A. Einleitung
Das Lebenszykluskonzept wird in der Literatur zum Teil kontrovers diskutiert. In der vorliegenden Arbeit soll daher die Anwendbarkeit sowie der mögliche Nutzen dieses Modells für den speziellen Wirtschaftszweig Automobilindustrie erörtert werden.
Die Betrachtung läßt eine Vielzahl von Lebenszykluskonzepten außer acht und beschränkt sich auf das Produktlebenszykluskonzept, da dieses für die Automobilindustrie eine übergeordnete Rolle spielt. Im Folgenden soll das Modell im Kapitel B mit seinen einzelnen Phasen zunächst erläutert werden. Ausgehend von einer Reihe von Kritikpunkten am Produktlebenszykluskonzept wird der Modellzyklus als besondere Ausprägung des Konzeptes im Kapitel C näher betrachtet. Dort wird zunächst auf die Eigenarten eingegangen, bevor die Modellwechselpolitik als eine der wichtigsten strategischen Entscheidungen von Automobilunternehmen durchleuchtet wird. Die einzelnen Modellzyklusphasen können zwar nicht als alleinige und eindeutige Entscheidungsgrundlage dienen, dennoch sind einige grund-sätzliche Strategien bezüglich Preis-, Produkt-, Distributions- und Kommunikationspolitik den einzelnen Modellzyklusphasen zuzuordnen, die im Anschluß etwas näher betrachtet werden.
Abschließend soll im Kapitel D ein kurzer Überblick sowie ein Ausblick in die Zukunft geliefert werden.
[...]
Inhaltsverzeichnis
A. EINLEITUNG
B. DAS LEBENSZYKLUSKONZEPT
I. DAS PRODUKTLEBENSZYKLUSKONZEPT
1. Die Einführungsphase
2. Die Wachstumsphase
3. Die Reifephase
4. Die Sättigungsphase
5. Die Degenerationsphase
II. KRITIK AM PLZ-KONZEPT UND GRENZEN DER ANWENDUNG
C. DER MODELLZYKLUS IN DER AUTOMOBILINDUSTRIE
I. MODELLZYKLEN ALS BESONDERE FORM DES PRODUKTLEBENSZYKLUS
II. VOR- UND NACHTEILE UNTERSCHIEDLICHER MODELLWECHSELPOLITIK
III. DER MARKETING-MIX IM MODELLZYKLUS
1. Produktstrategie
2. Preisstrategie
3. Distributionsstrategie
4. Kommunikationsstrategie
D. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Anwendbarkeit und den praktischen Nutzen des Produktlebenszykluskonzepts speziell innerhalb der Automobilindustrie. Dabei wird analysiert, inwieweit das Modell als strategische Entscheidungsgrundlage für Marketing-Maßnahmen in verschiedenen Modellzyklusphasen dienen kann.
- Grundlagen des Produktlebenszykluskonzepts und seine Phasen
- Kritische Analyse und Grenzen der Anwendbarkeit des Modells
- Modellzyklen als spezifische Ausprägung in der Automobilindustrie
- Strategische Bedeutung der Modellwechselpolitik
- Gestaltung des Marketing-Mix innerhalb der Modellzyklusphasen
Auszug aus dem Buch
Die Einführungsphase
Sobald ein Produkt auf dem Markt erhältlich ist, setzt die Einführungsphase ein. Sie gilt als die wichtigste Phase, besonders das Timing des Markteintritts spielt eine übergeordnete Rolle. Die Einführungsphase ist durch hohe Marktinvestitionen für die Vermarktung und geringe Absatzmengen gekennzeichnet, wodurch der Stückgewinn zunächst negativ ist. Wie hoch die Anfangsverluste ausfallen hängt unter anderem von der Preispolitik ab. Zwei Strategien sind hier denkbar. Nach der Penetrationsstrategie setzt das Unternehmen in der Einführungsphase niedrige Preise, um den Marktanteil schnell zu erhöhen. Kurzfristig führt dies zu hohen Verlusten, kann aber zum Aufbau einer langfristig überlegenen Marktposition vorteilhaft sein. Bei der Skimmingstrategie werden zunächst hohe Preise gesetzt, um die meist hohe Preisbereitschaft der Erstkäufer abzuschöpfen. Dies sind lediglich Beispiele bei der einzelnen Betrachtung des Preises. Bei der Produkteinführung kann für eine Fülle von Elementen (Produktqualität, Absatzförderung, Distribution usw.) ein entsprechend hohes oder niedriges Niveau angesetzt werden.
Die Einführungsphase endet definitionsgemäß, wenn der Stückgewinn positiv wird.
Zusammenfassung der Kapitel
A. EINLEITUNG: Darstellung der Zielsetzung der Arbeit sowie der Relevanz des Produktlebenszyklusmodells für die Automobilindustrie.
B. DAS LEBENSZYKLUSKONZEPT: Erläuterung der fünf klassischen Phasen des Produktlebenszyklus sowie kritische Betrachtung der Anwendbarkeit des Konzepts.
C. DER MODELLZYKLUS IN DER AUTOMOBILINDUSTRIE: Analyse von Modellzyklen als unternehmensindividuelle Form des Lebenszyklus und Untersuchung der verschiedenen Marketingstrategien im Zeitverlauf.
D. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Fazit zur begrenzten Eignung des Modells als alleiniges Instrument und Ausblick auf die steigende Bedeutung der Modellplanung vor dem Hintergrund neuer gesetzlicher Vorgaben.
Schlüsselwörter
Produktlebenszykluskonzept, Automobilindustrie, Modellzyklus, Marketing-Mix, Einführungsphase, Wachstumsphase, Reifephase, Sättigungsphase, Degenerationsphase, Produktwechselpolitik, Penetrationsstrategie, Skimmingstrategie, Innovationsmanagement, Automobilmarketing
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Anwendbarkeit und den Nutzen des Produktlebenszyklusmodells speziell für die Automobilindustrie.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition der Lebenszyklusphasen, der Kritik am Modell sowie der spezifischen Anwendung auf Modellzyklen und Marketingstrategien von Automobilherstellern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den Nutzen des Modells für die strategische Planung in einem komplexen Branchenumfeld zu prüfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit Marketingmodellen, basierend auf Literaturanalysen zur Produkt- und Modellzykluspolitik.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Lebenszykluskonzepts, eine kritische Diskussion dessen Grenzen sowie die Analyse der Modellzykluspolitik und der Anwendung des Marketing-Mix in der Automobilbranche.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Produktlebenszyklus, Modellzyklus, Automobilindustrie, Marktstrategie und Marketing-Mix.
Warum ist das Lebenszyklusmodell in der Automobilindustrie problematisch?
Das Modell ist deterministisch, bietet keine Allgemeingültigkeit und die exakte Identifikation der Phasen ist oft erst ex post möglich, was die proaktive Planung erschwert.
Wie unterscheidet sich die "Penetrationsstrategie" von der "Skimmingstrategie"?
Die Penetrationsstrategie setzt auf niedrige Preise zur schnellen Marktanteilsgewinnung, während die Skimmingstrategie mit hohen Preisen beginnt, um die Zahlungsbereitschaft von Erstkäufern abzuschöpfen.
- Quote paper
- Nikolaus Prenz (Author), 2001, Lebenszykluskonzept in der Automobilindustrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2866