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Das politische Kabarett als Kommentator der Zeit. Die frühe Weimarer Republik, gesehen durch das Kabarett-Theater "Schall und Rauch" (1919-1921). Mit Texten von Kurt Tucholsky

Title: Das politische Kabarett als Kommentator der Zeit. Die frühe Weimarer Republik, gesehen durch das Kabarett-Theater "Schall und Rauch" (1919-1921). Mit Texten von Kurt Tucholsky

Term Paper , 2001 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Verena Lehmbrock (Author)

History of Germany - World War I, Weimar Republic
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Einleitung

Diese Arbeit gibt einen kleinen Einblick in die Geschichte eines politischliterarischen Kabaretts der frühen Weimarer Republik. Es handelt sich um das ‘Brettl’ des Theaterregisseuren Max Reinhardt namens »Schall und Rauch«, das nur zwei Spielzeiten überdauerte. Ferner werden Texte seines prominentesten Chansondichters Kurt Tucholsky analysiert werden. Ziel ist es, an Hand der Textbeispiele aus dem Programm der Bühne Rückschlüsse auf die Wahrnehmung der Nachkriegszeit durch die Öffentlichkeit zu ziehen. Da sich das Kabarett durch seine Aktualität und seine Kommentarfunktion auszeichnet, scheint es für eine derartige Untersuchung geeignet. Die Auswahl der Liedtexte ist exemplarisch und folgt der Frage, welche speziellen Themen problematisiert werden. Dabei ist zu beachten, zu welchen Teilen der Inhalt die gängigen Vorstellungen, sprich die öffentliche Meinung, oder die persöniche Einstellung des Autoren wiederspiegelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Berlins Kulturszene zur Weimarer Zeit

3. Das Kabarett

4. Geschichte des Ortes ‘Am Zirkus 1’ – das spätere «Schall und Rauch»

5. Das Kabarett »Schall und Rauch«

6. Das Programm des «Schall und Rauch» als Spiegel der Zeit

7. Schluss

8. Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des politisch-literarischen Kabaretts „Schall und Rauch“ als kommentierende Instanz der frühen Weimarer Republik. Anhand ausgewählter Texte von Kurt Tucholsky wird analysiert, wie das Kabarett als Spiegel gesellschaftlicher Krisen und politischer Missstände fungierte und die Wahrnehmung der Nachkriegszeit in der Öffentlichkeit reflektierte.

  • Historische Entwicklung von Berlins Kulturszene nach 1918
  • Entstehung und Charakterisierung des politischen Kabaretts als Zeitkommentator
  • Analyse der Texte von Kurt Tucholsky im Kontext der Nachkriegszeit
  • Die Spiegelung gesellschaftlicher Trends und politischer Konflikte im Bühnenprogramm
  • Wirkung und Grenzen politischer Satire in einer sich konsolidierenden Republik

Auszug aus dem Buch

6. Das Programm des «Schall und Rauch» als Spiegel der Zeit

Das Programm des »Schall und Rauch« setzte sich wie gesagt aus sehr verschiedenen Komponenten zusammen. Das Publikum selbst war der Zensor. Die 1100 Plätze zu füllen war nur möglich, wenn der Geschmack der Zeit - zumindest in Teilen - getroffen wurde.

Kurt Tucholsky gilt als einer der schärfsten Kritiker seiner Zeit. Er arbeitete für die Wochenzeitschrift »Die Weltbühne« und zwar, aufgrund der Vielzahl seiner Beiträge, unter 4 Synonymen. Für das Cabaret schrieb er sowohl amüsante und rein unterhaltsame, als auch politisch-satirische Texte. Auffällig ist die Leichtigkeit, die seine Stücke -unabhängig vom Inhalt immer aufweisen. Er selbst sagte dazu:

„Erst wenn die Leute sagen - »Das haben Sie gewiß aus dem Ärmel geschüttelt!« - erst dann ist das Couplet oder Chanson gelungen. Und wenn die Leute erst wüßten, wie holperig und langweilig das aussieht, was man so aus dem Ärmel schüttelt.“

Die leicht anmutenden Texte und Verse waren offensichtlich das Ergebnis harter Arbeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Geschichte des Kabaretts „Schall und Rauch“ ein und definiert das Ziel, anhand von Tucholskys Texten die Wahrnehmung der Nachkriegszeit zu untersuchen.

