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Radikalisierung von Terrorismusakteuren. Daniel Schneider und die Sauerlandgruppe

Titel: Radikalisierung von Terrorismusakteuren. Daniel Schneider und die Sauerlandgruppe

Hausarbeit , 2013 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Thorsten Kater (Autor:in)

Politik - Grundlagen und Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die globale Bedrohung durch Terrorismus hat nicht nur Deutschland und im speziellen Nordrhein Westfalen erreicht. Spätestens seit den vereitelten Anschlagsplänen der Sauerland-Gruppe ist deutlich geworden, dass die Gefährdung durch Terror bis in die unmittelbare Nachbarschaft gelangen kann.
Wie aber war es möglich, dass sich Daniel Schneider, der in westlichen Verhältnissen aufgewachsen ist und sogar bewusst katholisch erzogen wurde, sich radikalisierte und sich der Sauerland Gruppe und dem weltweiten Jihad angeschlossen hat? In dieser Arbeit sollen allgemeine Einflüsse und Faktoren im Radikalisierungsprozess dargestellt werden. Am Beispiel von Daniel Schneider wird untersucht, welche Muster sich bestätigen lassen, wie sie zu gewichten sind und welche zentralen Problemstellungen in der Terrorismusforschung aufkommen. So ist ein wirksamer Ansatz zur künftigen Bekämpfung von Terrorismus der, ihn in seiner Entstehung zu verstehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sauerland-Gruppe – Einordnung und Hintergründe

3. Radikalisierung

3.1. Bedingungen und Voraussetzungen der Radikalisierung

3.1.1. Das soziale Milieu

3.1.2. Die Persönlichkeit

3.1.3. Politik und Gesellschaft

3.2. Der Radikalisierungsprozess

4. Daniel Schneider

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen und sozialen Faktoren, die zum Radikalisierungsprozess von Terrorismusakteuren führen. Am konkreten Fallbeispiel von Daniel Schneider wird analysiert, welche biografischen Muster und äußeren Einflüsse den Übergang von einer bürgerlichen Existenz hin zur militanten Jihadisierung begünstigen und welche Rolle ideologische Gruppenstrukturen dabei einnehmen.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen von Radikalisierung und Extremismus
  • Untersuchung der strukturellen Bedingungen wie soziales Milieu und politischer Kontext
  • Detaillierte Fallstudie zur Biografie von Daniel Schneider
  • Bewertung des Einflusses von Gruppenprozessen gegenüber dem Internet
  • Diskussion der Identitätskrise als Auslöser für extremistisches Verhalten

Auszug aus dem Buch

3.1.2. Die Persönlichkeit

Besonders empfänglich für extremistische Ideologien können Jugendliche sein, die sich, bedingt u.a. durch die Pubertät, in einer Identitätskrise befinden. Diese Identitätskrise ist aber alleine noch keine hinreichende Bedingung dafür, dass sie sich an radikale Weltanschauungen orientieren. Denn die Identitätsfindung in der Jugendphase und die damit verbundenen Krisen, sind psychologische Notwendigkeiten in der Entwicklung eines jungen Menschen.

Sind diese Krisen aber gekoppelt mit einer intensiven Suche nach einer sinnstiftenden Wahrheit und befindet sich die Person in existenzieller Bedrängnis durch z.B. den Verlust des Arbeitsplatzes, dann kann der Islamismus als „puristische orthodoxe Version des Islam“ in seiner Einfachheit und Klarheit identitätsstiftend wirken.

Die Klarheit der Ideologie der Islamisten äußert sich u.a. darin, dass sie lediglich zwischen Anhänger und Gegner unterscheidet. So stellt sich ein Schwarz-Weiß-Denken ein, das eine dritte Personengruppe nicht zulässt.

Ob ein junger Mensch Anhänger einer solchen Ideologie wird, hängt auch entscheidend davon ab, wie er gelernt hat mit Problemen umzugehen. Verbunden mit der Suche nach einfachen Lösungen und Wahrheiten ist eine generelle religiöse Unerfahrenheit, die bei Konvertiten besonders besteht, oftmals ein weiterer Grund.

Sind die Personen einmal von der Ideologie überzeugt, so lehnen sie jede kritische Prüfung dieser strikt ab, was die zunehmende Radikalisierung begünstigt. Sie sind nicht in der Lage zu erkennen, das der Islamismus nicht mehr eine Religion, sondern vielmehr eine religionsähnliche postmoderne spiritualistische Strömung ist, die mit Gewalt politische Kritik am Imperialismus und Kapitalismus äußert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Bedrohungslage durch salafistische Bestrebungen in Deutschland ein und formuliert die Forschungsfrage zur Radikalisierung von Daniel Schneider.

