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Zwischen Wahrheit und Wahnsinn. Psychopathen im Gerichtsfilm

Título: Zwischen Wahrheit und Wahnsinn. Psychopathen im Gerichtsfilm

Trabajo de Seminario , 2014 , 19 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anica Seidel (Autor)

Teatrología, danza
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"Aus der Anonymität der Alltäglichkeit ins prüfende Scheinwerferlicht der gerichtlichen Untersuchung geworfen sein, das eigene Leben durchröntgt, verformelt, bewertet zu sehen, was sonst heißt: unter Anklage stehen?"

Doch was passiert, wenn der Angeklagte mit dem eigenen Leben und seiner Identität spielt, Wahrheit und Wahnsinn sich unter dem Scheinwerferlicht der Gerechtigkeit vermischen und dies falsch gewertet und verurteilt wird?

Die vorliegende Arbeit wird von der Trias Wahrheit, Wahnsinn und Gerechtigkeit bestimmt. Die Begrifflichkeiten werden als gesellschaftliches Produkt durchleuchtet sowie im Hinblick auf die Problematik des Gerichtsverfahrens betrachtet.
Der Aspekt der Wahrheit im dargestellten Gerichtsverfahren des Films Zwielicht, von Gregory Hoblit aus dem Jahr 1996, erscheint für diese Untersuchung besonders interessant, da das Urteil, die Unzurechnungsfähigkeit des Täters, auf einer Lüge des Wahnsinns basiert und auf diese Weise Wahrheit und Wahnsinn interagieren.

Inwiefern Gerechtigkeit, Wahrheit und Wahnsinn definiert werden können, soll einleitend diskutiert werden. Im Hauptteil der Arbeit soll die Darstellung des Psychopathen bzw. einer Persönlichkeitsstörung im Gerichtsfilm am Beispiel des Films Zwielicht exploriert werden und anschließend unter dem Aspekt der Beständigkeit von Wahrheit diskutiert werden.
Anhand der Untersuchung soll eine kritische Sichtweise auf die Begrifflichkeiten und ihrer Verwendung in Bezug auf gesellschaftlich produzierte Wahrheit und ihrer symbolischen Vermittlung aufgezeigt und im Diskurs des Gerichtsfilms verortet werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. BEGRIFFSDEFINITION

2.1 WAHRHEIT

2.2 GERECHTIGKEIT

2.3 WAHNSINN

3. PSYCHOPATHEN IM GERICHTSFILM - ZWISCHEN WAHRHEIT UND WAHNSINN

3.1 OPFER ODER TÄTER?

3.2 DIE DARSTELLUNG DES WAHNSINNS

3.3 DER BESTAND DER WAHRHEIT

4. FAZIT

5. QUELLENVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das komplexe Wechselspiel zwischen den Begriffen Wahrheit, Wahnsinn und Gerechtigkeit im Kontext des Gerichtsfilms, unter besonderer Berücksichtigung der Inszenierung psychischer Störungen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese Begrifflichkeiten als gesellschaftliche Konstrukte fungieren und wie sie insbesondere im Film „Zwielicht“ genutzt werden, um Konventionen des Genres zu dekonstruieren und die Grenze zwischen Schuld und Unschuld zu verwischen.

  • Die philosophische Definition und gesellschaftliche Konstruktion von Wahrheit, Wahnsinn und Gerechtigkeit.
  • Die Inszenierung psychischer Störungen und dissoziativer Identitäten im Medium Film.
  • Das Spannungsfeld zwischen Rechtsprechung, moralischer Verantwortung und richterlicher Fehlbarkeit.
  • Die narrative Dekonstruktion der „Wahrheit“ anhand des Films „Zwielicht“.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Darstellung des Wahnsinns

Die Verwandlung von Aaron, der sensiblen, naiven und schüchternen Identität des Angeklagten, zu Roy, der brutalen, vulgären und aggressiven Identität, wird im Film insgesamt drei mal inszeniert und jeweils durch eine besondere Blickstruktur des Protagonisten eingeleitet.

Die erste Verwandlung des Täters erfolgt bei seinem zweiten Gespräch mit der Psychologin. Nach Fragen der Psychologin in Bezug auf seine Freundin Linda scheint Aron nervös zu werden und fasst sich aufgelöst an den Kopf, nachdem dieser argumentiert sich in Bezug auf Linda nicht äußern zu wollen und Kopfschmerzen zu bekommen. Das Piepsen der Kamera, anlässlich des schwachen Akkus, verstärkt die angespannte Atmosphäre. Eine Nahaufnahme seines Gesichtes folgt. Der Blick von Roy scheint, als wolle er die Psychologin, mit der er interagiert, bannen und fixieren. Es ist vor allem der starre Blick und die von unten hoch schauenden Augen, die ihn zu seiner sonstigen Mimik als abnormal wirken lassen und die Disharmonie seines Verhaltens kennzeichnen. Dieser ‚Switch’ kann als ein Wechseln zwischen schon bestehenden Persönlichkeiten betrachtet werden, welcher durch äußere Reize ausgelöst wurde, getreu den Symptomen einer multiplen Persönlichkeitsstörung, die ihm daraufhin diagnostiziert wird. Der Blick als Zeichen seiner multiplen Identitätsstörung wird im Verlauf des Films ein zweites Mal aufgegriffen indem sein Strafverteidiger Martin Vail, gespielt von Richard Gere, das Videoband mit der Aufzeichnung der Untersuchung erneut anschaut und zum Wechsel spult. Ein Standbild des Blickes ist zu sehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Es wird die zentrale Trias aus Wahrheit, Wahnsinn und Gerechtigkeit eingeführt und das Untersuchungsziel am Beispiel des Films „Zwielicht“ dargelegt.

