappen. Ich war kein besonders musikalisches Kind und genoss nicht das Privileg musikalischer Früherziehung oder den Besuch einer Musikschule. Aber ich hatte Talent, Reime auf jedes erdenkliche Wort zu finden. Rapmusik wurde mein bester Freund. Ich konnte mich über die Musik ausdrücken. Ich erschuf eine Kunstfigur samt coolem Pseudonym. In dieser Rolle konnte ich alles sagen, was ich wollte. Ich verpackte meine Ängste und Sorgen, meine Hoffnungen, Wünsche und Träume, einfach alles, was um mich herum geschah in Worte und rappte sie auf den Beats meiner Lieblingsrapper. Ich wurde kreativ im Umgang mit damals noch rar gesäten Aufnahmemöglichkeiten. Der Besuch von Tonstudios war unerschwinglich. Also nahm ich meine Songs mit einem Mikrophon von Fisherprice und einem Kassettenrecorder in Echtzeit auf, malte ein Cover und verschenkte selbst gebastelte Tapes an meine Freunde und Bekannte. Und ich erntete den Respekt der Szene. Ich war anerkannt von den Großen und wurde gelobt von Menschen, dessen Musik ich selbst hörte. Ich fühlte mich als Jemand. Als jemand Besonderes.

Die positiven Erfahrungen, die ich innerhalb der Hip Hop-Szene gesammelt habe, begleiten mich bis heute. Sie haben maßgeblich Anteil, den Beruf des Sozial Arbeiters zu erlernen. Mit zwanzig Jahren gab ich meinen ersten Rapworkshop in einem Jugendzentrum. Die thematische Ausrichtung meines Angebots stieß auf viel Interesse bei den jugendlichen Zentrumsbesuchern. Sehr schnell war erkennbar, dass die Arbeit mit Rapmusik bei ihnen die gleichen positiven Effekte erzielte, wie damals bei mir. Die Auseinandersetzung mit Hip Hop im Allgemeinen und Rapmusik im Speziellen zog sich durch meinen gesamten beruflichen Werdegang, ebenso, wie durch mein Studium. Logische Konsequenz daraus ist, dass ich versuche, dem Phänomen Hip Hop und seinen Wirkungsweisen auf Jugendliche in der Sozialen Arbeit, in meiner Bachelorarbeit, auf den Grund zu gehen und seinen positiven Nutzen für die Jugendarbeit wissenschaftlich zu belegen.

Die vorliegende Arbeit gliedert sich in fünf Kapitel. Das erste setzt sich mit der Entstehungsgeschichte der jugendkulturellen Szene 'Hip Hop' auseinander. Es werden Besonderheiten der Kultur, Verhaltensweisen, Wert- und Normvorstellungen, die vier Elemente der Szene sowie der Import nach Deutschland erläutert. Im zweiten Kapitel folgt ein Definitionsversuch der Lebensphase 'Jugend' sowie eine tiefer gehende Auseinandersetzung mit den Funktionen und Wirkungsweisen von Jugendkulturen und (Rap)Musik auf Jugendliche. Der dritte Teil dieser Arbeit soll zeigen, welche Auswirkung Musik und das aktive Musizieren auf Menschen in der Adoleszenz hat und darüber hinaus, welche kompetenzfördernden Mechanismen das Musizieren für die Soziale Arbeit birgt. Darauf folgend findet eine Kopplung statt. Das musikalische Stilmittel Rap wird in die Soziale Arbeit eingebettet. Des Weiteren enthält dieser Abschnitt Erläuterungen zu den Anwendungsgebieten innerhalb der Jugendarbeit, den Anforderungen an die Soziale Arbeit und sozialpädagogische Zielsetzungen. Der Abschluss dieses Abschnitts befasst sich mit der Integration von Rapmusik als Hilfsmittel in das Sozialarbeiterische Konzept der Lebensweltorientierung nach Hans Thirsch. Im Schlussteil dieser Ausarbeitung werden von mir selbst durchgeführte Projekte, welche die Rapmusik zum Gegenstand bzw. Hilfsmittel hatten, vorgestellt.

2. Die Geschichte des subkulturellen Phänomens Hip Hop

Bereits die Urväter der Menschheit in der Bronze- und Eisenzeit verewigten sich mit Felszeichnungen in Form von Szenen der Jagd. Gruppen, die sich dem Widerstand gegen das Regime des Nationalsozialismus im zweiten Weltkrieg verschrieben hatten, malten mit weißer Farbe und Schablonen Parolen an Häuserfassaden. Liebespaare ritzen ihre Initialen in Baumrinden und Parkbänke. Lassen sich hier Parallelen zum Graffiti ziehen?

Im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert entwickelten brasilianische Sklaven einen eigenen Kampfstil. Capoeira. Capoeira ist ein Kampftanz, den rivalisierende Sklaven, Gangs, sog. Maltas und Obrigkeiten im 18. Jahrhundert in Brasilien gegeneinander austrugen. Lassen sich hier Parallelen zu heutigen Breakdancebattles ziehen?

