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Jugendhilfesysteme im internationalen Vergleich. Deutschland, England und Schweden

Titel: Jugendhilfesysteme im internationalen Vergleich. Deutschland, England und Schweden

Hausarbeit , 2014 , 26 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Nina Bethke (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen des Seminars ‚Soziale Sicherung im internationalen Vergleich„ habe ich mich im Folgenden mit der Thematik der Ausgestaltung von Jugendhilfesystemen in der EU und hier im Speziellen mit den Vertretern der unterschiedlichen
Wohlfahrtsstaatentypen Deutschland, England und Schweden beschäftigt. Im Zuge der immer weiter voranschreitenden Globalisierungsprozesse speziell auf europäischer Ebene ist es nachvollziehbar, dass Ansätze und Grundlagen Sozialer
Arbeit im Allgemeinen und das System der Jugendhilfe im Besonderen aus dem europäischen Ausland zur Kenntnis genommen werden müssen und die Fachkräfte der
Sozialen Arbeit diesbezüglich offen für neue Anregungen sein sollten.

Eine Schwierigkeit besteht allerdings darin, dass sich die theoretischen und praktischen Vorgehensweisen in jedem Land unterschiedlich und abhängig vom Wohlfahrtsregime
entwickelt haben und die Kenntnisse, die mithilfe eines Vergleichs daraus gewonnen werden sollen, nicht immer sofort ersichtlich sind. Strukturelle Rahmenbedingungen und konkrete Ausgestaltungsweisen unterscheiden sich im europäischen Vergleich zum Teil stark voneinander, obwohl sich die jeweiligen Problemlagen des Klientels ähneln. Aus diesem Grund ist ein genauer Überblick und vertieftes Hintergrundwissen der zu vergleichenden Subjekte im internationalen Kontext wichtig.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die drei Wohlfahrtsstaatentypen nach Esping-Andersen

3. Praxis der Jugendhilfe

3.1 Das Jugendhilfesystem in Deutschland

3.2 Child Care in England

3.3 Socialtjänstlagen in Schweden

4. Internationale Soziale Arbeit

4.1 Vergleich der Jugendhilfesysteme unter Einbezug der Wohlfahrtsstaatenthematik

4.1.1 Vergleich Deutschland und England

4.1.2 Vergleich Deutschland und Schweden

4.2 Relevanz eines solchen Vergleichs

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ausgestaltung von Jugendhilfesystemen in Deutschland, England und Schweden im Kontext ihrer jeweiligen Wohlfahrtsstaatentypen. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der gesetzlichen und praktischen Umsetzung der Jugendhilfe zu identifizieren, um Erkenntnisse für eine effektivere Soziale Arbeit und eine mögliche Weiterentwicklung des deutschen Systems zu gewinnen.

  • Vergleichende Analyse von Wohlfahrtsstaatentypen nach Esping-Andersen
  • Strukturen und gesetzliche Grundlagen der Jugendhilfe in drei europäischen Ländern
  • Methoden und Ansätze der Erziehungshilfe und Fremdunterbringung
  • Die Bedeutung der Sozialen Arbeit im internationalen Kontext
  • Potenziale für den Transfer europäischer Lösungsansätze nach Deutschland

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Jugendhilfesystem in Deutschland

Das Familienbild im konservativ geprägten Deutschland unterliegt aktuell einem Wandel von der traditionellen Form hin zu einem Modell, bei dem beide Elternteile erwerbstätig sind und die Betreuung der Kinder entsprechend extern gewährleistet werden muss. Da der Fokus der familienpolitischen Maßnahmen demensprechend künftig auf die Förderung einer höheren Geburtenrate gelegt wird, muss analog dazu der Betreuungssektor an Bedeutung gewinnen und das Fachpersonal angemessen ausgebildet sein.

Im Allgemeinen erfolgt die Ausbildung der Fachkräfte der Sozialen Arbeit in Deutschland an Universitäten und Fachhochulen mit einer Dauer von entweder 3 Jahren (B.A.) oder 5 Jahren (M.A.), angepasst an europäische Standards. Bei der Wahl des Studienganges können verschiedene Schwerpunkte gesetzt, sowie im Anschluss daran unterschiedliche Zusatzausbildungen, u. a. im Bereich der Systemischen Familienberatung oder der Kinder- und Jugendpsychotherapie, absolviert werden.

