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Der Lobpreis im Epheserbrief (1, 3-14). Ein Beispiel für einen christlichen Hymnus?

Title: Der Lobpreis im Epheserbrief (1, 3-14). Ein Beispiel für einen christlichen Hymnus?

Essay , 2013 , 8 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Laura Stöber (Author)

Theology - Biblical Theology
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In diesem Essay wird die Frage behandelt, ob es sich bei dem Lobpreis im Epheserbrief um einen Christushymnus handelt. Im Rahmen eines Exegeseseminars sollte eine Perikopenanalyse durchgeführt werden. Hierbei handelt es sich um eine Gattungsanalyse.

Bei dem Epheserbrief handelt es sich vermutlich um einen Brief des Paulus an die Gemeinde in Ephesos. Ob der Brief wirklich von Paulus selbst aus der Gefangenschaft in Rom geschrieben worden ist, ist in der historisch-kritischen Exegese umstritten. Durch die sprachlichen und inhaltlichen Abweichungen ist die Verfasserschaft des Paulus eher zu verneinen. Lindemann nennt ihn sogar die „überarbeitete Neufassung des Kolosserbrief“, dessen Verfasser ebenfalls unbekannt ist, aber wohl der gleiche wie beim Epheserbrief ist. Eine These, die von Michael Gese ebenfalls aufgezeigt worden ist, wäre, dass der Brief von einem Schüler des Paulus geschrieben worden ist. So wäre die starke Anlehnung an Paulus Texte und Glaubensfragen zu erklären. Zudem kommt die Tatsache,
dass es in der Antike üblich war, dass Schüler in gewisser Hinsicht versuchten zu imitieren, um so ihrer Ehrerbietung Ausdruck zu verleihen. Der Entstehungszeitraum ist also nachpaulinisch und lässt sich auf 80-90 n. Chr. datieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Anwendung einer exegetischen Methode

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Lobpreis im Epheserbrief (1,3-14) auf seine literarische Form hin, um zu klären, ob er als christlicher Hymnus klassifiziert werden kann und welche Funktion dieser Text im ursprünglichen Kontext der Gemeinde erfüllte.

  • Historisch-kritische Einordnung des Epheserbriefes
  • Gattungsanalyse und Definition von Hymnen
  • Vergleichende Untersuchung mit bekannten neutestamentlichen Hymnen (Phil 2,5-11; Kol 1,15-20)
  • Bestimmung des „Sitz im Leben“ für den analysierten Text
  • Theologische Interpretation des Epheser-Lobpreises

Auszug aus dem Buch

Anwendung einer exegetischen Methode

Innerhalb dieses Briefes lässt sich die gewählte Perikope (1,3-14) formal, syntaktisch und auch inhaltlich abtrennen. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Gattung in einer Gattung.

Nach der typischen Eingangsformel des Paulus für seine Briefe, die der typischen Begrüßung in römischen Briefen nachempfunden ist, beginnt die Perikope, die den Lobpreis Gottes für die Erlösung Jesu Christi beinhaltet (3-14). Der neue Abschnitt, also der Lobpreis Gottes beginnt mit den Worten: „Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus!“, der sich deutlich von der Eingangsformel abhebt durch die Anrede Gottes und die Aufforderung an die Gemeinde, hierbei handelt es sich um eine an das Alte Testament angelegte Eulogie, die den Gottesdank umfasst, der er den Redner aus der Not erlöst hat. Das Ende der Perikope ist bei dem Vers 14 zu setzen, da in Vers 15 ein Subjektwechsel vorliegt, in dem der Autor beginnt von seinen eigenen Erfahrungen zu berichten. Eine formale Unterscheidung ist vor allem festzustellen, wenn man sich auf den griechischen Text vom Nestle/Aland bezieht. Der Lobpreis ist ganz klar abgegrenzt vom Rest des Briefes durch seine Darstellung im Gedichtstil, der scheinbar in keiner Verbindung zur umgrenzenden prosaischen Schrift steht. Syntaktisch könnte diese Perikope auch ohne den Rest des Textes stehen und würde dennoch seinen Sinn nicht verfehlen. Es scheint, als wäre er nachträglich eingefügt worden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entstehungsgeschichte des Epheserbriefes, diskutiert die Autorenschaft sowie die inhaltliche Struktur des Briefes.

Anwendung einer exegetischen Methode: Hier erfolgt eine formale und inhaltliche Analyse der Perikope (1,3-14), die durch den Vergleich mit anderen Hymnen und eine Untersuchung des „Sitz im Leben“ methodisch gestützt wird.

Schlüsselwörter

Epheserbrief, Lobpreis, Hymnus, Paulus, Exegese, Sitz im Leben, Christushymnus, neutestamentliche Wissenschaft, Gattungsanalyse, Theologie, Erlösung, Gotteslob, frühes Christentum, Philipperbrief, Kolosserbrief

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der exegetischen Untersuchung des Lobpreises im Epheserbrief (Kapitel 1, Verse 3-14) und dessen formaler Einordnung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Gattungsanalyse frühchristlicher Texte, die Bestimmung des „Sitz im Leben“ und der Vergleich zwischen paganen Hymnen und christlichen Lobpreisen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, ob es sich bei dem Lobpreis in Epheser 1,3-14 um einen christlichen Hymnus handelt und ob dieser spezifisch als „Christushymnus“ bezeichnet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die historisch-kritische Exegese angewandt, inklusive Gattungsanalyse, syntaktischer Untersuchung und dem Vergleich mit neutestamentlichen Paralleltexten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der formalen Abgrenzung des Textes, der Definition des Hymnusbegriffs und der Anwendung dieser Erkenntnisse auf die ausgewählte Perikope.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Epheserbrief, Hymnus, Sitz im Leben und Gattungsanalyse geprägt.

Wie unterscheidet sich der Lobpreis im Epheserbrief formal von der restlichen Korrespondenz?

Der Lobpreis hebt sich durch seinen Gedichtstil und seine inhaltliche Struktur deutlich vom prosaischen Kontext des übrigen Briefes ab, was auf einen möglichen hymnischen Charakter hindeutet.

Welche Bedeutung hat der Vergleich mit dem Philipper- und Kolosserbrief?

Diese Texte dienen als Referenzmodelle, um zu prüfen, ob die formalen und inhaltlichen Merkmale, die einen „Christushymnus“ ausmachen, auch auf das Epheser-Material zutreffen.

Welche Rolle spielt die „neue“ Sitz-im-Leben-Methodik in dieser Untersuchung?

Die neue Methode erweitert den Fokus über den reinen Entstehungsort hinaus auf die Rolle, Wirkung und die kommunikative Situation eines Textes innerhalb der frühchristlichen Gemeinde.

Warum wird die Wiederkunft Christi im Kontext des Epheserbriefes thematisiert?

Die Arbeit argumentiert, dass die ausbleibende Wiederkunft eine spirituelle Krise bei den Gläubigen auslöste, die der Autor durch den Lobpreis und das Aufzeigen eines ewigen Heilsplans zu bewältigen versucht.

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Details

Title
Der Lobpreis im Epheserbrief (1, 3-14). Ein Beispiel für einen christlichen Hymnus?
College
Ruhr-University of Bochum  (Evangelische Theologie)
Grade
2,0
Author
Laura Stöber (Author)
Publication Year
2013
Pages
8
Catalog Number
V286451
ISBN (eBook)
9783656867753
ISBN (Book)
9783656867760
Language
German
Tags
Perikopenanalyse Gattungsanalyse Epheserbrief Paulus Exegese Hymnus Christentum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laura Stöber (Author), 2013, Der Lobpreis im Epheserbrief (1, 3-14). Ein Beispiel für einen christlichen Hymnus?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286451
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