2. Berlins Kulturszene zur Weimarer Zeit: Das Kapitel beschreibt den kulturellen Aufschwung Berlins als europäische Metropole zwischen 1918 und 1933 und die Bedingungen für künstlerische Freiheit.

3. Das Kabarett: Hier werden die Ursprünge des Kabaretts am Montmartre sowie die Einflüsse von Varieté und „Tingeltangel“ auf die deutsche Kleinkunstbühne erläutert.

4. Geschichte des Ortes ‘Am Zirkus 1’ – das spätere «Schall und Rauch»: Die Chronik des Gebäudes an der Spree wird von der Markthalle über das Große Schauspielhaus bis zur Gründung des Kabaretts im Keller dargestellt.

5. Das Kabarett »Schall und Rauch«: Dieses Kapitel behandelt die Gründung, das künstlerische Umfeld und die programmatische Ausrichtung des ersten zeitkritischen Kabaretts nach dem Ersten Weltkrieg.

6. Das Programm des «Schall und Rauch» als Spiegel der Zeit: Der Hauptteil analysiert ausgewählte Chansons und Texte Tucholskys, um die Kritik an gesellschaftlichen Phänomenen wie dem Schiebertum, dem „Raffke“-Phänomen und der politischen Instabilität aufzuzeigen.

7. Schluss: Der Schlussteil fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert das Scheitern der politischen Satire mit der zunehmenden Konsolidierung der konstitutionellen Politik.

8. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der für die Arbeit verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, Schall und Rauch, Kurt Tucholsky, Politisches Kabarett, Zeitkritik, Berliner Kulturszene, Nachkriegszeit, Satire, Chanson, Gesellschaftskritik, Max Reinhardt, Zwischenkriegszeit, Politische Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die Geschichte und die Funktion des politisch-literarischen Kabaretts „Schall und Rauch“ in der frühen Weimarer Republik zwischen 1919 und 1921.

Welche Themenfelder stehen dabei im Zentrum?

Zentrale Themen sind die Rolle der Kunst als Zeitkommentator, die politische Satire in der Nachkriegszeit sowie der Wandel der gesellschaftlichen Strukturen und des öffentlichen Lebens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, anhand der Liedtexte von Kurt Tucholsky Rückschlüsse auf die öffentliche Wahrnehmung und die Verarbeitung der politischen und sozialen Krisen der jungen Weimarer Republik zu ziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Autorin bzw. der Autor nutzt eine historische Analyse von Programmbeiträgen und Chansons in Verbindung mit zeitgenössischen Quellen und theaterhistorischen Hintergrundinformationen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Geschichte des Aufführungsortes, der Gründung des Kabaretts „Schall und Rauch“ sowie einer detaillierten Analyse spezifischer Texte Tucholskys, die aktuelle Probleme wie Schiebertum und politische Erotisierung thematisieren.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Weimarer Republik, Politisches Kabarett, Tucholsky und Zeitkritik definieren.

Wie unterscheidet sich das Kabarett „Schall und Rauch“ von anderen Etablissements jener Zeit?

Es wird als das erste spezifisch zeitkritische und literarische Kabarett nach dem Ersten Weltkrieg hervorgehoben, das sich durch eine explizit politische Ausrichtung auszeichnete.

Welche Rolle spielte Kurt Tucholsky für das Programm?

Tucholsky war einer der prominentesten Chansondichter des Hauses, dessen Texte durch ihre Aktualität, Satire und Sprachgewandtheit maßgeblich zur zeitkritischen Funktion des Kabaretts beitrugen.

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Details

Title
Das politische Kabarett als Kommentator der Zeit. Die frühe Weimarer Republik, gesehen durch das Kabarett-Theater "Schall und Rauch" (1919-1921). Mit Texten von Kurt Tucholsky
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Geschichtswissenschaften)
Course
Deutschland 1918-1923: Erfahrungen und Deutungen einer Krisenperiode
Grade
1,3
Author
Verena Lehmbrock (Author)
Publication Year
2001
Pages
16
Catalog Number
V28615
ISBN (eBook)
9783638303477
Language
German
Tags
Kabarett Kommentator Zeit Weimarer Republik Kabarett-Theater Schall Rauch Texten Kurt Tucholsky Deutschland Erfahrungen Deutungen Krisenperiode
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Verena Lehmbrock (Author), 2001, Das politische Kabarett als Kommentator der Zeit. Die frühe Weimarer Republik, gesehen durch das Kabarett-Theater "Schall und Rauch" (1919-1921). Mit Texten von Kurt Tucholsky, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28615
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