Schon im 15. Jahrhundert gab es in Westafrika den Berufsstand der Griots. Griots waren Berufssänger, welche Geschichten in gereimter Form erzählten und alte Texte weitertrugen, um die Menschen zu unterhalten. War das schon eine Form von Rap?

Die Behauptung aufzustellen, oben genannte Phänomene würden mit der heutigen Hip Hop-Kultur in Verbindung stehen, wäre anmaßend. Trotzdem ist eine gewisse Verwandtschaft nicht von der Hand zu weisen.

In diesem Kapitel wird versucht, der Entstehungsgeschichte der Hip Hop-Kultur auf den Grund zu gehen, seine Zusammenhänge zu verstehen und so die Entwicklung bis zum heutigen Tage nachverfolgen zu können. Die Ausarbeitung in diesem Kapitel erhebt keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit. Alle wichtigen Daten, szeneprägende Protagonisten und Anlässe zu beschreiben, hätte den Umfang einer eigenen Bachelorarbeit. Trotzdem ist es für das allgemeine Verständnis des Gesamtthemas von immenser Wichtigkeit, die Ursachen und Hintergründe der Subkultur Hip Hop zu beleuchten.

Das Angebot an Literatur über die Jugendkultur Hip Hop scheint grenzenlos. Daten und Fakten zusammenzutragen, die einen realistischen und evidenten Nachweis darüber erbringen, wann und wo genau Hip Hop seine Geburtsstunde erfuhr, scheint aber unmöglich.

Erliegt man dem Glauben an 'Schwarmintelligenz', und hält das Groß der niedergeschriebenen Aussagen beteiligter Akteure und Dokumentationen von Szeneinteressierten über das Phänomen Hip Hop für evident und der Wahrheit entsprechend, so lassen sich die Anfänge des Hip Hop irgendwo zwischen dem Ende der 60er und dem Anfang der 80er Jahre ausmachen. Auslöser und Initialzündung für die Entstehung dieser heute weltumspannenden Bewegung war „[...]eine ganz spezielle Mischung aus Kultur und Politik der Sechziger und Siebziger, Großstadtleben, sozialer Ungerechtigkeit, Intoleranz, Rassismus, Gewalt, Gangs, Bürgerrechtsbewegungen und neuem Selbstbewusstsein der Minderheiten“[1].

„Alles fing mit den Banden und der Gewalt an.“[2] Die Wiege der Hip Hop-Kultur liegt laut differenter Sachliteratur in der Bronx, einem New Yorker Stadtviertel. Im Rahmen von Maßnahmen der Stadtmodernisierung wurde Anfang der 60er Jahre eine vierspurige Autobahn, die Cross Bronx Expressway, mitten durch das Stadtviertel Bronx gebaut, teilte es somit in zwei Hälften und zerstörte das Stadtbild.

Menschen mit ausreichenden finanziellen Mitteln siedelten in andere Stadtbezirke um. Zurück blieb die sozialbenachteiligte, hauptsächlich schwarze Bevölkerungs-schicht sowie „leerstehende, verfallene Häuser und trostlose Mietskasernen des sozialen Wohnungsbaus[3] “. „Da sich der Niedergang der südlichen Bronx, insbesondere nach Fertigstellung der Schnellstraße, spürbar beschleunigte, wird ihre Existenz für dieses Phänomen mitverantwortlich gemacht.“[4]

Soziale Bedingungen, die an das Extreme grenzen, gepaart mit der Kreativität und Ideenvielfalt der Betroffenen, sind und waren immer nährreiches Fundament für die Entwicklung und Entstehung neuer Trends und Kultur- bzw. Lebensformen. Hip Hop ist eine davon.

Die von Armut geplagten schwarzen Bewohner der Bronx machten aus ihrer Not eine Tugend. Aus Geldmangel konnten sie keine Clubs und Partys besuchen, die auf der anderen Seite des Cross Bronx Expressway lagen. Außerdem waren schwarze Menschen im damals stark rassistischen Amerika nicht überall willkommen. Also blieben sie unter sich. Sie veranstalteten in ihren Stadtvierteln, nahe gelegenen Parks oder am nächsten Häuserblock ihre eigenen Partys, die heute legendären Blockpartys. „Strom zapfte man von den Leitungen, die zwischen den Blocks hingen und schickte ihn durch einen kleinen Generator.“[5] Die Veranstalter dieser Blockpartys haben heute Legendenstatus inne, da sie als die wichtigsten Begründer der Jugendkultur Hip Hop gelten.

