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Demographischer Wandel und Erwerbsarbeit

Title: Demographischer Wandel und Erwerbsarbeit

Term Paper , 2003 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jennifer Derer (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

[...] Die
Schrumpfung der Bevölkerung und der gleichzeitig ansteigende Anteil älterer Menschen an
der deutschen Gesamtbevölkerung, ausgelöst durch anhaltend niedrige Geburtenraten und
einer steigenden Lebenserwartung, haben vielfältige Konsequenzen für die Gesellschaft und
ihre Lebensbedingungen. So wurde die Alterung der Gesellschaft in jüngster Vergangenheit
meist im Zusammenhang mit den sozialen Sicherungssystemen diskutiert (was trotz des
direkten Zusammenhangs mit dem Arbeitsmarkt nicht Teil dieser Hausarbeit ist). Weitaus
weniger dagegen sind ihre Auswirkungen auf die Erwerbsarbeit beleuchtet worden, womit ich
mich in meiner Hausarbeit beschäftige. Wird die momentan herrschende Arbeitslosigkeit
zurückgehen oder wird es sogar zu einem demographisch bedingten Arbeitskräftemangel
kommen? Werden die Erwerbstätigen nun immer älter und was würde dies für die
Wettbewerbsfähigkeit unserer Gesellschaft bedeuten? Hat der Rückgang der deutschen
Bevölkerung Auswirkungen auf die Güternachfrage? All dies sind Fragen, denen ich in der hier
vorliegenden Arbeit nachgehe, ebenso wie ich mögliche Konsequenzen für die Sozial- und
Arbeitsmarktpolitik aufzeige - Ist eine Verschiebung des Renteneintrittsalters nach hinten
erforderlich? Oder muss die Einwanderung gefördert werden?
In Punkt zwei meiner Arbeit geht es zunächst um die Auslöser der Veränderungen in der
deutschen Bevölkerungsstruktur, also jene Bestimmungsfaktoren, die für die
Bevölkerungsentwicklung ausschlaggebend sind. Dabei richte ich meinen Blick auf
Gesamtdeutschland und verzichte auf die Unterteilung zwischen Ost- und Westdeutschland,
da diese Aufteilung den Rahmen dieser Hausarbeit übersteigen würde. Anhand der unter 2.1.
erläuterten Determinanten stelle ich im Abschnitt 2.2. die 9. koordinierte
Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes dar, die für den vierten Teil
der Arbeit die Grundlage darstellt. Hierin werden die Veränderungen und Folgen des
demographischen Wandels auf die Erwerbsarbeit und der daraus resultierende
Handlungsbedarf für die Sozialpolitik behandelt. Zuvor gebe ich im dritten Kapitel noch einen
Überblick über die derzeitige Lage auf dem Arbeitsmarkt.
Mit dem Fazit (Kapitel 5) schließe ich die Arbeit ab.
Auf die Gründe der veränderten Bestimmungsfaktoren (z. B. den Rückgang der Geburtenrate)
des demographischen Wandels gehe ich nur insoweit ein, als dass sie für den
Handlungsbedarf der Sozialpolitik eine Rolle spielen.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Der demographische Wandel

2.1. Bestimmungsfaktoren der Bevölkerungsentwicklung

2.1.1. Fertilität

2.1.2. Mortalität

2.1.3. Lebenserwartung

2.1.4. Migration

2.1.5. Folgerungen

2.2. Bevölkerungsvorausberechnungen

3. Die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt

4. Die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Erwerbsarbeit und die Einflussmöglichkeiten der Sozialpolitik

4.1. Die Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage

4.2. Die Entwicklung des Arbeitskräfteangebots

4.2.1. Rückgang des Erwerbspersonenpotentials

4.2.2. Alterung des Erwerbspersonenpotentials

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des demographischen Wandels in Deutschland auf die Erwerbsarbeit sowie die damit verbundenen Herausforderungen und Handlungsspielräume für die Sozialpolitik. Im Zentrum steht die Frage, wie die Schrumpfung und Alterung der Gesellschaft die Arbeitsmarktstrukturen beeinflussen und welche politisch-ökonomischen Gegenmaßnahmen effektiv sind.

  • Ursachen der demographischen Bevölkerungsentwicklung
  • Zukünftige Bevölkerungsstrukturen und Erwerbspersonenpotential
  • Wechselwirkungen zwischen Arbeitsangebot und Arbeitskräftenachfrage
  • Sozialpolitische Handlungsfelder und Interventionsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

4.2.1. Rückgang des Erwerbspersonenpotentials

Aufgrund des generellen Rückgangs der deutschen Gesamtbevölkerung, wird auch das Erwerbspersonenpotential schrumpfen. Bezogen auf die im Anhang befindliche Tabelle 2, wird die Anzahl der Personen im erwerbsfähigen Alter (20 bis unter 60 Jahre) von zunächst 46.091.000 (1999) auf 42.256.800 im Jahr 2020, dann auf 36.118.300 im Jahr 2030 und schließlich auf nur noch 30.365.300 Personen (2050) abfallen (Variante A). Nach Variante B lässt sich ein Rückgang von 43.349.400 (2020), über 38.065.400 (2030) bis 33.719.500 (2050) voraussagen.

