Planung eines Präventions- und Gesundheitssportkonzepts für eine Fitnessanlage


Hausarbeit, 2004

11 Seiten, Note: sehr gut, 60 von 60 Punkten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einführendes Kapitel
1) Der Gesundheitszustand in der Gesellschaft
2) Bedeutung von Prävention und
Gesundheitssport für die Gesundheit
3) Aufgaben, Ziele und Inhalte des
Präventions- und Gesundheitssportes

II. Ist Analyse
1) Standort und Aufgliederung des Kunden- Nutzerpotentials
2) Beschreibung der Fitnessanlage

III. Planung und Konzepterstellung eines ganzheitlichen Präventions- und Gesundheitssportangebotes
1) Darstellung des Konzepts Lifetime-Fitness
2) Organisation des Konzepts
3) Umsetzung des neuen Angebotes

IV. Literaturverzeichnis

I. Einführendes Kapitel

1) Der Gesundheitszustand in der Gesellschaft

Im Globalisierungszeitalter spiegelt sich der technische Fortschritt in medizinischen Erfolgen wieder. In den Industrienationen zeigt sich im Verlauf der Todesursachen-Statistik in den letzten 20 Jahren ein starker Rückgang im Bereich Säuglingssterblichkeit und Infektionskrankheiten, welcher derzeit bei 1 Prozent liegt.

Ebenfalls sehr positiv ist der Anstieg der Lebenserwartung in den letzten 100 Jahren. In Deutschland lag 1999 die Lebenserwartung eines männlichen Säuglings durchschnittlich bei 74,0 Jahren und eines weiblichen Säuglings durchschnittlich bei 80,3 Jahren.

Aber der technische Fortschritt und auch Wohlstand hat auch eine negative Seite. Durch den Bewegungsmangel und der Bewegungsarmut hat sich Deutschland im Bereich der Körpergewichtsprobleme im internationalen Vergleich an die Spitze gefressen. Mittlerweile sind 50 Prozent der Bevölkerung übergewichtig, wobei davon schon 20 Prozent im Bereich der Fettleibigkeit (Adipositas) liegen. Die Behandlung der Adipositas und deren Folgekrankheiten schlagen mit 7 Prozent der Gesamtkosten des Gesundheitssystems zu Buche. Bedingt durch dieses Massenphänomen der Wohlstandsgesellschaften ist das Auftreten von kardiovaskulären Erkrankungen und Tumorenneubildung deutlich erhöht.

Dieses Bestätigen die beiden häufigsten Todesursachen in Deutschland. Auf Platz Nummer eins, liegen mit ca. 49 Prozent die Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammengefasst. Der zweite Platz mit ca. 25 Prozent wird durch Krebserkrankungen besetzt. Neben den chronischen Zivilisationskrankheiten wie allergische, psychosomatische und umweltbedingte Erkrankungen werden auch verhaltensbedingte Krankheiten wie Rückenleiden und Stoffwechselerkrankungen zu einem Gesundheitsproblem.

Das häufigste Stoffwechselleiden Diabetes Mellitus liegt in Deutschland derzeit noch bei 3-4 Prozent. Prognosen neuster Studien befürchten in den nächsten Jahren einen Anstieg um das 10-Fache. Auch bei den stressbedingten Krankheiten, spielen neben den sozialen und persönlichkeitsspezifischen Faktoren die ungesunde Lebensweise eine große Rolle.

Das effektivste und nebenwirkungsfreieste Medikament „Sport“ gegen diese zum größten Teil durch Bewegungsmangel und ungesunde Lebensweise verursachten Krankheiten, könnte den Krankenkassen einen enormen Beitrag im Gesundheitswesen einsparen. Dieser müsste dann in ganzheitliche Präventions- und Gesundheitssportangebote investiert werden, da gerade ein Umdenken im Bereich des aktiven und gesunden Lebensstils zu verzeichnen ist. Der Mensch kann, wie bereits oben erwähnt älter werden. Prognosen zur Altersstruktur der Bevölkerung in Deutschland zeigen eine Verschiebung zur älteren Generation der über 60 jährigen mit bis zu 50Prozent bis zum Jahr 2030 hin. Wie es scheint möchte auch der ältere Mensch vital und leistungsfähig bis ins hohe Alter bleiben.

2) Bedeutung von Prävention und Gesundheitssport für die Gesundheit

Die umgangssprachliche Kombination Prävention und Rehabilitation sind klar von einander zu trennen. Unter dem Begriff Rehabilitation werden Maßnahmen zur „Wiederherstellung“ der Gesundheit nach einer Krankheit zusammengefasst. Wohingegen unter Prävention Maßnamen zur „Vorbeugung“ und Erhaltung der Gesundheit zu finden sind. Die Maßnahmen der Prävention werden in die drei Bereiche Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention unterteilt.

Primärprävention beinhaltet alle Maßnahmen und Aktivitäten die gesundheitserhaltend oder krankheitsvorbeugend wirken und bei Erfolg zu Kosteneinsparungen und Entlastung im Gesundheitswesen führen würden. Darunter finden sich Maßnahmen wie Seminare für gesunde Ernährung und eine gesunde Körperhaltung im Alltag wieder. Auch Impfungen fallen in diesen Bereich.

Sekundärprävention betrifft spezifische Maßnahmen, welche durch Vorsorgeuntersuchungen von Säuglingen über Kleinkinder bis hin ins späte Erwachsenenalter der Früherkennung symptomloser Krankheitsstadien bei bestehenden Risikofaktoren dient. Als Beispiel sind hier regelmäßige umfangreiche Gesundheits-Checks beim Hausarzt und Krebsvorsorgeuntersuchen zu nennen.

Tertiärprävention und Rehabilitation werden gelegentlich synonym verwendet, da hier die Maßnahmen bei bereits eingetretenen verletzungs- oder krankheitsbedingten Dauerschäden eine Verschlechterung verhindern sollen. Als Beispiel ist hier die Anschlussheilbehandlung (AHB) nach einem Herzinfarkt oder einem Bandscheiben- vorfall zu nennen.

Im Rahmen neuer Interventionsstrategien zur Gesundheitserhaltung und -förderung werden Präventionsmaßnahmen auch in Verhaltensprävention und Verhältnisprävention unterteilt.

Verhaltensprävention umfasst Maßnamen, welche durch eine Verhaltensänderung die individuellen Risikofaktoren minimieren und gesundheitsförderlich wirken. Als Beispiel wären Verhaltensänderungen im Erlernen des richtigen Sitzen, des vernünftigen Essens und dem Betreiben von Ausdauersports zu nennen.

Verhältnisprävention zielt auf eine Verminderung der externen Einflüsse durch eine Veränderung der Verhältnisse im Beruf und in der Freizeit. Hier sind als Beispiel die Anschaffung ergonomischer Sitzmöbel im Büro für eine gesunde Haltung, oder die Anschaffung optimaler Sportausrüstung im Freizeitbereich zu verstehen. Ebenso auch der richtige Einkauf gesunder und vollwertiger Lebensmittel.

Risikofaktoren in der Verhaltensweise helfen nach der Erkennung und der Vermeidung einer effizienteren Planung von Präventionsprogrammen. Dazu werden sie in „nicht beeinflussbare“ wie Alter und Geschlecht und „beeinflussbare“ wie Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht und Bewegungsmangel eingeteilt.

Gesundheit ist nicht nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen, sondern laut Weltgesundheitsorganisation als eine Einheit aus völligen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefinden definiert.

