In den 5 Bausteinen des Moduls "Lebenslagen und Lebenswelten von Kindern und ihren Familien" meines Studiums "Frühkindliche Bildung und Erziehung" kamen die Begriffe Integration und Inklusion fast wöchentlich in den Veranstaltungen vor. Bildlich war mir der Unterschied schnell verständlich. Doch irritierte mich die Praxis. In meinen bisherigen Praxisstellen (die ich während der Ausbildung zur Erzieherin besuchte/besichtigte) wurde immer wieder von Integrationskindern gesprochen, den „I-Kindern“. Ich konnte mir nicht erklären wie die Aufforderung zu Inklusion aus Fach- und Hochschule mit der aktuellen Situation in der Praxis einhergeht. Deshalb ging ich davon aus, dass die Einführung der „Integrationskindern“ eine vereinfachte/abgewandelte Umsetzungsform von Inklusion im frühkindlichen Bereich sein soll; praxispassend gemacht. Dass dies nicht so ist, wurde mir schon in den Vorlesungen und Seminaren von Modul 4 klar. Was Integration von Inklusion in der pädagogischen Praxis unterscheidet, und ob Integration in Kindertageseinrichtungen als Teilschritt auf dem Weg der inklusiven Kita gesehen werden kann, möchte ich innerhalb dieser Arbeit nachgehen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Von Integration und Inklusion
1.1 Die Begriffe „Integration“ und „Behinderung“
1.2 Inklusion – Der Begriff
2. Kinder mit Trisomie 21 als Integrationskinder in Regelkindergärten
2.1 Die freie Trisomie 21 - Beschreibung
2.2 Individuelle Einzel- Integration und ihre Folgen
3. Integration von Kindern mit Trisomie 21 als erster Schritt der Inklusion
Schlusswort:
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die Integration von Kindern mit Trisomie 21 in Kindertageseinrichtungen als ein erster Schritt auf dem Weg zur Inklusion betrachtet werden kann. Dabei wird analysiert, wie sich die Begriffe Integration und Inklusion in der pädagogischen Praxis unterscheiden und welche Bedeutung der Einzelintegration im Kontext einer inklusiven Pädagogik zukommt.
- Unterscheidung der Begrifflichkeiten "Integration" und "Inklusion"
- Medizinische und psychologische Grundlagen der Trisomie 21
- Analyse der täglichen Praxis der Einzelintegration in Kindertageseinrichtungen
- Bedeutung der Haltung pädagogischer Teams für gelingende Inklusion
- Kritische Reflexion der Einzelintegration als Entwicklungsprozess
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
In den 5 Bausteinen dieses Moduls kamen die Begriffe Integration und Inklusion fast wöchentlich in den Veranstaltungen vor. Bildlich war mir der Unterschied schnell verständlich (s. Abb.1). Doch irritierte mich die Praxis. In meinen bisherigen Praxis stellen (die ich während der Ausbildung zur Erzieherin besuchte/besichtigte) wurde immer wieder von Integrationskindern gesprochen, den „I-Kindern“. Ich konnte mir nicht erklären wie die Aufforderung zu Inklusion aus Fach- und Hochschule mit der aktuellen Situation in der Praxis einhergeht. Deshalb ging ich davon aus, dass die Einführung der „Integrationskindern“ eine vereinfachte/abgewandelte Umsetzungs form von Inklusion im frühkindlichen Bereich sein soll; praxispassend gemacht. Dass dies nicht so ist, wurde mir schon in den Vorlesungen und Seminaren von Modul 4 klar. Was Integration von Inklusion in der pädagogischen Praxis unterscheidet, und ob Integration in Kindertageseinrichtungen als Teilschritt auf dem Weg der inklusiven Kita gesehen werden kann, möchte ich innerhalb dieser Arbeit nachgehen.
