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Martin Luther und die Reformation. Luthers Ziele und seine Kritik an der christlichen Kirche

Titel: Martin Luther und die Reformation. Luthers Ziele und seine Kritik an der christlichen Kirche

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 26 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: B.A. Gabriele Grenkowski (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Martin Luthers 95 Thesen sowie die Zeit der Reformation kann man wohl zu Recht als eines der bekanntesten Kapitel der deutschen Geschichte bezeichnen. Der vermeintliche „Thesenanschlag“ Luthers an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg ist heutzutage geradezu legendär – auch wenn das Ereignis selbst in der Forschung umstritten ist. Mit seinen Ansichten und seiner Bereitschaft, öffentlich zu diesen zu stehen, leitete Luther eine Phase der Reformation in Deutschland ein und wurde praktisch zum Begründer der protestantisch-christlichen Glaubensrichtung, aus der bis heute neben der evangelischen Kirche eine Reihe anderer Glaubensgemeinschaften hervorgegangen sind, welche heutzutage auf der ganzen Welt zu finden sind.
Doch wie nahm Luthers „Kampagne“ gegen die christliche Kirche im Allgemeinen sowie den Ablasshandel im Besonderen ihren Anfang? Welche Ziele verfolgte Luther ursprünglich mit der Veröffentlichung seiner 95 in Latein verfassten Thesen, sowie dem in Deutsch verfassten und veröffentlichten Sermon von Ablass und Gnade? Hatte Luther wirklich einen derartigen Umbruch, wie er schließlich stattfand, im Sinn und war er sich dessen bewusst, welchen Anklang seine Theologie finden würde? Diese Fragen soll diese Hausarbeit erörtern und möglichst beantworten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Literatur und Forschungsstand

2. Luther als Mensch und Mönch

2.1 Kindheit und Jugend

2.2 Die Zeit im Kloster

3. Die christliche Kirche und der Ablasshandel

3.1 Was ist Ablass?

3.2 Ablasspredigt

4. Luthers Kritik an Kirche und Ablass

4.1 Die Vorgeschichte zu Luthers Thesen und reformatorischem Wirken

4.2 Die 95 Thesen

4.2.1 Thesenanschlag – Ja oder Nein?

4.3 Der Sermon von Ablass und Gnade

4.4 An den christlichen Adel deutscher Nation von des christlichen Standes Besserung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Ursprünge der Reformation und geht der zentralen Forschungsfrage nach, welche Ziele Martin Luther mit seiner frühen Kritik an der katholischen Kirche und insbesondere dem Ablasshandel verfolgte. Dabei wird analysiert, ob eine Kirchenspaltung von Beginn an beabsichtigt war oder ob es sich zunächst um den Versuch einer innerkirchlichen Reform handelte.

  • Biografische Prägung Martin Luthers vom Kind bis zum Mönch
  • Definition und Funktion des Ablasswesens im Mittelalter
  • Kritische Auseinandersetzung mit den 95 Thesen
  • Bedeutung des "Sermon von Ablass und Gnade" als volkssprachliches Werk
  • Reformatorische Programmatik in der Schrift an den deutschen Adel

Auszug aus dem Buch

4.2 Die 95 Thesen

Die 95 Thesen sind ganz klar das bekannteste Werk Luthers, von dem, jedenfalls bei uns in Deutschland, jedes Schulkind zumindest schon einmal etwas gehört hat. Dabei stellten die Thesen Luthers erste wirklich öffentliche Kritik an der Kirche bzw. der Ablasspraxis der Kirche dar. Verfasst wurden die Thesen ursprünglich auf Latein, womit sie trotz ihrer Veröffentlichung anfangs nur einem ausgewählten, gebildeten Publikum zugänglich waren. Aufgrund des Erfolges dauerte es jedoch nicht lange, bis erste Übersetzungen ins Deutsche erschienen. Mir liegen die Thesen in Deutsch vor, inklusive Luthers später hinzugefügten Resolutionen. Da es den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde, auf jede einzelne These einzugehen, werde ich hier nur einen Teil der Thesen näher beleuchten, nämlich jene, welche Luther Kritik an den Praktiken der Kirche am besten widerspiegeln.