Dieser retrospektive Blick, zurück zu den frühen Anfängen der Hip Hop-Kultur ist unabdingbar, um das Gesamtphänomen mitsamt seinen Verflechtungen verstehen zu können. Heute vereint die Hip Hop Kultur unter ihrem Dach die vier Elemente 'Rap', 'DJ-ing', 'Beatboxing' und 'Breakdancing'. „All diese unter einem Dach vereinten, jedoch eigenständigen Strömungen haben gleiche oder zumindest ähnliche Wurzeln. Sie entwickelten sich relativ parallel zueinander in nahezu der selben Zeit und vor allem am selben Ort sowie unter gleichen Bedingungen“[6]. Diese „Innovationen entwickelten sich in der von Armut, Kriminalität und urbaner Verwahrlosung geprägten Ghetto-Situation der Stadtviertel der schwarzen US-Unterschicht.“[7]

Aus der selbstentwickelten, neuartigen Möglichkeit des Musizierens, des 'Mixens'[8] von Vynilscheiben auf Plattenspielern resultierte die Kunst des 'DJ-Ings'. Die Musikfetzen, die durch das Wiederholen einzelner, hauptsächlich aus den Drums eines Songs bestehender Passagen entstanden, wurden 'Breakbeats' genannt. Die Jugendlichen, die zu diesen neuen Sounds der DJs tanzten, die roboterhafte und akrobatische Tanzfiguren erfanden, wurden zu 'Breakdancern'. Der 'MC' (Master of Ceremony / Meister der Zeremonie) oder heute auch 'Rapper', entwickelte sich aus den Moderatoren der Blockparties, welche für das Anheizen des Publikums zuständig waren. Sie trugen „kleine Geschichten und Ansagen in selbstgeschmiedeten Versen“[9] zur Musik der DJs vor. „Auch die seit Anfang der siebziger Jahre immer weiter um sich greifende Undergound-Kultur der Graffiti-Sprayer und Filzschreiber-Maler erlebte über die enge Verbindung mit der Musikszene ihre kreative Explosion.“[10] Selbstverständlich hat es Jahrzehnte und viele Innovationen differenter Identifikations- und Integrationsfiguren gebraucht, bis sich die ersten 'Scratch'[11] -Versuche, die ersten Tanzschritte, Reimversuche und Graffitimalereien auf amerikanischen Ghetto-Blockparties zu dem entwickelten, was heute als Hip Hop-Kultur bezeichnet wird.

Ein wichtiger Faktor in der Entstehungsgeschichte des Hip Hop ist die Tatsache, dass zu Zeiten der Geburtsstunde der Subkultur blutige Bandenkriege in New York herrschten. Eine der prägendsten Persönlichkeiten, die Hip Hop hervorbrachte, ist Afrika Bambaata, der Gründer der Zulu-Nation („Musik-, Sozialdienst- und Kunstorganisation“[12] ). Ihm und seiner Organisation, welche Werte wie „Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit, Wissen, Weisheit und Verständnis“[13] vertraten, gelang es „in jener Zeit, die blutigen Bandenkriege in einen popkulturellen Wettstreit zu überführen, der sich über Musik, Tanz und Wortgefechte definierte“[14]. „Dies ist auch Grundlage für die gemeinsame Lebens- und Überlebenstheorie der Graffiti-Writer, Djs, B-Boys und Rapper. Ihr gesamtes Leben und Schaffen basiert auf dem gegenseitigen Messen, wer der Stärkste, Einfallsreichste und Beständigste ist, denn nur dieser ist nach deren Auffassung dazu in der Lage, sich hervorzuheben, sich durchzusetzen und so zu überleben.“[15]

Die Kerngedanken und Werte dieser ursprünglich von schwarzen Menschen gelebten Subkultur waren also das friedliche Miteinander, der gegenseitige Respekt und sich messen in einem gewaltfreien, künstlerisch-kreativen Wettbewerb. Des Weiteren diente Hip Hop mit den vier Elementen seinen Protagonisten „als neue Ausdrucksform, die eine Antwort gab auf die Verhältnisse, in denen sie lebten“[16].

Ein weiteres prägendes Merkmal der amerikanischen Hip Hop-Kultur war und ist die Entwicklung einer eigenen Sprache. Ein Slang, der ursprünglich auf den Straßen in den Vierteln der Ghetto-Bewohner gesprochen wurde und welcher für Aussenstehende kaum verständlich war. „Besonders unter den Schwarzen war es schon immer charakteristisch, eine 'eigene Sprache', die anderen schwer zugänglich war, zu entwickeln. Bezeichnend hierfür sind doppelte Verneinungen, Umbenennungen von Begriffen, Anhängen von Konsonanten oder neue Wortschöpfungen.“[17]

An dieser Stelle ließen sich noch eine Vielzahl weiterer Faktoren und Facetten auflisten, die sich aus der Hip Hop-Szene entwickelten und feste Bestandteile von Ihr sind. Dazu gehören z.B. ein spezieller Kleiderstil, individuelle Begrüßungsrituale und ein eigenwilliger Umgang unter Szenegängern. Diese Auflistung könnte weiter geführt werden, würde jedoch den Rahmen der Arbeit sprengen.

Die Erfolge, die Hip Hop und seine Protagonisten für sich verbuchen konnten, weckten die Aufmerksamkeit der Unterhaltungsindustrie. Hip Hop unterzog sich gezwungenermaßen einem Wandel. So wurde Hip Hop in vielen Belangen „wesentlich kreativer und vielschichtiger, […] andererseits verkamen Teile des Hip Hop zum Konsumprodukt und Dinge, die gar nicht der Kultur entstammten, wurden als solche deklariert“[18]. Ende der 80er Jahre spielten die Massenmedien, die Hip Hop für sich entdeckten, eine wichtige Rolle bei der weltweiten Verbreitung dieser Jugendkultur.

2.1 Die vier Elemente des Hip Hop

Heutzutage verbindet man mit dem Begriff 'Hip Hop' hauptsächlich die Musikrichtung, welche jedoch lediglich nur einen Teil der Gesamtkultur darstellt. Nach allgemeinem Konsens, aber auch da gehen die Meinungen weit auseinander[19], besteht die Jugendkultur Hip Hop aus vier Grundelementen. Für den Zusammenschluss der vier einzelnen Elemente zu einem Großen und Ganzen und die darüber hinaus getroffene Aussage, Hip Hop sei ein 'Way of life', ist der bereits weiter oben angesprochene Kulturmitbegründer Afrika Bambaata verantwortlich.

Möchte man eine Metapher zur Beschreibung von Hip Hop und den vier Elementen, aus denen diese Jugendkultur besteht, verwenden, so ist die treffendste wohl die eines Hauses. Ein Haus, das von vier Säulen getragen wird. Den Säulen DJ-ing, Breakdancing, Writing und MC-ing. Im Folgenden werden die vier Elemente des Hip Hop näher erläutert.

2.1.1 DJ-ing

Unstrittig ist die Tatsache, dass Hip Hop als DJ-Kultur entstand. Alle anderen Elemente entwickelten als Reaktion, als Folge, auf das DJ-ing. DJ ist die Abkürzung für Discjockey, der englischen Bezeichnung für einen Plattenaufleger. Das DJ-ing, als Teil der Hip Hop-Kultur, impliziert weit mehr als das Auflegen von Platten. Vielmehr umfasst es spezielle Techniken, die sich über die Jahrzehnte entwickelt haben, wie z.B. das Scratching, das Beatjuggling[20] oder „das Herauslösen und Interpolieren von Breaks“[21]. Durch diese speziellen Techniken wurde das Turntable, d.h., der Plattenspieler, durch den DJ zweckentfremdet und von einem 'einfachen' Schallplatten-Abspielgerät zu einem eigenen, einem neuen Instrument. Dieses bietet seinem Nutzer unbegrenzte Möglichkeiten neue Musik zu komponieren und zu kreieren.

Nach der anfänglichen Fokussierung auf den DJ rückte die Kunst des DJ-ing heutzutage eher in den Hintergrund und der Rap fand durch seine größere Medienwirksamkeit und Weiterentwicklung seinen Weg ins Zentrum der Wahrnehmung.

2.1.2 MC-ing

Wie bereits oben erwähnt, entwickelten sich die anderen Elemente des Hip Hop als Folge auf das Dj-ing. Der MC, d.h., der Master of Ceremony (deutsch: Meister der Zeremonie) war in seinem Ursprung ein 'Mitbringsel' des DJs. Er war Jemand, der auf Partys den DJ in kurzen, gereimten Versen vorstellte, die Veranstaltung moderierte, die Menschen unterhielt und zum Bewegen animierte. „Dementsprechend waren die Texte […] auch nicht darauf aus, eine Geschichte zu erzählen oder sich Gedanken über die Gesellschaft zu machen.“[22]

Aus dem MC-ing entstand das heute allgemein als 'Rappen' bekannte Phänomen der Subkultur Hip Hop. „Der Begriff 'Rap' ist dem afroamerikanischen Sprachgebrauch entlehnt (das englische Verb 'to rap' bedeutet soviel wie 'schlagen', 'klopfen' oder 'pochen') und wird seit 1870 als Synonym für 'reden' und '(sich) unterhalten' benutzt.“[23]

Über die Jahre haben sich verschiedene thematische Differenzierungen im Rap herausgebildet. So unterscheidet man die Stilrichtungen 'Conscious-Rap', mit hauptsächlich politischen und gesellschaftskritischen Inhalten, 'Gangsta-Rap', welcher das Dasein als Krimineller, als 'Gangster' glorifiziert, 'Battle-Rap', bei dem es darum geht, einen Konkurrenten verbal zu diskreditieren („dissen“) und sich selbst und seine Fähigkeiten zu glorifizieren, den 'Fun-Rap', welcher den Spaß am eigenen Leben und lustige Themen aller Bereiche behandelt sowie das 'Freestylen', bei dem der Text komplett improvisiert wird.[24] Das Rappen ist seit einigen Jahren das populärste und bekannteste Element des Hip Hop.

