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Ist Deutschland ein Vitamin-Mangelland?

Vitaminmangel in Deutschland

Title: Ist Deutschland ein Vitamin-Mangelland?

Scientific Essay , 2013 , 22 Pages

Autor:in: Sven-David Müller (Author)

Health - Nutritional Science
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Summary Excerpt Details

Während die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V. nicht müde wird, mitzuteilen, dass Deutschland kein Vitamin-Mangelland ist und es keine Avitaminosen gibt, nehmen laut einer Forsa-Umfrage 30 Prozent der Deutschen regelmäßig Vitamine oder Mineralstoffe ein. Ist die Einnahme von Vitaminen in Form von Tabletten, Pulver oder Kapseln überhaupt sinnvoll und wie kommt es zu den erschreckenden Studienergebnissen, dass bestimmte Vitamine die Gesundheit eher schädigen als fördern?

Vitamine sind essentiell.
Grundsätzlich muss festgehalten werden, dass der Mensch ohne die Zufuhr von Vitaminen nicht überleben kann. Lediglich Vitamin D kann im Organismus selbst produziert werden. Zudem kann der menschliche Körper das Provitamin Beta-Carotin in Vitamin A (Retinol) umwandeln. Wir sind also auf eine regelmäßige Vitaminzufuhr überlebenswichtig angewiesen. Die Aufnahmequote von im Colon gebildeten Vitaminen – insbesondere Vitamin K – scheint individuell und intraindividuell unterschiedlich, sodass auch dieses fettlösliche Vitamin zugeführt werden muss und nicht vollständig und bedarfsdeckend von der Darmflora gebildet werden kann. Die Speicher für Vitamine sind im menschlichen Organismus begrenzt und es können nicht alle Vitamine gespeichert werden. Vor diesem Hintergrund erscheint es notwendig, regelmäßig die Vitaminzufuhr zu gewährleisten. Aber in welcher Menge benötigen wir überhaupt Vitamine. Die D.A.CH.-Referenzwerte der Deutschen-, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung beantworten diese Frage nur wenig ausreichend. Die DACH-Referenzwerte gelten lediglich für Gesunde, Schwangere und Stillende und machen praktisch keine Aussage über Kranke. Aber wer ist in der westlichen Welt überhaupt vollständig gesund? Praktisch keiner! Aber für wen gelten dann die DACH-Referenzwerte und wieso gibt es keine Empfehlungen für Kranke? Der Vitaminbedarf ist individuell und intraindividuell unterschiedlich und Referenzwerte und Empfehlungen gelten grundsätzlich für das statistische Mittel. Dementsprechend gelten sie für Einzelpersonen praktisch nicht. Oder doch? Die DACH-Referenzwerte decken das Gros der Notwendigkeit ab und liegen übrigens auch nicht unter den Empfehlungen anderer Länder. Jüngst wurde beispielsweise der Referenzwert für Vitamin D angepasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Ist Deutschland ein Vitamin-Mangelland?

2. Vitamine sind essentiell

3. Deutschland ist ein Vitamin-D-Mangelland

4. Vitaminanreicherung ist in der EU eher unüblich

5. Vitamine sind eine chemisch heterogene Gruppe

6. Vitaminlexikon

7. Vitamine haben 2012 den 100sten Geburtstag gefeiert

8. Wer war Casimir Funk?

9. Entdeckung der Vitamine: Einige Meilensteine in den bisherigen „100 Jahre Vitamine“

10. Vitamin- und Mineralstoffmangel

11. Vitaminmangel in Deutschland

12. Vitamin A

13. Vitamin D

14. Vitamin E

15. Vitamin K

16. Thiamin (Vitamin B1)

17. Riboflavin (Vitamin B2)

18. Pyridoxin (Vitamin B6)

19. Cobalamin (Vitamin B12)

20. Niacin (Nikotinsäureamid, Nikotinsäure)

21. Folsäure

22. Pantothensäure

23. Biotin

24. Vitamin C (Ascorbinsäure)

25. Vitamin- und Mineralstoffversorgung in Deutschland

26. Moderne Ernährungsmärchen im Bereich Vitamine

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Versorgungssituation mit Vitaminen in Deutschland und hinterfragt die gängige Positionierung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), dass kein Vitaminmangel vorliege. Ziel ist es, aufzuzeigen, dass eine suboptimale Vitaminzufuhr weit verbreitet ist und die bestehenden Referenzwerte der DGE für Teile der Bevölkerung, insbesondere Kranke und Risikogruppen, nicht ausreichen.

