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Die Fürstin der Schrift und Herrin der Bauleute. Zu Kult und Erscheinungsformen der Göttin Seschat

Titel: Die Fürstin der Schrift und Herrin der Bauleute. Zu Kult und Erscheinungsformen der Göttin Seschat

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2013 , 11 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Gina Kacher (Autor:in)

Ägyptologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Die Erste des Bücherhauses, die Fürstin der Schrift, die Herrin der Bauleute, die Zauberreiche, Seschat.“ Obwohl im Alltag eher unbedeutend, nimmt diese Gottheit innerhalb des ägyptischen Pantheons doch eine entscheidende Rolle ein. Nicht nur steht sie, als Göttin der Schrift- und Baukunst, in enger Verbindung zum Tempelgründungsritual, sondern sie übernimmt auch zahlreiche Funktionen im mythischen Umfeld des Königs.
Diese Arbeit soll einen Überblick zu den wichtigsten Merkmalen und Attributen, sowie dem Kult und damit den zentralen Verehrungsstätten Seschats im Alten Ägypten geben. Ebenso wird dabei auf ihre mythologische Einbettung in die ägyptische Götterwelt sowie auf synkretistische Verbindungen zu anderen Gottheiten eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Erscheinungsform und wichtige Epitheta

2. Wichtige ägyptische Tempel- und Verehrungsstätten

3. Attribute und Alleinstellungsmerkmale

4. Verbünde mit anderen Gottheiten

5. Wichtige mythologische Einbettungen

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wesen, die ikonografischen Merkmale und die kultische Bedeutung der ägyptischen Göttin Seschat. Ziel ist es, ihre vielschichtigen Funktionen im Kontext der Schriftkunst, des Tempelbaus und der königlichen Legitimationsrituale darzulegen.

  • Erscheinungsform und ikonografische Kennzeichen der Göttin
  • Kultische Verehrung und historische Tempelstätten
  • Funktion als „Herrin der Bauleute“ und „Fürstin der Schrift“
  • Mythologische Verbindung zu Thot und dem Königtum
  • Synkretistische Aspekte und historische Entwicklung des Kults

Auszug aus dem Buch

1. Erscheinungsform und wichtige Epitheta

Anders als das Wesen stellt sich die Erscheinungsform der Göttin Seschat recht einseitig dar. So ist sie weder in Tier- oder Mischgestalt, sondern lediglich in anthropomorpher Form belegt. Sie wird als Frau dargestellt, die über dem üblichen Gewand meist einen Pantherfellumhang trägt. Das markanteste Merkmal der Göttin ist allerdings das charakteristische Symbol, das sie auf dem Kopf trägt. Es handelt sich hierbei um eine Rosette mit sieben Blättern, wobei anstelle des achten, untersten Blattes ein Stab angebracht ist, der das Zeichen am Kopf der Gottheit befestigt. Bekrönt wird das Symbol durch einen nach unten weisenden, bogenförmigen Gegenstand, auf den später noch genauer eingegangen werden soll.

Die Epitheta Seschats sind generell in zwei Gruppen einzuteilen. Einerseits gibt es eine persönliche Kette an Beinamen: „Seschat, die Große / die Kleine, die Fürstin / Erste des (Gottes-) Bücherhauses / Hauses der Ritualvorschriften, die Herrin / Fürstin der Schrift, die Herrin der Bauleute, Sefechet-abui, die Zauberreiche“. Diese Titel sind eng mit der Person Seschats verbunden und setzen „sie mit der Schrift- und Baukunst in Beziehung“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Erscheinungsform und wichtige Epitheta: Dieses Kapitel beschreibt die ikonografische Darstellung Seschats als Frau mit Pantherfellumhang und charakteristischem Kopfschmuck sowie die Bedeutung ihrer Beinamen.

