Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Love it or (be)leave (in) it. Die Kontroverse um das Prinzip der Konfrontativen Pädagogik

Titel: Love it or (be)leave (in) it. Die Kontroverse um das Prinzip der Konfrontativen Pädagogik

Akademische Arbeit , 2004 , 25 Seiten , Note: gut

Autor:in: Eric Maes (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Auch aufgrund der Tatsache, dass Gewalt zum gesellschaftspolitischen Thema avanciert ist, nimmt die „... Angst vor Gewalttaten ... nach Umfrageergebnissen alarmierend zu und behindert schon die Bewegungsfreiheit der Menschen“ (ebd.). [...] Anzumerken ist dabei jedoch, dass die objektive Kriminalitätslage in den Medien oft nur (absichtlich) verkannt wird und solche ‚events’ überproportional zu anderen Themenkomplexen dargestellt werden. [...]
Die Jugendkriminalität im unteren Schwerebereich liegt laut dem Ersten Periodischen Sicherheitsbericht im ‚normalen’ Bereich und ist eine ‚entwicklungsbedingte Auffälligkeit’. „Schwere, die körperliche Integrität des einzelnen Bürgers beeinträchtigende Straftaten sind – quantitativ vergleichend betrachtet – seltene Ereignisse.“ und „Mehrfachtäter oder gar Intensivtäter bilden eine kleine Minderheit.“
Nebenbei sei angemerkt, dass junge Menschen sogar häufiger Gewaltopfer als Gewalttäter sind und wohl auch gerade deshalb besonders die Aufmerksamkeit und den Schutz (Opfer wie Täter) der Gesellschaft verdienen. Es ist auch nicht gerade unbekannt, das fast jeder Täter schon einmal selber Opfer war. Deshalb scheint eine rein repressive Antwort oder gar eine Verschärfung der Strafen pädagogisch nicht nachvollziehbar. Vielmehr werden in letzter Zeit nicht nur immer mehr präventive und prophylaktische Maßnahmen für die Opfer und die Gesellschaft sondern auch für die Täter gefordert und auch „... wenn Schlussfolgerungen von Wissenschaftlern so ziemlich alles über den Haufen (werfen), was in der Öffentlichkeit an ‚Legenden’ über Jugendgewalt kursiert, so sind dennoch Sozialpolitik und Sozialarbeit gefordert.“ [...]
Und hier ist es die Soziale Arbeit, „... die hochtrabende Konzeptideen in die Praxis transferiert und sich nicht mit einer gelungenen individuellen und/ oder gesellschaftsorientierten Ursachenanalyse zufrieden gibt. ... “.
In diesem Rahmen entwickelt Weidner auch den erziehungswissenschaftlichen Begriff der Konfrontativen Pädagogik und versucht unter diesen die Methode des Anti-Aggressivitäts-Trainings sowie des Coolness-Trainings zu subsumieren.
Auch auf dieses Konzept erfolgte ein Echo in der Wissenschaft und den Medien, auf welches im Folgenden näher eingegangen werden soll. Außerdem sollte diskutiert werden, inwiefern der Pädagoge selber als Verkäufer seines Produkts in Erscheinung treten sollte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Kritiken am Phänomen aus wissenschaftlicher Sicht

1.1. Kilb und Weidner – keine Wiederbelebung autoritärer Strukturen

1.2. Titus Simon – Wo Zuwendung nicht hilft, hilft Konfrontation?!?!

1.3. Timm Kunstreich – Der Kaiser ist ja nackt! – Ein heroisch anmutendes Bekenntnis!!

1.4. Albert Scherr – Das richtige Rezept für harte Jungs?

1.5. Michael Winkler – Verliebt in das eigene Programm!

2. Das Medien-Echo

3. Der Pädagoge als Verkäufer seines Produkts

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Konfrontativen Pädagogik auseinander. Ziel ist es, die wissenschaftliche Debatte um diese Methode zu beleuchten, die mediale Rezeption zu analysieren und zu hinterfragen, inwiefern die Vermarktung pädagogischer Konzepte durch den Urheber die fachliche Diskussion beeinflusst.

  • Wissenschaftliche Kontroversen um die Konfrontative Pädagogik
  • Analyse der fachlichen Kritik von Wissenschaftlern wie Scherr, Simon und Kunstreich
  • Gegenüberstellung von pädagogischer Praxis und theoretischer Fundierung
  • Mediale Darstellung von Gewaltpräventionsprogrammen
  • Die Rolle des Pädagogen als Vermarkter eigener Konzepte

Auszug aus dem Buch

1. Kritiken am Phänomen aus wissenschaftlicher Sicht

Zur Kritik am Phänomen der Konfrontativen Pädagogik wird auf eine Debatte aus der Zeitschrift für Soziale Arbeit & Sozialpolitik Sozial Extra zurückgegriffen, da sie sehr gut das Spektrum der Kritik beinhaltet. Die Debatte entsprang aufgrund eines Anstoßes der Redaktion, die zwar eine erhebliche Nachfrage unter Lehrern und Sozialarbeitern für dieses Konzept sah, aber auch auf der anderen Seite nicht verkennen konnte, dass dieses Konzept nicht unumstritten ist. Jedoch ist auch die Wahrnehmung des ganzen faszinierend, da dies ein Ansatz ist, der „zur Zeit erst von ca. 200 Fachkräften mit ungefähr erst 1000 Klienten jährlich praktiziert wird“ (Kilb 2003).

