Massenmedien als politische Akteure. Üben mediale Berichterstattungen Einfluss auf die politische Meinungsbildung der Rezipienten aus?


Hausarbeit, 2012

10 Seiten, Note: 1,7

Pia Werner (Autor:in)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Herleitung der Fragestellung
1.2 Aufstellung der Hypothesen
1.3 Aufbau der Arbeit

2. Die Politik in den Medien
2.1 Die politische Funktion der Medien in der Demokratie
2.2 Die Funktion des Agenda-Setting

3. Die Macht der Medien auf die politische Meinungsbildung

4. Fazit

5. Anhang
5.1 Literaturverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Herleitung der Fragestellung

Artikel 5 des deutschen Grundgesetzes gewährt jedem Staatsbürger das Recht der freien Meinungsäußerung in Wort und Schrift sowie deren Verbreitung; Unter der Voraussetzung, dass die allgemeinen Gesetze eingehalten werden und dem Schutz der Jugend und der persönlichen Ehre, gilt für die Presse eine vollkommene Freiheit in der Berichterstattung ohne jegliche Zensur (vgl. Art. 5 Abs. 1-2 GG).

Obwohl das Recht auf Pressefreiheit bereits 1849 in der Paulskirchenverfassung erstmals niedergeschrieben wurde, sind bisher Grenzfälle aufgetreten durch die dieses Privileg bedroht schien (vgl. Wilke 1999); Zuletzt zu erkennen an der Kredit-Affäre um Ex-Bundespräsident Christian Wulff, der durch Mailbox-Nachrichten auf dem Mobiltelefon Kai Diekmanns, Chefredakteur und Herausgeber der Tageszeitung Bild, versucht hatte die Berichterstattung um seinen Privatkredit zu beeinflussen und so wegen Behinderung der Pressefreiheit in die Kritik geriet. Die fehlende Transparenz und die daraus resultierende Unglaubwürdigkeit des deutschen Staatsoberhauptes in der Öffentlichkeit, führten schließlich zum Rücktritt des früheren Juristen am 17.02.2012.

Welche Rolle aber spricht man in so einem Fall den Massenmedien zu? Die Zeitung stellte letztlich jeden Bürger vor die Wahl: Wem soll ich glauben - Dem größten Boulevardblatt Deutschlands oder dem Staatsoberhaupt? Sind die Medien und die Politik eigenständige Systeme oder ohne den anderen handlungsunfähig?

Diese Fragen zu beantworten sind die Motivation und die Zielsetzung dieser Arbeit. Im Zuge dieses aktuellen Ereignisses sollen nun in den folgenden Seiten die Wirksamkeit der Massenmedien auf die politische Meinungsbildung der Rezipienten untersucht werden.

1.2 Aufstellung der Hypothesen

1. Die politischen Akteure sind abhängig von den Massenmedien, da sie den Kontakt zur Gesellschaft herstellen.
2. Es besteht eine Wechselwirkung zwischen den Massenmedien und den Wichtigkeitszuschreibungen der Rezipienten.

1.3 Aufbau der Arbeit

Im Rahmen dieser Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, ob die massenmediale Verbreitung politischer Informationen in einer demokratischen Gesellschaft zu einer Beeinflussung des einzelnen Rezipienten in seiner politischen Meinungsbildung führen kann. Diese Arbeit konzentriert sich auf die Situation in demokratischen Gesellschaften, da es auf Grund des vorgegebenen Umfangs nicht möglich ist das Forschungsfeld weiter auszuführen.

Hierzu wird, nachdem im ersten Kapitel die Relevanz des Themas erörtert wurde, im zweiten Kapitel die politische Funktion der Medien in einer demokratischen Ordnung beleuchtet. Anschließend werden zum Verständnis der Meinungsbildung durch Massenmedien, theoretische Forschungsansätze der Gatekeeper-Studie vorgestellt. Das dritte Kapitel beschreibt, unter Zuhilfenahme bereits vorhandener Literatur, den Einfluss journalistischer Berichterstattung auf die politische Meinungsbildung des Rezipienten und beantwortet gleichzeitig die aufgestellten Hypothesen. Im Fazit wird die Arbeit im Hinblick auf die Fragestellung zusammengefasst sowie eine Prognose für zukünftige Forschungen zur Medienwirkung aufgestellt.

2. Die Politik in den Medien

Politik ist heute ohne eine mediale Vermittlung nicht mehr möglich. Massenmedien (Fernsehen, Radio, Print, Internet) stellen in modernen Demokratien Träger der öffentlichen Meinung dar und tragen entscheidend zur Urteilsbildung der Bürger bei.

Es existieren heute unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der Bedeutung der Medien in der Meinungsbildung und welche Aufgaben und Funktionen sie bei der Vermittlung von Politik haben (vgl. Sarcinelli). Es stellen sich unter anderem die Fragen, wie mächtig Medien sind und welche Wirkungen sie haben. Die Dominanz der Medien als politische Informationsquelle wird deutlich durch Befunde von Schmitt-Beck & Pfetsch aus dem Wahlkampf von 1990; 95% der Bundesbürger erhielten ihre Informationen über den Wahlkampf aus dem Fernsehen und 72% durch Tageszeitungen. Lediglich 18% trafen Kanzlerkandidaten persönlich und nur 7% informierten sich auf Wahlveranstaltungen. Das Fernsehen hat in Bezug auf Wahrnehmung sowie Darstellung die Funktion des Leitmediums eingenommen.

Nachfolgend soll, unter der Zuhilfenahme bereits vorhandener Literatur der Wissenschaftler McNair, Beyme und Neidhardt sowie Weiteren, die politische Funktion der Massenmedien und deren Akteure in einer Demokratie dargestellt werden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Massenmedien als politische Akteure. Üben mediale Berichterstattungen Einfluss auf die politische Meinungsbildung der Rezipienten aus?
Hochschule
Mediadesign Hochschule für Design und Informatik GmbH Düsseldorf
Note
1,7
Autor
Jahr
2012
Seiten
10
Katalognummer
V286561
ISBN (eBook)
9783656868507
ISBN (Buch)
9783656868514
Dateigröße
461 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
massenmedien, akteure, üben, berichterstattungen, einfluss, meinungsbildung, rezipienten
Arbeit zitieren
Pia Werner (Autor:in), 2012, Massenmedien als politische Akteure. Üben mediale Berichterstattungen Einfluss auf die politische Meinungsbildung der Rezipienten aus?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286561

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