2.1.3 Breakdancing

Auch das Breakdancing ist eine direkte Folge des DJ-ing. Die Jugendlichen, die auf Breakbeats der Djs tanzten, wurden zu Breakdancern oder B-Boys[25]. „Breadancer hatten eine ähnliche Funktion wie Rapper – sie sollten das Publikum unterhalten und die Arbeit des Djs unterstützen.“[26]

Der Tanzstil der Breakdancer setzt sich aus den drei Einzelstilen 'Popping'[27], 'Locking'[28] sowie 'Breaking' zusammen und gilt darüber hinaus als die „physische Ausdrucksform des Hip Hop“[29]. Dieser Tanz ist eine nicht eindeutig definierbare Mischung aus Akrobatik, Artistik, diversen Kampfsportarten wie Capoeira und Kung Fu, pantomimischen Darstellungen und der Imitation von Roboter-bewegungen, inspiriert durch Videospiele, Comics und Cartoons.

2.1.4 Writing

Writing bzw. Graffiti-Writing als viertes Element der Hip Hop-Kultur, gehört nicht ursprünglich zu dieser Szene. Es entstand originär an amerikanischen Kunsthochschulen, wurde aber durch Afrika Bambaata und die Gründung der Zulu-Nation (siehe: Kap. 2) „eng an die Jugendkultur gebunden, sodass es heute automatisch mit der Hip Hop-Bewegung assoziiert“[30] wird und des Weiteren als der „visuelle Ausdruck“[31] der Szene bezeichnet werden kann.

Die Stilrichtungen des Elements 'Graffiti' sind ebenso mannigfaltig wie die der anderen Elemente. So kann man unterscheiden in 'Tags', den Signaturkürzeln der Sprayer, 'Pieces', der Umsetzung des eigenen Pseudonyms in komplexerer Form und 'Characters', der malerischen Darstellungen von Figuren.

„Graffiti ist – im Gegensatz zu anderen HipHop-Komponenten – untrennbar mit dem Faktor Illegalität verbunden.“[32] Dieser Fakt ist der Tatsache geschuldet, dass es den Graffiti-Writern hauptsächlich darum geht, ihren 'Fame' zu generieren, also mit ihren Tags und Pieces in ihrem Viertel oder ihrer Stadt bekannt zu werden und so Ruhm zu erlangen. Dies gelingt nur mit möglichst vielen Werken im öffentlichen Raum.

„Daran entzündet sich bis heute der Grundkonflikt beim Graffiti: Für die Sprüher ist Graffiti auf legalen Flächen nicht reizvoll, da es zu wenige davon gibt und einer der Hauptgründe eben gerade der Kick des Verbotenen ist.“[33] Writer nutzen jede erdenkliche Möglichkeit und Fläche, wie Häuserwände, Züge, S- und U-Bahnen, um ihren Namen zu verewigen. Der dadurch entstehende Schaden ist jährlich allein in deutschen Großstädten mit mehreren hunderttausend Euro beziffert.

2.2 Hip Hop in Deutschland

Hip Hop kam nach Deutschland und in den Rest der Welt wie Coca Cola und Burger. Als Importartikel aus den USA, „als fertiges und entwickeltes Ganzes“[34]. Anfang der 80er Jahre schwappte der Trend 'Hip Hop' durch Filme wie 'Beat Street'[35] und 'Wildstyle'[36] nach Deutschland. „HipHop hatte schon seinen zehnten Geburtstag gefeiert, als die ersten Jugendlichen in Köln, Berlin oder Hamburg überhaupt etwas von Rap oder Graffiti erfuhren.“[37]

Mit dem Import von Hip Hop nach Deutschland ging der originäre Grundgedanke der Szene, als Medium für sozial Benachteiligte zu fungieren, zum großen Teil verloren. In Deutschland herrschen andere Verhältnisse als in den vereinigten Staaten. „Seit amerikanischer Hip Hop [...] auf deutschen Boden fiel, ist daraus etwas völlig Neues geworden. Angefangen von der Sprache, in der die Texte gerappt werden bis zum sozialen Hintergrund, aus dem die Musiker hervorgehen.“[38]

Die Jugendlichen in Deutschland und in allen anderen Ländern, die das Phänomen Hip Hop erreichte, antizipierten den Kerngedanken und das Lebensgefühl dieser Kultur und passten es an ihre 'Welt' und 'Wirklichkeit' an. „HipHop in Deutschland begann als eine Reisekultur. […] Die Besonderheiten der Szene entwickelte sich […] aus dem Kontakt […] durch die Einzelnen oder wenigen in verschiedenen Städten, die HipHop liebevoll, behutsam und leidenschaftlich pflegten.“[39]

In Deutschland entwickelte sich Hip Hop langsam aber stetig zu einem Massenphänomen. Es verankerte sich fest in die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Wie bereits Jahre zuvor in Amerika, wurden die Industrie und die Medien sehr schnell aufmerksam und begannen Hip Hop auszuschlachten. Ganze Industriezweige, wie z.B. große Modefirmen wie Adidas oder Musiklabels, verdienen Millionen mit Hip Hop. Die Werbung bedient sich an Graffiti-Stilelementen, die Polizei NRW warb Ende 2013 mit einem Youtube-Video, in dem zwei Polizeibeamte rappen, für die Anwerbung neuer Polizeirekruten[40] und die Breakdance-Crew 'Flying Steps' füllt Hallen in der Größe der Kölner Lanxess Arena, mit ihren sehr erfolgreichen Tanzshows wie 'Flying Bach'. Hip Hop ist in der gesellschaftlichen Mitte angekommen. Hip Hop ist heute omnipräsent. „Das blühende und facettenreiche Eigenleben, das die HipHop-Kultur mittlerweile auch hierzulande führt, ist das Ergebnis einer langen Entwicklung. Auch Popkultur braucht ganz offensichtlich ihre Zeit um Wurzeln zu schlagen.“[41]

