Einkaufserlebnisse in Online-Shops, Gestaltungsmöglichkeiten und 'best practices'


Seminararbeit, 2014

18 Seiten, Note: 2,7

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einkaufserlebnisse in Online-Shops
1.1 Der erste Eindruck zählt
1.2 Interessensteigerung durch Inspiration
1.2.1 Werbebotschaften in Online-Stores
1.2.2 Themenwelten als Inspiration
1.3 Die Kunst der Warenpräsentation
1.3.1 Videos - Bewegung im Online-Shop
1.3.2 Bilder sagen mehr als Worte
1.3.3 Augmented Reality -Virtuelle Produktdarstellung
1.4 Emotionalisierung durch Personalisierung
1.4.1 Gute Beratung schafft Beziehung
1.4.2 Steigerung des Erlebnisfaktors mittels virtueller Anprobe
1.4.3 Bewertungssysteme als soziale Komponente

3. Best practices
1.5 Was sind ‚best practices‘?
1.6 ‚Best practices‘- Analyse
1.7 Welche ‚best practices‘ haben sich für Online-Shops bewährt?
1.7.1 Best Practice zur Inspiration der Kunden
1.7.2 Best Practice der Warenpräsentation in Online-Stores
1.7.3 Best Practice zur Personalisierung

4. Fazit

Literatur- und Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Inspiration anhand von Themenwelten im Online-Shop ‚belhome‘

Abb. 2: ‚IKEA‘-App ermöglicht Augmented Reality

Abb. 3: Virtuelle Brillen-Anprobe bei ‚netzoptiker.de‘

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Wir schreiben das 21. Jahrhundert. Die rasante Entwicklung des World Wide Web ermöglicht es mittlerweile, unsere Einkäufe von nahezu überall auf der Welt onli- ne zu erledigen. Doch was früher zur reinen Versorgungskette gehörte, weicht heute einem unmittelbaren Shoppingerlebnis. Der Spaßfaktor rückt in den Fokus. Potentielle Kunden möchten emotional berührt und fasziniert werden. Allerdings erscheint dies in der virtuellen Welt nicht immer einfach, denn jeder Online-Shop ist von den Wettbewerbern nur noch einen Mausklick entfernt. (Vgl. Fleck, 2008, S. 40) Um sich von der Konkurrenz abzuheben, muss die Webseite mit besonderen Gestaltungselementen konzipiert werden. Dadurch können die Nutzer begeistert und Kaufanreize geschaffen werden.

Das Ziel der vorliegenden Seminararbeit ist es, einige Gestaltungsmöglichkeiten für Online-Shops näher zu betrachten und dem Leser dadurch einen umfassenden Einblick in die virtuelle Einkaufswelt zu geben. Zuerst soll erläutert werden, was Einkaufserlebnisse in Online-Stores sind und wie dadurch Emotionen positiv be- einflusst werden können. Dabei soll aufgezeigt werden, welche Methoden zur Inspiration der Kunden genutzt werden. Weiterhin werden verschiedene Features zur Warenpräsentation, wie die Integration von Videos, 360°-Bilder und Aug- mented Reality dargestellt. Anschließend wird dem Leser erklärt, wie durch Per- sonalisierung des Web-Stores Emotionen geweckt werden können. Insbesondere wird hierbei auf eine gute Beratung, die Möglichkeit einer virtuellen Anprobe und auf Bewertungssysteme eingegangen. Das darauf folgende Kapitel befasst sich mit den ‚best practices‘. Hierbei wird erläutert, was best practices sind und wie eine best practices Analyse zur Unterstützung einer Webseiten-Gestaltung beitra- gen kann. Abschließend soll jeweils eine bewährte best practice zur Inspiration der Kunden, Warenpräsentation im Online-Store und zur Personalisierung genau dargestellt werden, um somit dem Leser an praktischen Beispielen verschiedene Gestaltungselemente zu veranschaulichen.

2. Einkaufserlebnisse in Online-Shops

Für ein Einkaufserlebnis beim Online-Shopping gibt es keine klare Definition. Erlebnisse sind subjektiv und können in unterschiedlichen Sparten geschaffen werden. Mit durchdachter Warenpräsentation, besonderen Features, sowie inspirierenden Werbebotschaften können individuelle Einkaufserlebnisse realisiert werden. Durch Erlebnisshopping werden Emotionen geweckt, wodurch Kaufanreize geschaffen werden. (Vgl. Kriegel, 2014, online)

In diesem Kapitel soll dem Leser verdeutlicht werden, welche Gestaltungsmöglichkeiten es für Online-Shops gibt und wie Einkäufe dadurch zu einem einprägsamen Erlebnis werden können.

1.1 Der erste Eindruck zählt

Bereits der erste Kontakt mit einem Online-Shop bildet unbewusst die erste Er- wartungshaltung eines Kunden, welche sich wiederum auf dessen Kaufverhalten auswirkt. Aufgrund dessen ist die Gestaltung des ersten Augenmerks einer Web- seite von großer Bedeutung. (Vgl. Zentes, Swoboda, Morschett, & Schramm- Klein, 2012) Denn mit jeder positiven Erfahrung erhöht sich die Bereitwilligkeit weiterhin in einem Online-Store zu verweilen. (Vgl. Kriegel, 2014, online)

Die sogenannte Landingpage wird für den Besucher zum ersten Berührungspunkt einer Webseite. Sie sollte daher den User unmittelbar ansprechen, relevante In- formationen aufgreifen und auf Wünsche und Erwartungen eingehen, um dadurch einen Anstoß für weiterführende Handlungen zu geben. (Vgl. Eisinger, Rabe, & Thomas, 2009)

1.2 Interessensteigerung durch Inspiration

Kunden möchten auf ihrer Online-Shoppingtour nicht ausschließlich navigiert, sondern ebenfalls inspiriert werden. Anstatt reiner Zieleinkäufe soll Einkaufen im Online-Store zu einem einprägsamen Erlebnis werden. (Vgl. Kriegel, 2014, online) Ausdrucksstarke Werbebotschaften oder das Eintauchen in verschiedene Themenwelten können dabei der Schlüssel zum Erfolg sein.

1.2.1 Werbebotschaften in Online-Stores

Um Kunden inspirieren und zum Kauf animieren zu können, ist insbesondere die Gestaltung von Werbetexten wichtig. Bewährt hat sich die Vorgehensweise nach der AIDA-Regel. (Vgl. Kilian & Langner, 2012, S. 40 ff.)

A: Aufmerksamkeit erzeugen (Attention)

Zuerst sollte die Aufmerksamkeit etwaiger Kunden erregt werden. Dies kann ge- lingen, indem versucht wird Emotionen potentieller Interessenten hervorzurufen oder diese zum Lachen zu bringen. (Vgl. Kilian & Langner, 2012, S. 40 ff.)

I: Interesse wecken (Interest)

Anschließend muss das Interesse geweckt werden. Hierbei ist vor allem der erste Eindruck entscheidend. Hilfreich können einprägende Überschriften oder auffallende Grafiken sein, die den Kunden in ihren Bann ziehen. (Vgl. Kilian & Langner, 2012, S. 40 ff.)

D: Kaufabsicht/ Verlangen auslösen (Desire)

Sobald das Interesse geweckt ist, muss eine positive Einstellung gegenüber dem Werbeobjekt bei dem potentiellen Kunden erzeugt werden, um diesem das Be- dürfnis zu vermitteln, das Produkt erwerben zu wollen. (Vgl. Kilian & Langner, 2012, S. 40 ff.)

A: Handlung auslösen (Action)

Um letztlich einen Kauf abzuschließen, muss eine eindeutige Handlungsaufforde- rung gegenüber dem Kunden erfolgen. (Vgl. Kilian & Langner, 2012, S. 40 ff.) Zum Beispiel durch Anklicken eines Buttons, wodurch die Kaufhandlung vollzo- gen wird.

1.2.2 Themenwelten als Inspiration

Konsumenten lassen sich gerne von Themenwelten leiten. Können sich diese mit den aufgegriffenen Themenwelten identifizieren, so werden reine Zieleinkäufe zu intuitiven Einkaufserlebnissen. Im Vorfeld ausgewählte Produkte werden hierbei als bestimmte Themengruppen, wie z.B. Garten oder Frühling, dargestellt. Der Nutzer kann in diese virtuellen Themenwelten eintauchen und sich Anregungen und Ideen einholen, welche zu weiteren Einkäufen anregen. (Vgl. Kriegel, 2014, online)

1.3 Die Kunst der Warenpräsentation

Die Vermittlung von Einkaufserlebnissen findet hauptsächlich durch die Art und Weise statt, wie die angebotenen Produkte präsentiert werden. (Vgl. ECC, 2013, online) Verschiedene Features, wie die Integration von Videos, 360°-Bilder oder Augmented Reality, ermöglichen individuelle Gestaltungsmöglichkeiten einer Webseite. Das Zusammenspiel multimedialer Darstellungen und Interaktivität schafft Faszination und inszeniert einzigartige Erlebniswelten. (Vgl. Heinemann, Der neue Online-Handel - Geschäftsmodell und Kanalexzellenz im E-Commerce, 2014)

