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Energieschulden bei Sozialleistungsempfängern

Risikofaktoren einer Überschuldung

Titel: Energieschulden bei Sozialleistungsempfängern

Bachelorarbeit , 2014 , 83 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: Michael Hubert (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit Energiearmut und den Ursachen der Überschuldung durch Energielieferungen bei Sozialleistungsempfängern auseinander.
Mit steigenden Strompreisen nimmt auch die Anzahl der Personen zu, die sich durch Nachforderungen aus Endabrechnungen überschulden. Zudem droht diesem Personenkreis immer häufiger eine Liefersperre. Unkenntnis und mangelnde Information verschärfen diese Problematik. Im theoretischen Teil dieser Arbeit wird sich mit dem Begriff Energiearmut näher auseinandergesetzt. Es folgt im Hauptteil eine Betrachtung der verschiedenen Ursachen, da Einkommensarmut nicht alleine diese Problematik bedingt. Es schließen sich die Folgen von Energiearmut an. Darauf aufbauend werden Ansätze aus den Bereichen Energiesparberatungen und Sozial- bzw. Spartarifen sowie rechtliche Aspekte erläutert. Detailliert werden die Voraussetzungen für eine Liefersperre und mögliche Lösungsansätze beschrieben. Ergänzt wird der Hauptteil durch Forderungskataloge gegen Energiearmut. Abschließend werden Ansätze aus Großbritannien, Belgien und Frankreich vorgestellt, die die Ursachen und Folgen von Energiearmut verringern sollen. Den Schlussteil bilden zwei Interviews* mit Energieschuldnern aus der Sozialberatung für Schuldner der Caritas Mannheim e. V. Mit der Auswertung der Interviews und unter Berücksichtigung des Theorieteils werden Handlungsempfehlungen für die Praxis in der Schuldnerberatung abgeleitet.

*Die Interviewtranskripte wurden aus dieser Arbeit entfernt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Einführung

2.1 Begriffsbestimmungen

2.2 Strompreisentwicklung

2.3 Berücksichtigung von Energiekosten im Regelsatz

2.4 Mahnungen und Liefersperren

3 Energiearmut

3.1 Ursachen

3.1.1 Einkommen und Strompreis

3.1.2 Verhaltensweisen

3.1.3 Energieineffiziente/r Wohnraum und Ausstattung

3.2 Folgen

3.3 Gegenmaßnahmen

3.3.1 Energiesparberatungen

3.3.2 Stromzähler und Abrechnung

3.3.3 Sozial-/Spartarife

3.3.4 Rechtliche Aspekte

3.3.5 (Drohende) Liefersperre

3.3.6 Weitere Forderungen

3.3.7 Ausland

4 Interviews von Betroffenen

4.1 Fragenkatalog

4.2 Interviewpartner

4.3 Auswertung der Interviews

4.4 Handlungsanweisungen für die Praxis

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen und Folgen von Energiearmut sowie die daraus resultierende Überschuldungssituation bei Sozialleistungsempfängern, um auf dieser Basis Handlungsempfehlungen für die praktische Schuldnerberatung abzuleiten.

  • Analyse von Energiearmut und deren Ursachenkomplexen (Einkommen, Strompreise, Wohnsituation).
  • Bewertung von Gegenmaßnahmen wie Energiesparberatungen, Sozialtarifen und rechtlichen Aspekten.
  • Untersuchung der Problematik von Liefersperren und Forderungskatalogen.
  • Internationaler Vergleich von Strategien gegen Energiearmut.
  • Auswertung von Interviews mit Betroffenen zur Ableitung praxisorientierter Handlungsanweisungen.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Verhaltensweisen

Bisher liegen kaum belastbare Daten zum Energieverbrauchsverhalten von Haushalten mit niedrigem Einkommen vor. Eine aus dem Jahre 2013 angekündigte Untersuchung zu dem Energieverbrauchsverhalten von Haushalten, die Leistungen nach SGB II und SGB XII beziehen, wurde bisher noch nicht durchgeführt, soll aber noch dieses Jahr beginnen.

Ein Faktor kann die Anschaffung elektrischer Geräte wie Computer, Videospielkonsole, TV-Gerät, Smartphone, etc. sein. So ist durch die „gestiegene Nutzungsdauer und Anzahl der Geräte … der Stromverbrauch für TV/Audio und Büro in den letzten Jahren am meisten gestiegen.“ Auch können Fehleinschätzungen des Verbrauchs ursächlich für Energiearmut sein. So ist es denkbar, dass aus Unwissenheit an der vermeintlich richtigen Stelle Energie eingespart und bei verbrauchsstarken Geräten weniger auf den Energieverbrauch geachtet wird. Laut einer Umfrage der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) schätzen viele Deutsche ihren eigenen Energieverbrauch falsch ein. So kommt die Umfrage zu dem Ergebnis, dass 38 Prozent der Befragten denken, dass die Elektrogeräte im Haushalt die meiste Energie benötigen. Diese machen jedoch nur durchschnittlich etwa 9 Prozent des Verbrauches aus. Den Großteil hingegen, nämlich 57 Prozent, wird für die Heizung und Warmwasserbereitung aufgebracht. Eine weitere Schlussfolgerung der Befragung ist, dass insbesondere jüngere Personen den Verbrauch von Elektrogeräten zu hoch und den Verbrauch der Heizung zu niedrig einschätzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die existenzielle Notlage von Sozialleistungsempfängern bei Energieschulden und Liefersperren und stellt die Forschungsfrage der Arbeit dar.