Seit ihrer Entstehung befindet sich die Hip Hop-Kultur in permanenter Weiterentwicklung und stetigem Wandel. Sie setzt nicht nur neue Trends, sie unterwirft sich auch Trends und Strömungen anderer Jugendkulturen und Musik-stilen. Sie nimmt Einflüsse von außen auf und kreiert aus Ihnen etwas völlig Neuartiges. Hip Hop ist wie ein pulsierender Organismus, der sich in einer permanenten Metamorphose befindet.

2.3 Zusammenfassung

Hip-Hop gilt als eine der wichtigsten und am weitest verbreiteten Jugendkulturen. „Seit Mitte der 1990er Jahre gehört die Hip Hop-Szene zu den populärsten Jugendkulturen in Deutschland. Es geht darum, etwas künstlerisch zu entwickeln, sich selbst zu (re-)präsentieren und nicht zuletzt sich selbst zu verwirklichen.“[42] Dabei passt sich Hip Hop immer der jeweiligen Lebenswelt des Einzelnen an. Hier wird interessierten jungen Menschen die Möglichkeit gegeben, sich selbst auf individuelle Art und Weise auszudrücken und sich unter Gleichgesinnten Anerkennung zu verschaffen.

Das enorme Potential an kreativer Vielfalt, das durch die vier Elemente geboten ist, macht Hip Hop, sinnvoll eingesetzt, zu einem wirkungsvollen Werkzeug in der Sozialen Arbeit mit Jugendlichen. Die Eintrittshürden, um eine Disziplin ausüben zu können, sind gering. Man muss keine Musikschule besuchen um Rappen zu lernen. Es ist kein Besuch in einer Tanzschule von Nöten, um das Breakdancen zu erlernen oder ein Kunststudium anzustreben, um sich das Graffiti Zeichnen und Sprühen anzueignen. Das Erlernen der Fertigkeiten in einem der vier Elemente in der Hip Hop-Kultur funktioniert nach dem ‚each one teach one’[43] -Prinzip oder auf autodidaktischem Wege.

Der niederschwellige Zugang bietet Jugendlichen immense Chancenvielfalt, die eigene Freizeit sinnvoll zu gestalten und durch leicht zu erreichende Erfolge Selbstbewusstsein zu entwickeln. „Hip Hop bietet [Jugendlichen] das Erleben von Gemeinschaft und Anerkennung, das ihnen in anderen Bereichen vielleicht versagt bleibt.“[44] Denn diese Jugendkultur stellt „[...] eine einzigartige Kommunikationsform im Innenverhältnis und mit der Gesellschaft[45] “ dar.

Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird das Hauptaugenmerk auf dem musikalischen Element der Hip Hop-Kultur, dem Rap, gerichtet sein. Wie eingangs erwähnt, ist es aus Verständnisgründen von Nöten, ein grundlegendes Basiswissen über das Phänomen Hip Hop zu vermitteln. So ist die Nachvollziehbarkeit der Zusammenhänge und Ursachen der Jugendkultur gewährleistet und wird im Folgenden verdeutlichen welchen Einfluss und Wirkungsweisen die Musik auf junge Menschen ausübt.

3. Die Lebensphase Jugend

Die Befassung mit dem Thema 'Rapmusik in der Sozialen Arbeit mit Jugendlichen' setzt neben der grundlegenden Erläuterung des Phänomens 'Hip Hop' auch eine Definition dessen, was unter 'Jugend' zu verstehen ist, voraus.

Die Phase der Jugend ist rudimentär formuliert eine Zwischensequenz der beiden Lebensbereiche Kindheit „(als Zeit weitestgehender Bevormundung zum Schutz vor Selbstgefährdung)“[46] und dem Erwachsensein „(als Zustand umfassender Selbstverantwortlichkeit und moralisch geforderter Fremdsorge)“[47].

