Progressive Muskelrelaxation. Ein Konzept über 8 Kurseinheiten


Ausarbeitung, 2013
24 Seiten, Note: 0,5

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1 Inhalt und Aufbau des Kurskonzeptes
1.1 Zielstellung und Begründung der ausgewählten Methode und Form
1.2 Organisation der notwendigen Ressourcen
1.3 Informationsblätter/ Übungsanweisungen/ sonstige Handzettel
1.4 Rahmenbedingungen
1.5 Anteile von Wissensvermittlung, Üben und Reflexion in Bezug auf die Dauer einer Kurseinheit
1.6 Exkurs: Vorgespräch mit den Teilnehmern
1.7 Inhalte und Lernziele der einzelnen Kurseinheiten
1.7.1 Erste Kurseinheit
1.7.2 Zweite bis achte Kurseinheit
1.8 Didaktisch-methodische Prinzipien
1.8.1 Grundlegende didaktische Prinzipien
1.8.2 Konkrete didaktisch-methodische Prinzipien

2 Detaillierte Darstellung der zweiten Kurseinheit
2.1 Inhalt, Dauer und Lernziel der zweiten Kurseinheit
2.2 Methodik der zweiten Kurseinheit
2.2.1 Stundenvorbereitung
2.2.2 Ankommen und Begrüßung
2.2.3 Erklären und Demonstrieren der ersten Übung
2.2.4 Entspannung
2.2.5 Zeit zum Genießen mittels Phantasiereise und Rücknahme
2.2.6 Erfassung von Veränderungen/ Übungsfortschritten und Reflexion der Teilnehmer sowie abschließendes Gespräch

3 Fazit
3.1 Allgemeine und eigene Bewertung
3.2 Veränderungen in der bereits durchgeführten Praxiseinheit
3.3 Schlussfolgerung

4 Literaturverzeichnis

5 Abbildungs-, Tabellen- und Abkürzungsverzeichnis
5.1 Abbildungsverzeichnis
5.2 Tabellenverzeichnis
5.3 Abkürzungsverzeichnis

Anhang

Anhang 1: Anamnesebogen

Anhang 2: PR-Text

1 Inhalt und Aufbau des Kurskonzeptes

1.1 Zielstellung und Begründung der ausgewählten Methode und Form

Mit der Verwendung dieses vorliegenden Kurskonzeptes soll den Teilnehmern innerhalb acht Kurseinheiten die PR vermittelt werden. Das Ziel der PR (nach Jacobson) ist es, durch muskuläre Entspannung dem Stresserleben entgegenzuwirken. Ein Anstieg der Muskelanspannung ist die Folge von Stress, Angst etc. Bei der PR werden sowohl die körperliche Funktion als auch die psychischen Zustände beeinflusst (vgl. HOFFMANN, 1999, S. 11).

Die Techniker Krankenkasse und das F.A.Z.-Institut fanden mittels einer statistischen Erhebung heraus, dass „mehr als 80% der Deutschen über Stress klagen (vgl. Abb.1). Bei etwa jedem Dritten ist die Anspannung schon zum Dauerzustand geworden. Als Ursachen nennen die Menschen in erster Linie Belastungen am Arbeitsplatz“ (GANGL & BIRKNER, 2009).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Jeder dritte unter Dauerdruck (vgl. GANGL & BIRKNER, 2009)

Als Zielgruppe wurden Männer und Frauen im mittleren Alter gewählt, die aktiv in einem Fitnessstudio trainieren und sich mehr Gelassenheit und Entspannung im täglichen Alltag und Beruf wünschen.

Das Ziel der PR ist die Entspannung einzelner Muskelpartien, die gleichzeitig eine Verbesserung des körperlichen und seelischen Befindens hervorrufen. Diese Fähigkeit soll vermittelt, erlernt und im täglichen Alltag, sei es im Beruf oder Zuhause, umgesetzt werden. Des Weiteren dient die PR zur Prävention von Erkrankungen wie z.B. Verspannungen, Kopf- und Gliederschmerzen, Herz- und Kreislauferkrankungen, Burn-out etc., die u.a. durch dauerhaften Stress entstehen. Im Folgenden werden verschiedene Entspannungsverfahren ausgelistet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: verschiedene Entspannungsverfahren (vgl. NORDIC FITNESS BERLIN, o.J.)

Als Methode für das Entspannungstraining ist die PR bewusst ausgewählt worden, da sie zu den körperlichen Entspannungsverfahren zählt und folgende Vorteile hinsichtlich der anderen, in Abb. 2 aufgeführten Entspannungsverfahren anbietet:

für Personen gut geeignet, die Konzentrationsschwierigkeiten haben

(Durch die PR wird der Konzentrationspunkt auf eine bestimmte Aufgabe gelenkt, z.B. die Arme anspannen. Dadurch wird das Problem der Ablenkung und des Einschlafens vermindert.)

ist leicht zu erlernen und verschafft oftmals schnellere Übungserfolge

leichter Zugang für sportlich bzw. körperlich orientierte Menschen, da die PR über eine Übungsreihenfolge trainiert wird

kann nach dem Erlernen verkürzt und in Alltagssituationen leicht eingesetzt werden

bietet größere Variationsmöglichkeiten und ein differenziertes Ansprechen von Muskelgruppen an

Die Methode der PR gibt verschiedene Anwendungsformen her, bei denen verschieden viele Muskelgruppen beansprucht werden: 16 Muskelgruppen, 7 Muskelgruppen und die kürzeste Form beinhaltet 4 Muskelgruppen. Für Fortgeschrittene wird die PR nur noch durch die reine Vorstellungkraft ausgeführt- auch Vergegenwärtigen genannt (siehe Kapitel 1.8.2). Dieses Kurskonzept befasst sich mit der längsten Anwendungsform. Die 16 Muskelgruppen sind in eine Reihenfolge von 14 Schritten zusammengefasst. Durch das Erlernen der umfassendsten Anwendungsform, kann im Alltag je nach individuellen Empfinden und den zeitlichen Ressourcen die PR angepasst und verkürzt werden.

1.2 Organisation der notwendigen Ressourcen

Der optimale, zeitliche Verfügungsrahmen einer Kurseinheit beträgt 60 Minuten. Die enthaltene Gruppenstärke von maximal 12 Teilnehmern gelten laut MATHESISUS (2012 S. 131) als optimale Voraussetzungen. Das Entspannungstraining wird in einer geschlossenen Gruppe durchgeführt, d.h. die Gruppe beginnt und beendet das Training gemeinsam. Der damit verbundene Vorteil ist die systematisch und methodisch aufgebaute Planung der Kurseinheiten (vgl. MATHESIUS, S. 132). Die Zusammensetzung der Alters- und Gruppenstruktur ist irrelevant. Lediglich mit Kindern und Jugendlichen erfolgt das Üben und Durchführen der PR mit anderen methodischen Gesichtspunkten. Für eine ideale Raumgröße sind zwei Faktoren von Bedeutung: Die TN benötigen ausreichend Platz, so dass es in liegender Position zu keiner Bewegungseinschränkung kommt. Allerdings darf der Raum auch nicht zu groß sein, da die Stimme und die Stimmfarbe des KL für das Entspannungstraining zwar angemessen ruhig aber trotzdem deutlich zu hören sein sollte. Darüber hinaus müssen alle TN im Blickfeld sein, so dass sich niemand im Rücken des KL befindet. Oftmals stellt eine kleine Erhöhung oder ein Podest eine Erleichterung da (vgl. MATHESIUS, 2012, S. 132). Neben der optimalen Raumgröße muss auch die Raumtemperatur eine besondere Achtsamkeit zugewiesen werden. Die Mindestraumtemperatur beträgt 21 Grad, da eine darunterliegende Temperatur entspannungshemmend wirkt. TN, die schnell dazu neigen zu frieren, sollten sich im Voraus warm genug kleiden. Notfalls stünden Decken zur Verfügung, deren Einsatz jedoch mit Sorgfalt zu betrachten ist, da sie die Sicht der An- und Entspannung für den KL einschränken (vgl. MATHESIUS, 2012, S. 133). In der Anfangsphase muss der Raum störungsfrei bzw. geräuscharm sein, so dass die Entspannung bestmöglich erreicht wird. Erst mit zunehmenden Lernfortschritten kann die Entspannung mit verschiedenen Geräuschkulissen wie z.B. auch mit Straßen- oder Nebengeräuschen geübt werden (vgl. MATHESIUS, 2012, S. 133). Die Entspannungshaltung während der Entspannungsübung wird in Kapitel 1.7.1.1 näher erläutert. In der Vorbereitungsphase sollten außerdem folgende materielle und personelle Ressourcen beachtet werden.

materielle Ressourcen:

mindestens 13 Matten

Decken (Mitnahme von TN)

Ersatzkissen/-decke für die TN (bei vergessener Mitnahme)

Erhöhung für den Kursleiter (Podest)

Anwesenheitsliste

Informations- und Übungsblätter für die TN

evtl. weitere Hilfsmittel für die einzelnen Kurseinheiten, z.B. Gummibänder für das „Thermometer“ etc.

personelle Ressourcen:

qualifizierter Kursleiter

geschultes Teampersonal für die Anamnese und zur inhaltlichen Informationsausgabe

qualifizierter Kursleiter (als Vertretung im Krankheitsfall)