Als erste wichtige These sehe ich These 5, welche wie folgt lautet:

„Der Papst will und kann keine Strafen erlassen als solche, die er nach seiner eigenen Entscheidung oder der der kirchlichen Satzungen auferlegt hat.“

Luther stellt hier in Frage, ob der Ablass durch den Papst bzw. im Namen des Papstes überhaupt als rechtskräftig anzusehen ist. Sollte dies nicht der Fall sein, wären jegliche Ablassbriefe natürlich ungültig. In der sechsten These setzt Luther diesen Gedanken fort:

„Der Papst kann keine Schuld anders erlassen als so, daß er erklärt und bestätigt, daß sie von Gott erlassen sei. Außerdem kann er sie in den ihm vorbehaltenen Fällen erlassen; wenn man ihn hier verachten würde, bliebe die Schuld voll bestehen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema Martin Luther und die Reformation sowie die Darlegung der zentralen Forschungsfragen dieser Hausarbeit.

2. Luther als Mensch und Mönch: Biografischer Abriss über Luthers Werdegang von der Kindheit bis zum Klostereintritt und der Priesterweihe.

3. Die christliche Kirche und der Ablasshandel: Erläuterung des katholischen Ablassbegriffs und der historischen Praxis der Ablasspredigten sowie deren Missbrauch.

4. Luthers Kritik an Kirche und Ablass: Detaillierte Analyse von Luthers Schriften und Thesen, einschließlich der Untersuchung des umstrittenen Thesenanschlags.

5. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage zur Intention Luthers hinter seinem reformatorischen Wirken.

Schlüsselwörter

Martin Luther, Reformation, 95 Thesen, Ablasshandel, Johannes Tetzel, Kirchenkritik, Papsttum, Thesenanschlag, Devotio moderna, Ablassbriefe, Sermon von Ablass und Gnade, An den christlichen Adel deutscher Nation, Kirchenspaltung, Christentum, Theologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Anfänge der Reformation durch Martin Luther und untersucht, welche Ziele er mit seiner Kritik am Ablasshandel und der katholischen Kirche verfolgte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Ablasswesen, die Biografie Luthers, die Analyse seiner Hauptschriften sowie die Frage nach der Entstehung der Kirchenspaltung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob Luther eine komplette Kirchenspaltung von Anfang an geplant hatte oder ob er lediglich Missstände innerhalb der Kirche reformieren wollte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine quellenbasierte historische Analyse, indem sie die 95 Thesen, den „Sermon von Ablass und Gnade“ und die Adelsschrift aus dem Jahr 1520 interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit Luthers Werdegang, der Definition des Ablasses, der Analyse der 95 Thesen, der Diskussion um den Thesenanschlag und der Untersuchung von Luthers reformatorischen Programmschriften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Martin Luther, Reformation, Ablasshandel, 95 Thesen, Papstgewalt und Kirchenspaltung.

Welche Bedeutung hat das Werk "An den christlichen Adel deutscher Nation"?

Es wird als reformatorisches Programm identifiziert, in dem Luther den deutschen Adel dazu aufruft, die Kirche zu reformieren, da er die geistliche Eigenständigkeit und das päpstliche Monopol auf Bibelauslegung infrage stellt.

Wie bewertet die Autorin den "Thesenanschlag"?

Die Autorin geht davon aus, dass der Thesenanschlag am 31.10.1517 stattfand und Luther seine Thesen damit einem breiteren Publikum zugänglich machen wollte.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Martin Luther und die Reformation. Luthers Ziele und seine Kritik an der christlichen Kirche
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Historisches Institut der RWTH Aachen)
Veranstaltung
Der Wormser Reichstag 1521
Note
2,7
Autor
B.A. Gabriele Grenkowski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
26
Katalognummer
V287742
ISBN (eBook)
9783656879718
ISBN (Buch)
9783656879725
Sprache
Deutsch
Schlagworte
martin luther reformation luthers ziele kritik kirche
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Gabriele Grenkowski (Autor:in), 2014, Martin Luther und die Reformation. Luthers Ziele und seine Kritik an der christlichen Kirche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287742
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Leseprobe aus  26  Seiten
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