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Die Realität der Massenmedien in der modernen Kommunikationslandschaft. Luhmann und das Web 2.0

Titel: Die Realität der Massenmedien in der modernen Kommunikationslandschaft. Luhmann und das Web 2.0

Hausarbeit , 2014 , 11 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Dennis Bleck (Autor:in)

Soziologie - Kommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit soll es sein, den systemtheoretischen Ansatz Luhmanns genauer zu beleuchten und auf das moderne Gesellschaftssystem zu übertragen. Die Luhmannsche Theorie, wird in diesem Verfahren analysiert, kritisiert und durch neue Forschungsansätze erweitert. Vor allem bei der Frage nach der Verortung von Öffentlichkeit im System, geben Luhmanns Vorschläge nur unpräzise Vorstellungen. Besonders die Autoren Alexander Görke und Matthias Koring bieten mit ihren Forschungsansätzen ausgezeichnete Möglichkeiten, die Komplexität der Öffentlichkeit als Funktionssystem greifbar zu machen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung:

2) Die Realität der Massenmedien

2.1) Selbstreferenz/Fremdreferenz

2.2) Codierung: Information/Nichtinformation

3) Massenmedien als Funktionssystem

4) Öffentlichkeit

4.1) Luhmanns Öffentlichkeit

4.2) Die Weiterentwicklung von Luhmanns Ansatz

4.2.1) Journalismus

4.2.2) PR, Werbung und Unterhaltung

5) Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, Niklas Luhmanns systemtheoretischen Ansatz zu den Massenmedien kritisch zu beleuchten und auf die Herausforderungen der modernen, zunehmend technisierten Kommunikationslandschaft zu übertragen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Luhmanns Überlegungen durch aktuelle wissenschaftliche Ansätze weiterentwickelt werden können, um insbesondere die Rolle der Öffentlichkeit und des Publikums im Kontext neuer Medien wie Web 2.0-Anwendungen präziser zu erfassen.

  • Systemtheoretische Grundlagen des Mediensystems nach Niklas Luhmann
  • Analyse der Funktionsmechanismen und Codierung (Information/Nichtinformation)
  • Kritische Verortung der "Öffentlichkeit" innerhalb der Systemtheorie
  • Weiterentwicklung des Luhmannschen Ansatzes durch aktuelle Forschungsliteratur
  • Integration moderner Kommunikationstechnologien (Internet, Soziale Medien, interaktives Fernsehen)

Auszug aus dem Buch

2.1) Selbstreferenz/Fremdreferenz

Für Niklas Luhmann stellen die Massenmedien eine Einrichtung dar, „die sich zur Verbreitung von Kommunikation technischer Mittel der Vervielfältigung bedienen“ (Luhmann 2009: 10). Während dieses Prozesses der Vervielfältigung, beobachten die Medien sich selbst und ihre Umwelt. Luhmann umschreibt diese Tatsache mit den Begriffen Selbstreferenz/Fremdreferenz. Das Mediensystem operiert, indem es Differenzen zur Umwelt schafft, um Unterschiede, die eine Realitätskonstruierung garantieren, zu generieren (Luhmann 2009: 116). Da die Massenmedien nicht einfach annehmen können, dass sie die Wahrheit vermitteln, müssen diese eine eigene und andere Realität schaffen.

Die erste Realität ist eine Beobachtung erster Ordnung, die von Luhmann als „ablaufende und durchlaufende Kommunikation“ betrachtet wird (Luhmann 2009: 12). Die zweite Realität entspricht einer konstruierten Realität und beschreibt das, was „für andere als Realität erscheint“ (Luhmann 2009: 12). Die konstruierte Realität entspricht einer Beobachtung zweiter Ordnung und kann durch den Rezipienten bewertet und kritisch hinterfragt werden. Sie unterliegt hierbei keiner Konsenspflicht, da dem Empfänger die Möglichkeit bleibt, eigene Einstellungen und Vorstellungen in die Bewertung einfließen zu lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Dieses Kapitel führt in die systemtheoretische Perspektive von Niklas Luhmann ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage sowie die Arbeitsthese im Kontext der modernen Technisierung.

2) Die Realität der Massenmedien: Hier werden die zentralen Luhmannschen Begriffe wie Selbstreferenz, Fremdreferenz sowie die binäre Codierung von Information und Nichtinformation erläutert.

3) Massenmedien als Funktionssystem: Das Kapitel beschreibt die Massenmedien durch ihre drei elementaren Funktionen: Thematisierungs-, Synchronisations- und Selbstbeobachtungsfunktion.

4) Öffentlichkeit: Dieses Kapitel analysiert die Problematik des Öffentlichkeitsbegriffs bei Luhmann und diskutiert Erweiterungen durch Theoretiker wie Dirk Baecker, Alexander Görke und Matthias Kohring.

5) Fazit: Das Fazit resümiert die Ergebnisse der Analyse und bestätigt die Notwendigkeit einer systemtheoretischen Weiterentwicklung angesichts neuer, interaktiver Medienformen.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Massenmedien, Niklas Luhmann, Öffentlichkeit, Selbstreferenz, Fremdreferenz, Funktionssystem, Journalismus, Kommunikation, Medienapparat, Technisierung, Web 2.0, Information, Nichtinformation, Realitätskonstruktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht Niklas Luhmanns systemtheoretische Medientheorie und prüft, ob diese angesichts moderner Technologien wie dem Internet noch zeitgemäß ist oder erweitert werden muss.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Funktionsmechanismen des Mediensystems, die Rolle der Öffentlichkeit sowie die Interaktion zwischen Medien und Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Luhmanns theoretische Ansätze kritisch zu analysieren und zu zeigen, wie sie durch neuere Forschungsergebnisse für die heutige, interaktive Medienwelt weiterentwickelt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf der Literaturanalyse von Luhmanns Werk sowie der Einbeziehung kritischer Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Funktionssysteme der Massenmedien, das Konzept der Codierung und insbesondere die problematische Verortung der Öffentlichkeit im System detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Systemtheorie, Öffentlichkeit, Massenmedien, Autopoesis, Beobachtung zweiter Ordnung und digitale Kommunikation.

Warum hält der Autor Luhmanns ursprünglichen Ansatz für unzureichend?

Der Autor argumentiert, dass Luhmann das Publikum nicht ausreichend integriert und seine Definition der Öffentlichkeit zu vage bleibt, besonders im Hinblick auf moderne, interaktive Web-Formate.

Welche Rolle spielen Görke und Kohring für die Argumentation?

Görke und Kohring dienen als Referenzautoren, um Luhmanns Theorie durch aktuellere, detailliertere Konzepte zu ergänzen und das Mediensystem besser an die heutigen Bedingungen anzupassen.

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Details

Titel
Die Realität der Massenmedien in der modernen Kommunikationslandschaft. Luhmann und das Web 2.0
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1,7
Autor
Dennis Bleck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
11
Katalognummer
V286947
ISBN (eBook)
9783656872610
ISBN (Buch)
9783656872627
Sprache
Deutsch
Schlagworte
realität massenmedien kommunikationslandschaft luhmann
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dennis Bleck (Autor:in), 2014, Die Realität der Massenmedien in der modernen Kommunikationslandschaft. Luhmann und das Web 2.0, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286947
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Leseprobe aus  11  Seiten
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