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Wie wirkt sich der Wertewandel in unserer Gesellschaft aus unter dem Aspekt einer immer länger andauernden Ausbildungszeit sowie einer veränderten Altersphase

Title: Wie wirkt sich der Wertewandel in unserer Gesellschaft aus unter dem Aspekt einer immer länger andauernden Ausbildungszeit sowie einer veränderten Altersphase

Term Paper , 2003 , 13 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Ella Henschel (Author)

Sociology - Old Age
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Summary Excerpt Details

Auf einer Reise nach Irland lernte ich vor Jahren eine damals 72 jährige Frau kennen. Ich war
überrascht wie aktiv und selbstsicher sie im Flugzeug auftrat. Beim Warten auf den Anschlussflug
kamen wir in ein Gespräch. Es stellte sich heraus, dass sie auf dem Weg zu ihrem
Haus war. Dieses Haus musste sie sich aufgrund von Erbstreitigkeiten auf dem Rechtsweg im
Alter von 67 Jahren in Irland erkämpfen. Ich finde es auch heute noch beeindruckend, das sie
mit Englischkenntnissen aus ihrer Schulzeit eine für andere aussichtlose Auseinandersetzung
mit einem fremden Rechtsystem begann, um einen für sie wichtigen Teil in ihrem Leben zu
beginnen, wo andere sich zur Ruhe setzen und Rosen im Garten züchten, was sie nebenbei
auch noch tat.
Es entstand in mir die Frage, warum sich manche Menschen aktiv in Krisensituationen in ihrem
Leben, altersunabhängig, auf eine neue Situation besser einstellen. Ist Individualität erlernbar?
Der individuelle Lebenslauf prägt einen Menschen. Inwieweit lassen wir uns von
unserer Gesellscha ft formen. Individualität ist heute wichtiger denn je. Der rasche Wandel
von Modetrends, die wirtschaftlichen Krisen und damit das Wegfallen eines vermeintlich sicheren
Arbeitsplatzes lassen kaum längerfristige Planungen zu. Unsere Gesellschaft fordert
von uns sich auf immer neue Situationen einzustellen.
Zuerst möchte ich kurz die Frage beantworten was Individualität bedeutet und wie sich das
Individuum in die Gesellschaft einfügt Dabei mache ich einen kurze geschichtliche Einführung
wie sich die Gesellschaft wandelte. Meine Sichtweise steht unter der Frage, wie steht das
Individuum zur Gesellschaft. Anhand vom institutionalisierten Lebenslauf und seiner Auflösung
frage ich, wie die Gesellschaft darauf reagiert. Die veränderten Lebensphasen werden
dies verdeutlichen. Die Zusammenfassung Shell Studie 2002 zeigt den Wertewandel der Jugend
auf.
Wie reagieren die ältern Menschen auf diesen Wertewandel? Können sie mit dieser neuen
Situation zurechtkommen. Unsere Gesellschaft fordert, dass der Bürger sich auf die neue Situation
einstellen soll. Einschnitte im Sozialversicherungssystem sind die ersten Schritte.
Unmut wird laut. Führt dieser Unmut zum Handeln? Ich versuche, diese Frage für mich im
Schlussteil zu beantworten, damit ich in der Lage bin, bei Bedarf eine richtige Antwort zu
geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

1.0 Was ist Individualität?

2.0 Wie fügt sich das Individuum in die Gesellschaft ein um bestehen zu können

2.1 Die Umwandlung des institutionalisierten in den deinstitutionalisierten Lebenslauf

3.0 Wie wirkt sich unsere Gesellschaftsform auf das Lebensalter aus?

3.1 Die Kindheitsphase

3.2 Die verlängerte Jugendphase

3.3 Die Erwerbs- und Altersphase

4.0 Wie sieht sich die Jugend heute „Shell Studie 2002“

5.0 Die Altersphase als Störfall im Leben

6.0 Wie wirkt sich der Wertewandel in unserer Gesellscha ft aus unter dem Aspekt einer immer länger andauernden Ausbildungszeit sowie einer veränderten Altersphase unter soziologischer Sicht.