Gesundheitssport umfasst deshalb nicht nur regelmäßige und systematische Training der motorischen Fähigkeiten Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination, sondern bezieht auch die psychosozialen Aspekt Geist und Seele mit ein, um die Gesundheit in all ihren Bereichen zu fördern und zu erhalten. Der Gesundheitssport gliedert sich in die Bereiche Präventivsport (sportspezifische Maßnahmen zur Vorbeugung), Bewegungstherapie (z.B. Psychotherapie), Sporttherapie (Kompensierung gestörter körperlicher und soziale Funktionen), Rehabilitationssport (Wiederherstellung und Wiedereingliederung nach Krankheiten), Behindertensport und dem Breiten- und Freizeitsport. Außerdem umfasst er neben Sport und Bewegung auch regenerative Maßnahmen, sowie Information und Ernährungsberatung um allen Aspekten gerecht zu werden.

Die Bedeutung von Prävention und Gesundheitssport für die Gesundheit wird in Deutschland in naher Zukunft weiter zunehmen. Nicht alleine wegen den bestehenden Haupttodesursachen Herzkreislauferkrankungen und Krebs, sondern vielmehr wegen der bevorstehenden Überalterung der Bevölkerung. Die Gesundheit ist das höchste Gut des Menschen und sollte in einer modernen Lebensführung mit allen Mitteln gefördert und erhalten werden. Die Sozial- und Krankenversicherer in Deutschland haben durch die Finanzierungs- und Strukturkrise bereits begonnen unser altes kurativ ausgerichtetes Gesundheitssystem durch Reformen und Bonussysteme einen präventiven Charakter zu verleihen. Auf lange Sicht hin ist es kostengünstiger, sinnvoller und effektiver das Auftreten von chronischen Krankheiten zu verhindern, als an ihren Symptomen herumzukurieren.

3) Aufgaben, Ziele und Inhalte

Die Aufgabe wird sein, gerade im Bereich Breiten- und Freizeitsport, der größten und wichtigsten Untergruppe des Gesundheitsports gut angelegte Konzepte zu erstellen, den Menschen zu gesundheitsbewusstem „Lifetime- Fitness“ hinführen. Laut einschlägigen Branchenstudien waren es im Jahr 2001 schon 5,4 Millionen Trainierende in 6500 Fitnessanlagen. Trotzt eines steigenden Trends mit regem Interesses an Gesundheitskonzepten zu einer besseren Lebensführung liegt die Fluktuationsrate in den Fitnessstudios bei 30-40%. Hier müssen gut durchdachte Konzepte greifen, deren Inhalte aus einer optimalen Verbindung von theoretischen Informationen und praktischen Schulungen den Trainierenden befähigen eigenverantwortlich seine Gesundheit langfristig zu verbessern und zu erhalten. Wenn ihm bewusst gemacht wurde, dass regelmäßiges Sporttreiben das effektivste und nebenwirkungsfreiste Medikament ist, kann er beginnen seine individuellen Risikofaktoren zu minimieren und Schutzfaktoren für den Erhalt seines körperlichen und geistigen Wohlbefindens aufbauen. Durch erreichen dieses Zieles können wir den Haupttodesursachen, Zivilisations- und Bewegungsmangelkrankheiten vorbeugen. Ebenso können bereits im Jugendalter altersbedingten degenerativen Prozessen für einen vitalen und schmerzfreien Lebensabend aufgebaut werden.

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Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Planung eines Präventions- und Gesundheitssportkonzepts für eine Fitnessanlage
Hochschule
BSA-Akademie Saarbrücken  (BSA Akademie)
Note
sehr gut, 60 von 60 Punkten
Autor
Jahr
2004
Seiten
11
Katalognummer
V28684
ISBN (eBook)
9783638303934
ISBN (Buch)
9783638789271
Dateigröße
438 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Planung eines Präventions- und Gesundheitssportkonzepts für eine Fitnessanlage. Die Hausarbeit ist kompakt auf 11 Seiten (einzeiliger Zeilenabstand). Ohne Bilder oder Graphiken. Auf kein spezielles Studio bezogen. Volle Punktzahl.
Schlagworte
Planung, Präventions-, Gesundheitssportkonzepts, Fitnessanlage
Arbeit zitieren
Dennis Horn (Autor), 2004, Planung eines Präventions- und Gesundheitssportkonzepts für eine Fitnessanlage, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28684

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