2. Wichtige ägyptische Tempel- und Verehrungsstätten: Hier wird erläutert, dass für Seschat zwar kein eigener Tempel belegt ist, sie jedoch in Orten wie Memphis, Sais und im 15. oberägyptischen Gau kultisch verehrt wurde.

3. Attribute und Alleinstellungsmerkmale: Dieses Kapitel analysiert die symbolische Bedeutung des Kopfschmucks und des Pantherfells, das Seschat in enge Verbindung zum Totenkult und der Regeneration setzt.

4. Verbünde mit anderen Gottheiten: Es wird die enge, wenngleich nicht familiäre Beziehung zu Thot sowie Seschats Rolle im göttlichen Richterkollegium und synkretistische Tendenzen untersucht.

5. Wichtige mythologische Einbettungen: Dieses Kapitel beleuchtet ihre zentrale Funktion beim Einkerben von Regierungsjahren, bei Gründungsritualen von Tempeln und ihre Rolle bei der Ausbildung des Königs.

6. Zusammenfassung: Hier werden die Ergebnisse zur vielschichtigen Rolle der Göttin sowie ihre historische Entwicklung und Aufgabenverlagerung zusammenfassend dargestellt.

Schlüsselwörter

Seschat, Ägyptische Mythologie, Schriftgöttin, Tempelbau, Pantherfellumhang, Thot, Jahresrispe, Kult, Königtum, Ikonografie, Gründungsritual, Synkretismus, Sefechet-abui, Bauleute, Göttin

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die ägyptische Göttin Seschat und analysiert ihre Erscheinungsform, ihre Attribute sowie ihre mythologische Bedeutung im alten Ägypten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Ikonografie der Göttin, ihre Funktion als Schutzpatronin der Schrift und Architekten sowie ihre kultischen Aufgaben bei Tempelgründungen und Königsritualen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die systematische Zusammenstellung der Eigenschaften und des Wirkungskreises der Göttin Seschat anhand wissenschaftlicher Literatur.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine religionswissenschaftliche und ägyptologische Analyse, die auf der Auswertung bestehender Fachliteratur und antiker Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung ihrer Erscheinung, ihrer Verehrungsstätten, ihrer Attribute, ihrer Verbindung zu anderen Göttern und ihrer mythologischen Einbettung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Seschat, Schriftgöttin, Tempelbau, Thot, Jahresrispe und Gründungsritual.

Warum trägt Seschat einen Pantherfellumhang?

Das Pantherfell ist ein spezifisches Attribut, das Seschat mit Priestern und dem Totenkult verbindet und sie als Akteurin bei der Regeneration der Toten ausweist.

Welche Rolle spielt Seschat bei der Ausbildung des Königs?

Als mit Schriften vertraute Göttin ist sie bei der geistigen Ausbildung des jungen Regenten präsent und legitimiert diesen durch ihre rituelle Funktion.

Was besagt die Theorie zur Aufspaltung in eine „Große“ und „Kleine“ Seschat?

Seit ptolemäischer Zeit ist eine Aufspaltung der Göttin belegt, wobei beide Aspekte im Richterkollegium vertreten sind, wenngleich der Grund für diese Zweiteilung nicht genau belegt ist.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Fürstin der Schrift und Herrin der Bauleute. Zu Kult und Erscheinungsformen der Göttin Seschat
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Departement für Kultur- und Altertumswissenschaften)
Veranstaltung
Kulturgeschichte I: Ägyptische Götterwelt
Note
1,0
Autor
Gina Kacher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
11
Katalognummer
V288223
ISBN (eBook)
9783656883937
ISBN (Buch)
9783656883944
Sprache
Deutsch
Schlagworte
fürstin schrift herrin bauleute kult erscheinungsformen göttin seschat
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Gina Kacher (Autor:in), 2013, Die Fürstin der Schrift und Herrin der Bauleute. Zu Kult und Erscheinungsformen der Göttin Seschat, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288223
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Leseprobe aus  11  Seiten
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