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Das Vergessen des eigenen Lebens. Was kann Biografiearbeit im Alter leisten?

Titel: Das Vergessen des eigenen Lebens. Was kann Biografiearbeit im Alter leisten?

Hausarbeit , 2014 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Stefanie Ertl (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der demografische Wandel bewirkt, dass unsere Gesellschaft immer älter wird und es auch insgesamt immer mehr ältere Menschen gibt. Der Bedarf an altersangepassten Hilfen steigt hinsichtlich dieses Phänomens an. Auch die biografische Arbeit hat sich neben anderen altersspezifischen Hilfen als wichtige Hilfe und Pflege von älteren Menschen herausetabliert und wird immer bedeutender. Doch welche Erfolge kann die Biografiearbeit im dementen Alter erreichen und inwieweit kann diese dem altersbedingten Nachlassen der Gedächtnisleistung entgegenwirken? Alte Menschen hegen eine Vielzahl von Erinnerungen und diese geraten im Laufe einer Demenzerkrankung immer mehr in Vergessenheit. Ist Biografiearbeit in der Lage, den Verlauf einer Demenzerkrankung zu verlangsamen oder die Symptome sogar zu lindern? Um die oben genannten Fragen beantworten zu können, gehe ich als erstes auf die Biografiearbeit im Allgemeinen ein und verschaffe einen Überblick über diese, indem ich auf die Funktionen der biografischen Arbeit verweise und erläutere unter welchen Umständen professionelle biografische Arbeit gelingen kann. Der nächste Punkt spezifiziert sich auf die Biografiearbeit mit dementen Menschen und klärt vorab den Verlauf einer Demenzerkrankung, um dann auf förderliche Grundhaltungen und Kommunikationsweisen in dieser Personengruppe einzugehen und erläutert Ansätze und Methoden in der Erinnerungspflege. Anschließend werden die bereits genannten Fragen beantwortet, indem alle vorab geklärten Aspekte abgewogen werden und in die Beantwortung der Fragen miteinfließen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biografiearbeit

3. Biografiearbeit im Alter

3.1 Demenz

3.2 Grundhaltungen und Kommunikation mit Dementen

3.3 Erinnerungspflege

3.3.1 Die Bedeutung von Schlüsselwörtern

3.3.2 Die Bedeutung von Trigger

3.3.3 Erinnerungen aktivieren

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle der Biografiearbeit in der Betreuung von Menschen mit Demenz, mit dem Ziel zu klären, inwieweit diese Methode das Wohlbefinden steigern und dem Verlauf der kognitiven Beeinträchtigung begegnen kann. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei darauf, welche Grundhaltungen und Techniken in der professionellen Pflege notwendig sind, um den Zugang zu verschütteten Erinnerungen zu ermöglichen und die Lebensqualität der Betroffenen zu sichern.

  • Grundlagen und Funktionen der allgemeinen Biografiearbeit
  • Krankheitsverlauf und spezifische Herausforderungen bei Demenz
  • Professionelle Grundhaltungen und Kommunikationsstrategien (z.B. Validation)
  • Methoden der Erinnerungspflege (Schlüsselwörter, Trigger, Erinnerungskoffer)
  • Bedeutung der sozialen Integration und Identitätsstärkung

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Die Bedeutung von Trigger

Übersetzt aus dem Englischen bedeutet das Wort Trigger „Auslöser“. Genau diesen Zweck sollen Trigger in der Erinnerungspflege einnehmen. „Trigger sind Auslöser von mentalen Ereignissen aufgrund eines starken Reizes, der für den Betroffenen Bedeutung hat […].“ Akustische, olfaktorische, visuelle Reize sollen Erinnerungen wachrufen und motivierend auf den Erzählfluss wirken. Es kann sich um ein bestimmtes Musikstück handeln, welches die demente Person immer gehört hat, wenn sie sich besonders über etwas gefreut hat; es kann ein bestimmter Geruch sein, der sie wieder in die Vergangenheit holt und Erinnerungen wachruft oder aber kann es ein visueller Reiz sein, beispielsweise ein altes Foto, der Zugänge zum Langzeitgedächtnis anregt. Besonders durch musikalische Reize sind Menschen im fortgeschrittenen Stadium noch ansprechbar, da die Hörrinde weitgehend von den degenerativen neuronalen Veränderungen frei bleibt. Wenn die Sprache als Verständigungsmittel versagt, haben sich Trigger in der Erinnerungspflege als besonders wirksam erwiesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Biografiearbeit angesichts des demografischen Wandels ein und stellt die zentrale Frage nach deren Wirksamkeit bei Demenzerkrankungen.

2. Biografiearbeit: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Biografiearbeit, grenzt ihn vom Lebenslauf ab und erläutert die Bedeutung der pädagogischen Begleitung zur Bewältigung von Lebenskrisen.