  • Analyse der Bedeutung und Funktionen verschiedener Vitamine für den menschlichen Organismus.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Definition von "Vitaminmangel" und den DACH-Referenzwerten.
  • Darstellung der Versorgungslage in Deutschland basierend auf Ernährungsberichten und klinischen Studien.
  • Identifikation von Risikogruppen für eine unzureichende Vitamin- und Mineralstoffzufuhr.
  • Entlarvung verbreiteter Mythen und "Ernährungsmärchen" rund um das Thema Vitaminaufnahme und Nahrungsergänzung.

Auszug aus dem Buch

Deutschland ist ein Vitamin-D-Mangelland

In Deutschland weisen nach Angaben der DGE rund 60 Prozent der Bevölkerung nach internationalen Kriterien eine unzureichende Vitamin D-Versorgung auf. Bei ihnen liegt der Marker für die Versorgung im Blut, die Konzentration des 25-Hydroxyvitamin D (25(OH)D), unter dem gewünschten Wert von 50 nmol/l. Um diese Konzentration im Blut zu erreichen, gibt die DGE als neuen Referenzwert für die Vitamin D-Zufuhr unter der Annahme einer fehlenden körpereigenen Bildung 20 μg Vitamin D pro Tag an.

Über die Ernährung mit den üblichen Lebensmitteln nehmen Jugendliche und Erwachsene 2 bis 4 μg Vitamin D pro Tag auf. Die Differenz zwischen der Zufuhr mit der Ernährung und dem Schätzwert bei fehlender körpereigener Bildung muss über die Vitamin D-Bildung in der Haut und/oder über die Einnahme eines Vitamin D-Präparates gedeckt werden. Bei häufigem Aufenthalt im Freien, insbesondere auch bei körperlicher Aktivität im Freien und mit ausreichenden Partien unbedeckter Haut, kann die gewünschte Vitamin D-Versorgung ohne Einnahme eines Vitamin D-Präparates erreicht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Ist Deutschland ein Vitamin-Mangelland?: Einleitende Problemstellung, die den Widerspruch zwischen offiziellen DGE-Aussagen und dem hohen Konsum von Nahrungsergänzungsmitteln thematisiert.

Vitamine sind essentiell: Erläuterung der lebensnotwendigen Bedeutung von Vitaminen und der Problematik der körpereigenen Synthese.

Deutschland ist ein Vitamin-D-Mangelland: Detaillierte Betrachtung der unzureichenden Vitamin-D-Versorgung in der Bevölkerung und der neuen Referenzwerte.

Vitaminanreicherung ist in der EU eher unüblich: Vergleich der Anreicherungspraktiken in Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern.

Vitamine sind eine chemisch heterogene Gruppe: Grundlegende biochemische Einteilung in fett- und wasserlösliche Vitamine.

Vitaminlexikon: Kurze Übersicht der zentralen Funktionen der wichtigsten Vitamine.

Vitamine haben 2012 den 100sten Geburtstag gefeiert: Historischer Rückblick auf die Entdeckung der Vitamine und die Entstehung des Begriffs durch Casimir Funk.

Wer war Casimir Funk?: Biografische Informationen zum Entdecker des Begriffs Vitamin.

Entdeckung der Vitamine: Einige Meilensteine in den bisherigen „100 Jahre Vitamine“: Chronologische Zusammenfassung der wichtigsten Entdeckungen in der Vitaminforschung.

Vitamin- und Mineralstoffmangel: Definition von Mangelzuständen abseits klinischer Krankheitsbilder wie Skorbut.

Vitaminmangel in Deutschland: Analyse der Ursachen für unzureichende Zufuhr und die verschiedenen Stadien der Mangelsymptomatik.

Vitamin A: Beschreibung von Quellen, Funktionen und Mangelsymptomen bei Vitamin A.

Vitamin D: Ausführliche Behandlung der Rolle von Vitamin D im Knochenstoffwechsel und Folgen bei Mangel.

Vitamin E: Erläuterung der Funktion von Vitamin E als Schutzfaktor gegen Oxidation.

Vitamin K: Darstellung der Bedeutung von Vitamin K für die Blutgerinnung.

Thiamin (Vitamin B1): Fokus auf die Stoffwechselfunktion und klassische Mangelerkrankungen.

Riboflavin (Vitamin B2): Beschreibung der Funktion als Coenzym und erste Anzeichen eines Mangels.

Pyridoxin (Vitamin B6): Darstellung des synergistischen Effekts mit anderen Vitaminen und Hormonen.