7.0 Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht den soziologischen Wertewandel in der Gesellschaft und analysiert dessen Auswirkungen auf den menschlichen Lebenslauf, insbesondere im Kontext verlängerter Ausbildungszeiten und veränderter Altersphasen.

  • Historische Entwicklung von Individualisierung und Lebenslaufkonzepten.
  • Analyse der verlängerten Jugendphase und deren Einfluss auf die Lebensgestaltung.
  • Untersuchung der Shell Studie 2002 hinsichtlich moderner Jugendwerte und Zukunftsoptimismus.
  • Herausforderungen der Altersphase im Kontext des soziostrukturellen Wandels und des Sozialversicherungssystems.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Umwandlung des institutionalisierten Lebenslauf in den deinstitutionalisierten Lebenslauf

Mitte der 60iger Jahre veränderte sich der Begriff Individualität durch sozialstrukturelle Veränderungen. So verloren formal dominante Organisationen wie z. B. die Kirche ihre Monopolstellung und andere Organisationen ermöglichten eine Alternative. Gleichzeitig nahm die Zustimmung der Bevölkerung an den bestehenden Normen und Werte ab. Es kam zu einer Verschiebung in Richtung lockeres Engagement. Der institutionalisierte Lebenslauf verlor an Bedeutung. Ein Faktor ist die Zeit. Tempo bestimmt unser Leben heute mehr denn je. Es wird immer schwerer, zeitliche Abstimmungen zu treffen.

So ist es heute zum Beispiel nicht mehr ratsam, dass die Frau sich nur der Kindererziehung und dem Haushalt widmet, da durch den kontinuierlichen Stellenabbau in der Wirtschaft eine durchgehende Beschäftigung bei einem Arbeitgeber nicht mehr gewährleistet ist. Theoretisch benötigen beide Lebenspartner eine Tätigkeit, um die Bedürfnisse des täglichen Lebens für die Familie zu sichern.

Gleichzeitig kommt es zu einer immer größeren Differenzierung in der Arbeitswelt. Dadurch wird es dem Menschen immer mehr erschwert, sich im Rahmen eines Lebens auf eine bestimmte Tätigkeit festzulegen. Auf Grund der Globalisierung wird die Erwartung zur Mobilität im Umfeld des Einzelnen vergrößert.

Somit hat der moderne Mensch die eigene Entscheidungsfreiheit, wie er sein Leben gestalten will. Das Gelingen ist durch viele Faktoren wie Zeit, Mobilität und sachlichem Wissen abhängig, ohne dass eine Sicherheit hierfür gewährleistet ist. (Hohm, S. 139 – 144)

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Individualität in einer sich rasch wandelnden Gesellschaft und stellt die Forschungsfrage nach dem Umgang mit neuen Lebenssituationen.

1.0 Was ist Individualität?: Dieses Kapitel definiert Individualität als eine Eigenschaft, die durch die Auseinandersetzung des Individuums mit seiner Umwelt und Gemeinschaft entsteht.

2.0 Wie fügt sich das Individuum in die Gesellschaft ein um bestehen zu können: Hier wird der historische Wandel von der ständischen Gesellschaft hin zum institutionalisierten Lebenslauf analysiert, der Sicherheit durch klare Rollenzuweisungen bot.

2.1 Die Umwandlung des institutionalisierten in den deinstitutionalisierten Lebenslauf: Dieses Kapitel beschreibt den Prozess des Strukturwandels ab den 1960er Jahren, der zu einer höheren Entscheidungsfreiheit bei gleichzeitigem Verlust an Sicherheit führt.

3.0 Wie wirkt sich unsere Gesellschaftsform auf das Lebensalter aus?: Die Untersuchung zeigt auf, wie der Zwang zur Individualisierung die gesamte Lebensspanne durchdringt und zu neuen Anforderungen an die Selbstbeschreibung führt.

3.1 Die Kindheitsphase: Es wird dargestellt, wie veränderte Familienstrukturen und soziale Umfelder die Sozialisation von Kindern maßgeblich beeinflussen.

