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Deutschland und die USA in der Weimarer Republik

Title: Deutschland und die USA in der Weimarer Republik

Term Paper , 2004 , 19 Pages , Grade: 2

Autor:in: Myron Maurer (Author)

History of Germany - World War I, Weimar Republic
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Beziehung zwischen dem Deutschen Reich und der USA während der Weimarer Republik. Die USA spielten in der deutschen Außenpolitik stets eine besondere Rolle, besonders weil sie sich früh aus der Siegerkoalition mit Frankreich und Großbritannien auskoppelten um einen unabhängigen Weg zu beschreiten. Sie nahmen die Rolle einer dritten Partei ein. War es tatsächlich so, oder waren die USA weitaus mehr als ein neutraler Beobachter der europäischen Konflikte? Entwickelte sich die deutsch- amerikanische Beziehung nicht sogar zu einer echten Partnerschaft?

Diese Frage zu beantworten soll Ziel dieser Arbeit sein. Zunächst soll hier sie Ausgangssituation der deutsch- amerikanischen Beziehung nach dem Ende des ersten Weltkrieges, bis hin zur Pariser Friedenskonferenz betrachtet werden. Im zweiten Teil wird dann die Haltung der USA auf politischer und wirtschaftlicher Ebene bezüglich Deutschlands beschrieben werden. Die Haltung der USA zur Reparationsfrage und zur Lösung der Reparationskrise soll hierbei das zentrale Thema sein. Der dritte Teil befasst sich mit dem Verhältnis zwischen Deutschland und den USA in der Phase der Relativen Stabilisierung. Dabei sollen die Interessenverflechtungen der beiden Nationen, in Bezug auf deutsche Revisionsvorhaben, näher betrachtet werden. Anschließend soll geschildert werden, in wie weit die Weltwirtschaftskrise die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA verändert hat. Zum Schluss soll dann die Frage beantworten, ob ein amerikanisches Engagement in Deutschland nur in wirtschaftlicher Hinsicht stattfand oder ob das politische Engagement der USA in Deutschland über das Maß eines reinen Vermittlers hinausging.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Ausgangssituation der deutsch- amerikanischen Beziehung

2.1. Die 14 Punkte Wilsons und die deutsche Enttäuschung

2.2. Positiver Wandel der Beziehung

3. Wirtschaftliche Kooperation und politische Isolation

3.1. Wirtschaftliches Engagement

3.2. Die Rolle des Vermittlers in der Reparationsfrage

3.3. Der Dawes- Plan

4. Die Phase der relativen Stabilisierung

4.1. Erfüllungs- und Revisionspolitik

4.2. Die USA in der Konzeption deutscher Politik

4.3. Der Young- Plan

5. Deutschland und die USA nach der Weltwirtschaftskrise

5.1. Die Lösung der Reparationsfrage

5.2. Die USA und deutscher Revisionismus

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das vielschichtige Verhältnis zwischen dem Deutschen Reich und den USA während der Weimarer Republik, mit einem besonderen Fokus auf die Rolle der USA als vermeintlich neutraler Vermittler in der Reparationsfrage und deren Einfluss auf die deutsche Revisionspolitik.

  • Die Ausgangslage der deutsch-amerikanischen Beziehungen nach dem Ersten Weltkrieg.
  • Wirtschaftliche Kooperation und die politische Vermittlerrolle der USA.
  • Die Phase der relativen Stabilisierung und die Einbindung der USA in deutsche außenpolitische Konzepte.
  • Die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf das deutsch-amerikanische Verhältnis.
  • Die Dynamik zwischen deutschen Revisionswünschen und amerikanischem Einfluss.

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Rolle des Vermittlers in der Reparationsfrage

Eines der wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Probleme der früher 20er Jahre war zweifelsfrei die Reparationsfrage. Auf der Pariser Friedenskonferenz wurde zwar insgesamt über die Reparationen bestimmt, allerdings nicht über deren tatsächliche Höhe.