2. BEGRIFFSDEFINITION: Die theoretischen Grundlagen der drei zentralen Begriffe werden beleuchtet, wobei deren Charakter als gesellschaftliche Konstrukte hervorgehoben wird.

3. PSYCHOPATHEN IM GERICHTSFILM - ZWISCHEN WAHRHEIT UND WAHNSINN: Das Hauptkapitel analysiert die filmische Darstellung von Tätern mit psychischen Störungen und die Auswirkungen auf die Wahrnehmung des Rechts.

4. FAZIT: Die Ergebnisse der Untersuchung werden zusammengefasst und die Dekonstruktion filmischer Wahrheitskonstruktionen durch das Ende des analysierten Films bestätigt.

5. QUELLENVERZEICHNIS: Auflistung der verwendeten Literatur, Filmografie und Internetquellen.

Schlüsselwörter

Wahrheit, Wahnsinn, Gerechtigkeit, Gerichtsfilm, Zwielicht, Psychopath, Dissoziative Identitätsstörung, Recht, Moral, Filmwissenschaft, Inszenierung, Schuld, Täuschung, Konstruktivismus, Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Wechselverhältnis von Wahrheit, Wahnsinn und Gerechtigkeit und wie diese Konzepte innerhalb des Genres des Gerichtsfilms – exemplarisch anhand von „Zwielicht“ – verhandelt werden.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?

Im Mittelpunkt stehen die philosophischen Dimensionen von Rechtsnormen, die medizinisch-psychologische Definition von Wahnsinn sowie die mediale Inszenierung von psychischen Störungen im Kino.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Es soll analysiert werden, wie Filme durch das Spiel mit der Wahrnehmung psychischer Störungen gesellschaftliche Konstruktionen von Wahrheit in Frage stellen und dekonstruieren.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine filmwissenschaftliche Diskursanalyse, die durch philosophische und psychologische Literatur gestützt wird, um die Narration des Gerichtsfilms zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich konkret der Figur des Psychopathen im Gerichtsfilm, der Frage nach Täterschaft und Opferrolle, sowie der Bedeutung von Blickstrukturen für die Konstruktion von Identität.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wahrheit, Gerechtigkeit, Psychopathie, Gerichtsfilm, gesellschaftliche Konstruktion und Identitätsstörung sind die prägenden Begriffe.

Warum spielt die Figur des Aaron Stampler eine so zentrale Rolle für die Argumentation?

Aaron Stampler dient als Paradebeispiel für eine Täterfigur, deren multiple Identität die moralische Positionierung des Publikums und des Gerichts manipuliert und somit die fragile Natur der „Wahrheit“ im Prozess verdeutlicht.

Welche Rolle spielt die „Blickstruktur“ bei der Darstellung des Wahnsinns?

Der „irrende“ Blick, insbesondere das von unten nach oben Schauen, wird als filmisches Stereotyp identifiziert, das beim Zuschauer gezielt Angst und Empathie evoziert und den psychisch Kranken als „Anderen“ markiert.

Zu welchem Schluss kommt die Autorin hinsichtlich der richterlichen Wahrheitsfindung?

Die Arbeit schlussfolgert, dass die Justiz keine ultimative Wahrheit produzieren kann, da ihre Verfahrensweisen anfällig für Lügen und die Simulation von psychischen Störungen sind, wodurch das Rechtssystem selbst in seiner Gerechtigkeitsfunktion hinterfragt wird.

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Detalles

Título
Zwischen Wahrheit und Wahnsinn. Psychopathen im Gerichtsfilm
Universidad
University of Vienna  (Theater-, Film- und Medienwissenschaft)
Calificación
1,0
Autor
Anica Seidel (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
19
No. de catálogo
V287616
ISBN (Ebook)
9783656878520
ISBN (Libro)
9783656878537
Idioma
Alemán
Etiqueta
Courtroom Drama Die Darstellung des Wahnsinns Filmgeschichte Psychopath Wahnsinn
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anica Seidel (Autor), 2014, Zwischen Wahrheit und Wahnsinn. Psychopathen im Gerichtsfilm, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287616
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