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Die Principal-Agent-Theorie und ihre Auswirkung auf Unternehmenssteuerung

Title: Die Principal-Agent-Theorie und ihre Auswirkung auf Unternehmenssteuerung

Seminar Paper , 2014 , 32 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: B.A. Sachar Kuksin (Author)

Business economics - Controlling
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In Unternehmen ist eine Vielzahl an Entscheidungen zu treffen, die auch Unternehmensziele beeinflussen können. Daher liegt es nahe, dass Unternehmer ein großes Interesse daran haben, ihre Ressourcen bestmöglich einzusetzen. Besonders in wachsenden und größeren Unternehmen kann ein Entscheidungsprozess, schon alleine aus Zeitmangel, nicht ausschließlich aus einer Hand erfolgen.

Aufgaben und Entscheidungen müssen von der Führung (Management) delegiert bzw. abgegeben werden. Dafür ist es notwendig, dass dieBeziehungen zwischen den Akteuren und deren Auswirkungen bekannt sind, um die Steuerungsfunktion effektiv ausüben zu können. „Die Principal-Agent-Theorie ist darauf gerichtet, grundlegendere Erkenntnisse über die Steuerung von Beauftragten herzuleiten.“ Es ist für das Management von Bedeutung, die Beziehungen zwischen den Handelnden richtig einschätzen zu können. Warum verhält sich beispielsweise ein Beauftragter nicht nach den Vorstellungen des Auftraggebers? Oder warum enthält er ihm Informationen vor? Ein weiteres Beispiel stellen unterschiedliche Auffassungen über die Aufgabenausführung oder das Ergebnis der Arbeit zwischen den Beteiligten dar. Wie lassen sich solche Differenzen lösen? Entscheidend sind die individuellen Prämissen der Akteure!

In dieser Arbeit sollen Grundlagen zu der Principal-Agent-Theorie vermittelt werden. Dabei wird eingangs auf die Entwicklung der Theorie eingegangen und erste Begriffe vermittelt. Im Zentrum stehen die Principal-Agent-Beziehungen sowie die grundsätzlichen Probleme dieser Theorie. Für die hergeleiteten Probleme werden im Anschluss Lösungsansätze entwickelt und diese dann schließlich kritisch gewürdigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Herleitung

2.1 Geschichte

2.1.1 Erkenntnisse von Coase

2.1.2 Neue Institutionenökonomik

2.1.3 Herleitung der Principal-Agent-Theorie durch Ross und Jensen/Meckling

2.2 Begriffsdefinitionen

2.2.1 Beziehung zwischen Agent und Principal

2.2.2 Informationsverteilung

2.3 Modelltheoretische Aspekte

3 Principal-Agent-Prinzip

3.1 Principal-Agent-Zusammenhang

3.2 Das Problem der Agency-Beziehung

3.2.1 Grundlegendes

3.2.2 Hidden characteristics

3.2.3 Hidden intention

3.2.4 Hidden information

3.2.5 Hidden action

3.3 Varianten des Agency-Problems

3.3.1 Moral hazard

3.3.2 Adverse selection

3.3.3 Hold-up

3.4 Lösungsansätze

3.4.1 Allgemeines

3.4.2 Reduktion der Informationsasymmetrien

3.4.3 Auflösung der Zielkonflikte

3.4.4 Bildung von Vertrauen

3.5 Kritische Würdigung

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit vermittelt die theoretischen Grundlagen der Principal-Agent-Theorie, beleuchtet deren geschichtliche Entwicklung und analysiert die daraus resultierenden Agency-Probleme. Ziel ist es, die Anwendbarkeit des Modells in der unternehmerischen Praxis zu untersuchen und Lösungsansätze für auftretende Informationsasymmetrien und Zielkonflikte aufzuzeigen.

  • Entwicklung und Herleitung der Principal-Agent-Theorie
  • Systematisierung asymmetrischer Informationsverteilung (Hidden Characteristics, Action, etc.)
  • Analyse von Agency-Problemen wie Moral Hazard und Adverse Selection
  • Erarbeitung von Lösungsmechanismen wie Screening, Signalling und Monitoring