Die USA spielten bei dieser Frage eine gewichtige Rolle. Zwar standen sie Deutschland nicht als Reparationsgläubiger gegenüber und hatten sich durch die Ablehnung des Versailler Vertrages aus der Konstellation der Siegermächte gewissermaßen ausgegrenzt, sie hatten dennoch in der Reparationskommission (Repko) den Vorsitz. In dieser Frage nahmen die USA eine Position als Vermittler, eine dritte Partei, ein. Auf die Rolle legte die amerikanische Administration sehr großen Wert, und zwar aus mehreren Gründen:

1. Die Alliierten Siegermächte versuchten stets einen engen Zusammenhang zwischen den Reparationen und den interalliierten Kriegsschulden zu knüpfen. Sie wollten also die Tilgung ihrer Kredite zu den USA abhängig machen von den Reparationszahlungen. Diesen Zusammenhang wollten die USA nicht eingestehen. Die Kriegskredite waren wirtschaftliche Schulden, meist von privaten Gläubigern, auf deren Rückzahlung die USA bestehen mussten. Die Reparationen waren politische Schulden, die von den USA bereits in dieser Form und in dieser Höhe bei der Pariser Friedenskonferenz abgelehnt wurden. Ein Zugeständnis diesbezüglich hätte die USA zum Gläubiger gemacht und wäre kontrovers zur amerikanischen Tendenz des „politischen Isolationismus“ gelaufen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Ziel der Arbeit, die Rolle der USA als dritte Partei zwischen Deutschland und den Siegermächten der Weimarer Republik zu analysieren.

2. Die Ausgangssituation der deutsch- amerikanischen Beziehung: Das Kapitel beleuchtet das anfängliche Misstrauen nach dem Ersten Weltkrieg und die darauf folgende Hoffnung auf eine US-gestützte, mildere Friedenspolitik.

3. Wirtschaftliche Kooperation und politische Isolation: Es wird die wirtschaftliche Verflechtung und die bewusste Rolle der USA als Vermittler ohne direkte politische Verpflichtungen in der Reparationsfrage untersucht.

4. Die Phase der relativen Stabilisierung: Die Phase beschreibt, wie Deutschland wirtschaftliche Anleihen und den US-Einfluss nutzte, um außenpolitische Erfolge wie den Vertrag von Locarno und den Völkerbundbeitritt zu erzielen.

5. Deutschland und die USA nach der Weltwirtschaftskrise: Dieses Kapitel analysiert den Umgang mit der Reparationsfrage unter dem Druck der Weltwirtschaftskrise und die Einleitung des Hoover-Moratoriums.

6. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass die US-Rolle vielschichtig war und das Handeln der USA durch Interessenparallelitäten Deutschland oft indirekt zugutekam.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, USA, Reparationsfrage, Deutschland, Außenpolitik, Dawes-Plan, Young-Plan, Stresemann, Versailler Vertrag, Wirtschaftshilfe, Vermittlerrolle, Weltwirtschaftskrise, Revisionismus, Hoover-Moratorium, Interessenparallelität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem deutsch-amerikanischen Verhältnis während der Weimarer Republik und der Frage, ob die USA als neutrale Vermittler agierten oder eine engere Partnerschaft eingingen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Reparationsfrage, die wirtschaftliche Kooperation, deutsche Revisionswünsche und die US-amerikanische Außenpolitik in dieser Ära.

Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist zu klären, inwieweit das US-amerikanische Engagement in Deutschland über die Rolle eines rein wirtschaftlichen Vermittlers hinausging.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse der historischen Ausgangslage, politischer und wirtschaftlicher Entwicklungen sowie der Auswertung von Fachliteratur und Dokumenten der Ära.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch in die Ausgangssituation, die wirtschaftliche Zusammenarbeit der 20er Jahre, die Stabilisierungsphase mit Dawes- und Young-Plan sowie den Umgang mit den Folgen der Weltwirtschaftskrise.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Weimarer Republik, Reparationsfrage, amerikanische Stabilisierungspolitik, Revisionspolitik und die Rolle der USA als dritte Partei.

Warum lehnte der amerikanische Kongress die Ratifizierung des Versailler Vertrages ab?

Die Ablehnung resultierte aus dem Bestreben der Republikaner, eine politische Bindung an europäische Konflikte und den Völkerbund zu vermeiden, um die wirtschaftliche Handlungsfreiheit der USA zu wahren.

Welchen Einfluss hatte der "Dawes-Plan" auf die deutsche Wirtschaft?

Der Dawes-Plan ermöglichte eine temporäre wirtschaftliche Stabilisierung Deutschlands durch umfangreiche US-Anleihen, die gleichzeitig die Reparationszahlungen in geordnete Bahnen lenken sollten.

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Details

Title
Deutschland und die USA in der Weimarer Republik
College
University of Wuppertal  (Historisches Seminar)
Course
Die Weimarer Republik
Grade
2
Author
Myron Maurer (Author)
Publication Year
2004
Pages
19
Catalog Number
V28630
ISBN (eBook)
9783638303583
ISBN (Book)
9783638747479
Language
German
Tags
Deutschland Weimarer Republik Weimarer Republik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Myron Maurer (Author), 2004, Deutschland und die USA in der Weimarer Republik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28630
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