1.3 Informationsblätter/ Übungsanweisungen/ sonstige Handzettel

Die Informations- und Übungsblätter, welche häufig als Hausaufgaben bekannt sind, dienen zur Förderung der Lerntransferleistung im Alltag. Das beschreibt die Fähigkeit, die in der Stunde erlernten Entspannungsübungen auf andere Situationen zu übertragen, zu verinnerlichen und eigenständig durchzuführen (vgl. GABLER WIRTSCHAFTSLEXIKON, o.J.). Damit die erlernten Übungen dauerhaften Erfolg versprechen, muss die PR im Alltag weiter ausgeübt werden. Um dies zu erleichtern, erhalten die TN zum Ende des Kurses eine CD mit der festen Übungsreihenfolge und verschiedenen Phantasiereisen.

1.4 Rahmenbedingungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 1: Rahmenbedingungen des Kurskonzepts (eigene Darstellung)

1.5 Anteile von Wissensvermittlung, Üben und Reflexion in Bezug auf die Dauer einer Kurseinheit

Der Grundaufbau einer Kurseinheit der PR gliedert sich in die drei Bestandteile Vorbereitung, Hauptteil und Nachbereitung, die nachstehend näher erläutert werden. Die Vorbereitung dient dem Erklären, Demonstrieren und Üben der einzelnen Übungen und umfasst 1/5 der Gesamtdauer. Die Durchführung der Entspannungsübung widmet sich dem Hauptteil. Darin ist eine Einleitung der Entspannung, die Entspannung in den entsprechenden Körperbereichen und eine Rücknahme enthalten (3/5 der Gesamtdauer). Die Nachbereitung, welche 1/5 der Gesamtdauer einnimmt, befasst sich mit einem abschließenden Gespräch (vgl. MATHESIUS, 2012, S. 140). Für die Wissensvermittlung wird in den ersten Stunden eine größere Zeitspanne eingerechnet, die in kommenden Kurseinheiten abnimmt. Für das abschließende Gespräch wird dagegen mehr Zeit eingeplant, da der Erfahrungsaustausch mit wachsender Gruppendynamik intensiver und ausgiebiger wird. Im Folgenden wird die zeitliche Aufteilung einer Kurseinheit tabellarisch festgehalten, welche sich nach den Richtlinien orientieren, allerdings keine Dogma darstellen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 2: Zeitliche Aufteilung einer Kurseinheit, Gesamtdauer 60 Min. (eigene Darstellung)

1.6 Exkurs: Vorgespräch mit den Teilnehmern

Bevor der Kurs beginnt, sollte im Vorfeld mit jedem einzelnen Teilnehmer ein Vorgespräch bzw. eine Anamnese durchgeführt werden. Diese dient zur Feststellung der Indikation, um im späteren Verlauf gezielte Lösungsansätze anzubieten. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, die Motivation des Teilnehmers einzuschätzen und um eine erste „emotionale Bindung“ zwischen dem KL und dem TN aufzubauen (vgl. GRÖNINGER, 1996, S. 31). Der Anamnesebogen ist im Anhang 1 beigefügt.

1.7 Inhalte und Lernziele der einzelnen Kurseinheiten

1.7.1 Erste Kurseinheit

Im Folgenden werden sowohl die Inhalte als auch die Lernziele der ersten Kurseinheit beschrieben.

1.7.1.1 Inhalte

In der Regel haben die Übungsstunden im Bereich des Entspannungstrainings eine feste Struktur. Bevor diese eingehalten werden kann, ist allerdings eine Einführungsstunde notwendig. Zunächst sollen sich die Teilnehmer vorstellen, damit eine vertrauensvolle Atmosphäre und eine Gruppendynamik entstehen. Wichtige Aspekte dabei sind z.B. die Erwartungen der TN (Zielsetzung) an den Kurs, die Vorerkenntnisse mit der PR sowie die Vorerfahrungen mit anderen Entspannungsmethoden. Im zweiten Schritt erläutert der Kursleiter das Grundprinzip der PR und sagt etwas zu dem Autor des Verfahrens. Darüber hinaus wird die methodische Vorgehensweise des Kursprogramm vorgestellt und organisatorische Fragen geklärt (vgl. MATHESIUS, 2012, S. 136) wie z.B.

[...]

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Progressive Muskelrelaxation. Ein Konzept über 8 Kurseinheiten
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
0,5
Autor
Jahr
2013
Seiten
24
Katalognummer
V288063
ISBN (eBook)
9783956875380
ISBN (Buch)
9783668004009
Dateigröße
679 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
DHfPG, Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, Entspannung, Progressive Muskelrelaxation, PM
Arbeit zitieren
Vicky Tlatlik (Autor), 2013, Progressive Muskelrelaxation. Ein Konzept über 8 Kurseinheiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288063

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