Das Anfang der 90er Jahre häufig prophezeite Szenario, dass unserer Gesellschaft aufgrund der Schrumpfung der Bevölkerung die Arbeitskräfte ausgehen und sich somit das Problem der Massenarbeitslosigkeit lösen wird, ist von der Fachdebatte, unter Einbeziehung sozialpolitischer Maßnahmen, inzwischen weitestgehend überwunden. Denn die vorliegenden Tendenzen des Arbeitskräfteangebotes dürfen nicht isoliert vom Bedarf an Arbeitskräften gesehen werden. Dieser ist wie unter 4.1. aufgeführt von verschiedenen Determinanten abhängig und deshalb sehr schwer vorauszusagen. Dennoch ist nach Ernst Kistler (2002, S. 23) „nicht davon auszugehen, dass es künftig keine Rationalisierung und keine Produktivitätsfortschritte mehr geben wird“, ebenso wie es „mehr als plausibel ist, dass in einer deutlich abnehmenden Bevölkerung auch die Nachfrage nach Arbeit zurückgeht – so groß kann der wachsende Bedarf nach personenbezogenen Dienstleistungen bei einer alternden Gesellschaft mit in Relation zur Bevölkerungszahl nur geringer abnehmenden Zahl an Haushalten und zunehmender Erwerbstätigkeit von Frauen gar nicht sein.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik des demographischen Wandels in Deutschland und Abgrenzung des thematischen Rahmens der Arbeit.

2. Der demographische Wandel: Analyse der Bestimmungsfaktoren der Bevölkerungsentwicklung sowie Vorstellung der Bevölkerungsvorausberechnungen.

3. Die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt: Status-quo-Analyse der Arbeitsmarktindikatoren wie Erwerbspersonenpotential und Arbeitslosenzahlen.

4. Die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Erwerbsarbeit und die Einflussmöglichkeiten der Sozialpolitik: Untersuchung der Folgen für Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt und Diskussion sozialpolitischer Lösungsansätze.

5. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Handlungsbedarfe und Notwendigkeiten für Politik und Wirtschaft.

Schlüsselwörter

Demographischer Wandel, Erwerbsarbeit, Sozialpolitik, Bevölkerungsentwicklung, Erwerbspersonenpotential, Alterung der Gesellschaft, Arbeitsmarkt, Fertilität, Lebenserwartung, Zuwanderung, Altenquotient, Beschäftigungspotential, Geburtenrate.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich die Veränderung der Bevölkerungsstruktur durch den demographischen Wandel in Deutschland auf das Erwerbspersonenpotential und die Arbeitsmarktstabilität auswirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Bevölkerungsdynamik, die Interaktion zwischen Arbeitskräfteangebot und -nachfrage sowie die Gestaltungsmöglichkeiten der Sozialpolitik in diesem Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Folgen der Bevölkerungsalterung für den Arbeitsmarkt zu bewerten und kritisch zu prüfen, ob sozialpolitische Maßnahmen den drohenden Herausforderungen entgegenwirken können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse statistischer Daten (Bevölkerungsvorausberechnungen) und der Auswertung relevanter Fachliteratur sowie offizieller Berichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der demographischen Faktoren, die Lage am Arbeitsmarkt sowie die detaillierte Untersuchung der Effekte auf das Erwerbspersonenpotential und die entsprechenden sozialpolitischen Reaktionsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Demographischer Wandel, Sozialpolitik, Erwerbspersonenpotential, Bevölkerungsalterung und Arbeitsmarkt sind die wesentlichen Fachbegriffe.

Inwiefern beeinflusst die Zuwanderung das Erwerbspersonenpotential?

Zuwanderung kann den Rückgang des Erwerbspersonenpotentials und die Alterung der Gesellschaft kurz- bis mittelfristig abmildern, ist jedoch laut den Berechnungen kein langfristiges Allheilmittel gegen den Anstieg des Altenquotienten.

Ist ein genereller Arbeitskräftemangel absehbar?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass ein allgemeiner Arbeitskräftemangel kaum noch als zwangsläufige Folge angesehen wird, da bei sinkender Bevölkerungszahl vermutlich auch die Nachfrage nach Arbeit korrespondierend zurückgehen wird, wenngleich in spezifischen Branchen Fachkräfteengpässe zu erwarten sind.

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Details

Title
Demographischer Wandel und Erwerbsarbeit
College
University of Applied Sciences Jena
Course
Sozialpolitik
Grade
1,3
Author
Jennifer Derer (Author)
Publication Year
2003
Pages
19
Catalog Number
V28707
ISBN (eBook)
9783638304115
Language
German
Tags
Demographischer Wandel Erwerbsarbeit Sozialpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jennifer Derer (Author), 2003, Demographischer Wandel und Erwerbsarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28707
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