Der IFRS 11 legt neue Grundsätze für Unternehmen zur internationalen Rechnungslegung fest. Genaue Begriffsdefinitionen und die neue Abgrenzung anhand von Rechten an Vermögenswerten und Pflichten aus Schulden von gemeinsamen Vereinbarungen werden dargestellt, sowie die daraus resultierende Bilanzierung im Einzel- und Konzernabschluss festgelegt.
Obwohl die Anwendung des neuen Standards seit dem 01.01.2013 verpflichtend ist, gibt es vielerorts noch Unklarheiten bzw. unterschiedliche Vorgehensweisen bei der Klassifizierung und der anschließenden Bilanzierung von gemeinsamen Vereinbarungen. Im Folgenden sollen die Abgrenzungskriterien aufgezeigt und eine Auswahl sich daraus ergebender Auswirkungen anhand von Fallbeispielen erläutert werden.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ALLGEMEINES ZU IFRS 11
2.1 Das Ziel der Umsetzung von IFRS 11
2.2 Kurze Begriffsdefinitionen von gemeinsamer Vereinbarung (Joint Arrangement)
3 ABGRENZUNG UND BILANZIERUNG VON GEMEINSAMEN VEREINBARUNGEN IM KONZERNABSCHLUSS
3.1 Abgrenzungskriterien von Joint Operation und Joint Venture
3.1.1 Struktur von Joint Arrangements
3.1.2 Die rechtliche Form eines Joint Arrangements
3.1.3 Vertragliche Vereinbarungen eines Joint Arrangements
3.1.4 Sonstige Tatsachen bzw. Umstände
3.2 Bilanzierung von gemeinsamen Vereinbarungen
3.2.1 Bilanzierung von Joint Operation
3.2.2 Bilanzierung von Joint Venture
3.3 Anwendbarkeit und vorzeitige Anwendung
4 DISKUSSION DER AUSWIRKUNGEN AUS DER ABGRENZUNG VON JOINT ARRANGEMENTS UNTER HERANZIEHUNG VON FALLBEISPIELEN
4.1 Fallbeispiel 1: Liegt eine gemeinsame Führung vor?
4.2 Fallbeispiel 2: Unternehmen eines Joint Arrangements, das an der gemeinsamen Führung nicht beteiligt ist, aber einen Output abnimmt
4.3 Fallbeispiel 3: Ein Rahmenvertrag für mehrere Joint Arrangements mit einer Abnahmeverpflichtung über den vollständigen Output
5 ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des IFRS 11 auf die Abgrenzung von in den Konzernabschluss einzubeziehenden Gesellschaften, mit dem Ziel, die bei der praktischen Anwendung des Standards bestehenden Unklarheiten durch eine differenzierte Analyse der Abgrenzungskriterien und anhand praxisnaher Fallbeispiele zu adressieren.
- Grundlagen und Zielsetzung von IFRS 11
- Abgrenzungskriterien zwischen Joint Operation und Joint Venture
- Bilanzielle Behandlung von gemeinsamen Vereinbarungen
- Analyse komplexer Fallkonstellationen zur Klassifizierung
- Einfluss von Rechten und Pflichten auf die Einstufung
Auszug aus dem Buch
3.1 Abgrenzungskriterien von Joint Operation und Joint Venture
Der bisherige Standard IAS 31 richtete sich bei der Abgrenzung zwischen Joint Operation und Joint Ventures auf die rechtliche Einheit, in der die gemeinsame Tätigkeit durchgeführt wurde. Durch IFRS 11 soll nun die Abgrenzungen nach den Rechten und Pflichten von Vertragspartnern stattfinden.
Die Rechte und Pflichten eines Joint Arrangements müssen von jeder Partei beurteilt werden. Somit entscheiden die Parteien über die Klassifizierung der gemeinschaftlichen Vereinbarung unter Berücksichtigung von
der Struktur,
der Rechtsform,
soweit vorhanden vertraglichen Vereinbarungen und
sonstigen Tatsachen und Umständen (siehe Abbildung 2).
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Einführung in die neuen Grundsätze des IFRS 11 und Erläuterung der bestehenden Unklarheiten bei der Klassifizierung und Bilanzierung von gemeinsamen Vereinbarungen.
2 ALLGEMEINES ZU IFRS 11: Erläuterung des Ziels von IFRS 11 sowie grundlegende Begriffsdefinitionen zu Joint Arrangements und gemeinschaftlicher Führung.
3 ABGRENZUNG UND BILANZIERUNG VON GEMEINSAMEN VEREINBARUNGEN IM KONZERNABSCHLUSS: Detaillierte Darstellung der Abgrenzungskriterien zwischen Joint Operation und Joint Venture sowie die daraus resultierenden Bilanzierungsvorschriften.
4 DISKUSSION DER AUSWIRKUNGEN AUS DER ABGRENZUNG VON JOINT ARRANGEMENTS UNTER HERANZIEHUNG VON FALLBEISPIELEN: Anwendung der theoretischen Abgrenzungskriterien auf verschiedene praktische Fallbeispiele zur Verdeutlichung komplexer Klassifizierungsentscheidungen.
5 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Betonung der Bedeutung einer fundierten Analyse bei der Einstufung von Gesellschaften unter IFRS 11.
Schlüsselwörter
IFRS 11, Konzernabschluss, Joint Arrangement, Joint Operation, Joint Venture, Gemeinschaftliche Führung, Abgrenzungskriterien, Bilanzierung, Vertragsgestaltung, Rechte und Pflichten, Wirtschaftliche Betrachtungsweise, Fallbeispiele, Eigenständiges Vehikel, Vermögenswerte, Schulden.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die durch den Standard IFRS 11 neu eingeführten Grundsätze für die internationale Rechnungslegung bei gemeinsamen Vereinbarungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Abgrenzung zwischen Joint Operation und Joint Venture sowie die daraus resultierende Bilanzierung im Einzel- und Konzernabschluss.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, trotz der verpflichtenden Anwendung des Standards, bestehende Unklarheiten bei der Klassifizierung zu beseitigen und die Auswirkungen der Abgrenzungskriterien aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor führt eine theoretische Analyse der Standardvorgaben durch und veranschaulicht die praktische Anwendung mittels detaillierter Fallbeispiele.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Abgrenzungskriterien (Struktur, Rechtsform, Verträge) und die anschließende Diskussion durch spezifische Szenarien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind IFRS 11, Joint Operation, Joint Venture, gemeinschaftliche Führung sowie die Analyse von Rechten und Pflichten aus Verträgen.
Wie unterscheidet sich die Bilanzierung von Joint Operation und Joint Venture?
Bei einer Joint Operation werden Vermögenswerte, Schulden, Aufwendungen und Erträge anteilig einbezogen, während ein Joint Venture generell nach der Equity-Methode bilanziert wird.
Warum ist die Abnahmeverpflichtung eines Outputs bei einem Joint Arrangement relevant?
Eine Abnahmeverpflichtung kann zu einer wirtschaftlichen Abhängigkeit führen, die das Joint Arrangement als Joint Operation klassifiziert, selbst wenn eine eigene Finanzstruktur vorliegt.
Wie gehen die Unternehmen mit mehreren Joint Arrangements in einem Rahmenvertrag um?
Jede Vereinbarung innerhalb eines Rahmenvertrags muss einzeln geprüft werden, da trotz übergeordnetem Vertrag unterschiedliche Klassifizierungen als Joint Operation oder Joint Venture resultieren können.
- Arbeit zitieren
- Markus Schenk (Autor:in), 2014, IFRS 11. Standards zur internationalen Rechnungslegung und Bilanzierung für Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288072