2. Sauerland-Gruppe – Einordnung und Hintergründe: Das Kapitel erläutert die Entstehung und ideologische Ausrichtung der Sauerland-Gruppe sowie deren Anbindung an die Islamische Jihad Union.

3. Radikalisierung: Es wird der theoretische Rahmen definiert, wobei Radikalismus von Extremismus abgegrenzt und die Komplexität der Begriffsbestimmung dargelegt wird.

3.1. Bedingungen und Voraussetzungen der Radikalisierung: Hier werden die wesentlichen Einflussfaktoren wie soziales Umfeld, psychologische Verfassungen und politische Ereignisse in ihrer Wechselwirkung untersucht.

3.1.1. Das soziale Milieu: Dieses Kapitel analysiert die Rolle von Familie, Freundeskreis und Moscheen als soziale Ankerpunkte und Faktoren der Entfremdung bzw. Integration.

3.1.2. Die Persönlichkeit: Es wird aufgezeigt, wie Identitätskrisen und die Suche nach Sinnhaftigkeit die Anfälligkeit für totalitäre Weltanschauungen erhöhen.

3.1.3. Politik und Gesellschaft: Das Kapitel untersucht, wie weltpolitische Ereignisse und wahrgenommene Unterdrückung ein „Opfersyndrom“ fördern, das zur Radikalisierung beiträgt.

3.2. Der Radikalisierungsprozess: Hier wird ein Phasenmodell der Radikalisierung vorgestellt, das von der Protoradikalisierung bis hin zur finalen Jihadisierung reicht.

4. Daniel Schneider: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit der Biografie von Daniel Schneider und analysiert dessen spezifischen Weg in den Terrorismus.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Forschungsergebnisse und betont die Bedeutung individueller Fallstudien in der Radikalisierungsforschung.

Schlüsselwörter

Radikalisierung, Terrorismus, Sauerland-Gruppe, Daniel Schneider, Islamismus, Jihad, Salafismus, Identitätskrise, Soziales Milieu, Extremismus, Protoradikalismus, Globaler Jihad, Gruppenphänomen, Politische Gewalt, Konversion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Radikalisierungsprozessen im Bereich des islamistischen Extremismus, insbesondere am Beispiel der Sauerland-Gruppe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Schwerpunkte sind die theoretischen Grundlagen der Radikalisierung, die Bedeutung des sozialen Milieus, psychologische Identitätskrisen sowie die Rolle der Ideologie im Radikalisierungsprozess.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die individuellen und strukturellen Faktoren zu identifizieren, die Daniel Schneider zur Radikalisierung und zum Beitritt zur Sauerland-Gruppe geführt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?

Die Arbeit nutzt die qualitative Forschungsmethodik in Form einer Fallstudie, um die komplexen Variablen der Radikalisierung anhand einer biografischen Analyse zu gewichten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Analysen zu den Bedingungen der Radikalisierung, ein Phasenmodell des Radikalisierungsprozesses sowie die detaillierte biografische Untersuchung von Daniel Schneider.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Radikalisierung, Identitätskrise, Jihad, Extremismus, soziales Milieu und Sauerland-Gruppe.

Welche Rolle spielte der Freundeskreis für Daniel Schneider bei seiner Radikalisierung?

Der Freundeskreis wird als stärkste Variable identifiziert, da er als Ersatzfamilie fungierte und das Bedürfnis nach sozialer Anerkennung befriedigte, was letztlich zur Hinwendung zum Islamismus führte.

Wie bewertet der Autor den Einfluss des Internets auf den Radikalisierungsprozess?

Das Internet wird als wichtige Informations- und Kommunikationsplattform eingestuft, die besonders bei den sogenannten "Tipping Points" eine entscheidende Rolle für die finale Entscheidung zur Jihadisierung spielte.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Radikalisierung von Terrorismusakteuren. Daniel Schneider und die Sauerlandgruppe
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,0
Autor
Thorsten Kater (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V287022
ISBN (eBook)
9783656875772
ISBN (Buch)
9783656875789
Sprache
Deutsch
Schlagworte
radikalisierung terrorismusakteuren daniel schneider sauerlandgruppe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thorsten Kater (Autor:in), 2013, Radikalisierung von Terrorismusakteuren. Daniel Schneider und die Sauerlandgruppe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287022
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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