In dem Februar/ März-Heft 2003 stellten Kilb und Weidner ihr Konzept unter dem Artikel „Anti-Aggressivitäts- und Coolness-Training kontrovers“ (Kilb; Weidner 2003) noch einmal vor, bevor in der April-Ausgabe die Kritiker Simon, Kunstreich, Scherr und Winkler unter der Überschrift: „AAT/ CT – ist der Kaiser nackt?“ (Simon; Kunstreich; Scherr; Winkler 2003) zu Wort kamen. Im Juni 2003 schrieb dann noch einmal Kilb seine „Anmerkungen zur Kritik in Heft 4/ 03“ (Kilb 2003).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende gesellschaftliche Thematisierung von Jugendgewalt und diskutiert die Notwendigkeit sozialpädagogischer Ansätze jenseits rein repressiver Maßnahmen.

1. Kritiken am Phänomen aus wissenschaftlicher Sicht: Dieses Kapitel stellt eine kontroverse Fachdebatte dar, in der Kilb und Weidner ihr Konzept gegen Einwände anderer Experten verteidigen.

2. Das Medien-Echo: Der Abschnitt kontrastiert die wissenschaftliche Kritik mit der positiven, wenn auch teils oberflächlichen Resonanz in den Medien.

3. Der Pädagoge als Verkäufer seines Produkts: Hier wird diskutiert, wie der Begründer die Konfrontative Pädagogik als Marke vermarktet und welche Auswirkungen dies auf die Qualität und Rezeption der pädagogischen Arbeit haben kann.

Schlüsselwörter

Konfrontative Pädagogik, Anti-Aggressivitäts-Training, Coolness-Training, Jugendgewalt, Sozialpädagogik, Delinquenz, Gewaltprävention, pädagogische Debatte, Medien-Echo, Professionalität, Theorie-Praxis-Transfer, Erziehungswissenschaft, Resozialisierung, Selbstbeherrschung, Markenbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Debatte um die Konfrontative Pädagogik, insbesondere die Kontroversen zwischen den Entwicklern des Ansatzes und verschiedenen Fachwissenschaftlern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die fachwissenschaftliche Kritik an Konfrontationsmethoden, der Umgang der Medien mit Jugendgewalt und die ökonomische Vermarktung pädagogischer Programme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Legitimität und die theoretische Einbettung der Konfrontativen Pädagogik zu prüfen sowie die Rolle der Protagonisten in dieser Debatte zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine Literatur- und Diskursanalyse durch, indem er zentrale Fachartikel und öffentliche Debatten zum Thema gegenüberstellt und auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung wissenschaftlicher Kritikpunkte, die Untersuchung des Medienechos und die kritische Würdigung der professionellen Selbstvermarktung der Konzeptentwickler.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Konfrontative Pädagogik, AAT/CT, wissenschaftlicher Diskurs, Theorie-Praxis-Transfer und Jugendkriminalität charakterisiert.

Wie bewertet der Autor die mediale Darstellung der Konfrontativen Pädagogik?

Der Autor merkt an, dass die Medien das Thema zwar positiv aufgreifen, dabei aber oft nur die spektakulären Aspekte (wie den „Heißen Stuhl“) betonen, statt die tieferliegenden pädagogischen Methoden sachlich darzustellen.

Inwieweit wird das Marketing des Konzeptbegründers kritisch hinterfragt?

Der Autor beleuchtet die offensive Marktstrategie des Begründers, bewertet sie jedoch differenziert als einen neuen Trend in der Sozialen Arbeit, der zwar die Qualitätssicherung fordern kann, aber auch notwendige Ressourcen für Forschung akquirieren hilft.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Love it or (be)leave (in) it. Die Kontroverse um das Prinzip der Konfrontativen Pädagogik
Hochschule
Universität Leipzig
Note
gut
Autor
Eric Maes (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
25
Katalognummer
V286213
ISBN (eBook)
9783656863175
ISBN (Buch)
9783656864264
Sprache
Deutsch
Schlagworte
love kontroverse prinzip konfrontativen pädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eric Maes (Autor:in), 2004, Love it or (be)leave (in) it. Die Kontroverse um das Prinzip der Konfrontativen Pädagogik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286213
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  25  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum