Das Marketinginstrument Preispolitik und seine Einflussfaktoren


Seminararbeit, 2014

11 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Aufbau

3. Begriffsdefinition

4. Bestimmungsfaktoren
4.1 Bestimmungsfaktoren für Produkte
4.1.1 interne Faktoren
4.2.2 äußere Faktoren
4.2. Unterschied zwischen Produkten und Dienstleistungen

5. Preispolitik im Unternehmensplanspiel

6. Schlusswort

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Die Entscheidung über den Preis der angebotenen Produkte und Leistungen gehört mit zu den wichtigsten unternehmerischen Aktivitäten.“1 Die Preispolitik ist einer der Marketinginstrumente neben der Produktpolitik, der Kommunikationspolitik und der Distributionspolitik und ist für das Unternehmen von großer Bedeutung, denn sie hat enormen Einfluss auf den Absatz eines Produktes bzw. einer Dienstleistung. Die Preispolitik ist allerdings kein alleinstehendes Instrument des Marketing-Mix, sie muss vielmehr im Zusammenhang bzw. Zusammenarbeit mit anderen Instrumenten angesehen werden.2 Der Preis als eine der entscheidenden Größen für den Markanteil wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst.

2. Aufbau

Im Rahmen dieser Arbeit sollen zuerst für das Thema relevante Begriffe definiert werden und die wichtigsten Faktoren, die die Preise für ein Produkt bzw. eine Dienstleistung beeinflussen, beschrieben werden.

Im letzten Abschnitt wird die Preispolitik für Flurförderfahrzeuge auf dem Inlands- und Auslandsmarkt, die die verschiedenen Unternehmen während des gesamten Planspiels (sechs Perioden) verfolgt haben, untersucht. Zugleich wird die Auswirkung der Preisentscheidungen auf die jeweiligen Unternehmenserfolge (Periodenüberschüsse) dargestellt.

3. Begriffsdefinition

Was ist der „Preis“? Dieser Begriff wird von verschiedenen Buchautoren unterschiedlich definiert. Dennoch sind all diese Definitionen von ihrem Sinn ähnlich.

Hermann Diller erklärt den Begriff folgendermaßen:

„Der Preis ist definiert als die monetäre Gegenleistung („Entgelt“) eines Käufers für eine bestimmte Menge eines Wirtschaftsgutes bestimmter Qualität („Leistungsumfang“).“3

Ein anderer Autor, Hermann Simon, definiert den Preis etwas einfacher, er schreibt:

„Unter dem Preis eines Produktes oder einer Dienstleistung verstehen wir die Zahl der Geldeinheiten, die ein Käufer für eine Mengeneinheit des Produktes bzw. der Dienstleistung entrichten muss.“4

Der Preis ist bekanntlich ein traditionelles Instrument des Marketing. Neben dem Aspekt der Preisbestimmung verfügt der „Preis“ über zahlreiche Ebenen. Diese Vielseitigkeit des „Preises“ lässt den Betrachter oft von „Preismanagement“(Preispolitik) sprechen.5

„Preismanagement beschäftigt sich mit der Analyse, Planung, Umsetzung und Kontrolle von Strategien und operativen Entscheidungen, die die Art, den Umfanges und die Konditionen der Gegenleistungen betreffen, die [...] Kunden für die Inanspruchnahme einer Leistung eines Unternehmens [...] zu entrichten haben, sowie deren Wahrnehmungen bei denselben.“6 Diese Definition verdeutlicht, dass der Preis über mehrere Schritte bestimmt wird und dabei sowohl von internen als auch von äußeren Faktoren beeinflusst wird.

4. Bestimmungsfaktoren

4.1 Bestimmungsfaktoren für Produkte

Es gibt viele Faktoren, die den Preis beeinflussen. Man unterscheidet dabei grob zwischen internen und äußeren Faktoren. Die internen Faktoren werden hauptsächlich von den Aktivitäten innerhalb eines Unternehmens bestimmt, die äußeren hingegen werden von der Konkurrenz und der Nachfrage am Markt beeinflusst.

4.1.1 interne Faktoren

Die internen Faktoren beinhalten grundsätzlich alle von dem Unternehmen abhängigen Aspekte, wie z.B. die Unternehmensstrategie, Produktionskosten, Marketing-Mix und selbstverständlich die Preispolitik.