Da ich im nächsten Schuljahr selbst stundenweise als Integrationskraft für ein Kind mit Trisomie 21 in einem Kindergarten arbeite, möchte ich der Frage „Ist Integration in Kindertageseinrichtungen ein erster Schritt auf dem Weg der Inklusion?“ speziell am Beispiel der Integration von Kindern mit Trisomie 21 aufzeigen. Bei meinen Recherchen und bisherigen Erfahrungen mit verschiedenen Einrichtungen hatte ich den Eindruck, dass die Integration von Kindern mit Down-Syndrom in Kindertages einrichtungen als „vorbildlich“ galt. Wie Integration von Kindern mit Trisomie 21 und Inklusion aussieht/aussehen sollte, um sich dieser Begrifflichkeiten bedienen zu dürfen, möchte ich im Hauptteil dieser Arbeit darstellen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Diskrepanz zwischen theoretischen Anforderungen an Inklusion und der praktischen Umsetzung von Einzelintegration in Kindertageseinrichtungen.
1. Von Integration und Inklusion: Dieses Kapitel arbeitet die begrifflichen Unterschiede zwischen Integration, Inklusion und Behinderung auf und verdeutlicht, wie diese Konzepte pädagogisch und gesellschaftlich verortet sind.
2. Kinder mit Trisomie 21 als Integrationskinder in Regelkindergärten: Hier werden die medizinischen Aspekte der Trisomie 21 sowie die Herausforderungen und Folgen der individuellen Einzelintegration in Regelgruppen analysiert.
3. Integration von Kindern mit Trisomie 21 als erster Schritt der Inklusion: Das Kapitel diskutiert, unter welchen Voraussetzungen Integration als Ausgangspunkt für inklusive Prozesse dienen kann und welche Rolle die Einstellung des pädagogischen Teams dabei spielt.
Schlusswort:: Das Schlusswort zieht ein Fazit zur Ausgangsfrage und ordnet die Einzelintegration als entwicklungsfördernden, wenn auch nur vorläufigen Schritt auf dem Weg zur Inklusion ein.
Schlüsselwörter
Integration, Inklusion, Trisomie 21, Down-Syndrom, Kindertageseinrichtung, Pädagogik der Vielfalt, Einzelintegration, Inklusive Pädagogik, Sonderpädagogik, Behinderung, Schulentwicklung, Förderbedarf, Regelschule, Entwicklungspsychologie, Partizipation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Integration und Inklusion am Beispiel der Betreuung von Kindern mit Trisomie 21 in Kindertageseinrichtungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder sind die pädagogische Definition von Integration gegenüber Inklusion, die Besonderheiten der Trisomie 21 und die Chancen sowie Grenzen der Einzelintegration.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu klären, ob die Einzelintegration von Kindern mit Trisomie 21 als ein erster, sinnvoller Schritt in Richtung einer vollständig inklusiven Pädagogik verstanden werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Abgleich mit fachpädagogischen Diskursen sowie eigenen Beobachtungen und Erfahrungen aus dem Praxisalltag.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretische Fundierung, medizinische Grundlagen der Trisomie 21 und analysiert die Auswirkungen und Erfolgsfaktoren der Einzelintegration in Kindertageseinrichtungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Integration, Inklusion, Trisomie 21, Pädagogik der Vielfalt und der Index für Inklusion.
Welche Rolle spielt die Einstellung der pädagogischen Fachkräfte für Inklusion?
Die Einstellung der Fachkräfte wird als entscheidender Faktor identifiziert, da sie darüber entscheidet, ob ein Kind mit Trisomie 21 als Individuum wertgeschätzt oder als "I-Kind" stigmatisiert wird.
Warum wird die Einzelintegration im Buch kritisch betrachtet?
Sie wird kritisch hinterfragt, weil sie Gefahr läuft, beim Status quo stehen zu bleiben, statt als Ausgangspunkt für den umfassenden Abbau von Barrieren für alle Kinder zu dienen.
- Arbeit zitieren
- Sandra Blum (Autor:in), 2014, Integration von Kindern mit Trisomie 21 als erster Schritt auf dem Weg der Inklusion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286006