3. Biografiearbeit im Alter: Hier wird der spezifische Kontext der Arbeit mit dementen Menschen beleuchtet, wobei der Fokus auf dem Verständnis der Krankheit sowie auf förderlichen Kommunikationsweisen liegt.

3.1 Demenz: In diesem Abschnitt wird das Krankheitsbild Demenz als unumkehrbarer Prozess der geistigen Beeinträchtigung beschrieben, der sich vom Anfangsstadium bis zur schwersten Form entwickelt.

3.2 Grundhaltungen und Kommunikation mit Dementen: Dieses Kapitel behandelt notwendige professionelle Haltungen wie Wertschätzung und Empathie sowie Techniken wie die Validation, um eine Vertrauensbasis zu schaffen.

3.3 Erinnerungspflege: Hier wird die Erinnerungspflege als Methode vorgestellt, die speziell darauf abzielt, das Wohlbefinden dementer Personen durch die gezielte Aktivierung von Erinnerungen zu steigern.

3.3.1 Die Bedeutung von Schlüsselwörtern: Dieser Teil erläutert, wie emotional besetzte Begriffe als Türöffner dienen, um das Innere des dementen Menschen zu erreichen und Vertrauen aufzubauen.

3.3.2 Die Bedeutung von Trigger: Dieses Kapitel definiert Trigger als akustische, visuelle oder olfaktorische Reize, die mentale Ereignisse auslösen und den Erzählfluss in der Erinnerungspflege stimulieren.

3.3.3 Erinnerungen aktivieren: In diesem Abschnitt werden praktische Ansätze wie der Einsatz von Erinnerungskoffern oder das Aufsuchen autobiografischer Orte beschrieben, um den Zugang zur Vergangenheit zu erleichtern.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Biografiearbeit zwar den Krankheitsverlauf nicht stoppen kann, aber eine zentrale Rolle bei der Stärkung der Identität und Lebensqualität dementer Menschen spielt.

Schlüsselwörter

Biografiearbeit, Demenz, Erinnerungspflege, Lebensgeschichte, Validation, Kommunikation, Schlüsselwörter, Trigger, Identität, Wohlbefinden, Pflege, Vertrauensbasis, soziale Integration, Langzeitgedächtnis, autobiografische Orte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Einsatzmöglichkeiten der Biografiearbeit in der professionellen Pflege von Menschen, die an Demenz erkrankt sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Kommunikation mit dementen Menschen, dem Einsatz spezieller Methoden zur Erinnerungsaktivierung und der Bedeutung einer wertschätzenden Grundhaltung durch Pflegekräfte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, wie Biografiearbeit genutzt werden kann, um das Wohlbefinden zu fördern und trotz des fortschreitenden Gedächtnisverlustes Zugang zu den Identität stiftenden Erinnerungen der Betroffenen zu finden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Konzepte, wie etwa die Validation nach Naomi Feil, und verbindet diese mit pädagogischen Ansätzen der Biografiearbeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Krankheitsbild Demenz sowie eine detaillierte Beschreibung praktischer Methoden wie Erinnerungskoffer oder den Einsatz von Triggern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Biografiearbeit, Demenz, Erinnerungspflege, Validation und Kommunikation sind die zentralen Begriffe, die den roten Faden der Arbeit bilden.

Warum wird im Dokument explizit von "Warum-Fragen" abgeraten?

Die Arbeit erläutert, dass "Warum-Fragen" bei dementen Menschen Schuldgefühle auslösen können und den Erzählfluss negativ beeinflussen, weshalb "Wie-Fragen" zur Gesprächsförderung bevorzugt werden sollten.

Welchen Stellenwert nimmt die Rolle der Angehörigen ein?

Angehörige spielen eine wichtige Funktion, da sie durch ihre Kenntnis lebensgeschichtlicher Daten dabei helfen können, vergessene Fragmente des Lebens des Dementen wieder zu einem Ganzen zusammenzufügen.

Was unterscheidet das "Realitätsorientierungstraining" von der "Validation"?

Während das Realitätsorientierungstraining versucht, den Kranken mit der objektiven Wirklichkeit zu konfrontieren, setzt die Validation darauf, den Menschen in seiner subjektiven Wirklichkeit zu begleiten, um Frustrationen zu vermeiden.

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Details

Titel
Das Vergessen des eigenen Lebens. Was kann Biografiearbeit im Alter leisten?
Note
1,7
Autor
Stefanie Ertl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
17
Katalognummer
V286223
ISBN (eBook)
9783656863649
ISBN (Buch)
9783656863656
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Biografiearbeit Alter Biografiearbeit im Alter Demenz Biografiearbeit und Demenz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefanie Ertl (Autor:in), 2014, Das Vergessen des eigenen Lebens. Was kann Biografiearbeit im Alter leisten?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286223
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Leseprobe aus  17  Seiten
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