Die Schwierigkeit der genauen Verortung dieser Zwischensequenz, also der Übergangsphase von der Kindheit in die Phase der Jugend und die darauf folgende Phase des Übergangs, von der Jugend in das Erwachsenenalter, liegt in der unklaren Trennschärfe. Die Lebensphase der Jugend ist ein Bereich, der eine genaue zeitliche Bestimmung der Altersgrenzen aufgrund seiner Offenheit nicht zulässt. „Man kann nicht sagen, dass ein Individuum ab dem Alter oder Tag X zum Jugendlichen und ab dem Alter oder Tag Y zum Erwachsenen wird.“[48]

Nach rechtlichen Gesichtspunkten, genauer, nach dem achten Sozialgesetzbuch, ist jugendlich, der „14 aber noch nicht 18 Jahre alt ist“[49]. „Im Strafrecht wird zwischen dem noch nicht strafmündigen Kind, dem Jugendlichen (14-17 Jahre) und dem Heranwachsenden (18-20 Jahre) unterschieden.“[50]

Der Zeitpunkt des Eintritts in die Jugend, der Verbleib in diesem Stadium des Lebens, sowie der des Austritts aus ihr, ist nicht nur höchst individuell, „sondern auch in den verschiedenen Kulturen und ihren sozialen Schichten sehr unterschiedlich“[51]. Als biologisches Merkmal für den Eintritt in die Phase der Jugend kann das Erreichen der Geschlechtsreife, also, die beginnende Pubertät dienen. Die pubertäre Phase umfasst junge Menschen in der Altersspanne von ca. 12 bis 18 Jahren und somit die Kerngruppe der Jugendlichen.

„[…] In den Sozialwissenschaften gelten als Voraussetzungen für die Ausbildung von Jugend als sozialem Phänomen u.a. die Freistellung von Arbeit und anderen Verpflichtungen der eigenverantwortlichen Lebenssicherung sowie die Zusammenführung der Heranwachsenden in gleichaltrigen Gruppen.“[52] Junge Menschen bis 21, die Heranwachsenden, lassen sich in die Kategorie 'nachpubertäre Phase' einordnen. Darauf folgt die Phase der 'Postadoleszenz'. Postadoleszenz beschreibt eine weitere Lebensphase Heranwachsender, welche zwischen Jugend und Erwachsenenalter eingeordnet wird.

Der Zeitpunkt des Austritts aus der Jugend, hinein in das Erwachsenenalter, ist dagegen weit schwieriger einzugrenzen. Für die Soziologie beginnt das Erwachsensein mit Eintritt in das Erwerbsleben und somit der Selbstsicherung der wirtschaftlichen Verhältnisse. Dies kann sich „[...] abhängig von Lebensumständen und Chancen […] in der Spanne von 18 bis 30 Jahren hinziehen“[53].

Die Phase der Jugend beschreibt also die Zeitspanne im Leben junger Menschen vom Übergang des Kindseins in die Pubertät bis hin zum 'fertigen' erwachsen sein.

Doch Jugend ist nichts natürliches im eigentlichen Sinne des Wortes 'natürlich'. Jugend ist etwas 'kultürliches'. Jugend ist ein „[...] Kulturphänomen [,welches] einerseits durch eigenständige Inhalte und Lebensvollzugsformen seine Konturen gewinnt, andererseits wegen seiner enormen Heterogenität nur schwer zu fassen ist“[54].

Losgelöst von der Dauer der Lebensphase Jugend, ist sie ein besonderer Abschnitt in der Entwicklung des Menschen. Durch den stetig fortschreitenden Abspaltungsprozess vom eigenen Elternhaus geht ein Stück des Schutzes, welcher das Kindsein impliziert, verloren. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Jugendlichen die Option geboten wird, an der Gestaltung ihrer Umwelt zu partizipieren. Dies geschieht durch den kommunikativen Diskurs mit z.B. Eltern, Verwandten, Lehrern und Freunden über soziale Norm- und Wertvorstellungen oder einfach durch Grenzüberschreiten. Durch den Versuch, über eigene Neigungen und Haltungen zu diskutieren und sie durchzusetzen, entwickeln Jugendliche die ersten Entwürfe ihres Selbstkonzeptes. Häufig nach dem 'try and error'-Prinzip.

Das Stadium der „soziokulturellen Altersphase“[55] Jugend birgt für die Betroffenen die Gefahr, mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten, da ihnen rechtliche Regelungen, wie die der Strafmündigkeit ab dem 14. Lebensjahr aufgezeigt werden. Die „[...] im Spannungsfeld von eigenen Neigungen und der Reaktion und dem Zuspruch des Umfeldes entwickelte Identität kollidiert in der Jugend typischerweise […] mit gesellschaftlichen Wertemustern [...]“[56].

[...]


[1] Vgl.: Krekow, S., Steiner, J., Taupitz, M., 1999; S. 5

[2] Vgl.: Buhman, H., Haeseler, H., 2003; S. 10

[3] Vgl.: Loh, H., Verlan, S., 2000; S. 11

[4] Vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Cross_Bronx_Expressway

[5] Vgl.: Loh, H., Verlan, S., 2000; S. 11

[6] Vgl.: Krekow, S., Steiner, J., Taupitz, M., 1999; S. 5

[7] Vgl.: Buhman, H., Haeseler, H., 2003; S. 210

[8] Ineinander Mischen zweier Audiosignale mit Hilfe von Plattenspielern und einem Mischpult.

