Es handelt sich um einen Unterrichtsbesuch im Fach Sport im Bereich Inklusion mit dem Thema Rollstuhlbasketball.
„Rollstuhlbasketball macht Schule“ – Gemeinsame Exploration des Rollstuhls als Sportgerät anhand diverser Bewegungsaufgaben als Hinführung zu einer Perspektivenübernahme unter besonderer Berücksichtigung inklusiver Kooperation.
Inhaltsverzeichnis des Unterrichtskonzepts
1. Thema des Unterrichtsvorhabens
2. Thema der Unterrichtsstunde
3. Thema der vorhergehenden Stunde
4. Thema der nächsten Stunde
5. Zentrales Stundenziel
6. Inhaltsfelder sowie Bewegungsfelder und Sportbereiche
7. Teillernziele
7.1 Motorische Lernziele (MotLZ)
7.2 Sozial-affektive Lernziele (S-ALZ)
8. Einordnung der Stunde in die Unterrichtsreihe
9. Bemerkungen zur Lerngruppe
10. Didaktisch-methodischer Kommentar
11. Anhang
Zielsetzung & Themen der Unterrichtseinheit
Das primäre Ziel des Unterrichtsvorhabens ist die Förderung der Inklusion und Empathiefähigkeit durch die praktische Erprobung paralympischer Sportarten, wobei die Schülerinnen und Schüler am Beispiel des Rollstuhlbasketballs ihre Bewegungs- und Wahrnehmungskompetenz im inklusiven Kontext erweitern.
- Erweiterung der Bewegungserfahrung durch Rollstuhlsport
- Perspektivenübernahme und Förderung der Empathiefähigkeit
- Abbau von Klischees und Vorurteilen gegenüber Menschen mit Behinderung
- Entwicklung sozialer Kompetenzen durch inklusiv-kooperatives Handeln
- Erfahrung der Leistungsfähigkeit von Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung
Auszug aus dem Buch
Didaktisch-methodischer Kommentar
Zu der im Kernlehrplan vorgesehenen Obligatorik für das Fach Sport gehört die Beschäftigung mit dem Bewegungsfeld 8 „Gleiten, Fahren, Rollen – Rollsport/Bootssport/Wintersport“. Das Unterrichtsvorhaben „Paralympics @ AVH 2012 - Gemeinsames Sporttreiben für ALLE“ könnte dabei unter dem Inhaltsfeld (a): „Bewegungsstruktur und Bewegungslernen“ und (e): „Kooperation und Konkurrenz“ stehen. Eine weitere Legitimation erhält das Unterrichtsvorhaben durch die Annahme der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen durch den Deutschen Bundestag. Hier heißt es in Artikel 24, dass Menschen mit Behinderung das Recht auf Bildung nicht verwehrt bleiben darf. Dies sollte berücksichtigt werden, vor allem vor dem Hintergrund, dass laut Statistik jeder zehnte Einwohner Deutschlands eine Behinderung aufweist. Leider konnte Laura seit sie im Rollstuhl sitzt nicht mehr am Sportunterricht teilnehmen, weil die Inhalte nicht auf sie abgestimmt wurden. Es war mir ein Anliegen dies auch nach Rücksprache mit den Eltern zu verändern.
Zusammenfassung der Kapitel
Thema des Unterrichtsvorhabens: Das Vorhaben zielt auf die Erprobung paralympischer Disziplinen zur Förderung von Toleranz, Empathie und inklusiven sozialen Kompetenzen ab.
Thema der Unterrichtsstunde: Fokus auf die Exploration des Rollstuhls als Sportgerät mittels Bewegungsaufgaben, um die Perspektivenübernahme durch inklusive Kooperation zu ermöglichen.
Zentrales Stundenziel: Die Lernenden sollen durch das inklusive Rollstuhlbasketballspielen ihre Empathie sowie motorische und wahrnehmungsbezogene Kompetenzen reflektiert erweitern.
Bemerkungen zur Lerngruppe: Analyse der Motivationslage, der gruppendynamischen Herausforderungen und der individuellen Voraussetzungen innerhalb der Klasse 6B.
Didaktisch-methodischer Kommentar: Begründung des Vorhabens auf Basis von Lehrplänen, UN-Konventionen und pädagogischen Ansätzen der Inklusion und Differenzierung.
Schlüsselwörter
Inklusion, Rollstuhlbasketball, Paralympics, Empathiefähigkeit, Sportunterricht, Kooperation, Behindertensport, Bewegungsförderung, Perspektivenübernahme, Soziale Kompetenz, Differenzierung, Reflexion, Körperliche Behinderung, Integration
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtskonzept?
Es geht um die Gestaltung einer inklusiven Sportstunde zum Thema Rollstuhlbasketball, die Schülern einer 6. Klasse durch praktische Selbsterfahrung Empathie und Verständnis für die Situation von Menschen mit Behinderung vermitteln soll.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind das Bewegungsfeld „Gleiten, Fahren, Rollen“ sowie das Inhaltsfeld „Kooperation und Konkurrenz“ innerhalb eines inklusiven Sportunterrichts.
Welches Ziel verfolgt die Stunde primär?
Das Ziel ist die Erweiterung der Empathie-, Bewegungs- und Wahrnehmungskompetenz durch die inklusive Erprobung des Rollstuhls und der Sportart Rollstuhlbasketball.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Das methodische Vorgehen ist induktiv geprägt, wobei der Lehrer die Rolle des Betreuers und Unterweisers einnimmt und die Schüler durch Zergliederungsmethoden schrittweise an die Sportart herangeführt werden.
Was wird im Hauptteil des Konzepts behandelt?
Der Hauptteil umfasst die didaktisch-methodische Begründung, die Lerngruppenanalyse, die Einordnung in die Unterrichtsreihe sowie die detaillierte Planung der Erprobungsphasen und Reflexionseinheiten.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist maßgeblich durch Begriffe wie Inklusion, Paralympics, Empathiefähigkeit, Differenzierung und Soziale Kompetenz charakterisiert.
Warum wurde eine Karikatur als Stundeneinstieg gewählt?
Die Karikatur soll problemorientiert auf das Thema einstimmen und die Schüler unmittelbar mit der Thematik der Überwindung von Barrieren im Sport konfrontieren.
Wie wurde die Differenzierung für die Schüler gelöst?
Es wurden verschiedene Schwierigkeitsstufen für das Fahrkönnen („Rollstuhlführerschein“) sowie feste Rollen innerhalb der Dreiergruppen definiert, um allen Lernenden individuelle Erfolgserlebnisse zu ermöglichen.
Wie gehen die inaktiven Schüler mit der Situation um?
Inaktive Schüler erhalten einen speziellen Handlungsauftrag als „rasende Reporter“, um das Geschehen zu dokumentieren und so aktiv am Projekttag teilzuhaben.
- Arbeit zitieren
- Andreas Bonß (Autor:in), 2012, Rollstuhlbasketball macht Schule (Unterrichtsstunde Klasse 6), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288194