Warum kam es zum Bruch zwischen Gerhard Schröder und Oskar Lafontaine? Lag der Grund evtl. auch in den Persönlichkeiten der beiden Politiker? Wo sind Gemeinsamkeiten, Unterschiede? Kurzer Abriss der Lebensläufe, Charakterisierung der beiden, Vergleich der Beiden und Suche nach Ursachen für die Rivalität. Hausarbeit für das Fach Politik.
Inhaltsverzeichnis
1.) Einleitung
2.) Oskar Lafontaine – Lebenslauf
3.) Oskar Lafontaine – Zeittafel
4.) Oskar Lafontaine – Charakterisierung
5.) Gerhard Schröder – Lebenslauf
6.) Gerhard Schröder – Zeittafel
7.) Gerhard Schröder – Charakterisierung
8.) Lafontaine und Schröder – ein Vergleich
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht die persönlichen Hintergründe, die Lebenswege und die charakterlichen Wesenszüge der Politiker Oskar Lafontaine und Gerhard Schröder, um die Ursachen für ihren politischen Bruch im Jahr 1999 zu ergründen und das Zusammenspiel zwischen menschlicher Persönlichkeit und politischem Handeln zu analysieren.
- Biografische Analyse der Kindheit und Entwicklung beider Politiker
- Charakterisierung der Persönlichkeitsstrukturen und Führungsstile
- Gegenüberstellung von Gemeinsamkeiten und Gegensätzen
- Interpretation der Dynamik in der politischen Zusammenarbeit
Auszug aus dem Buch
Lafontaine und Schröder – ein Vergleich
Vergleicht man die Charakterisierungen und Biographien von Oskar Lafontaine und Gerhard Schröder, so fallen einem auf den ersten Blick viele Gemeinsamkeiten auf. Beide kommen aus bescheidenen Verhältnissen, aus vaterlosen Familien, in denen die Mutter durch harte Arbeit für das Wohl ihrer Kinder sorgt und die Geschwister auf einander aufpassen müssen. Beide haben die Führungsrolle in ihren Familien übernommen. Gerhard Schröder wachte über seine Geschwister und Oskar Lafontaine war von klein auf der dominantere der beiden Zwillingsbrüder.
Lafontaine und Schröder wurden im Abstand von nur einem Jahr geboren. Sie haben also die selbe Zeitgeschichte durchlebt und studierten zur Zeit der Stundentenrevolten der 68er Generation. Beide zogen es aber vor sich aus der radikalen Hochschulpolitik herauszuhalten und engagierten sich lieber in der gesetzteren Parteipolitik. Sie traten fast zur selben Zeit in die SPD bei den Jungen Sozialisten ein und arbeiteten dort sofort stark aktiv mit.
Schröder und Lafontaine werden beide schon von Kind auf nicht immer positiv von ihren Mitmenschen bewertet. Der Zwang sich durchzuboxen und sich Vorteile verschaffen zu müssen hat sie hart gemacht. Schwächen von anderen werden erkannt und ausgenutzt. Macht über andere bedeutete für sie schon seit ihrer Jugend Gewinn. Sie beide haben sich in ihrer politischen Karriere schon häufiger vorwerfen lassen müssen, die Macht nur um der Macht Willen zu wollen. Zielstrebig führte ihr Weg nach oben, beide wollten immer nur vorwärts, in der ersten Reihe stehen, nie Zweiter sein.
Zusammenfassung der Kapitel
1.) Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Hintergründe des politischen Rücktritts von Oskar Lafontaine im März 1999 und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach den menschlichen Ursachen für den Bruch zwischen den beiden Politikern.
2.) Oskar Lafontaine – Lebenslauf: Dieses Kapitel zeichnet den Werdegang von Oskar Lafontaine von seiner Kindheit in Saarlouis über seine Zeit im katholischen Internat bis hin zu seinem Aufstieg zum Ministerpräsidenten und Kanzlerkandidaten nach.
