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Contingent Convertible Bonds. Auswirkungen der Finanzkrise auf die Refinanzierung von Banken am Anleihenmarkt

Titel: Contingent Convertible Bonds. Auswirkungen der Finanzkrise auf die Refinanzierung von Banken am Anleihenmarkt

Seminararbeit , 2012 , 20 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Stephan Tacke (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Während der Subprime Krise , die sich weiter in eine Finanzkrise entwickelte, mussten zahlreiche Institute von Staaten gestützt werden. Trotz der staatlichen Rettung wurden die Ansprüche von Gläubigern weiter bedient. In einem Artikel, der am 06. Oktober 2010 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen ist, wurde über eine neue Anleihe-Gattung berichtet, mit deren Hilfe zukünftig Gläubiger leichter an der Rettung angeschlagener Banken beteiligt werden sollen. Gläubiger sollen über eine Zwangswandelanleihe – Contingent Convertible Bonds – stärker in die Pflicht genommen werden. In dieser Arbeit wird diese Anleihe-Gattung näher betrachtet und hinsichtlich der Gestaltungsmöglichkeiten diskutiert. In Kapitel 2 wird auf den Auslöser der Diskussion über die Zwangsanleihe eingegangen. Die Funktionsweise und die Arten der Refinanzierung von Banken werden kurz erläutert. Im weiteren Verlauf wird aufgezeigt, welchen Stellenwert die Refinanzierung für die Krise 2007/08 hatte.
In Kapitel 3 werden die Maßnahmen der Regulierer dargestellt. Es wird auf die Anforderungen aus Basel III eingegangen und deren Auswirkungen auf die Mittelbeschaffung der Institute.
Hieran anknüpfend liegt der Fokus von Kapitel 4 auf den Contingent Convertible Bonds als eine mögliche Antwort auf die Anforderungen von Basel III. Die Funktionsweise der Contingent Convertible Bonds wird anhand einer stark vereinfachten Bilanz eines Institut dargestellt. Im weiteren Verlauf des Kapitels werden die wesentlichen Gestaltungsparameter (Auslöser der Wandlung, Umwandlungskurs und Laufzeit) der Zwangswandelanleihe vorgestellt und diskutiert.
Abschließend wird im Fazit auf die aktuelle Relevanz der Contingent Convertible Bonds eingegangen und die wesentlichen Vor- und Nachteile der neuen Anleihegattung dargestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Möglichkeiten der Refinanzierung von Banken und die Auswirkungen der Subprime-/Finanzkrise

3. Auswirkungen der Finanzkrise auf die regulatorischen Anforderungen an die Refinanzierung von Banken

4. Contingent Convertible Bonds als Sonderform der Wandelanleihe

4.1. Funktionsweise der Contigent Convertibles

4.2. Wesentliche Parameter zur Gestaltung von CoCos

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Contingent Convertible Bonds (CoCos) als neuartige Anleihegattung für Finanzinstitute im Kontext der regulatorischen Anforderungen von Basel III. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, inwieweit CoCos dazu beitragen können, die Eigenkapitalbasis von Banken zu stärken, die Refinanzierung zu stabilisieren und die Beteiligung von Gläubigern an der Rettung angeschlagener Institute zu verbessern.

  • Refinanzierungsstrukturen von Banken vor und während der Finanzkrise
  • Regulatorische Veränderungen und Anforderungen durch Basel III
  • Grundlagen und Funktionsweise von Contingent Convertible Bonds
  • Analyse und Vergleich verschiedener Auslösemechanismen (Trigger)
  • Gestaltungsparameter wie Wandlungskurs und Laufzeit

Auszug aus dem Buch

4.2. Wesentliche Parameter zur Gestaltung von CoCos

Eine wesentliche Gestaltungsmöglichkeit der CoCos ist die Wahl des Triggers, der die Umwandlung anstößt. Eine richtige Struktur ist nicht klar definiert, essentiell ist der Einklang mit der individuellen Unternehmenssituation. In der Literatur werden verschiedene Ausprägungen mit ihren Vor- und Nachteilen diskutiert. In dem o.g. Beispiel wurde die Eigenkapitalquote als Trigger gewählt.