Cobalamin (Vitamin B12): Erläuterung der neurologischen Auswirkungen bei einem Mangel.

Niacin (Nikotinsäureamid, Nikotinsäure): Zusammenfassung der Funktion im Metabolismus und des Krankheitsbildes Pellagra.

Folsäure: Detaillierte Betrachtung der Folsäure als kritischer Nährstoff und dessen Verbindung zu kardiovaskulären Risiken.

Pantothensäure: Erläuterung der zentralen Bedeutung für den Kohlenhydrat-, Lipid- und Proteinstoffwechsel.

Biotin: Beschreibung der Rolle als Coenzym in verschiedenen Stoffwechselwegen.

Vitamin C (Ascorbinsäure): Diskussion der Funktion als Antioxidanz und Richtigstellung zur Versorgungslage in Deutschland.

Vitamin- und Mineralstoffversorgung in Deutschland: Präsentation tabellarischer Daten zur Zufuhr in verschiedenen Altersgruppen.

Moderne Ernährungsmärchen im Bereich Vitamine: Kritische Widerlegung verbreiteter Irrtümer über Vitamingefahren und Nährstoffbedarf.

Schlüsselwörter

Vitamine, Vitaminmangel, Ernährung, DGE, Referenzwerte, Nahrungsergänzung, Mikronährstoffe, Vitamin D, Folsäure, Stoffwechsel, Mangelernährung, Gesundheit, Prävention, Substitution, Lebensqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch die Versorgungssituation der deutschen Bevölkerung mit Vitaminen und analysiert die Diskrepanz zwischen offiziellen Empfehlungen und dem tatsächlichen Bedarf.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Neben der Definition und Funktion einzelner Vitamine stehen die Mangelerscheinungen, die Relevanz der Referenzwerte für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und die Identifikation von Risikogruppen im Fokus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist der Nachweis, dass eine suboptimale Vitaminzufuhr in Deutschland weit verbreitet ist und offizielle Definitionen von "Mangel" die Realität, insbesondere bei Kranken, nicht ausreichend abbilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine literaturbasierte Analyse und den Vergleich offizieller Ernährungsberichte und Studien zur Vitaminzufuhr, um seine Thesen zu untermauern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte stoffspezifische Analyse der wichtigsten Vitamine sowie in eine Auseinandersetzung mit Studiendaten zur Nährstoffzufuhr und die Widerlegung von Ernährungsmythen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Vitaminmangel, Referenzwerte, DGE, Nahrungsergänzung, Mikronährstoffversorgung und Gesundheitsprävention.

Warum betont der Autor die Sonderrolle von Vitamin D in Deutschland?

Aufgrund der unzureichenden körpereigenen Synthese durch fehlende Sonneneinstrahlung und einer schlechten Zufuhr über Lebensmittel sieht der Autor hier ein massives Versorgungsproblem für weite Teile der Bevölkerung.

Wie bewertet der Autor die Rolle der DGE-Referenzwerte für Kranke?

Der Autor kritisiert, dass diese Referenzwerte primär für gesunde Menschen konzipiert wurden und den signifikant höheren Bedarf von kranken Menschen oder Risikogruppen völlig außer Acht lassen.

Was sind laut Autor die größten Ernährungsmärchen im Bereich Vitamine?

Zu den Mythen gehören die Behauptung, dass Vitamine gefährlich seien, Nahrungsergänzungsmittel grundsätzlich überflüssig seien oder eine gesunde Ernährung ohne gezielte Supplementation in heutigen Lebensumständen immer ausreiche.

Warum ist das Thema Folsäure für Frauen besonders hervorzuheben?

Der Autor weist darauf hin, dass eine Unterversorgung mit Folsäure gravierende gesundheitliche Folgen für das ungeborene Leben haben kann und die Zufuhr in Deutschland deutlich unter den notwendigen Empfehlungen liegt.

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Details

Title
Ist Deutschland ein Vitamin-Mangelland?
Subtitle
Vitaminmangel in Deutschland
Author
Sven-David Müller (Author)
Publication Year
2013
Pages
22
Catalog Number
V287329
ISBN (eBook)
9783656875086
ISBN (Book)
9783656875093
Language
German
Tags
Vitamine Vitamin Vitaminmangel Mangel an Vitaminen Vitamine in der Therapie DGE Sven-David Müller
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sven-David Müller (Author), 2013, Ist Deutschland ein Vitamin-Mangelland?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287329
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