1.3.1 Videos - Bewegung im Online-Shop

Videos eröffnen dem Verbraucher eine realistische Vorstellung des Produktes, wobei zeitgleich Informationen übermittelt werden können. (Vgl. Heinemann, Der neue Online-Handel - Geschäftsmodell und Kanalexzellenz im E-Commerce, 2014) Anstatt eines langweiligen Geschäfts kann durch die Integration von Videos ein interaktives Magazin geschaffen werden, welches den Konsumenten unterhält und emotional anspricht. (Vgl. Zentes, Swoboda, Morschett, & Schramm-Klein, 2012, S. 388)

1.3.2 Bilder sagen mehr als Worte

360°-Bilder sind ein typisches Beispiel für interaktive Elemente im Online-Shop. Dabei wird dem Verbraucher die Möglichkeit gegeben, sich intensiver mit einem Produkt auseinander zu setzen. Durch Bewegungs- und Zoomfunktionen kann ein Produkt aus dreidimensionaler Sicht betrachtet werden. (Vgl. Heinemann, Der neue Online-Handel - Geschäftsmodell und Kanalexzellenz im E-Commerce, 2014)

1.3.3 Augmented Reality -Virtuelle Produktdarstellung

Unter Augmented Reality wird eine Erweiterung zur Darstellung der Realität be- zeichnet, welche mittels eines computergestützten Systems erfolgt. Dabei können alle menschlichen Sinnesmodalitäten angesprochen werden, wobei Augmented Reality meistens der visuellen Erweiterung der Realitätswahrnehmung dient. Er- gänzend zu Texten, Bildern oder Videos werden hierbei zusätzliche, digitale In- formationen durch Einblendung oder Überlagerung dargestellt. (Vgl. Strauß, 2013, S. 248 f.)

Durch diese virtuellen Informationsergänzungen, welche hauptsächlich durch Apps auf Smartphones oder Tablets heruntergeladen werden, können unterschiedliche Arten von Abläufen optimiert und zeitsparender durchgeführt werden. (Vgl. Stockburger, 2011, online)

Ein sehr beliebter Einsatzbereich für Augmented Reality ergibt sich bei der Pla- nung von Wohnungseinrichtungen. (Vgl. Strauß, 2013, S. 249) Das Einrichtungs- haus IKEA arbeitet ebenfalls mit Augmented Reality, worauf in Kapitel 3.3.2 ÄBest Practice der Warenpräsentation in Online-Stores“ genauer eingegangen wird.

1.4 Emotionalisierung durch Personalisierung

Durch eine kundenorientierte Shop-Gestaltung, wie beispielsweise individuelle Beratung, virtuelle Anprobe, sowie das Einbinden von Kundenrezessionen, kann ein persönliches Umfeld geschaffen werden. Aufgrund einer solchen Personalisie- rung werden positive Emotionen des Nutzers ausgelöst, wodurch die Kaufent- scheidung erleichtert wird. (Vgl. Ahlert, Kenning, Olbrich, & Schröder, 2010, S. 277)

1.4.1 Gute Beratung schafft Beziehung

Durch eine persönliche Beratung kann das Vertrauen des Verbrauchers gewonnen werden. (Vgl. Kriegel, 2014, online) Kundenbezogene Hilfestellungen wie z.B. Stil- oder Konfektionsgrößenberatung unterstützen den Kunden bei der Entscheidungsfindung und können sich folglich auf dessen Einkaufserlebnis positiv auswirken. (Vgl. Heinemann, Der neue Online-Handel - Erfolgsfaktoren und Best Practices, 2012, S. 142) Die Beratung kann telefonisch, per E-Mail, Live-Video oder Live-Chat erfolgen. (Vgl. Kriegel, 2014, online)

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Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Einkaufserlebnisse in Online-Shops, Gestaltungsmöglichkeiten und 'best practices'
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen; Standort Nürtingen
Note
2,7
Jahr
2014
Seiten
18
Katalognummer
V288265
ISBN (eBook)
9783656884699
ISBN (Buch)
9783656884705
Dateigröße
1055 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Einkaufserlebnisse, Vertikales Marketing, Handelsmanagement, Online
Arbeit zitieren
Anonym, 2014, Einkaufserlebnisse in Online-Shops, Gestaltungsmöglichkeiten und 'best practices', München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288265

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