Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die Grundzüge der Persönlichkeit zu bekommen.Dafür werden sechs verschiedene Schwerpunkte beleuchtet, kritisch hinterfragt und anhand von Beispielen verdeutlicht.
Im ersten Kapitelwerden zuerst zwei Persönlichkeitstheorien mit ihren Vor-und Nachteilen vorgestellt, um im Anschlussdavonmit dem Circumplexmodell näher auf die Person und Situation einzugehen. Das dritte Kapitel widmet sich dem viel diskutierten und von Comedian gerne aufgegriffenen Thema:Frauen und Männer. Die Geschlechtsunterschiede werden anhand von drei Ansätzen analysiert, wie dem psychoanalytischen Ansatz nach Fred, dem behavioristischen Ansatz und der Geschlechtsschema-Theorie. Als ein weiterer Schwerpunkt wird bei dem Thema Stress und Gesundheit auf fünf verschieden Arten von Persönlichkeitsstörungen eingegangen. Das vorletzte Kapitel setzt sich mit den kulturellen Einflüssen auf die Persönlichkeit auseinander, indem die sozioökonomischen Einflüsse auf eine solche im Kontext der Gedanken von Marx, wie der Entfremdung, dargestellt werden. Den Abschluss als sechstes Kapitel bildet das Thema Liebe und Hass, wobei nur das Thema Liebe unter ethologischen Gesichtspunkten erklärt wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundzüge der Persönlichkeit
2.1 Persönlichkeitstheorien
2.2 Person und Situation
2.3 Frauen und Männer
2.4 Stress und Gesundheit
2.5 Kultur und Ethnizität
2.6 Liebe und Hass
3. Schlussgedanke
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit bietet einen systematischen Überblick über die Grundzüge der Persönlichkeitspsychologie, indem sie sechs zentrale Themenbereiche aus verschiedenen theoretischen Perspektiven beleuchtet, kritisch hinterfragt und anhand von Beispielen veranschaulicht, um ein umfassendes Verständnis für menschliches Verhalten in verschiedenen sozialen Kontexten zu fördern.
- Vergleich humanistischer und sozialer Persönlichkeitstheorien
- Interaktion von Person und Situation mittels des Circumplexmodells
- Analyse von Geschlechtsunterschieden und deren Entwicklung
- Pathologische Persönlichkeitsbilder und ihre Alltagsrelevanz
- Sozioökonomische Einflüsse auf die Persönlichkeit nach Marx
- Entwicklungspsychologische Aspekte von Liebe und Partnerwahl
Auszug aus dem Buch
2.2 Person und Situation
Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Interaktion von Eigenschaften einer Person und der Macht der Situation. Es gibt sehr mächtige Situationen, die sonst typischen Eigenschaften einer Person stark beeinflussen. Beispielsweise kann ein plötzliches Feuer in einem öffentlichen Gebäude eine sonst ruhige Personen auf einmal panisch werden lassen (Friedmann & Schustack, 2004, S. 459).
Modelle, wie das Circumplexmodell werden zur Hilfe genommen, um die Eigenschaften einer Person in Interaktion mit anderen zu beschreiben. Das Modell stellt eine Verbindung zwischen der Sozial- und Persönlichkeitspsychologie her und ist ein gut erforschtes Modelle zur Beschreibung der Persönlichkeit (Friedmann & Schustack, 2004, S. 473). Im klinischen Kontext kann es therapiebegleitend angewandt werden, um den Verlauf bzw. die Qualität einer solchen zu kontrollieren (Fiedler, 2007).
Das Modell zeichnet sich durch zwei Dimensionen aus: zum einen befinden sich auf der x-Achse Gegenpole Dominanz versus Unterwürfigkeit und zum anderen auf der y-Achse die die Neigung zur Fürsorge, Bindung und Ablehnung. Durch die acht Variablen (siehe Abbildung 1) im Außenkreis können zwischen den beiden Achsen nicht nur Polaritäten auf der x-Achse, sondern auch Ähnlichkeiten auf der Y-Achse dargestellt werden. Das Anliegen ist dabei die Mischformen der Gegensatzpaare zu erfassen, wobei das Modell keine differenzierte Betrachtung der Eigenschaften zulässt, sondern vielmehr eine Persönlichkeit anschaulich darstellen soll (Friedmann & Schustack, 2004, S. 473). Verwendung findet das Circumplexmodell vor allem, um soziales Verhalten sowie Persönlichkeitsstörungen zu beschreiben. Dafür werden als Grundlage für das Modell Persönlichkeitseigenschaften durch einen Fragebogen oder eine Beobachtung der Probanden erhoben (Friedmann & Schustack, 2004, S. 473). In dem vierten Kapitel werden fünf unterschiedliche Persönlichkeitsstörungen näher erklärt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab, indem sie die sechs gewählten Schwerpunkte vorstellt und das Ziel formuliert, einen Überblick über die Grundzüge der Persönlichkeit zu bieten.
