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Das Warenhaus. Die Entwicklung des Einzelhandels im Kaiserreich

Titel: Das Warenhaus. Die Entwicklung des Einzelhandels im Kaiserreich

Hausarbeit , 2013 , 12 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Linda Molitor (Autor:in)

BWL - Wirtschafts- und Sozialgeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Europa ist im 19. Jahrhundert geprägt von sozialen, politischen und ideologischen Veränderungen. Die Ideen der Aufklärung und des Humanismus verbreiten sich wie ein Lauffeuer, der Deutsche Bund wird zum einigen Reich und Frankreich erneut zu einer Republik. Zwischen Wiener Kongress, Einigungskriegen und Erstem Weltkrieg darf man jedoch nicht die ökonomischen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts übersehen, die größtenteils Folge der Industrialisierung waren. Besonders auffällig und weitgreifend sind die Fortschritte des Einzelhandels, die sich in dieser Zeit beobachten lassen.
Bedingt durch das enorme Bevölkerungswachstum im gesamten europäischen Raum und die „Urbanisierung“, die städtische Ballungsräume von nie gekanntem Ausmaß entstehen ließ, entwickelte sich der bis dahin weit verbreitete Wanderhandel mehr und mehr zurück. An seine Stelle trat der „sesshafte Einzelhandel“, wie wir ihn heute gewohnt sind. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war es jedoch eine Neuheit, an einem Ort so viele Kunden zu finden, dass man nicht mehr mit seinen Waren reisen musste.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Warenhaus

2.1 Ökonomische Voraussetzungen

2.2 Zeitgeist

2.3 Entwicklung

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Entstehung und Entwicklung des Warenhauses im deutschen Kaiserreich unter Berücksichtigung des ökonomischen und gesellschaftlichen Wandels im 19. Jahrhundert sowie dessen Bedeutung für den Einzelhandel.

  • Wandel vom Wanderhandel zum sesshaften Einzelhandel
  • Ökonomische Rahmenbedingungen durch Industrialisierung und Urbanisierung
  • Der gesellschaftliche "Zeitgeist" und die Kritik am Warenhaus
  • Die historische Entwicklung vom Kaiserreich bis in die Nachkriegszeit
  • Die strukturellen Veränderungen im modernen Konsumverhalten

Auszug aus dem Buch

2.2 Zeitgeist

Das Warenhaus stand für die „Demokratisierung des Luxus“ 16 , denn erstmals gab es nun Konsumgüter der Bourgeoisie für wenig Geld zu kaufen. Durch freien Eintritt und ohne Kaufzwang auszuüben17, gewann das Kaufhaus nach und nach Kunden aus allen Bevölkerungsschichten und verringerte die Unterschiede zwischen diesen.

Das Warenhaus hatte nicht nur das Ziel „der Bedarfsdeckung, sonder [auch] der Bedarfsweckung“18, und das gelang ihm. Es wurden sogar „Massenartikel minderer Qualität, [eigens] […] für den Massenkonsum“ 19 produziert, um die „Neigung […] zum Konsum in immer breiteren Volksschichten […] auszubilden“20. Hauptzielgruppe waren damit vor allem Frauen aus den unteren Klassen. Der traditionellen Moralvorstellung des sich selbst versorgenden Landwirts stand nun die „Ausbildung und Ausbreitung […] konsumorientierter“21 Lebensformen gegenüber, was teils auf großen Unmut stieß. Kritiker sahen in „der hassenswerten Betriebsform“22 des Warenhauses all ihre Zukunftsängste vereint. Man fürchtete sich vor einem generellen Verlust der Sittlichkeit, kritisierte die hohe Feuergefahr durch „die enge Anhäufung von Waren“23 und bemängelte die Ausbeutung der Angestellten durch zu niedrige Löhne.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt den sozioökonomischen Kontext des 19. Jahrhunderts, in dem sich durch Industrialisierung und Urbanisierung der Einzelhandel grundlegend wandelte.

2. Das Warenhaus: Untersucht die Voraussetzungen, den kulturellen Widerstand sowie die historische Expansion und Transformation des Warenhauses.

2.1 Ökonomische Voraussetzungen: Erläutert, wie Industrialisierung, Lohnsteigerungen und veränderte Infrastrukturen die Basis für die neue Betriebsform bildeten.

2.2 Zeitgeist: Analysiert das neue Konsumverhalten und die damit verbundene gesellschaftliche Kritik der Zeit.

2.3 Entwicklung: Betrachtet die betriebliche Ausweitung, die Anpassung an Marktveränderungen und den späteren Wandel durch Konkurrenz und Deurbanisierung.

3. Fazit: Fasst zusammen, dass das Warenhaus ein zentrales Symbol der Massengesellschaft war, dessen Erfolg auf einer spezifischen Symbiose aus technischer und gesellschaftlicher Reife beruhte.

Schlüsselwörter

Warenhaus, Kaiserreich, Einzelhandel, Industrialisierung, Urbanisierung, Massenkonsum, Konsumgesellschaft, Zeitgeist, Warenhausdebatte, Filialsystem, Wirtschaftsentwicklung, Konsumkritik, Sozialgeschichte, Infrastruktur, Handel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entstehung und Etablierung des Warenhauses als innovative Betriebsform innerhalb des deutschen Einzelhandels im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die ökonomischen Rahmenbedingungen der Industrialisierung, die soziokulturelle Akzeptanz des Massenkonsums und die betriebswirtschaftliche Entwicklung der Kaufhäuser.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Bedeutung des Warenhauses für den deutschen Einzelhandel aufzuzeigen und zu erklären, warum es sich trotz gesellschaftlicher Widerstände erfolgreich etablieren konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historische Analyse, basierend auf einer Auswertung wirtschafts- und sozialgeschichtlicher Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die ökonomischen Voraussetzungen, der gesellschaftliche Zeitgeist samt der Kritik an dieser neuen Betriebsform sowie die Entwicklung über die Jahrzehnte bis in die Nachkriegszeit behandelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Warenhaus, Massenkonsum, Industrialisierung, Kaiserreich und die sich wandelnde Struktur des Einzelhandels.

Warum stießen Warenhäuser auf so heftigen Widerstand?

Kritiker befürchteten den Verlust traditioneller Moralvorstellungen, den Untergang des Mittelstands durch wirtschaftliche Übermacht und sahen in der "neuen" Form des Konsums eine Gefahr für die gesellschaftliche Ordnung.

Welchen Einfluss hatte der Zweite Weltkrieg auf die Warenhäuser?

Nach dem Krieg erwiesen sich die Warenhäuser als essenziell für die Versorgung der Bevölkerung, was eine Blütezeit der bekannten Ketten wie Kaufhof oder Karstadt einleitete.

Was führte schließlich zum Niedergang der großen Warenhäuser?

Die Deurbanisierung, die Entstehung von Shoppingcentern auf der grünen Wiese sowie die wachsende Mobilität durch das Auto veränderten das Konsumverhalten und entzogen den Innenstadt-Standorten die Grundlage.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Warenhaus. Die Entwicklung des Einzelhandels im Kaiserreich
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Note
1,3
Autor
Linda Molitor (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
12
Katalognummer
V287800
ISBN (eBook)
9783656880561
ISBN (Buch)
9783656880578
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Warenhaus Kaiserreich Einzelhandel Entwicklung Karstadt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Linda Molitor (Autor:in), 2013, Das Warenhaus. Die Entwicklung des Einzelhandels im Kaiserreich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287800
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