Morbus Parkinson wird auch als Parkinson-Krankheit oder Schüttellähmung bezeichnet. Die Krankheit wurde erstmalig 1817 vom englischen Mediziner Dr. James Parkinson in der Monographie „An Essay on the Shaking Palsy“ beschrieben. Morbus Parkinson ist eine langsam progrediente neurodegenerative chronische idiopathische Krankheit des extrapyramidalen-motorischen Systems. Unter dieser klassischen Parkinson-Form leiden mindestens 75 Prozent der Betroffenen. Rund 1 Prozent der über 60-Jährigen leidet an Morbus Parkinson. Das idiopathische Parkinson-Syndrom ist mit einer Prävalenz von 100-200/100.000 Einwohnern in Deutschland eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Bei der Erkrankung sterben die Dopamin-produzierenden Nervenzellen in der Substantia nigra (Mittelhirn) ab. Der Dopamin-Mangel führt zu einer Verminderung der aktivierenden Wirkung der Basalganglien auf die Großhirnrinde.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Dopaminmangel
- Parkinson-Diagnostik
- Therapie des Morbus Parkinson
- L-Dopa bei Morbus Parkinson
- Anticholinergika bei Morbus Parkinson
- COMT-Hemmer bei Morbus Parkinson
- Dopaminagonisten und weitere Behandlungsmethoden bei Morbus Parkinson
- Weitere therapeutische Möglichkeiten
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text bietet eine umfassende Übersicht über Morbus Parkinson, eine neurodegenerative Erkrankung, die durch den Absterben von Dopamin-produzierenden Nervenzellen im Gehirn gekennzeichnet ist. Die Arbeit beleuchtet die Ursachen, Symptome, Diagnostik und Therapie dieser Krankheit.
- Pathophysiologie und Ursachen von Morbus Parkinson
- Klinische Symptome und Diagnostik
- Medikamentöse Therapieoptionen
- Nicht-medikamentöse Behandlungsmethoden
- Aktuelle Forschungsergebnisse und zukünftige Perspektiven
Zusammenfassung der Kapitel
- Einführung: Die Einleitung stellt Morbus Parkinson als eine langsam fortschreitende neurodegenerative Erkrankung vor und beschreibt die vier Kardinalsymptome: Muskelzittern, verlangsamte Bewegungen, Haltungsinstabilität und Muskelstarre. Die Diagnose und Therapie werden erläutert, wobei die Einbeziehung verschiedener Fachdisziplinen hervorgehoben wird.
- Dopaminmangel: Dieses Kapitel erklärt den Mechanismus des Dopaminmangels bei Morbus Parkinson, der durch das Absterben von Nervenzellen in der Substantia nigra entsteht. Es wird auch auf das Ungleichgewicht in der Funktion der Basalganglien und den Mangel an anderen Neurotransmittern wie Serotonin, Acetylcholin und Noradrenalin eingegangen.
- Parkinson-Diagnostik: Die klinische Diagnosestellung von Morbus Parkinson wird beschrieben, wobei die Notwendigkeit einer vollständigen neurologischen Untersuchung betont wird. Zusätzliche Untersuchungen wie L-Dopa-Test, Dopamin-Rezeptor-Szintigrafie und Dopamin-Transporter-Szintigrafie werden erläutert.
- Therapie des Morbus Parkinson: Dieses Kapitel behandelt die verschiedenen Therapieansätze, die darauf abzielen, die Symptome von Morbus Parkinson zu lindern. Es werden die verschiedenen Medikamentenklassen vorgestellt, die zur Erhöhung des Dopamin-Angebots im Gehirn, zur Hemmung des Dopaminabbaus und zur Beseitigung des Acetylcholinüberschusses eingesetzt werden.
- L-Dopa bei Morbus Parkinson: Die L-Dopa-Therapie, die seit 1968 etabliert ist, wird ausführlich beschrieben. Die Wirkungsweise, die Anwendung und die möglichen Nebenwirkungen werden erläutert. Die Kombination von L-Dopa mit Decarboxylasehemmern und COMT-Hemmern wird ebenfalls diskutiert.
- Anticholinergika bei Morbus Parkinson: Die Anwendung von Anticholinergika bei Morbus Parkinson wird angesprochen, wobei die seltene Verordnung aufgrund des ausgeprägten Nebenwirkungsprofils hervorgehoben wird.
- COMT-Hemmer bei Morbus Parkinson: Die Wirkungsweise von COMT-Hemmern, die den Abbau von L-Dopa hemmen und dessen Verfügbarkeit im Gehirn erhöhen, wird erläutert. Die Zulassung von Tolcapon und die Anwendung von Amantadin bei akinetischen Krisen werden erwähnt.
- Dopaminagonisten und weitere Behandlungsmethoden bei Morbus Parkinson: Die Dopaminagonisten, die die Dopamin-Rezeptoren stimulieren, werden vorgestellt. Die verschiedenen Klassen von Dopaminagonisten und die mögliche Anwendung von Amphetamin werden diskutiert.
- Weitere therapeutische Möglichkeiten: Die Tiefe Hirnstimulation als erfolgreiche Methode der Parkinson-Therapie wird beschrieben. Die Entwicklung eines Hirnschrittmachers am Forschungszentrum Jülich und die Ansätze der Gentherapie werden erwähnt.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Morbus Parkinson, Parkinson-Syndrom, Schüttellähmung, Dopaminmangel, Basalganglien, Neurodegeneration, Diagnostik, Therapie, L-Dopa, Dopaminagonisten, COMT-Hemmer, Anticholinergika, Tiefe Hirnstimulation, Gentherapie.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Morbus Parkinson?
Morbus Parkinson, auch als Schüttellähmung bekannt, ist eine langsam fortschreitende neurodegenerative Erkrankung des extrapyramidal-motorischen Systems, bei der Dopamin-produzierende Nervenzellen im Mittelhirn absterben.
Was sind die vier Kardinalsymptome von Parkinson?
Die vier Hauptsymptome sind Muskelzittern (Tremor), verlangsamte Bewegungen (Bradykinese), Muskelstarre (Rigor) und Haltungsinstabilität.
Wie entsteht der Dopaminmangel bei dieser Krankheit?
Der Mangel entsteht durch das Absterben von Nervenzellen in der Substantia nigra. Dies führt zu einem Ungleichgewicht in den Basalganglien und einer verminderten Aktivierung der Großhirnrinde.
Welche Rolle spielt L-Dopa in der Therapie?
L-Dopa ist seit 1968 ein Standardmedikament. Es dient dazu, das Dopamin-Angebot im Gehirn zu erhöhen, um die motorischen Symptome zu lindern.
Was versteht man unter der Tiefen Hirnstimulation?
Die Tiefe Hirnstimulation ist eine operative Methode, bei der ein "Hirnschrittmacher" eingesetzt wird, um die Symptome bei fortgeschrittenem Parkinson erfolgreich zu behandeln.
Wie wird Morbus Parkinson diagnostiziert?
Die Diagnose erfolgt primär klinisch durch eine neurologische Untersuchung, ergänzt durch Tests wie den L-Dopa-Test oder bildgebende Verfahren wie die Dopamin-Rezeptor-Szintigrafie.
- Arbeit zitieren
- Sven-David Müller (Autor:in), 2014, Morbus Parkinson (Schüttellähmung). Behandlung, Therapie, Diagnose, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287273