3.2 Die verlängerte Jugendphase: Das Kapitel analysiert die Ausdehnung der Bildungszeit und die daraus resultierenden neuen Anforderungen an das Zeitmanagement der Jugendlichen.

3.3 Die Erwerbs- und Altersphase: Hier wird die Verkürzung der Erwerbsbiografie thematisiert, die durch späten Berufseinstieg und vorzeitige Verrentung unter Druck gerät.

4.0 Wie sieht sich die Jugend heute „Shell Studie 2002“: Auf Basis empirischer Daten wird ein Wertewandel identifiziert, der sich durch Pragmatismus, Karriereorientierung und Treue auszeichnet.

5.0 Die Altersphase als Störfall im Leben: Dieses Kapitel diskutiert die gesellschaftliche Abwertung des Alterns in einer leistungsorientierten Kultur und die damit verbundene Ausgrenzung.

6.0 Wie wirkt sich der Wertewandel in unserer Gesellscha ft aus unter dem Aspekt einer immer länger andauernden Ausbildungszeit sowie einer veränderten Altersphase unter soziologischer Sicht.: Die Schlussbetrachtung stellt fest, dass die Verschiebung der Altersstruktur das zentrale Problem darstellt und intergenerationale Lösungen erforderlich macht.

Schlüsselwörter

Individualität, Wertewandel, Lebenslauf, Institutionalisierung, Deinstitutionalisierung, Jugendphase, Erwerbsbiografie, Altersphase, Shell Studie 2002, Sozialversicherungssystem, Leistungsgesellschaft, Globalisierung, Sozialisation, Demografischer Wandel, Generationenvertrag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des soziologischen Wertewandels auf den Lebenslauf des Einzelnen in unserer heutigen Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten gehören der Wandel von institutionalisierten Lebensläufen, die verlängerte Ausbildungszeit, die spezifische Situation der Jugend sowie die Rolle alternder Menschen in einer leistungszentrierten Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel besteht darin, zu verstehen, wie Individuen ihre Identität innerhalb eines flexiblen, aber unsicheren sozialen Systems gestalten und welche Lösungen für den generationsübergreifenden Zusammenhalt gefunden werden müssen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse soziologischer Konzepte sowie der Auswertung empirischer Daten, insbesondere der Shell Jugendstudie 2002.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Individualisierung, den Übergang zum deinstitutionalisierten Lebenslauf, die Beschreibung der verschiedenen Lebensphasen (Kindheit, Jugend, Alter) sowie die Diskussion von Arbeitswelt und Rentensystem.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Individualität, institutionalisierter Lebenslauf, Wertewandel, Leistungsdruck und Generationenverantwortung.

Wie verändert sich laut der Arbeit die Rolle der Frau im Lebenslauf?

Die Arbeit stellt fest, dass das traditionelle Modell der alleinigen Kindererziehung und Haushaltsführung aufgrund ökonomischer Zwänge und des Wandels der Lebensformen zunehmend durch eine notwendige Erwerbstätigkeit beider Partner abgelöst wurde.

Welche Rolle spielt das Sozialversicherungssystem in der Schlussfolgerung?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass das aktuelle Sozialversicherungssystem aufgrund der demografischen Verschiebung und der verkürzten Erwerbsphasen vor großen Herausforderungen steht, was neue soziale Lösungen zwischen Jung und Alt erfordert.

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Details

Title
Wie wirkt sich der Wertewandel in unserer Gesellschaft aus unter dem Aspekt einer immer länger andauernden Ausbildungszeit sowie einer veränderten Altersphase
College
Catholic University of Applied Sciences Freiburg
Course
Schriftliche Hausarbeit
Grade
1,8
Author
Ella Henschel (Author)
Publication Year
2003
Pages
13
Catalog Number
V28772
ISBN (eBook)
9783638304610
Language
German
Tags
Wertewandel Gesellschaft Aspekt Ausbildungszeit Altersphase Schriftliche Hausarbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ella Henschel (Author), 2003, Wie wirkt sich der Wertewandel in unserer Gesellschaft aus unter dem Aspekt einer immer länger andauernden Ausbildungszeit sowie einer veränderten Altersphase, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28772
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