Bezüglich der Kinder- und Jugendhilfe finden sich die essenziellen rechtlichen Grundlagen zum einen im 8. Sozialgesetzbuch (SGB VIII) welches am 01.01.1991 in Kraft getreten ist und dem öffentlichen Recht zuzuordnen ist und zum anderen im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), welches das Zivilrecht regelt. Im SGB VIII gibt es mehrere Paragraphen für Eltern und Minderjährige, wohingegen das BGB die gerichtlichen Interventionen in einer Familie regelt. Weiterhin können einzelne Artikel des Grundgesetzes (GG), wie z. B. der Art. 6 GG, welcher u.a. das ‚staatliche Wächteramt‘ regelt, benannt werden. Unter ‚staatlichem Wächteramt‘ wird die Pflicht des Staates verstanden, in das Erziehungsrecht von Eltern eingreifen zu dürfen, wenn diese trotz Unterstützung durch die Jugendhilfe selbst nicht in der Lage sind, ihre Erziehungspflicht zu erfüllen und somit eine Kindeswohlgefährdung die Folge ist. In besonders schweren Fällen kann das Vormundschaftsgericht die Trennung der Eltern von ihrem Kind auch zwangsweise anordnen. Der Art. 6 stellt somit das Gleichgewicht zwischen dem Recht des Kindes auf Erziehung, dem der Eltern, ihr Kind zu erziehen, der gleichzeitigen Pflicht der Eltern dies zu gewährleisten und der Pflicht des Staates darüber zu wachen, her.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Jugendhilfesysteme im europäischen Vergleich und Erläuterung der Relevanz für die Soziale Arbeit.

2. Die drei Wohlfahrtsstaatentypen nach Esping-Andersen: Darstellung der theoretischen Einordnung von Staaten in konservative, liberale und sozialdemokratische Wohlfahrtsmodelle.

3. Praxis der Jugendhilfe: Untersuchung der spezifischen Jugendhilfestrukturen in Deutschland, England und Schweden inklusive gesetzlicher Grundlagen.

4. Internationale Soziale Arbeit: Vergleichende Analyse der Systeme sowie Erläuterung der Notwendigkeit internationaler Perspektiven in der Sozialen Arbeit.

5. Fazit: Zusammenführung der Ergebnisse und Ableitung von Empfehlungen zur Weiterentwicklung der deutschen Jugendhilfe durch den europäischen Vergleich.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Jugendhilfe, Soziale Arbeit, Wohlfahrtsstaat, Esping-Andersen, Deutschland, England, Schweden, SGB VIII, Children Act 1989, Socialtjänstlagen, Erziehungshilfe, Fremdunterbringung, Internationaler Vergleich, Familienpolitik, Kindeswohl

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich von Jugendhilfesystemen in drei europäischen Ländern – Deutschland, England und Schweden – unter Berücksichtigung deren jeweiliger Wohlfahrtsstaatentypen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Ausgestaltung sozialpolitischer Systeme, die gesetzlichen Grundlagen der Kinder- und Jugendhilfe sowie die praktische Umsetzung von Erziehungshilfen und Maßnahmen bei Kindeswohlgefährdung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel besteht darin, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Jugendhilfepraxis aufzuzeigen, um den Nutzen internationaler Vergleiche für die Weiterentwicklung der Sozialen Arbeit in Deutschland zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode des internationalen Vergleichs, um differente und analoge Entwicklungen innerhalb der Jugendhilfesysteme auf Basis der jeweiligen wohlfahrtsstaatlichen Typologien herauszuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis der Wohlfahrtsstaatentypen, die detaillierte Darstellung der Jugendhilfesysteme in den drei gewählten Ländern sowie eine vergleichende Synopse dieser Systeme.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Wohlfahrtsstaat, Jugendhilfesysteme, Erziehungshilfe, Kindeswohl, Internationaler Vergleich und Sozialpädagogik.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Staates in den betrachteten Modellen bei der Jugendhilfe?

Während Deutschland durch ein konservatives System mit Subsidiaritätsprinzip geprägt ist, setzt England auf ein liberales Marktmodell, und Schweden zeichnet sich durch ein sozialdemokratisches, universalistisches System aus.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin für die deutsche Jugendhilfe?

Die Autorin empfiehlt eine verstärkte Öffnung gegenüber europäischen Standards, insbesondere im Hinblick auf familienpolitische Modelle, die eine höhere Erwerbstätigkeit unterstützen und auf einem Vertrauensverhältnis zum Staat basieren.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Jugendhilfesysteme im internationalen Vergleich. Deutschland, England und Schweden
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
2,0
Autor
Nina Bethke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
26
Katalognummer
V286536
ISBN (eBook)
9783656868408
ISBN (Buch)
9783656868415
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugendhilfesysteme Deutschland England Schweden EU Wohlfahrt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nina Bethke (Autor:in), 2014, Jugendhilfesysteme im internationalen Vergleich. Deutschland, England und Schweden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286536
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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