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Internationale Rechtsgrundlagen für die Erstellung von Abschlüssen von Gebietskörperschaften

Titel: Internationale Rechtsgrundlagen für die Erstellung von Abschlüssen von Gebietskörperschaften

Seminararbeit , 2014 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: B.A. Sachar Kuksin (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei der Aufstellung von Bilanzen und den dazugehörigen Gesamtabschlüssen der öffentlichen Einheiten wenden verschiedene Länder unterschiedliche Methoden an. Manche Länder bedienen sich den landesrechtlichen Vorgaben zur kommunalen Rechnungslegung. Deutschland bezieht sich dabei auf die handelsrechtliche Vorgaben (HGB) und die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB).

Seit einigen Jahren wird versucht,einheitliche Grundsätze für die Gebietskörperschaften zu erschaffen. Die International Public Sector Accounting Standards (IPSAS) wurden speziell als Rechtgrundlagen für die öffentlichen Einheiten entwickelt. Deren Einsatz ist allerdings in den meisten Fällen keine zwingende Vorschrift, sondern lediglich eine Empfehlung zur Vereinfachung der Abschlüsse und der Möglichkeit des besseren Vergleichs.

Das Ziel dieser Arbeit ist, die Herkunft/Geschichte der IPSAS zu erläutern und sich kritisch mit diesen Vorschriften auseinanderzusetzen. Wichtige Standards für den Jahresabschluss des öffentlichen Sektors werden näher vorgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2. Internationale Rechnungslegungsstandards für den öffentlichen Sektor

2.1 Entstehung der IPSAS

2.2 Anwendung der IPSAS

2.3 Richtlinien der Rechnungslegung nach IPSAS

2.4 Ausgewählte IPSAS für den Abschluss

2.4.1 Die Bestandteile eines IPSAS-Jahresabschlusses

2.4.2 IPSAS 1: Darstellung des Jahresabschlusses

2.4.3 IPSAS 2: Finanzrechnung

2.4.4 IPSAS 24: Darstellung von Haushaltsansätzen im Jahresabschluss

2.5 Bewertungsmaßstäbe nach IPSAS

2.5.1 Anschaffungs- oder Herstellungskosten (cost)

2.5.2 Beizulegender Zeitwert (fair value)

2.5.3 Barwert (present value)

3. Auswirkungen auf die Rechnungslegung in Deutschland/Europa

4. Kritik

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Herkunft und Entwicklung der International Public Sector Accounting Standards (IPSAS) zu erläutern und ihre Anwendung sowie Bedeutung für Gebietskörperschaften kritisch zu hinterfragen. Dabei soll aufgezeigt werden, ob und inwiefern diese internationalen Standards eine Verbesserung gegenüber nationalen Rechnungslegungsvorschriften darstellen können.

  • Entwicklungshistorie und Internationalisierung der öffentlichen Rechnungslegung
  • Struktur und Konzeption der IPSAS als Standards für den öffentlichen Sektor
  • Qualitative Anforderungen und Bewertungsmaßstäbe in der IPSAS-Rechnungslegung
  • Praktische Relevanz und Harmonisierungspotenzial für Deutschland und Europa
  • Kritische Würdigung der Übertragbarkeit von IFRS-Methoden auf staatliche Institutionen

Auszug aus dem Buch

2.1 Entstehung der IPSAS

Im Zuge der zunehmenden weltweiten Internationalisierung werden neue Bilanzierungs- und Bewertungskenntnisse entwickelt, die sich von den Vorschriften des HGB unterscheiden. Die Normen für den öffentlichen Bereich, für die Gebietskörperschaften sind aus den International Accounting Standards (IAS) und den International Financial Reporting System (IFRS) entstanden und heißen International Public Sector Accounting Standard (IPSAS).