3.) Oskar Lafontaine – Zeittafel: Eine chronologische Auflistung der wichtigsten Lebensstationen, politischen Ämter und privaten Meilensteine im Leben von Oskar Lafontaine.
4.) Oskar Lafontaine – Charakterisierung: Eine detaillierte Analyse der Wesenszüge Lafontaines, wobei besonders sein dominantes Auftreten, seine Eloquenz und sein ambivalentes Verhältnis zu Kritik und Parteikollegen untersucht werden.
5.) Gerhard Schröder – Lebenslauf: Die Biografie Gerhard Schröders wird von seiner schwierigen Kindheit im lippischen Mossenberg über seine Ausbildung und Anwaltstätigkeit bis zum Erreichen des Kanzleramtes dargestellt.
6.) Gerhard Schröder – Zeittafel: Eine chronologische Zusammenfassung der zentralen Daten zu Ausbildung, beruflicher Laufbahn und politischem Aufstieg von Gerhard Schröder.
7.) Gerhard Schröder – Charakterisierung: Dieses Kapitel fokussiert sich auf Schröders pragmatischen Politikstil, sein mediales Geschick und seine Identifikation als „Macher“, beleuchtet aber auch den Vorwurf der Egozentrik.
8.) Lafontaine und Schröder – ein Vergleich: Der abschließende Vergleich arbeitet die biografischen Parallelen sowie die entscheidenden Unterschiede in Spontaneität und Arbeitsweise heraus, die letztlich zur Trennung der beiden Politiker führten.
Schlüsselwörter
Oskar Lafontaine, Gerhard Schröder, SPD, Biografie, Charakterisierung, Politikstil, Persönlichkeit, Macht, Kanzlerkandidatur, Saarbrücken, Niedersachsen, Politikanalyse, Egozentrik, Medienpräsenz, Parteivorsitz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die menschlichen und biografischen Faktoren, die den politischen Werdegang von Oskar Lafontaine und Gerhard Schröder geprägt haben, um den dramatischen Bruch ihrer Zusammenarbeit im Jahr 1999 zu erklären.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Kindheit unter schwierigen sozialen Bedingungen, der Aufstieg innerhalb der SPD, die unterschiedlichen Führungsstile und die Rolle der persönlichen Ambition im politischen Handeln.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, über die rein politische Berichterstattung hinaus die menschlichen Seiten und die Charakterstrukturen der beiden Politiker zu beleuchten, um das „Auseinanderleben“ zweier politisch wesensgleicher Persönlichkeiten verständlich zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die biografische Analyse sowie den systematischen Vergleich von Lebensläufen und Charakterprofilen auf Basis von Sekundärliteratur und zeitgenössischen Quellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil ist in getrennte Analysen der Lebensläufe und Charakterisierungen der beiden Politiker gegliedert, bevor im achten Kapitel ein direkter Vergleich ihrer Stärken, Schwächen und Arbeitsweisen erfolgt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Oskar Lafontaine, Gerhard Schröder, SPD, Biografie, Charakterisierung, Politikstil, Persönlichkeit, Macht und Kanzlerkandidatur.
Welchen Einfluss hatte das jeweilige soziale Umfeld auf die Politiker?
Beide wuchsen in vaterlosen Familien mit begrenzten finanziellen Mitteln auf, was laut der Arbeit den Zwang zur Durchsetzungskraft, das Streben nach beruflicher Unabhängigkeit und das Bedürfnis nach Anerkennung maßgeblich prägte.
Warum kam es trotz ähnlicher Ausgangslage zum Bruch?
Der Bruch wird als Resultat ihrer sehr ähnlichen, dominanten Persönlichkeiten gedeutet, bei denen jeder den Anspruch erhob, in der ersten Reihe zu stehen, was eine dauerhafte Zusammenarbeit bei unterschiedlichen Ansichten unmöglich machte.
- Quote paper
- Hauke Lütjen (Author), 2001, Charakterisierung von Gerhard Schröder und Oskar Lafontaine, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28608