[9] Vgl.: Buhman, H., Haeseler, H., 2003; S. 210

[10] Vgl.: ebd., S. 210

[11] Kratzgeräusch, das durch hin und herschieben der Schallplatte entsteht.

[12] Vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Zulu_Nation

[13] Vgl.: Krekow, S., Steiner, J., Taupitz, M., 1999; S. 338

[14] Vgl.: Buhman, H., Haeseler, H., 2003; S. 210

[15] Vgl.:Krekow, S., Steiner, J., Taupitz, M., 1999; S. 6

[16] Vgl.: Loh, H., Verlan, S., 2000; S. 24

[17] Vgl.: Krekow, S., Steiner, J., Taupitz, M., 1999; S. 6

[18] Vgl.: ebd., S. 7

[19] Es gibt Meinungen von Szenegrößen die besagen, dass Hip Hop aus weit mehr als nur vier Elementen besteht und das es einer Degradierung der anderen szeneprägenden Elemente gleichkommt die 'Vier-Elemente-Theorie' zu vertreten.

[20] Technik bei der zwei Audiosignale in Echtzeit zu einem neuen Rhythmus umarrangiert werden.

[21] Vgl.: Brauer, R., 2010

[22] Hahn, S.; 2002; S. 61

[23] Weber, T.: 2012; S. 14

[24] Vgl.: Gärtner, M.; 2007; S. 5

[25] Abkürzung für 'Breakdance-Boys'

[26] Vgl.: Weber, T.: 2012; S. 18

[27] Begriff für Elektro- und Robotertanzformen

[28] Trickfilmartige Tanzform, Comic-Tanz

[29] Vgl.: Brauer, R., 2010

[30] Vgl.: Weber, T.: 2012; S. 19

[31] Vgl.: Brauer, R., 2010

[32] Vgl.: Loh, H., Verlan, S., 2000; S. 112

[33] Vgl.: Gärtner, M.; 2007; S. 9

[34] Vgl.: Loh, H., Verlan, S., 2000; S. 25

[35] „Beat Street“, Orion Pictures Corporation, USA 1984, Regie: Stan Lathan

[36] „Wild Style”, Wild Style, USA 1983, Regie: Charlie Ahearn.

[37] Vgl.: Loh, H., Verlan, S., 2000; S. 25

[38] Vgl.: Entrich, E., 2000; S. 4

[39] Vgl.: Loh, H., Verlan, S., 2000; S. 25

[40] Vgl.: http://www.youtube.com/watch?v=4r_JG6NXoWQ

[41] Vgl.: Buhman, H., Haeseler, H., 2003; S. 210

[42] Vgl.: Hitzler, R./Niederbacher, A. 2010; S. 84

[43] Ein Grundprinzip der Hip Hop-Kultur der besagt, dass Jeder, das was er kann, an den Nächsten weitergibt.

[44] Vgl.: Gärtner, M.; 2007; S. 9

[45] Vgl.: Buhman, H., Haeseler, H., 2003; S.225

[46] Vgl.: Hitzler, R./Niederbacher, A. 2010; S. 9

[47] Vgl.: ebd.; S. 9

[48] Vgl.: Pauli, S., 2010; S. 11

[49] Vgl.: §7, Abs. 1 Nr. 2 SGB VIII

[50] Vgl.: Vgl.: Meyer, 2006; S. 3645

[51] Vgl.: Pauli, S., 2010; S. 11

[52] Vgl.: Meyer, 2006; S. 3645

[53] Vgl.: Bolte, H. 2007; S.31

[54] Vgl.: Hitzler, R./Niederbacher, A. 2010; S. 9

[55] Vgl.: Pauli, S., 2010; S. 12

[56] Vgl.: Bolte, H. 2007; S.31

Ende der Leseprobe aus 74 Seiten

Details

Titel
Rapmusik in der Sozialen Arbeit mit Jugendlichen
Hochschule
Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Note
1,3
Autor
Jahr
2014
Seiten
74
Katalognummer
V285954
ISBN (eBook)
9783668032019
ISBN (Buch)
9783668032026
Dateigröße
730 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die vorgelegte BA-Thesis von J. Pries umfasst 74 Seiten, gegliedert in die Kapitel 1 (Einleitung) bis 7 (Schluß). In den Kapiteln 2 und 3 stellt Herr Pries den aktuellen Forschungsstand und die Standards zu der Zielgruppe Jugendliche und der Arbeit mit Jugendkulturen im Allgemeinen dar. Im Kapitel 4 und 5 stellt er die musikalische Praxis und die Rapmusik im Besonderen in der Sozialen Arbeit dar. Im Kapitel sechs zieht er daraus Schlüsse für praktische musikalische Projekte in der Sozialen Arbeit.
Schlagworte
Bachelorthesis, Rapmusik, Soziale Arbeit, Jugendarbeit, Lebenswelt, HansThiersch, Jugendkultur, HipHop, Rap, Graffiti, Breakdance, Lebensphase, Musik, Workshop
Arbeit zitieren
Jochen Pries (Autor), 2014, Rapmusik in der Sozialen Arbeit mit Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/285954

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