Nachfolgenden sind die gängigsten Ausgestaltungen zusammengefasst:

• Accounting (Accounting Trigger)

Beim Accounting Trigger wird das Unter- bzw. Überschreiten einer bestimmten betriebswirtschaftlichen Kennzahl als Auslöser verwendet. In der einschlägigen Literatur werden der Buchwert eines Institutes oder die risikogewichtete Eigenkapitalquote als Beispiele angeführt. 2009 emittierte die Lloyds Banking Group Plc. als erstes Institut CoCos. Als Trigger wurde die Kernkapitalquote gewählt - die Wandlung in Eigenkapital erfolgt, wenn die Kernkapitalquote fünf Prozent unterschreitet. Die in 2013 von der Credit Suisse ausgegebenen CoCos sollen ebenfalls einen Accounting Trigger als Auslöser haben, die Wandlung erfolgt bei Unterschreitung der Kernkapitalquote von fünf und sieben Prozent.

Die Wahl z.B. die Kernkapitalquote als Trigger zu nehmen, liegt insofern nahe, da die Kernkapitalquote Bestandteil der regulatorischen Anforderungen an Finanzinstitute ist und durch die Wandlung positiv beeinflusst wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Bankenrettung während der Finanzkrise ein und stellt die Contingent Convertible Bonds als Instrument zur stärkeren Beteiligung von Gläubigern vor.

2. Möglichkeiten der Refinanzierung von Banken und die Auswirkungen der Subprime-/Finanzkrise: Dieses Kapitel erläutert die Refinanzierungsgrundlagen von Kreditinstituten und analysiert, wie die Finanzkrise 2007/08 die Kapitalbeschaffung beeinflusste.

3. Auswirkungen der Finanzkrise auf die regulatorischen Anforderungen an die Refinanzierung von Banken: Hier werden die durch Basel III definierten neuen Eigenkapitalvorschriften und Qualitätsanforderungen an die Kapitalbasis von Banken dargestellt.

4. Contingent Convertible Bonds als Sonderform der Wandelanleihe: Das Hauptkapitel beschreibt die Funktionsweise von CoCos und diskutiert kritisch verschiedene Auslösemechanismen sowie Gestaltungsparameter.

5. Fazit: Die Schlussbetrachtung bewertet das Potenzial von CoCos als Instrument zur Verlustabdeckung und diskutiert die Herausforderungen für die Akzeptanz bei Banken und Investoren.

Schlüsselwörter

Contingent Convertible Bonds, CoCos, Basel III, Bankenrefinanzierung, Finanzkrise, Eigenkapitalquote, Wandelschuldverschreibung, Accounting Trigger, Market Trigger, Regulatorische Anforderungen, Kernkapital, Verlustdeckung, Risikomanagement, Anleihenmarkt, Systemrelevanz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Contingent Convertible Bonds (CoCos) als hybrides Finanzinstrument, das dazu dient, die Eigenkapitalbasis von Banken in Krisenzeiten automatisch zu stärken.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder sind die Refinanzierung von Banken, die regulatorischen Reformen durch Basel III sowie die technische Ausgestaltung und die marktübliche Akzeptanz von CoCo-Anleihen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie CoCos die Gläubiger stärker an der Verlusttragung beteiligen und somit die staatliche Rettung von Banken ("Too big to fail") vermeiden oder mildern können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor verwendet eine Literaturanalyse, ergänzt durch eine Bilanzanalyse anhand von vereinfachten Rechenbeispielen zur Funktionsweise von Wandlungsmechanismen.

Was ist Gegenstand des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Refinanzierungsproblematik, die regulatorischen Anforderungen unter Basel III sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Funktionsweise und den Triggern von CoCos.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Wichtige Begriffe sind unter anderem CoCos, Basel III, Eigenkapitalquote, Trigger-Mechanismen und Krisenprävention.

Warum gibt es verschiedene Ansätze für "Trigger" bei CoCos?

Da verschiedene Trigger (z.B. Accounting vs. Market) unterschiedliche Vor- und Nachteile in Bezug auf Manipulationsanfälligkeit, Verfügbarkeit und Steuerbarkeit bieten, gibt es bisher keine einheitlich definierte Struktur.

Welche Rolle spielt Basel III in diesem Kontext?

Basel III stellt die regulatorische Grundlage dar, da es strengere Anforderungen an die Qualität und Quantität des Eigenkapitals stellt, die CoCos durch ihre hybride Eigenschaft erfüllen können.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Contingent Convertible Bonds. Auswirkungen der Finanzkrise auf die Refinanzierung von Banken am Anleihenmarkt
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
2,0
Autor
Stephan Tacke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
20
Katalognummer
V288213
ISBN (eBook)
9783656887515
ISBN (Buch)
9783656887522
Sprache
Deutsch
Schlagworte
CoCo Bonds Refinanzierung Basel 3 Zwangswandelanleihe Subprime-Krise
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stephan Tacke (Autor:in), 2012, Contingent Convertible Bonds. Auswirkungen der Finanzkrise auf die Refinanzierung von Banken am Anleihenmarkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288213
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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