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Hidden characteristics

Bei der ersten Form der vier Problemtypen, den „hidden characteristics“, sind die Eigenschaften des Agent für den Principal nicht bekannt. Die Fähigkeiten des Agent sind vor Vertragsabschluss nicht geläufig. Die characteristics (Eigenschaften) bleiben meist hidden (verborgen). Die Gefahr der „adverse selection“ bleibt, das bedeutet, dass die Auswahl des Vertragspartners von Beginn an fraglich ist. Die unterschiedlichen Ziele der Akteure, sowie die Informationsasymmetrie, haben einen hohen Stellenwert bei diesem Problemtyp, denn der Agent versucht seine Fertigkeiten möglichst gut darzustellen und seine Schwächen zu verstecken. Sowohl der Agent als auch der Principal kann die Auswahl des Vertragspartners treffen. Ist der Principal der Arbeitgeber, so wählt er den Agent, also den Arbeitnehmer, aus. Umgekehrt wählt bei einer Versicherung der Agent, welcher der Versicherte ist, den Vertragspartner im Sinne eines Versicherungsanbieters aus. Dabei ist das Versicherungsunternehmen der Principal. Die Probleme können stets nach Einstellung des Agent oder nach Abschluss des Vertrages auftreten. Bei einem Versicherungsvertrag kann es für den Principal zum Nachteil werden, wenn der Agent die Unwahrheit über seine Lebensgewohnheiten sagt. Die ungesunde oder gefährliche Lebensweise kann vorenthalten werden, was einer Täuschung der Versicherung nahe kommt. Als Lösung eines solchen Problems, kann der Principal dem Agent mehrere Verträge anbieten, aus dem dieser selbst einen geeigneten Vertrag auswählen kann. Ein eher risikoscheuer Agent wird einen fixen, ergebnisabhängigen Vertrag bevorzugen. Bei Personaleinstellungen werden Persönlichkeitstests durchgeführt, um möglichst gut die Eigenschaften des Agent einschätzen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Aufgaben- und Entscheidungsdelegation in Unternehmen ein und umreißt das Ziel der Arbeit, die Grundlagen der Principal-Agent-Theorie zu vermitteln.

2 Herleitung: Das Kapitel behandelt die geschichtlichen Ursprünge der Theorie, angefangen bei den Erkenntnissen von Coase bis zur Begründung durch Ross sowie Jensen und Meckling, und definiert zentrale Begrifflichkeiten und modelltheoretische Annahmen.

3 Principal-Agent-Prinzip: Dieser Kernbereich analysiert die verschiedenen Dimensionen der Agency-Beziehung, unterteilt die Problemstellungen in Kategorien wie Hidden Information oder Hidden Action und diskutiert praxisnahe Lösungsansätze.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert die hohe Abstraktion des Modells, unterstreicht jedoch dessen Bedeutung für das Verständnis von Anreizstrukturen in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen.

Schlüsselwörter

Principal-Agent-Theorie, Agency-Problem, Informationsasymmetrie, Hidden Action, Hidden Information, Adverse Selection, Moral Hazard, Hold-up, Screening, Signalling, Monitoring, Anreizsysteme, Institutionenökonomik, Vertragsgestaltung, Nutzenmaximierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Principal-Agent-Theorie als Erweiterung der neoklassischen Ökonomik, insbesondere im Kontext von Interessenskonflikten und Informationsasymmetrien zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entstehung von Agency-Beziehungen, die Systematisierung verschiedener Problemtypen (wie Hidden Characteristics oder Action) und die Ableitung von Lösungsmechanismen wie Kontroll- und Anreizsystemen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel besteht darin, die Aussagekraft und praktische Relevanz der Principal-Agent-Theorie für reale Wirtschaftssituationen zu prüfen und zu zeigen, wie Unternehmen durch vertragliche Maßnahmen Probleme der Informationsverteilung adressieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse, bei der existierende institutionenökonomische Ansätze und Modelle auf ihre Handhabbarkeit und Erklärungsqualität für reale Agency-Beziehungen kritisch geprüft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Theorie, die detaillierte Klassifizierung von Informationsasymmetrien sowie die Analyse von Lösungsansätzen, inklusive einer kritischen Würdigung der zugrunde liegenden Modellannahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte umfassen Principal-Agent-Theorie, Informationsasymmetrie, Agency-Kosten, Moral Hazard, Adverse Selection, Anreizsysteme und die Neue Institutionenökonomik.

Warum ist das Problem der Informationsverteilung so kritisch für das Management?

Weil der Auftraggeber ohne vollständige Information nicht beurteilen kann, ob ein schlechtes Ergebnis auf externes Pech oder mangelndes Engagement des Agenten zurückzuführen ist, was das Risiko für Marktversagen oder Fehlentscheidungen erhöht.

Welche Rolle spielt die Reputation im Modell des Autors?

Reputation dient als Signal für Offenheit und Ehrlichkeit, wodurch das Vertrauen zwischen den Parteien gestärkt und opportunistisches Verhalten (wie beim Hold-up-Problem) abgeschwächt werden kann, ohne explizite, kostenintensive Kontrollmechanismen zu benötigen.

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Details

Title
Die Principal-Agent-Theorie und ihre Auswirkung auf Unternehmenssteuerung
College
University of Hamburg
Grade
1,3
Author
B.A. Sachar Kuksin (Author)
Publication Year
2014
Pages
32
Catalog Number
V288095
ISBN (eBook)
9783656884491
ISBN (Book)
9783656884507
Language
German
Tags
Controlling Principal Agent Theorie BWL Ökonomie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Sachar Kuksin (Author), 2014, Die Principal-Agent-Theorie und ihre Auswirkung auf Unternehmenssteuerung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288095
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