2. Grundzüge der Persönlichkeit: Dieses einleitende Unterkapitel definiert die Persönlichkeitspsychologie als empirische Wissenschaft und führt in die humanistische Psychologie sowie soziale Lerntheorien ein.
2.1 Persönlichkeitstheorien: Hier werden unterschiedliche theoretische Ansätze zur Beschreibung menschlicher Persönlichkeit, insbesondere die humanistische Psychologie und soziale Lerntheorien, gegenübergestellt und kritisch gewürdigt.
2.2 Person und Situation: Dieses Kapitel thematisiert die Interaktion zwischen individuellen Eigenschaften und situativen Faktoren unter Verwendung des Circumplexmodells.
2.3 Frauen und Männer: Es werden Geschlechtsunterschiede aus psychoanalytischer, behavioristischer und kognitiver Perspektive (Geschlechtsschema-Theorie) analysiert und deren Entwicklung kritisch hinterfragt.
2.4 Stress und Gesundheit: Der Fokus liegt hier auf verschiedenen Persönlichkeitsstörungen, wobei deren Merkmale anhand der Kriterien nach DSM-IV und ICD-10 erläutert werden.
2.5 Kultur und Ethnizität: In diesem Teil werden die Gedanken von Karl Marx genutzt, um sozioökonomische Einflüsse und das Konzept der Entfremdung auf die Persönlichkeitsentwicklung zu untersuchen.
2.6 Liebe und Hass: Dieses Kapitel betrachtet das Thema Liebe unter entwicklungsgeschichtlichen Aspekten und beleuchtet aktuelle evolutionspsychologische Theorien zur Partnerwahl.
3. Schlussgedanke: Das Fazit fasst die Ergebnisse der einzelnen Kapitel zusammen und betont die Bedeutung, die Stärken und Schwächen verschiedener Theorien für die praktische Anwendung zu kennen.
Schlüsselwörter
Persönlichkeitspsychologie, Persönlichkeitstheorien, Circumplexmodell, Soziale Lerntheorie, Geschlechtsunterschiede, Persönlichkeitsstörungen, Entfremdung, Marx, Partnerwahl, Evolutionspsychologie, Selbstverwirklichung, Humanaistische Psychologie, Verhalten, Sozioökonomischer Status, Sozialisation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine fundierte Übersicht über die Grundzüge der Persönlichkeitspsychologie, indem verschiedene theoretische Modelle und Konzepte zur Erklärung menschlichen Verhaltens und Erlebens zusammengetragen und analysiert werden.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den zentralen Themen gehören Persönlichkeitstheorien, die Interaktion von Individuum und Situation, Geschlechterunterschiede, Persönlichkeitsstörungen, sozioökonomische Einflüsse nach Marx sowie die evolutionspsychologische Betrachtung von Liebe und Partnerwahl.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, dem Leser einen Überblick über die Grundzüge der Persönlichkeit zu vermitteln, verschiedene Schwerpunkte aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und diese kritisch zu hinterfragen.
Welche wissenschaftlichen Ansätze kommen zur Anwendung?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturrecherche und vergleicht unter anderem psychoanalytische, behavioristische, humanistische und evolutionäre Ansätze, um die jeweiligen Phänomene der Persönlichkeitspsychologie zu erklären.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in sechs Schwerpunkte: Persönlichkeitstheorien, Person-Situations-Interaktion, Geschlechterrollen, pathologische Persönlichkeitsstörungen, sozioökonomische Einflüsse (Entfremdung) und evolutionäre Erklärungen zur Liebe.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Wichtige Schlagworte sind Persönlichkeitspsychologie, Theorienvergleich, Circumplexmodell, Geschlechtsschema-Theorie, Persönlichkeitsstörungen, sozioökonomischer Status und evolutionäre Partnerwahl.
Inwiefern beeinflusst die Wirtschaftsstruktur nach Marx die Persönlichkeit?
Nach Marx beeinflusst die Wirtschaftsstruktur die Persönlichkeit maßgeblich durch das Konzept der Entfremdung in einer Zweiklassengesellschaft, da die Arbeit des Proletariats keine Selbstverwirklichung zulässt, was sich wiederum auf individuelle Entwicklungsmöglichkeiten auswirkt.
Was unterscheidet das Circumplexmodell von anderen Ansätzen?
Das Circumplexmodell ist ein anschauliches grafisches Modell, das soziales Verhalten über zwei Dimensionen – Dominanz vs. Unterwürfigkeit und Fürsorge vs. Ablehnung – darstellt und besonders gut geeignet ist, zwischenmenschliche Interaktionsmuster zu analysieren.
- Quote paper
- B.A. Tanja Strobel (Author), 2014, Grundzüge der Persönlichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286097