2 Theoretische Einführung: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe definiert, die Strompreisentwicklung analysiert und die unzureichende Berücksichtigung von Energiekosten im Regelsatz kritisch beleuchtet.

3 Energiearmut: Dieses Hauptkapitel untersucht Ursachen, soziale sowie gesundheitliche Folgen von Energiearmut und bewertet diverse Gegenmaßnahmen sowie rechtliche Rahmenbedingungen.

4 Interviews von Betroffenen: Anhand von Experteninterviews mit Energieschuldnern werden persönliche Erfahrungen ausgewertet und konkrete Handlungsanweisungen für die Praxis abgeleitet.

5 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit politischer Maßnahmen sowie einer verstärkten Kooperation zwischen Sozialträgern und Energieversorgern.

Schlüsselwörter

Energiearmut, Energieschulden, Sozialleistungsempfänger, Strompreis, Liefersperre, Grundversorgung, Stromspar-Check, Regelsatz, Überschuldung, Sozialtarif, Energiekosten, Schuldnerberatung, Haushaltseinkommen, Existenzminimum, Energieeffizienz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Problematik von Energieschulden und Energiearmut bei Personen, die auf staatliche Sozialleistungen angewiesen sind, und beleuchtet die damit verbundenen Risiken einer Überschuldung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Entwicklung der Energiepreise, die Anrechnung von Stromkosten in den Regelsätzen, die Ursachen für Energiearmut sowie die sozialen und gesundheitlichen Auswirkungen von Energiesperren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Ursachen von Energieschulden bei Sozialleistungsempfängern zu identifizieren und Möglichkeiten sowie Handlungsempfehlungen für die Schuldnerberatung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie auf eine qualitative Auswertung von Interviews mit betroffenen Energieschuldnern, ergänzt durch Daten aus der Praxis der Schuldnerberatung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich intensiv den Ursachen und Folgen von Energiearmut sowie verschiedenen Gegenmaßnahmen, wie Energiesparberatungen, Stromzählern, Tarifen und rechtlichen Aspekten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Energiearmut, Energieschulden, Liefersperre, Sozialleistungsempfänger, Regelsatz, Strompreis und Schuldnerberatung.

Warum reicht der im Regelsatz vorgesehene Betrag für Strom oft nicht aus?

Der Regelsatz orientiert sich an einem Verbrauchsverhalten von Niedrigeinkommensbeziehern, nicht aber an den speziellen Bedingungen von Sozialleistungsempfängern, die sich tagsüber häufiger zu Hause aufhalten und oft in energetisch ineffizienten Wohnungen leben.

Welche Rolle spielt der Stromspar-Check?

Der Stromspar-Check ist ein präventives Projekt, das einkommensschwache Haushalte bei der Senkung ihrer Stromkosten unterstützt, die Beratenen sensibilisiert und damit sowohl die Haushalte als auch die Sozialleistungsträger finanziell entlastet.

Inwieweit unterscheiden sich die Lösungsansätze im Ausland?

Länder wie Großbritannien, Belgien und Frankreich setzen verstärkt auf nationale Strategien, automatische Sozialtarife für bedürftige Gruppen und gesetzliche Schutzbestimmungen, die Liefersperren unter bestimmten Bedingungen untersagen.

Was ergibt sich aus der Auswertung der Interviews für die Beratungspraxis?

Die Auswertung zeigt, dass Betroffene oft nicht über ihre Rechte (z.B. verkürzte Abrechnungen oder Mehrbedarfe) informiert sind, weshalb eine proaktive Beratung und eine bessere Vernetzung zwischen Schuldnerberatung, Sozialträgern und Versorgern notwendig ist.

Ende der Leseprobe aus 83 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Energieschulden bei Sozialleistungsempfängern
Untertitel
Risikofaktoren einer Überschuldung
Hochschule
SRH Hochschule Heidelberg  (Fakultät für Sozial- und Rechtswissenschaften)
Note
1,8
Autor
Michael Hubert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
83
Katalognummer
V287671
ISBN (eBook)
9783656880448
ISBN (Buch)
9783656880455
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schuldnerberatung ALG-II BAGFW BGB BNetzA BUND DCV Deutscher Caritasverband dena DIW eaD EEG EVS Einkommens- und Verbrauchsstichprobe GG Grundgesetz kWh Kilowattstunde Ofgem Office of Gas and Electricity Markets RBEG RBSFV SCHUFA SGB StGB StromGVV WHO Energieschulden Sozialleistungsempfänger Energiearmut Liefersperre Einkommensarmut Energiesparberatungen Sozialtarif Spartarif Check24 Strom Mahnungen Energiekosten Überschuldung SGB II SGB XII fuel poverty gap Hills-Indikator Regelsatz Hartz IV BT-Drs. 17/3404 Code 0451 010 Mehrbedarf dezentrale Warmwassererzeugung Stromspar-Check Stromsparhelfer Stromschulden Stromzähler MVV Mannheim EEG-Umlage AG Köln LSG Sachsen-Anhalt SG Trier A/RES/217 A (III) S 1 AS 256/10 ER 201 C 464/12 RICHTLINIE 2009/72/EG RICHTLINIE 2003/96/EG
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Hubert (Autor:in), 2014, Energieschulden bei Sozialleistungsempfängern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287671
Blick ins Buch
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