Lernsoftware und Multimedia sind in den letzten Jahren immer wichtiger im Unterrichtsgeschehen geworden, es wird mehr darüber gesprochen und weil sie so innovativ sind, wird ihr Gebrauch geradezu angepriesen. Dabei sind Lehrer immer wieder unsicher im Umgang mit den sogenannten neuen Medien: Wie unterscheide ich gute von schlechter Software? Wie nutze ich Lernsoftware wirklich effektiv im Unterricht? Verbirgt sich hinter Lernsoftware wirklich eine Erleichterung für meine Lehrtätigkeit? Wo bietet sich Lernsoftware überhaupt an? Diese und andere Fragen stellt sich ein Lehrer sicher bevor er die erste Lernsoftware testet oder gar im Unterricht anwendet. Dabei scheinen dann nicht einmal die unzähligen Ratgeber zu helfen, die zeitgleich mit der neuen Software regelrecht auf den Markt geworfen wurden. In dem Seminar, welches dieser Arbeit voraus ging, war es eine unserer Aufgaben und Bestrebungen eine Art umfassenden Kriterienkatalog zu erstellen, mit dem man relativ einfach und schnell eine neue Software auf ihre Unterrichtstauglichkeit etc. bewerten kann. Aufgabe dieser Arbeit ist es nun eine selbstausgewählte Lernsoftware nach bestimmten Kriterien zu analysieren und zu bewerten. Dabei werden zunächst die Kriterien zur Analyse und Bewertung vorgestellt, anschließend wird die Lernsoftware deskriptiv vorgestellt, analysiert und schließlich soll ein Urteil folgen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Kriterien zur Analyse und Bewertung der Lernsoftware
3. Deskription der Lernsoftware: ULK – Rettung für die Zeitreisenden
4. Analyse der Lernsoftware anhand des Kriterienkatalogs
5. Auswertung der Analyse
6. Zusammenfassung
7. Literaturnachweis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine ausgewählte Lernsoftware kritisch zu analysieren und deren Eignung für den Unterricht mittels eines selbst erstellten Kriterienkatalogs zu bewerten.
- Erstellung und Anwendung eines Kriterienkatalogs für Lernsoftware
- Deskriptive Analyse des Programms "ULK – Rettung für die Zeitreisenden"
- Bewertung der technischen, inhaltlichen und methodisch-didaktischen Aspekte
- Untersuchung der pädagogischen Relevanz von Lernsoftware im Unterrichtskontext
- Kritische Reflexion über die Verbindung von Spiel- und Lernelementen
Auszug aus dem Buch
4. Analyse der Lernsoftware anhand des Kriterienkatalogs
Die technischen Aspekte bekommen einen Gut, da die Betriebssicherheit gegeben ist und die Voraussetzungen nicht hoch sind. Das Programm startet bereits mit der MS – Windows Version ab 3.1, allerdings ist eine Soundkarte Voraussetzung, da das Spiel, vor allem wegen der Kommunikation nur mit Ton funktioniert. Was die Dokumentation angeht, so muss ein großes Minus erteilt werden, da die gemachten Übungen nicht eingesehen werden können, noch erhält man grundlegende Informationen zu gemachten Fehlern.
Nun zu den inhaltlichen Aspekten des Spiels: Oberstes Ziel ist es, das Raumschiff zu reparieren, damit es nach seiner Notlandung wieder starten kann – was es allerdings auch dann nicht tut, wenn man alles repariert hat. Teilziele werden allerdings nicht genannt, es ist manchmal sogar sehr frustrierend, bis man herausgefunden hat, was man nun genau in dem einzelnen Raum tun soll. Die Angabe von Adressaten ist auf das Alter der Klassen 5 bis 7 festgelegt. Diese Altersspanne halte ich persönlich für zu groß, wenn man den Anspruch einer Lernsoftware hat. Die Übungen sind dafür für die 7. Klasse zu einfach, für die 5. Klasse dagegen angemessen. Die Idee ist ansonsten schon altersgerecht, weil der Spielcharakter reizvoll ist, allerdings sind die aufgezwungenen Übungen teilweise sehr lästig und frustrierend.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Erläutert die wachsende Bedeutung von Lernsoftware und definiert die Notwendigkeit, diese anhand eines Kriterienkatalogs auf ihre Unterrichtstauglichkeit zu prüfen.
2. Kriterien zur Analyse und Bewertung der Lernsoftware: Stellt das methodische Instrumentarium vor, unterteilt in technische, inhaltliche, methodisch-didaktische und gestalterische Kriterien.
3. Deskription der Lernsoftware: ULK – Rettung für die Zeitreisenden: Bietet eine detaillierte Inhaltsbeschreibung und Vorstellung der Spielmechaniken des analysierten Programms.
4. Analyse der Lernsoftware anhand des Kriterienkatalogs: Führt die kritische Evaluierung des Programms durch und deckt Schwächen in der Didaktik und Nutzerführung auf.
5. Auswertung der Analyse: Synthetisiert die Ergebnisse und kommt zu dem Schluss, dass das Programm aufgrund mangelnder Differenzierung nicht für den Schulunterricht geeignet ist.
6. Zusammenfassung: Resümiert die Arbeit und betont, dass die Verbindung von Spiel und Lerninhalt in diesem Fall nicht überzeugend gelungen ist.
7. Literaturnachweis: Listet die verwendeten Quellen und Literaturempfehlungen auf.
Schlüsselwörter
Lernsoftware, Unterricht, Kriterienkatalog, Rechtschreibung, Grundschule, Pädagogik, Medienkompetenz, Analyse, Bewertung, Didaktik, Spielcharakter, Differenzierung, Neue Medien, Schulfähigkeit, Software-Evaluation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse und Bewertung von Lernsoftware für die Klassenstufen 5 bis 7 am Beispiel eines konkreten Programms.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Im Fokus stehen die Definition von Qualitätskriterien für Lernmedien, die didaktische Einordnung neuer Medien sowie die praktische Untersuchung von deren Mehrwert im Unterricht.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es, ein objektives Urteil darüber zu fällen, ob "ULK – Rettung für die Zeitreisenden" den Anforderungen an moderne, schulfähige Lernsoftware gerecht wird.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin nutzt einen Kriterienkatalog, der technische, inhaltliche, methodisch-didaktische und gestalterische Aspekte umfasst, um das Programm systematisch zu prüfen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Beschreibung der Software-Oberfläche und der Spielmechanik sowie eine darauf aufbauende, kritische Analyse der pädagogischen Stärken und Schwächen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Schlagworten zählen Lernsoftware, Unterrichtstauglichkeit, medienpädagogische Analyse, Differenzierung und die Verknüpfung von Spiel und Lernprozessen.
Warum hält die Autorin das Programm für "nicht schulfähig"?
Aufgrund der fehlenden Differenzierungsmöglichkeiten, der mangelnden Dokumentation von Lernfortschritten und der teils frustrierenden Lernumgebung wird das Programm als reiner Zeitvertreib eingestuft.
Wie bewertet die Autorin die Identifikationsfigur "ULK"?
Die Figur wird als wenig präsent und für ältere Schüler eher ungeeignet wahrgenommen, da sie primär als Instanz auftritt, die dem Spieler Ressourcen entzieht, anstatt ihn beim Lernen zu unterstützen.
- Quote paper
- Katrin Jackisch (Author), 2003, ULK – Rettung für Zeitreisende, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28651