Der Preis hängt in erster Linie von den Marketingzielen des Unternehmens ab. Verkauft das Unternehmen Luxusprodukte, so wäre es nicht angebracht mit einem niedrigem Preis zu handeln. Mit einem hohen Preis erreicht man allerdings auch kein hohen Marktanteil. Der Preis wird also auch von den anderen Instrumenten des Marketing-Mix (Kommunikations-, Distributions- und Produktpolitik) beeinflusst. Der „richtige“ Preis dient der Gewinnmaximierung, was das oberste Ziel jedes Unternehmens ist.7

Die Produktionskosten spielen ebenso eine große Rolle bei der Preisbildung. Kostenorientierte Verfahren der Preisfindung bauen auf der traditionellen Kostenträgerrechnung auf. Anhand der Daten aus der Kostenrechnung wird zunächst bestimmt, wie teuer die Produktion einer Einheit eines Produktes kostet, um anschließend den Preis so zu bestimmen, um die Kosten zu decken.8 Man sollte jedoch nicht den Preis allein an den Produktionskosten orientieren. Kostendeckung ist zwar wichtig, aber sich nur auf diesen internen Faktor zu konzentrieren, vertut Marktchancen und ignoriert externe Einflussfaktoren, die auch eine entscheidende Rolle bei der Preisbestimmung spielen.

4.2.2 äußere Faktoren

Die wichtigsten äußeren Faktoren sind unter anderem das Verhalten der Nachfrager und der Konkurrenz und auch Eingriffe seitens des Staates, der gesetzliche Mindest- oder Höchstpreise vorgeben kann.9 Man unterscheidet in dieser Hinsicht zwischen einer nachfrageorientierten und einer konkurrenzorientierten Preisfestsetzung. Der Fokus der nachfrageorientierten Preisbildung liegt bei Zahlungsbereitschaft der Kunden für ein Produkt Geld auszugeben. Existieren auf dem Markt Konkurrenten, so wird die Nachfrageelastizität besonders wichtig. Sie gibt an wie stark die Nachfrage nach einem Produkt bzw. einer Dienstleistung auf Veränderungen einer anderen Größe reagiert. Im Rahmen dieser Arbeit ist nur eine Form der Nachfrageelastizität, nämlich die Preiselastizität besonders interessant.

Preiselastizität gibt an wie stark die Nachfrage nach einem Produkt bzw. einer Dienstleistung auf Veränderungen des eigenen Preises reagiert.10 Die Preiselastizität der Nachfrage wird von vielen Faktoren beeinflusst. Genannt seien die Verfügbarkeit des Produktes, der Luxusgrad der Produkte und die Marktabgrenzung. Ein Wettbewerbsmarkt hat demnach zur Folge, dass die Nachfrager preissensibler reagieren, da es viele Anbieter für ein Produkt gibt.11 Anders ist es bei einem Monopol, wenn ein Produkt nur von einem Unternehmen angeboten wird. Die Besonderheit des Monopolisten hinsichtlich der Preisbestimmung zeichnet sich dadurch aus, dass er nicht auf die Konkurrenz und ihre Preise achten muss, sondern ausschließlich auf die Reaktionen der Kunden auf seinen eigenen Preis.12

Bei einer konkurrenzorientierten Preisbildung wird der Preis der Konkurrenz für die eigene Preisbestimmung zu Grunde gelegt.13 Um sich von der Konkurrenz abzuheben sollte ein Unternehmen beispielweise seine Produkte verbessern oder sich mithilfe anderer Maßnahmen (wie z.B. Kundenrabatte, Aktionen) bei den Nachfragern präsentieren. Diller nennt in diesem Zusammenhang mehrere Variablen, die im Bereich eines Konkurrenzumfeldes von großer Bedeutung sind. So erwähnt er die Preistransparenz, ein Maß für die Kenntnisse über die angebotenen Leistungen auf einem Markt.14 Eine hohe Preistransparenz bei den Nachfragen bedeutet für die Anbieter, dass sie ihre Preise sorgfältiger ansetzen müssen, da bei einem „falschen“ Preis die Kenntnisse der Nachfrager über den Markt schnell zu Absatzrückgängen führen können.

[...]


1 Olbrich/Battenfeld (2007), S. 1

2 Vgl. Ebd.

3 Diller (1991), S. 20

4 Simon (1992), S. 3

5 Vgl. Siems (2009), S. V

6 Ebd., S. 5

7 Vgl. Simon (1992), S. 26

8 Vgl. Pechtl (2014), S. 120

9 Vgl. Simon (1992), S. 25

10 Vgl. Ebd., S. 93

11 Vgl. Pechtl (2014), S. 154

12 Vgl. Siems (2009), S. 135

13 Ebd., S. 77

14 Vgl. Diller (1991), S. 48

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Das Marketinginstrument Preispolitik und seine Einflussfaktoren
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
2,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
11
Katalognummer
V288034
ISBN (eBook)
9783656882626
ISBN (Buch)
9783656882633
Dateigröße
412 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
AKAD, BWL09, Planspiel, Assignment, Preispolitik
Arbeit zitieren
Artem Korneyev (Autor), 2014, Das Marketinginstrument Preispolitik und seine Einflussfaktoren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288034

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Das Marketinginstrument Preispolitik und seine Einflussfaktoren



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden