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Medien und Journalismus

Title: Medien und Journalismus

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 37 Pages

Autor:in: Sarah Pust (Author)

Sociology - Media, Art, Music
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Summary Excerpt Details

1. Prolog

Diese Arbeit entstand aus dem Hauptseminar ‚Soziologie der Medien und
Kommunikation’ unter der Leitung von Prof. Dr. Richard Münch im
Sommersemester 2001 an der Otto-Friedrich Universität Bamberg. Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema ‘Medien und Journalismus’, das aus soziologischer Perspektive dargestellt werden soll. Die Grenzen des Themas ‚Medien und Journalismus’ sind weitläufig. Es existieren zahllose Beiträge von renommierten Autoren und der Inhalt der ‚Medien und Journalismus’ wird von mindestens drei
Studiengängen, nämlich der Soziologie, der Journalistik und der Publizistik bearbeitet. Trotzdem bietet die Systemtheorie einen Ansatz, der es möglich macht, das Thema in einer kurzen Arbeit wie dieser in seinem Aufbau zu strukturieren.
Daher folgt diese Arbeit in soziologietheoretischer Perspektive Niklas Luhmanns Systemtheorie. Leider kann die Systemtheorie hier nur ansatzweise dargestellt werden, da sonst der Umfang der Arbeit bei weitem die übliche Seitenzahl überschreiten würde. Das Thema dieser Ausarbeitung entstammt der Speziellen Soziologie der Medien und Kommunikation. Diese bildet eine Schnittstelle zwischen
den Kommunikationswissenschaften und der Soziologie. Aus der
Kommunikationswissenschaft werden maßgeblich Weischenbergs Ausführungen dargestellt und mit den Beiträgen von Blöbaum, Rühl und Merten ergänzt.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Prolog

2. Medien und Journalismus

2.1 Was sind Medien?

2.2 Was ist Journalismus?

3. Die soziologische Basierung des Sozialsystems Journalismus

3.1 Reduktion der Komplexität durch Differenzierung

3.2 Journalismus als soziales System

3.2.1 Code

3.2.2 Programme

3.2.3 Autopoiesis

3.2.4 Organisationen und Institutionen

3.2.5 Rollen

4. Der soziale Kontext des Systems Journalismus

4.1 Massenmedien und ihre Wirkungen

4.2 Exkurs: Erläuterung der Wirklichkeitskonstruktion durch Medien am Beispiel der Reaktionen auf die US Attacken vom 11. September 2001:

4.3 Two Step Flow

4.4 Uses and Gratification

4.5 Gatekeeper

5. Epilog

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Sozialsystem Journalismus unter Einbeziehung soziologischer Systemtheorie zu analysieren, um dessen Struktur und gesellschaftliche Wirkungsweise zu verstehen. Dabei wird untersucht, wie Medien Wirklichkeit konstruieren und welche Einflüsse auf die journalistische Themenselektion wirken.

  • Systemtheoretische Grundlagen des Journalismus nach Luhmann
  • Konstruktion von Wirklichkeit durch Massenmedien
  • Analyse journalistischer Rollen und Strukturen
  • Medienwirkungsforschung (u.a. Two-Step-Flow, Uses and Gratification)
  • Entscheidungsprozesse innerhalb der Medienorganisationen (Gatekeeper-Ansatz)

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Code

In Funktionssystemen, wie dem Sozialsystem Journalismus, wird jede Operation anhand von zwei dichotomen Werten eingeordnet. Die Codes sind geschlossene Operationen, also nicht variabel. Anhand der binären Codes werden die Informationen, die aus der Umwelt an das System herangetragen werden, verarbeitet.

Der binäre Code besteht aus einem Wert und seinem Negativkorrelat und schließt dritte Möglichkeiten aus. Binäre Codes sind zum Beispiel: wahr/ unwahr, aktuell/ nicht-aktuell, Recht/ Unrecht, geliebt/ ungeliebt usw. Ohne den Gegenwert kann die Form nicht funktionieren. Durch die Duplikation der Antwortmöglichkeiten des binären Codes wird sichergestellt, daß immer eine Anschlußkommunikation möglich ist. Dies ist notwendig, um das Fortbestehen des Systems zu sichern. Wird zum Beispiel eine gegebene Information als „unwahr“ identifiziert, so kann aus dieser Einschätzung eine Anschlußkommunikation erwachsen: die Forderung nach Berichtigung der Information. Durch die Codes führt das System seine Autopoiesis aus und schafft eine Differenz zwischen System und Umwelt. Ein Code genügt, um zu bestimmen, welche Operationen im System ablaufen und welche Aktionen der Umwelt angehören.

Der Code ‚Information/ Nicht-Information’ im System Massenmedien ist abhängig von der Zeit. Informationen lassen sich nicht wiederholen. Mit ihrem Verbrauch werden sie zur Nichtinformation, die keinen Wert mehr hat. Wenn ‚Information’ als Codewert genutzt wird, bedeutet dies zwangsläufig, daß die Operation des Systems ständig Nichtinformationen produziert. Dieser Prozeß treibt die Autopoiesis an, denn das Vorhandensein von Nichtinformation innerhalb des Systems erfordert eine Veränderung. Es muß für neue Informationen gesorgt werden. Diesen Sachverhalt nennt Luhmann ‚soziale Redundanz’, also den unmittelbar anschließenden Bedarf an neuer Information. Im System ‚Massenmedien’ hat dieser Prozeß den Effekt, daß die Gesellschaft in einem Zustand gehalten wird, der stetig mit Störungen rechnet. Die Überraschungen konfrontieren die Gesellschaft immer wieder mit neuen Problemen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Prolog: Einführung in das Thema der soziologischen Betrachtung von Medien und Journalismus im Rahmen einer Hausarbeit.

2. Medien und Journalismus: Definition der grundlegenden Begriffe Medien und Journalismus im wissenschaftlichen Kontext.

3. Die soziologische Basierung des Sozialsystems Journalismus: Darstellung der systemtheoretischen Grundlagen nach Niklas Luhmann zur Analyse journalistischer Prozesse.

3.1 Reduktion der Komplexität durch Differenzierung: Erläuterung, wie Differenzierung innerhalb gesellschaftlicher Systeme Komplexität reduziert.

3.2 Journalismus als soziales System: Untersuchung des Journalismus als operativ geschlossenes, selbstreferentielles soziales System.

3.2.1 Code: Analyse der binären Codierung als Grundlage für die Systemoperationen.

3.2.2 Programme: Beschreibung der Entscheidungsregeln, die den Umgang mit Informationen im System steuern.

3.2.3 Autopoiesis: Erläuterung der Fähigkeit des Systems zur selbstreferentiellen Reproduktion seiner Elemente.

3.2.4 Organisationen und Institutionen: Analyse der stabilisierenden Strukturen innerhalb des Journalismus.

3.2.5 Rollen: Untersuchung der Handlungsrollen von Individuen im Journalismus.

4. Der soziale Kontext des Systems Journalismus: Analyse der Wechselwirkungen zwischen Journalismus und Gesellschaft.

4.1 Massenmedien und ihre Wirkungen: Einführung in die mediensoziologische Wirkungsforschung und Kausalitätskonzepte.

4.2 Exkurs: Erläuterung der Wirklichkeitskonstruktion durch Medien am Beispiel der Reaktionen auf die US Attacken vom 11. September 2001:: Empirisches Fallbeispiel zur konstruktivistischen Perspektive auf Medienberichterstattung.

4.3 Two Step Flow: Diskussion des Zweistufenmodells der Kommunikation unter Berücksichtigung von Meinungsführern.

4.4 Uses and Gratification: Fokus auf die aktive Rolle des Publikums bei der Nutzung von Medien zur Bedürfnisbefriedigung.

4.5 Gatekeeper: Analyse der Einflussfaktoren bei der journalistischen Themen- und Informationsselektion.

5. Epilog: Abschließende Reflexion über die Bedeutung der soziologischen Perspektive auf Medien und Journalismus.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Journalismus, Massenmedien, Wirklichkeitskonstruktion, Autopoiesis, Code, Programme, Medienwirkung, Gatekeeper, Two-Step-Flow, Uses and Gratifications, Journalistische Rollen, Soziales System, Komplexitätsreduktion, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer soziologischen Analyse des Journalismus, wobei insbesondere die systemtheoretischen Konzepte von Niklas Luhmann angewandt werden, um das Wirken und die Struktur der Medien zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Systemtheorie, die Konstruktion von Wirklichkeit durch Medien, die Rolle von Journalisten als Akteure und verschiedene Ansätze der Medienwirkungsforschung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Journalismus als komplexes Sozialsystem darzustellen und die makrotheoretischen Effekte journalistischer Leistungen auf die Gesellschaft nachzuvollziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturbasierte, systemtheoretische Analyse gewählt, ergänzt durch Fallbeispiele zur Medienwirkungsforschung, um theoretische Konzepte zu veranschaulichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die systemtheoretische Fundierung des Journalismus (inkl. Codes, Programme, Autopoiesis) und die anschließende Untersuchung des sozialen Kontextes mittels klassischer Wirkungsforschungstheorien wie Two-Step-Flow und Gatekeeper-Forschung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Systemtheorie, Journalismus, soziale Konstruktion, Autopoiesis, Medienwirkung und Gatekeeper-Ansatz.

Was besagt das Zwiebelmodell von Weischenberg in diesem Kontext?

Das Zwiebelmodell dient als analytisches Werkzeug, um die verschiedenen Umwelten und Einflussfaktoren – vom Normenkontext bis zum Rollenkontext – zu identifizieren, die das System Journalismus konstituieren.

Wie wird das Fallbeispiel vom 11. September 2001 zur Erklärung von Wirklichkeitskonstruktion genutzt?

Das Beispiel verdeutlicht, wie Rezipienten auf Basis ihrer internen Kontexte (Erfahrungen/Einstellungen) aus dem Medien-Stimulus (Fernsehbild) subjektive Realitäten (z. B. "Teufelsfratze") konstruieren, was die theoretische Annahme des Konstruktivismus stützt.

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Details

Title
Medien und Journalismus
College
University of Bamberg  (Lehrstuhl fuer Soziologie II)
Course
HS Soziologie der Medien und Kommunikation
Author
Sarah Pust (Author)
Publication Year
2001
Pages
37
Catalog Number
V287
ISBN (eBook)
9783638102100
Language
German
Tags
Journalismus als soziales System Medienwirkungsforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Pust (Author), 2001, Medien und Journalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/287
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