IAS war die ursprüngliche Bezeichnung für die Standards im unternehmerischen Bereich. Später wurden diese in IFRIS umbenannt. Die als IAS veröffentlichten Texte behalten diese Bezeichnung, sowie die ursprüngliche Zählung. Dasselbe gilt auch für die Interpretationen, die früher als SIC (Standing Interpretations Committee) bekannt waren und jetzt als IFRIC (International Public Sector Accounting Standards) veröffentlicht werden. In der heutigen Zeit gilt IFRS als Oberbegriff für IAS und auch für die später veröffentlichten IFRS und für die Interpretationen. Das untere Schaubild zeigt den Aufbau der Accounting Standards im unternehmerischen Bereich und im öffentlichen Sektor. Das IFRS besteht auf der einen Seite aus den Standards und auf der anderen Seite aus den Interpretationen dieser und insgesamt als IFRS bezeichnet. Aus diesen Standards werden die IPSAS für die Gebietskörperschaften erstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Definition der Problemstellung im Kontext der verschiedenen Rechnungslegungsmethoden für öffentliche Einheiten und Erläuterung des Gangs der Untersuchung.

2. Internationale Rechnungslegungsstandards für den öffentlichen Sektor: Detaillierte Darstellung der Entstehung, Anwendung, Richtlinien sowie der spezifischen IPSAS-Standards und Bewertungsmaßstäbe.

3. Auswirkungen auf die Rechnungslegung in Deutschland/Europa: Analyse der aktuellen Verbindlichkeit der IPSAS und der Perspektiven für eine Harmonisierung im europäischen und deutschen Raum.

4. Kritik: Kritische Auseinandersetzung mit der Nähe der IPSAS zu den IFRS und der Problematik der globalen Anwendbarkeit.

5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Entwicklung der IPSAS und Ausblick auf die zukünftige Notwendigkeit einer internationalen Vergleichbarkeit.

Schlüsselwörter

IPSAS, Öffentlicher Sektor, Rechnungslegung, Gebietskörperschaften, IFAC, IPSASB, IFRS, Jahresabschluss, Bilanzierung, Harmonisierung, Finanzrechnung, Bewertungsmaßstäbe, Transparenz, Haushaltsplanung, Internationalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die internationalen Rechtsgrundlagen für die Erstellung von Jahresabschlüssen bei Gebietskörperschaften, insbesondere im Hinblick auf die IPSAS.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Geschichte der IPSAS, ihre methodische Struktur, der Vergleich zu nationalen Standards (wie HGB) sowie ihre kritische Würdigung im Kontext der internationalen Rechnungslegung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Herkunft der IPSAS zu erläutern und sich kritisch mit deren Anwendungsmöglichkeiten sowie den Auswirkungen auf die öffentliche Rechnungslegung auseinanderzusetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung von Fachliteratur und offiziellen Regelwerken basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Entstehung und Anwendung der IPSAS, die Erläuterung spezifischer Standards (IPSAS 1, 2, 24) und die Diskussion über deren Auswirkungen in Deutschland und Europa.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie IPSAS, Öffentlicher Sektor, Rechnungslegung, Harmonisierung und internationale Standards charakterisiert.

Warum gibt es bisher keine verpflichtende Anwendung der IPSAS in Deutschland?

Deutschland orientiert sich bisher an nationalen Vorgaben wie dem HGB und den GoB; eine offizielle Übernahme der IPSAS als verbindliche Regel für öffentliche Gebietskörperschaften ist derzeit noch nicht erfolgt.

Wie unterscheiden sich IPSAS von den bekannten IFRS?

IPSAS basieren auf dem Rahmenwerk der IFRS, sind jedoch speziell an die Besonderheiten und Anforderungen des öffentlichen Sektors angepasst worden.

Welche Rolle spielt die IFAC bei der Entwicklung der IPSAS?

Die International Federation of Accountants (IFAC) hat das Public Sector Committee (PSC) bzw. später das IPSASB ins Leben gerufen, um gezielt internationale Standards für öffentliche Institutionen zu entwickeln.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Internationale Rechtsgrundlagen für die Erstellung von Abschlüssen von Gebietskörperschaften
Hochschule
Universität Hamburg
Note
1,0
Autor
B.A. Sachar Kuksin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
21
Katalognummer
V288096
ISBN (eBook)
9783656884378
ISBN (Buch)
9783656884385
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rechnungslegung IPSAS Gebietskörperschaften Abschluss
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Sachar Kuksin (Autor:in), 2014, Internationale Rechtsgrundlagen für die Erstellung von Abschlüssen von Gebietskörperschaften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288096
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Leseprobe aus  21  Seiten
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