Verschiedene Fragetypen in einem standardisierten Interview, ausgewählt aus dem Untersuchungsbeispiel 'Weniger Geld, kürzere Arbeitszeit, sichere Jobs?' von Markus Promberger


Hausarbeit, 1999

13 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Inhalt, Zweck und Ergebnisse der VW – Untersuchung

Beispiele für Fragen in einem

standardisierten Interview

Literaturverzeichnis

Einleitung

In der vorliegenden Arbeit möchte ich Beispiele für typische Fragen eines standardisierten Interviews geben. Die Beispiele sind nicht erdacht, sondern dem Buch „Weniger Geld, kürzere Arbeitszeit, sichere Jobs? Soziale und ökonomische Folgen beschäftigungssichernder Arbeitszeitverkürzungen“ von M. Promberger, J. Rosdücher, H. Seifert, R. Trinczek entnommen.

Damit die ausgewählten Beispiele nicht zusammenhangslos im Raum stehen, werde ich zunächst auf den Inhalt des oben genannten Werkes eingehen. Hierzu nehme ich Bezug auf den Teil des Buches, der sich mit den VW - Werken beschäftigt. Die Untersuchungen, die über die Ruhrkohle AG vorgenommen wurden, werde ich nicht berücksichtigen.

Die MitarbeiterInnen der VW - Werke wurden mit Hilfe von Fragebögen über die Folgen der Arbeitszeitverkürzung in ihrem Betrieb interviewt. Teile dieser Fragebögen werde ich als Beispiele für die verschiedenen Fragetypen eines standardisierten Interviews aufführen.[1]

Inhalt, Zweck und Ergebnisse der VW – Untersuchung:

Die Studie „Weniger Geld, kürzere Arbeitszeit, sichere Jobs?“ von Markus Promberger u.a. befaßt sich mit der 1993 eingeführten Arbeitszeitverkürzung bei der VW AG. Die Arbeitszeit wurde von 36 auf 28,8 Wochenstunden reduziert. Das neue Arbeitszeitmodell wurde in folgenden Zeitprofilen eingeführt: als Vier - Tage - Woche, bzw. als Fünf - Tage - Woche mit geringeren Arbeitszeiten pro Tag oder als Schichtsystem mit rollierenden freien Tagen. Außerdem wurde die Verkürzung ohne Lohnausgleich angesetzt, das heißt, die Löhne sanken um cirka 16 %.

Zu dieser drastischen Senkung der Arbeitszeit hatte sich die VW AG aufgrund großer wirtschaftlicher Probleme entschlossen. „So wurde die VW AG zum einen vom aktuellen Konjunktureinbruch stark getroffen, die Nachfrage brach um 20 v. H. ein. Zum anderen sah sich das Unternehmen zunehmend mit den strukturellen Problemen der Automobilindustrie konfrontiert.“[2] 30000 Beschäftigten drohte die baldige Entlassung. Um dem entgegen zu wirken, entschied sich das VW – Unternehmen dazu, die nicht ganz risikofreie (da bisher unvergleichliche) Arbeitszeitverkürzung einzuführen. Die Verkürzung wurde tariflich festgelegt; Gewerkschaften und MitarbeiterInnen willigten ein, künftig für weniger Geld und in einer geringeren Zeitspanne ähnlich effektiv zu arbeiten, um so ihre Jobs sichern zu können.

Ziel der Studie „Weniger Geld, kürzere Arbeitszeit, sichere Jobs“ war es weniger, die Produktivität und wirtschaftlichen Auswirkungen des neuen Arbeitszeitmodells zu untersuchen, sondern vielmehr die sozialen und ökonomischen Veränderungen im Leben der Beschäftigten festzustellen. Im Mittelpunkt der Untersuchung standen die Fragen „Wie beeinflussen [die Arbeitszeitverkürzungen] deren Lebens- und Arbeitsgewohnheiten, deren Konsum-, Ausgaben und Spar - sowie Freizeitverhalten? Welche Auswirkungen haben sie auf die Verteilung des familialen Zeitbudgets?“[3]. Daraus hervorgehen sollte auch, wie die Beschäftigten mit dem niedrigeren Einkommen umgehen und was sie mit ihrer gewonnen Zeit anfangen.

Es wurde sowohl eine schriftliche als auch eine mündliche Beschäftigtenbefragung durchgeführt. Die schriftliche Befragung, eine standardisierte Repräsentativerhebung, wurde über die Hauspost verteilt und anonym wieder eingesammelt. Es wurden 2767 Beschäftigte befragt, die zufällig ausgewählt wurden und zu gleichen Teilen aus den verschiedenen Verdienstklassen stammten. So konnte die gesamte Belegschaft repräsentiert werden. Weitere 59 Beschäftigte wurden zusätzlich mündlich befragt.

[...]


[1] Auf die Funktion dieser Fragetypen werde ich nicht näher eingehen, da sich eine meiner Mitreferentinnen mit diesem Thema beschäftigte.

[2] M. Promberger/J.Rosdücher/H.Seifert/R.Trinczek, 1997: Weniger Geld, kürzere Arbeitszeit, sichere Jobs. Soziale und ökonomische Folgen beschäftigungssichernder Arbeitszeitverkürzung, Berlin, S. 19

[3] Ebd., S. 12

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Verschiedene Fragetypen in einem standardisierten Interview, ausgewählt aus dem Untersuchungsbeispiel 'Weniger Geld, kürzere Arbeitszeit, sichere Jobs?' von Markus Promberger
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Empirie I
Note
1,3
Autor
Jahr
1999
Seiten
13
Katalognummer
V2874
ISBN (eBook)
9783638117418
ISBN (Buch)
9783638901185
Dateigröße
490 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
standardisiertes Interview, Befragung, empirische Forschung, Empirie
Arbeit zitieren
Nadine Wickert (Autor), 1999, Verschiedene Fragetypen in einem standardisierten Interview, ausgewählt aus dem Untersuchungsbeispiel 'Weniger Geld, kürzere Arbeitszeit, sichere Jobs?' von Markus Promberger, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2874

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